Michael E. Vieten Atemlos - Beim Sterben ist jeder allein

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Inhaltsangabe zu „Atemlos - Beim Sterben ist jeder allein“ von Michael E. Vieten

Wirklich ein guter Krimi - mit einem offenen Ende! Der zweite Teil wird bestimmt nicht mehr lange auf meinem SuB bleiben müssen.

— Kristin84

Ein spannender Krimi mit kleinen Macken

— Annabeth_Book

Ein gut organisierter Mörder, dem man besser nicht über den Weg läuft. Ein solider Krimi.

— Uwes-Leselounge
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  • Ein überzeugender Krimi

    Atemlos - Beim Sterben ist jeder allein

    Kristin84

    06. July 2016 um 20:35

    Zum Inhalt: Lasse dich nie vom Äußeren eines Menschen täuschen. Denn auch wenn er schüchtern und zurückhaltend ist, kann es in ihm brodeln. Und irgendwann kann dieses Brodeln zu einer Explosion führen, die dann das eine oder andere Menschenleben fordert. Dann kannst du nur hoffen, dass du nicht der Grund für diese Explosion warst. Denn sonst sind deine Stunden gezählt... Meine Meinung: Wie vielleicht der eine oder andere von euch schon gemerkt hat, lese ich kaum Krimis. Und wenn, bin ich meistens von den Büchern nicht wirklich begeistern. Ich glaube, das Genre liegt mir einfach nicht so wirklich. Es gibt nur sehr wenige Krimis, wie z.B. "Der Tote vom Strand" von Hakan Nesser, die mir gut gefallen haben. Daher war ich ehrlicherweise auch ein wenig skeptisch als ich dieses E-Book zum rezensieren bekommen habe. Es hat auch ein paar Monate auf dem SuB gelegen, bis ich endlich mal die Muse gefunden habe, es zu lesen. Und was soll ich sagen? Es hat mir wirklich gut gefallen!! Ich war selbst überrascht, weil ich damit so gar nicht gerechnet habe. Vielleicht lag es auch ein wenig daran, dass das Buch anders ist als ein Durchschnittskrimi. Bei denen wird eine Leiche gefunden, der Kommissar ermittelt, wenn er Pech hat, taucht noch eine Leiche auf und am Schluss steht der Mörder fest. Nicht so bei diesem Buch. Der Aufbau der Geschichte ist ganz anders. Man kann fast sagen, dass das Buch in zwei Teile geteilt wurde. Im ersten Teil ist man hautnah bei den Morden dabei. Es wird alles aus der Perspektive des Mörders erzählt, so dass man erfährt was er fühlt und denkt, z.B. warum er die Morde begeht. Man erfährt etwas über sein tägliches Leben und sein Umfeld. Der Charakter des Mörders, Anselm Jünger, ist wirklich interessant. Nach außen eigentlich ein schüchterner, zurückgezogener Mensch. Aber wenn man seine Gedanken "lesen" kann und die Beweggründe für die Morde erfährt, ist es schon wieder eine ganz andere Persönlichkeit, die nicht zu seinem Erscheinungsbild passt. Da kommt man wirklich ins Grübeln, ob manche Menschen im wahren Leben nicht auch so sein könnten, wobei ich jetzt keinem einen Mord zutrauen würde.Ich will nicht sagen, dass mir der Charakter Anselm Jünger "gefallen" hat - das wäre das falsche Wort. Aber irgendwie fand ich es interessant, über ihn und sein Leben zu lesen. Im zweiten Teil des Buches betritt dann der Kommissar, Horst Krieger, die Bühne. Und mit dem Charakter konnte ich so gar nichts anfangen. Ich fand den Typ einfach nur langweilig. Er war fast die ganze Zeit nur am essen (deswegen wurde auch viel über seine Fettleibigkeit im Buch geschrieben - eigentlich zu viel) oder hat über die Fall nachgedacht. Ein wirkliches Leben Drumherum hatte Horst Krieger nicht. Vielleicht lag es daran, dass ich diese Charakter neben Anselm Jünger ein wenig fad fand. Ich glaube, der Autor konnte seinen Kommissar auch nicht leiden und hat sich bei diesem Abschnitt nicht so viel Mühe gegeben. Ich will jetzt damit nicht sagen, dass der zweite Teil des Buches schlecht war, aber eben nicht so gut wie der erste. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der aber noch zu verkraftet ist (da gibt es schlimmer). Trotzdem bin froh, dass ich den zweiten Teil bereits auf meinem SuB liegen habe. Ich gehe mal davon aus, dass dieser auch bald fällig ist. Nochmal vielen Dank an den Autor, dass er mir das E-Book zum Rezensieren zur Verfügung gestellt hat. Mein Fazit: Mal ein etwas anderer Krimi. Definitiv empfehlenswert.

