Michael Degen Familienbande

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Inhaltsangabe zu „Familienbande“ von Michael Degen

Im Schatten des Zauberers – das Leben des Michael Mann.

Er wütete und tobte, trank und frönte dem Exzess, doch vom übermächtigen Vater vermochte sich Michael Mann sein Leben lang nicht zu befreien. Packend und einfühlsam erzählt Michael Degen das Leben des exzentrischen wie hochbegabten jüngsten Sohnes von Thomas Mann: seine Kindheit im lieblosen Elternhaus, die Jugendjahre im Schweizer Exil, seine internationale Karriere als Bratschist – bis zur plötzlichen Wende: Michael Mann wird Professor für Germanistik und widmet sich dem Werk des eigenen Vaters, um dessen Zuneigung er stets vergeblich gebuhlt hatte.

Ein starker, opulenter und anrührender Roman über die Familie Mann von Bestsellerautor Michael Degen.

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  • eBook Kommentar zu Familienbande von Michael Degen

    Familienbande

    Regine Wolf

    20. April 2016 um 17:39 via eBook 'Familienbande'

    sehr gut , wie alle buecher von Michael Degen

  • Rezension zu "Familienbande" von Michael Degen

    Familienbande

    cosima73

    08. August 2012 um 11:45

    "...ist festzstellen, dass ich für den Knaben bei Weitem die Zärtlichkeit nicht aufbringe, wie vom ersten Augenblick für Lisa, - was Wunder nehmen könnte." Bibi, wie Michael Mann in der Familie genannt wurde, war ein von Anfang an ungewolltes Kind. Dass er auch ein schwieriges Kind war, das viel schrie und tobte, erleichterte seinen Stand in der Familie nicht. Der Vater, Thomas Mann, der ihn lieber hätte abtreiben lassen, brachte nicht nur keine Zärtlichkeit für ihn auf, er ekelte sich vor ihm und seinem Wesen, was der Junge deutlich in des Vaters Gesichtszüge geschrieben sah. "Jähzornig und zugleich sentimental und liebesbedürftig, lief er mit seiner zurückgewiesenen Liebe wie ein halbblindes Tierchen herum, stiess gegen Wände, die er sich selbst errichtet hatte." Die fehlende Liebe liess ihn nie los, der ständig präsente Schatten des übermächtigen Vaters erdrückte ihn. Zuflucht fand er in Gewalt und Alkohol. Obwohl er selber erfolgreich wird als Musiker, kann er sich nie von der Verletzung durch den Vater befreien. "Nein, mich kränkt allein die Tatsache, wie verschwenderisch er anderen gegenüber mit dem Gefühl, das Sie Liebe nennen, umgeht. Ich stehe ewig in der zweiten Reihe, bin quasi der Zaungast [...]" In seiner zweiten Karriere als Germanistikprofessor widmet er sich intensiv dem Werk des zugleich gehassten und geliebten Vaters. Dabei beschäftigt er sich mit dessen Tagebüchern, und wird erneut mit der Ablehnung und dem Ekel des eigenen Vaters konfrontiert. "Je mehr Bibi las, desto grösser wurde seine Verzweiflung. Was er als Kind nur ahnte; jetzt hatte er es schwarz auf weiss." Die Erschütterung über diese offenkundige Abneigung erträgt er nicht mehr. Fazit: Die packend geschriebene, fundiert aufgearbeitete Lebensgeschichte eines todtraurigen Jungen und Mannes, welcher an der Kälte und Lieblosigkeit seines Erzeugers zerbrach.

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  • Rezension zu "Familienbande" von Michael Degen

    Familienbande

    UteSeiberth

    17. July 2011 um 17:55

    Dieser anrührende Roman über Michael Mann, den jüngsten und ungeliebten Sohn von Thomas Mann hat mich sehr angesprochen.Er war ein aufbrausendes, unruhiges Kind das oft schrie und so von vornherein hauptsächlich vom Vater abgelehnt wurde.Diese gefühlte Ablehnung wurde das Trauma dieses Mannes und es gelang ihm eigentlich nicht aus dem Schatten des literarischen Übervaters herauszutreten,auch nicht mit seiner Musiker-Karriere und das machte ihn zu einem schwierigen Mitmenschen, der dann auch letztendlich seinen beiden Söhnen nicht ein richtiger Vater sein konnte.Mit 57 Jahren stirbt er überraschend an einer fatalen Mischung aus Alkohol und Schlafmitteln,vermutlich ein verdeckter Selbstmord. Michael Degen hat viele dieser Lebensstationen einfühlsam beschrieben und da macht für mich das Buch sehr lesenswert.

