Michael Esser Europa ruft Amerika

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Inhaltsangabe zu „Europa ruft Amerika“ von Michael Esser

Es ist eines der großen Wagnisse und Abenteuer des Zeitalters der modernen Kommunikation: Ohne sichere Kenntnis des Meeresbodens und der Haltbarkeit des Materials in 5.000 Meter Tiefe werden mehr als 3.000 Kilometer Telegraphenkabel von Europa nach Amerika gelegt. Strom wird durch Batterien erzeugt, weil der Generator noch nicht serienreif ist. Die Tiefenlotung erfolgt mittels Senkblei, weil das Echolot noch nicht erfunden ist. Navigiert wird nach alten nautischen Verfahren, weil in Erdumlaufbahnen noch keine Satelliten kreisen.§Halbwegs verlässliche Wettervorhersagen sind ebenfalls unbekannt.§Man weiß lediglich, dass man mit hoher Wahrscheinlichkeit in heftige Stürme und schwere See hinausfahren wird.§Unter diesen Voraussetzungen werden dennoch gewaltige Summen investiert, um die beiden Kontinente über ein Kabel miteinander zu verbinden. Verlockend ist die Aussicht auf beträchtlichen finanziellen Gewinn und groß das Vertrauen, dass die Siemens-Bruder es schaffen können. Doch selbst wenn all die Herausforderungen gemeistert werdensollten, gibt es noch eine weitere Unbekannte in der Gleichung:§Der Konkurrenz eilt der Ruf voraus, wenig zimperlich zu sein, wenn es darum geht, unliebsame Mitbewerber auszuschalten

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  • Die Geschichte der Gebrüder Siemens

    Europa ruft Amerika
    sabisteb

    sabisteb

    10. November 2013 um 16:05

    Dieses Hörbuch erzählt eine nicht ganz so bekannte Episode aus der Gründungsgeschichte von Siemens, damals noch Siemens Brothers & Co. Damals Mitte des 19. Jahrhunderts, waren die Telegraphieseekabel das, was heute die Internetinfrastruktur ist. Wenige, sehr mächtige Konzerne herrschten über das Nachrichtenmonopol und reagierten sehr aggressiv und direkt auf Konkurrenten (teils nicht anders als heute). Entweder wurden diese einfach aufgrund der Kapitalmacht der Großkonzerne geschluckt (feindliche Übernahme), oder die Infrastruktur der Gegner wurde mechanisch zerstört (Sabotage). Gerichte wurden als zu langsam angesehen, in den Hochzeiten des Manchasterkapitalismus nahmen die Konzerne das Recht selber in die Hand. Das macht die Geschichte der Gebrüder Siemens auch heute noch so spannend anzuhören, denn die heutzutage verwendeten Methoden der Konzerne sind den damaligen an Aggressivität und Skrupellosigkeit nahezu identisch. Eigentlich hatte damals kaum einer eine Chance in das Kabelgeschäft noch einzusteigen, der Kuchen war aufgeteilt. Mithalten konnte nur der, der absolut neue Innovationen hatte und soweit unabhängig war, sein eigenes Ding machen zu können und darauf nicht angewiesen war wirklich mitspielen zu wollen, sondern eher darauf spekulierte, dass man aufgekauft wurde und die Kohle einstrich. 1847 ergab sich diese Gelegenheit für die Familie Siemens mit der Erfindung der Guttapercha-Presse durch Werner Siemens, die erstmals die Unterwasserverlegung gut isolierte Kabel möglich machte, zumindest theoretisch, denn praktisch fehlten noch ein paar Erfindungen, die die Gebrüder Siemens dieser Technologie beisteuerten, vor allem das Bremsdynamometer von Werner Siemens. Die Kabel verlegten die in der Seefahrt und diesem Geschäft unerfahrenen Brüder nicht wirklich, um in das Kabelgeschäft einzusteigen, sondern eher um Aufträge für ihre Kabelfabrik zu erhalten. Das nötige Know How erarbeiteten sie sich auf Hoher See, indem sie eine Verbindung zwischen Irland und New Hampshire herstellten. Während dieser Verlegung wurden Verfahren entwickelt für die Bergung gebrochener Kabel, deren Armierung und Isolation, durch selbstkonstruierte Messgeräte ständig überwacht wurde, und so die besten ihrer Art waren.   Diese CD ist keine Hörspiel aber auch kein Hörbuch. Am ehesten ist es eine Terra-X Sendung ohne Bild. Es gibt Spielszenen, Lesungen aus Briefen der Brüder aneinander und erklärende Passagen durch einen Erzähler, so wie man das von Geschichtsdokumentationen aus dem Fernsehen kenn.   Fazit: Spannende wissenschafts- und Wirtschaftsgeschichte aus der man sehr viel über die heutige Zeit und das aggressive Verhalten der Konzerne lernen kann. Für eine Produktion im Selbstverlag außerordentlich gut, würde man wirklich nicht annehmen. Die Reportage läuft immer mal wieder auf Hörbuch FM.

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