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  • Leserunde zu "Das Bücherhaus" von Tom Burger

    Das Bücherhaus

    ChattysBuecherblog

    Keine Leserunde!!! SUB-Abbau und/oder Verlags-Challenge 2016 Ich habe mich entschlossen im Jahr 2016 eine ganz besondere Challenge durchzuführen. Da meine bevorzugten Genre regionale Krimis und historische Romane sind, finde ich beim Gmeiner Verlag immer etwas (sehr zum Leidwesen meines SUB) Um dem etwas entgegen zu wirken, werde ich ab 2016 meine eigene Challenge veranstalten. Wie soll das Ganze ablaufen? Ich beginne ab KW 1/2016 wöchentlich ein Buch zu lesen, dass zum jeweiligen, ausgelosten,  Thema passt. Wer möchte, darf sich mir gerne mit seinem eigenen bevorzugten Verlag oder seiner Buchauswahl des SUBs anschließen. Soll heißen, es ist nicht notwendig ausschließlich Bücher eines einziges Verlages zu lesen. Das Ganze hat auch keinen Wettkampfcharakter, sondern dient lediglich dem eigenen SUB-Abbau. Ich werde jede Woche mein gelesenes Buch, sofern Printausgaben und Verschenktauglich, auf meinem Blog verlosen. http://chattysbuecherblog.blogspot.de

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  • Eiskalt, berechnend und emotionslos

    Atemlos - Beim Sterben ist jeder allein

    aly53

    20. August 2015 um 19:00

    Der Einstieg in dieses Buch war doch gleich recht kaltblütig, wir erleben wie Anselm Jünger, die Katze seiner Nachbarin umbringt. Dann begleiten wir den Alltag von Anselm Jünger. Er ist kühl, berechnend und ohne jede Emotion. Er ist ruhig,zu ruhig. Wer ihn stört oder reizt , für den wird er zur tödlichen Gefahr. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich mochte Anselm nicht. Er hat keine Gefühle gezeigt und reagierte seiner Umwelt gegenüber völlig gleichgültig. Ich hatte keinen blassen Schimmer, warum wir Anselm überhaupt begleiten. Zunehmend wurde das ganze dann doch etwas nervig für mich. Obwohl ich zurückblickend erkennen konnte, warum das ganze stattfand. Doch dann hat sich das Blatt gewendet und wir sehen durch die Augen eines erfolgreichen Polizeiermittlers. Das gab dem ganzen nochmal Aufschwung und die Spannung nahm enorm zu. Mir war eigentlich nie klar, worauf das Ganze hinauslaufen soll. Durch einige Überraschungen hat es der Autor doch recht geschickt verstanden, mich vollkommen zu verblüffen. Der Abschluss hierbei ist wirklich sehr gut gelungen. Ein weiterer Aspekt dieses Buches ist ja, die Reise durch die Gastronomie. Man kann sich dadurch den Beruf sehr gut vorstellen und bekam direkt Hunger auf all die köstlichen Speisen. Das alles wirkt auch recht authentisch, da ich mich in dem Beruf ja doch etwas auskenne. Aber zurück zu Anselm. Diese Geschichte besticht vor allem durch Berechnung und Emotionslosigkeit, aber auch durch ziemliche Überheblichkeit. Teilweise kam mir Anselm so vor, als hielte er sich für Gott. Allein dafür, hätte er schon einen Denkzettel verdient. Hier bekommen wir wirklich das absolut Böse präsentiert. Es ist unheimlich und ziemlich erschreckend zugleich. Man muss aber auch sagen, der Autor macht von Anfang an, kein Geheimnis daraus, um wen es sich bei dem Mörder handelt. Darum geht es auch gar nicht. Es geht viel mehr um das Katz- und Mausspiel, daß uns hier präsentiert wird Dieses ist zwar gut dargestellt, jedoch ist es mir zu flach. Dabei wird auch alles recht detailliert dargestellt, ohne dabei recht grausam zu wirken. Die zentralen Personen werden mit der nötigen Tiefe gezeichnet, die erforderlich ist. Dadurch entwickeln sie zunehmend mehr Leben und man kann besser die jeweiligen Handlungen nachvollziehen. Wenn man sie auch nicht immer verstehen kann. Ich bin immer wieder geschockt, mit welchem Gesicht die Abgründigkeit der menschlichen Seele zu Tage tritt. Es kann schleichend kommen, unsichtbar, oder in voller Größe. Aber alle haben sie eins gemeinsam, man sieht sie nicht kommen. Ich bin doch sehr überrascht wie gut mir dieser Roman gefallen hat, hätte ich so nicht erwartet. Jedoch hat mich dieses Buch nicht emotional erreicht, was ich teilweise wirklich schade finde. Hierbei erfahren wir zum größten Teil die Perspektiven von Anselm und Kommissar Krieger, was ihnen noch mehr Tiefe verleiht, da sie ziemlich im Fokus stehen. Im ersten Teil erfahren wir ausschließlich Anselms Perspektive und im zweiten Teil die vom Kommissar. Ein Zusammenspiel von Anfang an, hätte mir dabei besser gefallen, da es einfach noch mehr Spannung und Nervenkitzel reingebracht hätte. Die Kapitel sind normal bis lang gehalten. Der Schreibstil des Autors ist sehr fließend, fesselnd und sehr mitreißend. Dieses Buch hat mich so dermaßen gebannt, daß ich in einem Rutsch durch war. Das Cover finde ich als zu unscheinbar für dieses Buch gewählt. Der Titel passt jedoch sehr gut. Fazit: Eiskalt, berechnend und emotionslos. Ein eiskalter Mörder der eine blutige Spur hinter sich herzieht, ein erfolgreicher Kommissar der ihm auf der Spur ist. Ein Kriminalroman der vor allem durch Details besticht. Es ist mal etwas völlig anderes und genau deshalb sticht er auch so heraus. Ich vergebe 3 von 5 Punkten, weil es noch einige Schwächen aufweist.