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  • Rezension zu "Familienbande" von Michael Degen

    Familienbande

    Clari

    23. May 2011 um 17:58

    Unglücklich und einsam erlebte der jüngste Sohn von Thomas Mann und seiner Frau Katja seine Kindheitsjahre. Er muss ein unausstehliches Kind gewesen sein. Schon als Säugling greinte er unablässig und quälte Vater, Mutter und die Amme mit seiner Unruhe. 1919 wurde er als jüngstes Kind von sechs Geschwistern geboren. Nichts und niemandem konnte Bibi, wie er genannt wurde, etwas recht machen, und früh schon zeigte Thomas Mann eine tiefe Abneigung gegen das unerwünschte sechste Kind in seiner Familie. Bibi legte sich mit Schülern und Lehrern an, flog immer wieder von Schulen und war klug genug, mit seinen Argumenten die Erwachsenen in die Enge zu treiben. Sein liebster Bruder war Klaus Mann, genannten Aissi. Von dem 13 Jahre Älteren lernte er, was es mit Drogen und deren Folgen auf sich hat. Da aber lebte die Familie schon in der Schweiz auf der Flucht vor den Nazis. Bibi war hellwach und mit seinen Augen und Ohren überall. Er lernte Bratsche und Violine spielen, ist aber nach den Aussagen des Biographen Michael Degen nie wirklich fleißig und strebsam gewesen. Er störte gerne und scheint insgesamt ein fast schwer erziehbarer Junge gewesen zu sein. Verwunderlich war das nicht, denn Eiseskälte und Ablehnung erfuhr er von seinem Vater zeitlebens. Michael Degen entwirft ein Bild der Familie Mann, das sehr wirklichkeitsgetreu die Lage schildert, in der man sich seit der Machtübernahme Hitlers befand. Die Schweiz bot vorübergehend Unterkunft, bis Thomas Mann mit seiner Familie nach Amerika ins Exil ging. Der Schriftsteller war ein alles beherrschender Familienmensch, zu dem Katja in treuer Anhänglichkeit hielt. Sie musste einen Balanceakt aufführen, um ihrem Mann die nötige Ruhe zu verschaffen und den Kindern eine behütende und lenkende Erziehung angedeihen zu lassen. Die Kinder waren jedoch allesamt eigenwillige, begabte und aufsässige Zeitgenossen, deren Erziehung unter den gegebenen Bedingungen kaum zu leisten war. Über den Lebenslauf der ältesten Geschwister Klaus und Erika gibt es zahlreiche Zeugnisse, von Golo Mann gibt es Biographien, doch Michael Mann erfährt erst jetzt in der Biographie von Michael Degen seine Würdigung. Man bekommt neue Einblicke in eine Familie, die außergewöhnlich war und in ihrem inneren Zustand Anlass zu immer neuen Interpretationen bot. Erstmals wird mit aller Deutlichkeit klar, dass die frühe Ablehnung des Sohnes durch den Vater verheerende Folgen zeitigte. Besonders die Söhne hatten unter der Übermacht und Gleichgültigkeit seitens ihres Vaters zu leiden. Die Teilnahmslosigkeit zeigt sich bei der Bestattung des Sohnes Klaus, bei der nur Bibi tief unglücklich anwesend war. Einmal mehr zeigt sich, dass ein Mann, der sich mit Familientragödien auskannte, wie er sie in den „Buddenbrooks“ beschrieben hat, in seiner eigenen Familie die Not der Familienmitglieder weder sah noch bei Schwierigkeiten abhelfen konnte. Insofern rundet sich das Bild der Familie Mann zu einem komplexen Drama. Nur die jüngste Tochter Medi wurde wirklich glücklich in ihrem Leben, alle anderen Kinder sind am Ende psychisch gescheitert. Michael Degen kommt das Verdienst zu, hier eine letzte Wissenslücke über das Leben im Haus Mann zu schließen. Er hat die Aufgabe sinnvoll gemeistert.