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  • Stille Wasser sind tief

    Atemlos - Beim Sterben ist jeder allein

    Annabeth_Book

    15. August 2015 um 11:09

    Klappentext: Anselm Jünger lebt zurückgezogen. Er ist freundlich, unscheinbar und still. Der chronische Asthmatiker führt ein unauffälliges Leben von Kollegen und Nachbarn gleichsam geschätzt. Er sitzt gerne allein in der Kirch, ist höflich, überaus höflich und zurückhaltend. Wer ihn bemerkt, empfindet so es wie Sympathie für ihn. Doch tief ihn ihm lauert eine tödliche Gefahr. Seine überaus niedrige Reizschwelle kombiniert mit der unterentwickelnde Fähigkeit zur Konfliktbewältigung. Anselm Jünger ist ein psychopathischer Mörder. Intelligent, pragmatisch, eiskalt. Wer ihn kränkt, unhöflich oder unaufmerksam ist oder ihn zurückweist oder einfach nur sein grundsätzliches Missfallen auslöst, schwebt in größter Gefahr. Allein die Prostituierte Anna Nowak hat Zugang zu diesem überaus verschlossenen Menschen und gefährlichen Psychopathen.  Auf dem Schreibtisch der Mordkommission Tier liegen die Akten von vier Fällen. Die einzige Gemeinsamkeit ist, alle Opfer staen durch Ersticken, und es lässt sicher weder ein Motiv noch einen Verdächtigen ermitteln. Der aus gesundheitlichen Gründen beurlaubte, aber überaus erfolgreiche Ermittler Hauptkommissar Krieger wir gebeten, sich die vier Fälle anzusehen und neue Ermittlungsansätze zu erarbeiten. Der übergewichtige Krieger soll seinem sportlichen aber wenig geschätzten Kollegen Rottmann zuarbeiten, Während Hort Krieger die Ratschläge der Polizeipsychologin und die Anweisung seiner Ärztin ignoriert, frisst und säuft er sich dem Herztod entgegen. Dreißig Jahre Erfahrung im Polizeidient arbeiten gegen den Serienmörder Anselm Jünger, Dann stehen sie sich gegenüber und wissen, nur einer von beiden wird sich danach irgendwo einen Kaffee bestellen.   Autor:   Michael E. Vieten lebte viele Jahre im Harz und Schleswig-Holstein, jetzt wohnt er in Hunsrück. Er schreibt Prosa und Lyrik, Romane und Erzählungen. Er interessiert sich für die großen und kleine Dramen der Menschen und versucht seinen Lesern etwas von seinen Erfahrungen und Erlebnissen mitzugeben.   Inhalt:   Wer Anselm blöd kommt oder ihn von oben herab behandelt muss sterben. Ganz einfach findet Anselm. Er stellt sich dabei so geschickt an, dass die Polizei im Dunkeln tabt. Bis Kommissar Krieger anfängt zu ermitteln und damit auch Anselms Zorn auf sich zieht.   Eigene Meinung:   Das Buch ist der erste Teil einer Krimireihe und ich freue mich das ich sie von einem Autor bekommen habe. Ich muss sagen, dass ich am Anfang ziemlich skeptisch war, da ich noch nicht wirklich viele Krimis gelesen hab. Aber ich wurde nicht enttäuscht, das Buch ist sehr spannend geschrieben aber manchmal fehlte mir das Gewissen etwas. Mir persönlich ist der Klappentext zulange, er verrät schon zu viel. Man hätte ihn deutlich kürzen können und dadurch auch mehr Spannung aufbauen können. Auch finde ich es schade das, Hauptkomissar Krieger erst so spät mit eingebaut wird. Ich hätte mir einen Sichtwechsel zwischen Krieger und Anselm gewünscht. Aber ansonsten, ist das Buch spannend und es ist flüssig zu lesen, gegen Schluss wollte ich es nicht mehr aus der Hand legen und freue mich schon drauf den 2. Teil zu lesen :)

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  • 1. Band der Atemlos-Reihe

    Atemlos - Beim Sterben ist jeder allein

    Kerry

    06. April 2015 um 21:06

    Anselm Jünger ist ein sehr eigener junger Mann. Er lebt in Trier und steht allein in der Welt dar. Nach dem Tod seiner Eltern wurde er von seiner Großmutter erzogen, aber auch diese ist zwischenzeitlich verstorben. Anselm ist ein Perfektionist, er liebt es, wenn alles korrekt und in geordneten Bahnen abläuft. In seinem Beruf als Stationskellner kann er dieses Naturell voll und ganz ausleben. Es gibt nur einen Menschen, der Anselm nahe kommt - Anna. Anna Nowak arbeitet in den warmen Monaten des Jahres in einem Wohnmobil auf einem Parkplatz an einer Autobahnausfahrt als Prostituierte. Im Winter arbeitet sie in einem Bordell. Seit drei Jahren ist Anselm "Kunde" bei ihr und mit der Zeit verliebten sich die beiden ineinander. In naher Zukunft will Anna aus dem "ältesten Gewerbe der Welt" aussteigen und  mit Amseln ein neues Leben beginnen. Doch Anselm ist nicht nur der nette, wohlerzogene Kellner, den die Welt in ihm sieht. Wenn sich jemand nicht an die Regeln hält, kann es schon mal passieren, das demjenigen was passiert, wie zum Beispiel der Katze seiner Nachbarin, die ihn immer wieder stört oder die unfreundliche Kassiererin im Supermarkt - kurzum, Anselm sorgt für Ordnung bzw. entsorgt die störenden Individuen. Dass sich diese im Laufe der Zeit anhäufen, fällt irgendwann auf und die Polizei schaltet sich in Form von Horst Krieger ein. Der übergewichtige Kriminalhauptkommissar punktet nicht mit vielen guten Eigenschaften, aber Köpfchen hat er und ihm gelingt das, woran bisher alle übrigen Polizisten gescheitert sind: Er stellt eine Verbindung zwischen den Morden her ... 1. Band der Atemlos-Reihe! Der Plot des Buches wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Gerade diese realistische Darstellung empfand ich als recht erschreckend, denn wenn man das auf die Realität beziehen würde, hätte hier wahrscheinlich mit mehr Morden in unserer Gesellschaft zu tun, als es sie bereits gibt. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet, jedoch empfand ich die Figur des Anselm als recht nüchtern dargestellt. Ich hatte mir hier deutlich  mehr Gefühlsregungen seinerseits erwartet, wenn er denn schon mordet bzw. aus seiner Sicht die Dinge richtig stellt. Jedoch ist Anselm nicht immer so gefühlskalt, denn wenn er mit Anna zusammen ist, dann kann er auch anders, menschlicher, was mich für ihn hoffen lässt. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch angenehme Lesestunden bereitet hat.

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  • Ein gut organisierter Mörder, dem man besser nicht über den Weg läuft. Ein solider Krimi.