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  • Rezension zu "Familienbande" von Michael Degen

    Familienbande

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. May 2011 um 14:26

    Autor: (Quelle: Amazon) Michael Degen, 1932 in Chemnitz geboren, Schauspieler und Schriftsteller, überlebte den Nationalsozialismus mit seiner Mutter im Berliner Untergrund. Nach dem Krieg absolvierte er eine Ausbildung am Deutschen Theater in Berlin. Er trat an allen großen Bühnen auf und arbeitete mit Regisseuren wie Ingmar Bergman, Peter Zadek und George Tabori zusammen. Seine Autobiographie "Nicht alle waren Mörder" (1999) wurde zum Bestseller; zuletzt erschien der zweite Teil seiner Lebenserzählung, "Mein heiliges Land. Auf der Suche nach meinem verlorenen Bruder" (2007). Inahlt: Er wütete und tobte, trank und frönte dem Exzess – doch vom übermächtigen Vater vermochte sich Michael Mann, genannt Bibi, sein Leben lang nicht zu befreien. Meisterhaft erzählt Michael Degen das Leben des ebenso exzentrischen wie hochbegabten jüngsten Sohnes von Thomas Mann: seine Kindheit im lieblosen Elternhaus, im kalten Zauber des Großschriftstellers, die Jugendjahre im Schweizer Exil, wo er seiner zukünftigen Frau Gret Moser begegnet, seine internationale Karriere als Bratschist. Dann ein plötzlicher Bruch – Michael Mann wird Professor für Germanistik in Berkeley und widmet sich bald dem Werk seines Vaters, um dessen Zuneigung er stets vergeblich gebuhlt hatte. Mit nur siebenundfünfzig Jahren stirbt er an einer fatalen Mischung von Alkohol und Schlafmitteln. Als die greise Mutter Katia von seinem mutmaßlichen Freitod erfährt, meint sie nur: «Er hat ja eigentlich nicht alt werden wollen.» Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten. Michael Mann konnte nie aus dem Schatten seines Vaters treten. «Familienbande» erzählt sein Leben als Geschichte eines stillen Machtkampfes, eines Daseins, das im Bann allzu großer Talente und Einflüsse zerstört wird. Ein starker, opulenter und anrührender Roman über die Familie Mann – von Bestsellerautor Michael Degen. "... so ist festzuhalten, dass ich für den Knaben bei Weitem die Zärtlichkeit nicht aufbringe, wie vom ersten Augenblick an fürLisa, - was Wunder nehmen könnte." (Aus dem Tagebuch von Thomas Mann) Schon alleine dieses einzelne Zitat bezeugt, wie wenig der große Thomas Mann seinen jüngsten Sohn, von allen nur Bibi, Michael übrig hatte. Michael Degen, den ich bisher nur als Schauspieler kannte, schreibt in seinem neuesten Buch über das Leben von Michael Mann (geb. 21.4.1919 - gestorben am 1.1.1977), der immer im Schatten seines großen Vaters stand. Die Handlung des Buches beginnt mit Bibis Geburt und endet mit dessen Tod in der Neujahrsnacht 1976/77. Bibis Freitod wird mit Manns Tagebücher in Verbindung gebracht. Fazit: Sehr spannend geschrieben aber nicht immer leicht zu lesen, dafür hatte ich in zu vielen Fällen einfach nur Mitleid mit Bibi, dessen Leben vielleicht anderes verlaufen wäre, wenn er in eine andere Familie hinein geboren worden wäre. Auch die unterschiedlichen Kosennamen (Aissi für Klaus) haben mich anfangs doch sehr verwirt. Lest dieses wunderbare Buch selber und bildet euere eigene Meinung. "Familieenbande" gehört zu den wenigen Bücher, die mich tief berührt haben und die noch lange nachwirken!

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