    Atemlos - Beim Sterben ist jeder allein

    Uwes-Leselounge

    26. March 2015 um 16:59

    Anselm Jünger liebt Ordnung, Disziplin und braucht Konstante und Garantien in seinem Leben und er hasst Variable und Unwägbarkeiten und mag keinen körperlichen Kontakt. Seine Wohnung ist penibel auf geräumt und sauber. Außerdem leidet er unter chronischem Asthma und benötigt daher ständig sein Spray. Er ist ein Einzelgänger und hat keine Freunde. Aber es gibt im Leben von Anselm jemandem, nämlich Anna Nowak. Sie ist eine Prostituierte und nur von ihr lässt er sich berühren. Bei Anna fühlt er sich geborgen und geliebt. Sie ist eine gepflegte und schöne Frau. Ist stets freundlich und höflich und sie sieht in Anselm ihre 2. Hälfte und spürt eine Seelenverwandtschaft. Als Anna Anselm ihre Liebe gesteht, gerät seine Welt für kurze Zeit in Schieflage. Darüber muss er nachdenken und doch spürt er eine wohlige Wärme in sich bei dem Gedanken, den Rest seines Lebens mit dieser Frau zu verbringen. Man könnte meinen, dass es das Leben mit Anselm gut meinen würde, wäre da nicht seine sehr niedrige Toleranzgrenze gegenüber seinen Mitmenschen. Sei es ein Rüpel im Kino, die Kassiererin in einem Supermarkt, eine Politesse oder ein Kunde von Anna der ihr wehgetan hat. All diese Menschen lernen DEN anderen Anselm Jünger kennen! Dieser Anselm ist sehr gewissenhaft und geduldig in seiner Planung und wartet auf den richtigen Moment, um sein Opfer töten zu können und dabei hinterlässt er keinerlei Spuren!!! Anselm hat mir richtig gut gefallen und ich konnte mich gut in seine Lage hineinversetzen. Allerdings gibt es für mich einen Punkt gleich zu Beginn der Geschichte der mich sehr gestört hat und ich wollte das Buch schon gleich wieder zu machen. Wie viele von euch wissen, haben meine Frau und ich zwei Katzen und lieben diese über alles und daher mag ich es absolut nicht, wenn in Bücher irgendwelche Tiere gequält oder getötet werden !!! Dies nur am Rande. Auch Anna hat mir gut gefallen, sie liebt Anselm über alles und auch wenn sie ahnt, dass da noch etwas ist, nimmt sie ihn vor der Polizei in Schutz. Anna würde alles für ihn tun. Sehr außergewöhnlich ist unser Kriminalhauptkommissar Horst Krieger. Denn wir haben es hier mit einem im wahrsten Sinne des Wortes Schwergewicht zu tun. Horst liebt Döner, Pizza, Hamburger, Cola und Alkohol. Er ist 45 Jahre alt, knapp 1,80 m groß und bringt stolze 160 kg (!) auf die Waage. Aus diesem Grund ist er dienstunfähig geschrieben und muss sich entscheiden, wie sein Leben weiter gehen soll. Als seine Kollegen mit den vier Morden nicht weiterkommen, erschließt sich sein Chef, Kriminaldirektor Josef Weinig, ihn inoffiziell zu reaktivieren. Kann Horst den Mörder identifizieren? Die Geschichte an sich hat mir, bis auf den Beginn mit der Katze, recht gut gefallen. FAZIT: Der Schreibstil ist kurz, umgangssprachlich und einfach gehalten, was dem Lesen aber keinen Abbruch getan hat. Michael E. Vieten schreibt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Besonders bei Horst Krieger musste ich eins ums andere Mal schmunzeln, wenn er wieder 2 Döner und 1/2 Liter Cola in sich hinein schlang, sobald er mit dem Fall nicht weiter kam. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und authentisch. Lediglich fehlte es etwas an Spannung, doch dies wurde durch den "dicken Kommissar" und Anselms Detailversessenheit wieder ausgeglichen. Ein gutes Erstlingswerk mit Potenzial nach oben. Ich bin auf den zweiten Teil "Atemlos - Von des Totes zarter Hand" gespannt, den ich jetzt im Anschluss lesen werde.

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  • Ist Pinochio zu fassen?

    Atemlos - Beim Sterben ist jeder allein

    monja1995

    06. March 2015 um 16:06

    Klappentext: Anselm Jünger lebt zurückgezogen. Er ist freundlich, unscheinbar und still. Der chronische Asthmatiker führt ein unauffälliges Leben. Von Kollegen und Nachbarn gleichsam geschätzt. Er sitzt gerne alleine in der Kirche, ist höflich, überaus höflich und zurückhaltend. Wer ihn bemerkt, empfindet so etwas wie Sympathie für ihn. Doch tief in ihm lauert eine tödliche Gefahr. Seine überaus niedrige Reizschwelle kombiniert mit der unterentwickelten Fähigkeit zur Konfliktbewältigung. Anselm Jünger ist ein psychopathischer Mörder. Intelligent, pragmatisch, eiskalt. Wer ihn kränkt, unhöflich oder unaufmerksam ist oder ihn zurückweist oder einfach nur sein grundsätzliches Missfallen auslöst, schwebt in größter Gefahr. Allein die Prostituierte Anna Nowak hat Zugang zu diesem überaus verschlossenen Menschen und gefährlichen Psychopathen. Auf dem Schreibtisch der Mordkommission Trier liegen die Akten von vier Fällen. Die einzige Gemeinsamkeit ist, alle Opfer starben durch Ersticken, und es lässt sich weder ein Motiv noch ein Verdächtiger ermitteln. Der aus gesundheitlichen Gründen beurlaubte, aber überaus erfolgreiche Ermittler Hauptkommissar Krieger wird gebeten, sich die vier Fälle anzusehen und neue Ermittlungsansätze zu erarbeiten. Der übergewichtige Krieger soll seinem sportlichen aber wenig geschätzten Kollegen Rottmann zuarbeiten. Während Horst Krieger die Ratschläge der Polizeipsychologin und die Anweisungen seiner Ärztin ignoriert, frisst und säuft er sich dem Herztod entgegen. Doch er ist und bleibt ein brillanter Ermittler. Ein Denker. Dreißig Jahre Erfahrung im Polizeidienst arbeiten gegen den Serienmörder Anselm Jünger. Dann stehen sie sich gegenüber und wissen, nur einer von beiden wird sich danach irgendwo einen Kaffee bestellen. Mein Eindruck: Nach dem sehr umfangreichen Klappentext würde ich nun zu viel über den Inhalt verraten, wenn ich einen Umriss verfassen würde. Also beschränke ich mich hier auf den Eindruck, den dieses Buch auf mich machte. Am Anfang durch die Tötung einer Katze verstört, folgte ich Anselm Jünger in sein ruhiges, fast schon beschauliches Leben, das dieser durch scheinbar schwach motivierte Morde immer wieder aufleben lässt. Irritierend war für mich dieses sinnlose Morden an Menschen, zu denen er so gut wie keine Beziehung pflegte und aus Gründen, die absolut nicht nachvollziehbar sind. Aber für ihn scheinen die Gründe wohl so schwerwiegend zu sein, dass er die Morde begeht. Im ersten Drittel des Buches hat der Autor Michael E. Vieten Mord an Mord gereiht und polizeiliche Ermittlungen, sowie Zeugen oder sonstige Eindrücke unerwähnt gelassen. Immer öfter drängte sich mir die Frage auf, warum die Leichen zwar gefunden werden, der Autor dies jedoch nicht mit einfließen ließ. Im zweiten Drittel ist es endlich soweit. Allerdings erfährt man da so gut wie nichts über die eigentliche Polizeiarbeit, nur über den wegen Fettleibigkeit vom Dienst befreiten Hauptkommissar Krieger, den seine Kollegen zu den Mordfällen um Hilfe baten. Obwohl er mehr den sinnlichen Genüssen des Essens zugetan ist, findet er mit Hilfe seiner Psychologin den Strohhalm, an den er sich bei seinen Ermittlungen klammert und der ihn auf die richtige Fährte bringt. Leider ist es ihm nicht gegönnt, seine Ergebnisse den Kollegen mitzuteilen und somit zur Aufklärung der Morde in gewünschtem Sinne beizutragen. Hier hat Michael E. Vieten meiner Meinung nach dann doch etwas zu dick aufgetragen. Ob aus dem Grund, dass er bereits die Idee zu einem zweiten Band über Anselm Jünger und Anna Nowak hatte, oder aus einem anderen Grund, entzieht sich meiner Kenntnis. Die Schreibweise ist einfach gehalten, die Ermittlungen der Polizei hätten besser mit einfließen müssen und das Ende ist leider zu vorhersehbar, weil Vieten in diesem Punkt zu sehr nach einem Klischee hangelte, das er damit bediente. Nach achtzig Seiten war es mir schon fast zu viel des Mordens, ich las jedoch weiter, um meine Neugierde nach Aufklärung zu stillen. Dass dies ein Polizist übernimmt, der gar nicht im Dienst ist, überraschte mich dann etwas, aber passt zum übrigen Dasein von Krieger. Keine Überraschung hingegen ist, dass es einen zweiten Band über Anselm Jünger gibt, an den ich mich nun mit meiner Neugierde mache, denn es muss Gerechtigkeit geben. Michael E. Vieten weicht mit seiner Art einen Kriminalfall zu schreiben, etwas von der Norm ab. Damit wird er sicherlich nicht das Herz eines jeden Krimifans treffen. Aber die, die von diesem Buch begeistert sind, werden sicher gleich im Anschluss zum zweiten Band greifen. So wie ich es tun werde. Mein Fazit: Etwas anderer Kriminalroman, an den man sich aber gewöhnen kann, weil er das Tier Neugierde füttert.

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  • Rezension || "Atemlos - Beim Sterben ist jeder allein" von Michael E. Vieten

    Atemlos - Beim Sterben ist jeder allein

    Nelly87

    06. March 2015 um 15:02

    Erster Satz Das kleine Biest zappelte wild, als sein Hinterpfoten das kalte Wasser berührten. Inhalt Anselm Jünger ist ein unauffälliger Zeitgenosse, der keine Freunde hat und sehr zurückgezogen lebt. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er durch einen Job in einem Hotelrestaurant, bei der sich vorbildlich, nett und freundlich gibt. Doch Anselm wurde leider nicht mit einer hohen Geduldsgrenze gesegnet, im Gegenteil: bei schon kleinsten Kleinigkeiten wird Anselm zur tödlichen Gefahr. Als ihn eine Kassiererin in einem Supermarkt bloß stellt, muss diese das wenige Tage darauf mit ihrem Leben bezahlen. Und als er ein Verwarnungsticket von einer Politesse erhält, während Anselm Geld für den Parkautomaten wechseln wollte, ereilt sie das gleiche Schicksal. Im gegenüber steht Hauptkommissar Krieger, der zwar beurlaubt ist, aber wegen seines Scharfsinns und seinen unkonventionellen Gedankengängen inoffiziell mit dem Fall betraut wird. Schnell stößt er auf die Spur von Anselm, kann diesem aber keine Verbindung zu allen Opfern nachweisen. Also heftet er sich an die Fersen des psychopathischen Mörders, um diesen endlich dingfest zu machen. Doch dies bleibt auch Anselm nicht geheim und wenn ihn schon ein Parkticket zum Morden führt, was passiert dann erst mit einem Polizisten, der Anselm hinter Schloss und Riegel bringen will? Meine Meinung Der Einstieg in das Buch ist gleich mal wie ein Paukenschlag. Die Geschichte beginnt mitten im ersten "Mord", den Anselm begeht. Opfer dabei ist die Katze der Nachbarin, von der er sich schon lange belästigt fühlte. Immerhin schmiert diese mit ihren Pfoten Dreck auf sein Auto und weckt ihn jeden Morgen mit ihrem Gejammer aus dem Schlaf. Damit ist der Leser gleich mal mitten drin im Geschehen und bekommt auch gleich mal einen Vorgeschmack auf den Charakter Anselm. Das hat mir sehr gut gefallen, da sich der Autor nicht lange mit großen Einführungen aufhält. Und obwohl er den Leser sofort ins Geschehen schubst, hatte ich keine Schwierigkeiten, mich ins Buch einzufinden. Auf jeden Fall bekommt man gleich einen guten Eindruck davon, was einen in diesem Buch erwartet und es wird deutlich, dass die Geschichte nichts für Zartbesaitete ist. Das Ganze beschreibt Michael Vieten mit einem ganz besonderen Schreibstil, der mir so eigentlich noch nie untergekommen ist. Seine Sprache ist einfach und klar zu verstehen. Die Sätze sind meist recht kurz und klar strukturiert gehalten. Außerdem zeichnet sich Vietens Schreibstil dadurch aus, dass er stellenweise einfach nur "Ein-Wort-Sätze" nutzt. Meist soll dadurch eine Umgebung umschrieben werden, wie bspw. auf Seite 70: "Einbauküche. Ceranfeld. Geschirrspüler.". Gerade für die Beschreibung eines neuen Settings fand ich diese Art gar nicht so schlecht, da damit zwar ein Eindruck der Umgebung vermittelt wird, ohne seitenlange Ausführungen darüber zu machen. Bei anderen Stellen, die eben nicht einer solchen Beschreibung dienten, muss ich aber zugeben, dass ich mich mit dem Schreibstil schwer tat. Öfters hab ich das Gefühl bekommen, dass der Autor dort nur ein Füllwort aufgeschrieben hat, um diese Stelle später durch einen richtigen Satz zu ersetzen. Der eine oder andere ausführliche Satz an der richtigen Stelle hätte auch der Spannung gut getan. Ich könnte mir vorstellen, dass sich der eine oder andere wegen dieses besonderen Stils etwas von der Handlung ablenken lässt. Die Geschichte wurde in zwei Teile eingeteilt. Zunächst wird die Story aus Sicht von Anselm erzählt, was dem Leser eine wunderbare Möglichkeit gibt, seine Gedanken und Gefühle nachzuempfinden. Michael Vieten hat es geschafft, selbst die Gedankengänge eines Psychopathen so darzustellen, dass der Leser gezwungen wird, sich damit auseinander zu setzen. Mitten in der Geschichte wechselt dann die Erzählperspektive zu Horst Krieger, dem Hauptkommissar, der mit den Mordfällen betraut wird. Zwar hat mir diese Aufteilung gut gefallen, aber ich hätte mir gewünscht, dass sie etwas deutlicher zu Tage getreten wäre. Anfangs war ich nämlich etwas verwirrt. Das Buch kommt mit wenigen Charakteren aus, wobei diese unterschiedlich stark ausgearbeitet wurden. Anselm Jüngers Charakter kam wirklich gut zur Geltung. Sehr gelungen fand ich dabei, dass eine Polizeipsychologin später ein Profil des Täters erstellt und dieses wunderbar auf Anselm passt. Dadurch erfährt man auch etwas über die Beweggründe hinter den Morden. Auch der Kontrast zwischen äußerer Gelassenheit und innerem Kampf war sehr überzeugend. Horst Krieger, der Polizist, dagegen konnte mich überhaupt nicht abholen. Mit 160 Kilo auf den Hüften wurde er dienstunfähig geschrieben und lebt seither einfach ein wenig in den Tag hinein. Allerdings ging er mir schon etwas auf die Nerven mit seiner dermaßen geringen Selbstbeherrschung. Ständig hat er ein Brötchen und einen Kaffeebecher im Gesicht hängen. Das wird vor allem dadurch deutlich, dass der Autor das immer wieder wiederholt. Manche Stellen tauchen immer wieder auf, was mich etwas gestört hat. So wird jede Mahlzeit von Horst Krieger geschildert, obwohl dem Leser schon nach wenigen Absätzen klar ist, dass Krieger zuviel Gewicht auf den Rippen hat und sich auch einen Teufel darum scherrt, ob ihn das über kurz oder lang umbringt. Schließlich wäre da noch Anna Novak, die ehemalige Prostituierte, die ihren Job an den Nagel hängt, um ein Leben mit Anselm zu beginnen. Bisher ist sie noch etwas farblos geblieben, ihre Geschichte spielt aber für den Verlauf der Geschichte eine große Rolle. Da ich den Klappentext zu Band 2 bereits gelesen habe, hoffe ich, sie dort besser kennenzulernen. Wieder gut gefallen hat mir der Verlauf der Geschichte, obwohl er anfangs etwas brauchte, um in Fahrt zu kommen. Mit der Zeit nimmt die Brutalität von Anselm und auch der Trieb von Krieger, diesen zu fassen, immer mehr zu. Es wird klar, dass das nur einem Zusammenstoß zwischen den beiden enden kann. Und obwohl ich wie gesagt den Klappentext zum Nachfolger kannte und damit eine Ahnung hatte, wie das Buch enden könnte, war ich von diesem Ende doch überrascht. Und obwohl es keinen Cliffhanger gab, möchte ich unbedingt sehr bald zum zweiten Teil greifen. Allerdings lässt sich die Buch auch als Einzelband gut lesen. Bewertung Michael Vieten hat mit Anselm Jünger einen sypmathischen, aber eben auch psychopathischen Mörder geschaffen, der dem Leser noch eine Weile in Erinnerung bleibt. Sein Schreibstil stattdessen ist ungewöhnlich und damit muss man sich erst mal auseinander setzen. Der Verlauf der Geschichte braucht ein wenig, bis er in Gang kommt, hat mich dann aber gut unterhalten. Mit dem Ende hat der Autor dann nochmals eine große Überraschung aufgefahren.Somit halten sich die Plus- und Minuspunkte gerecht die Waage. Das Potenzial wurde noch vollumfänglich ausgeschöpft, macht aber Lust auf den zweiten Teil.

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