Michael Feeney Callan

 4.1 Sterne bei 8 Bewertungen
Autor von Robert Redford, Julie Christie und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Michael Feeney Callan

Robert Redford

Robert Redford

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Erschienen am 02.05.2017
Robert Redford: Die Biographie

Robert Redford: Die Biographie

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Erschienen am 03.11.2014
Julie Christie

Julie Christie

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Erschienen am 01.02.1987
Sean Connery

Sean Connery

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Erschienen am 07.02.2011
Jane Mansfield

Jane Mansfield

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Erschienen am 01.11.1994
Robert Redford

Robert Redford

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Erschienen am 15.05.2012
Capital City

Capital City

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Erschienen am 01.05.1998

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Rezension zu "Robert Redford" von Michael Feeney Callan

Barfuß im Park und andere Geschichten
Brivor 2 Jahren

Vorab eine Warnung – meine Mitverdächtige Thursdaynext hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich bei diesem Post sehr fanlastig bin. Ja, das ist wahr, aber leider auch nicht zu ändern. Ich kann nur sagen: Hier stehe ich und kann nicht anders. Wer also in diesem Fall Objektivität erwartet sei gewarnt, er wird sie hier nicht finden.

Seit seinem Erscheinen 2011 – also fünf Jahre nun – liegt eine Biographie immer griffbereit, damit ich mich weiter in ihr vertiefen, sie neu lesen, wieder lesen und einfach darin schwelgen kann. Alleine das Cover lässt mich einen guten Start in den Tag haben. Jahrelang habe ich mich davor gedrückt, sie Ende zu lesen und euch hier vorzustellen. Aber nun, einen Tag vor dem 80. (!) Geburtstag des für mich so einzigartigen Schauspielers, Regisseurs, Produzenten und vor allem vielschichtigen, spannenden Menschen, ist es soweit.

Michael Feeney Callan hat 2009 diese Biographie vorgelegt, für die er seit 1995 recherchiert hatte. Sein großes Glück war die Offenheit des Mannes, den er porträtieren wollte: Robert Redford stand ihm in vielen offiziellen und inoffiziellen Interviews Rede und Antwort. Doch die nach Callans eigener Aussage wichtigste Quelle waren Redfords Notizbücher, in die er volle Einsicht bekam. Ein Glücksfall für den Biographen und Redford Afficionados wie mich.

Äußerst detailliert muss man sie nennen, die Biographie. Nicht nur was das Leben Redfords angeht, sondern auch die Kenntnis und Darstellung seiner Kunst, seines Schaffens und Wirkens in vielen Bereichen. Ich schreibe ganz bewußt Kunst, denn eigentlich wollte der am 18. August 1936 in Los Angeles geborene Redford mit aller Macht Maler werden, nicht Schauspieler. Seinen Weg über die Malerei, die ihn auch nach Europa führte, zeichnet Callan spannend nach. Hier wird der sonst so perfekt wirkende Schauspieler, der mich mit seiner wunderbar komödiantischen Darstellung, der etwas steif und zugeknöpft wirkenden jungen Anwalts Paul Bratter, für sich eingenommen hatte, zur Person, zum Menschen mit Werten, Einstellungen und Höhen und Tiefen.

Redford war bis zu den Filmen, die ihm in den 70er Jahren Anerkennung und Geld brachten, nie wirklich vermögend. 1955 stirbt seine Mutter – alles ändert sich, nicht nur für ihn, auch für seinen Vater:

„Ich werde nie vergessen, in welcher Verfassung er mich am Flughafen abgeholt hat,“ sagt Redford. “ Ich hatte ihn nie als verletzlich erlebt, und die Machtverhältnisse zu Hause waren immer klar gewesen. Ich hatte ihm die Hölle heißgemacht,, aber er war immer der Boss geblieben. Am Flughafen war es plötzlich umgekehrt. Er war am Boden zerstört. Ich hab ihm gesagt, er soll auf den Beifahrersitz rutschen, und habe mich ans Steuer gesetzt. Alles änderte sich nach dem Tod meiner Mutter. Charlies Welt brach zusammen und meine ebenfalls, wie es schien.“

1956 begibt sich Redford – auch wegen der für ihn nicht mehr ertragbaren Verhältnisse zuhause – spontan auf eine längere Europareise. In Paris studiert er Malerei, wechselt gar bereits nach kurzer Zeit an ein die erst kürzlich eröffnete Académie Charpentier, die ihm außerordentlich gut tut.

“ … Zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich frei und unbefangen arbeiten, Dinge ausprobieren, sehen, ob etwas funktionierte oder nicht, und mir eine Mappe zusammenstellen. Ich veränderte mich von Grund auf. Als ich in Paris ankam, trug ich ein T-Shirt mit U-Boot-Ausschnitt und eine Baskenmütze, die ich in einem Laden in Beverly Hills geklaut hatte. Ich spielte Gene Kelly in Paris. Als ich im Atelier im dritten Stock der Académie arbeitete, war es vorbei mit dem Gehabe. Ich malte mit Öl, jeden Tag.“

Schon hier deutet sich an, welche Qualitäten er besitzt und was er braucht, um (mit sich) zufrieden zu sein. Doch Europa ist nicht nur Frankreich. Gemeinsam mit seinem Freund Jack Brendlinger macht er sich im November ’56 auf nach Italien, wo sie wegen überfüllter Jugendherbergen häufig im Dreck schlafen mussten. Es war ein extrem kalter Winter und als sie Florenz erreichten, war für Redford klar, dass er alleine weiterreisen musste, mit und wegen und für seine Kunst. Allgegenwärtig: die Angst zu versagen, das alte Leben fortführen zu müssen, zurückzukehren nach Los Angeles ohne etwas Vorzeigbares. Er mietet sich bei einer italienischen Familie ein, die kein englisch spricht, er spricht kein italienisch, die Lebensrhythmen sind grundverschieden und es ist kalt, richtig kalt.

„ … Die meiste Zeit war ich damit beschäftigt, mich irgendwie zu wärmen. Und nicht den Verstand zu verlieren. Und zu arbeiten. Nur diese drei Dinge spielten noch eine Rolle: Wärme, Zurechnungsfähigkeit, Arbeit Und ich rauchte einen Verschnitt aus Kath und Alfa-Zigaretten, um mich warm zu halten.“

Er versucht hinter den Spiegel zu sehen und sich selbst zu finden, herauszufinden, wer er ist. Dabei entwickelt er so etwas wie eine Zwangsneurose und ist überzeugt, dass das Zimmer wärmer würde, je mehr er rauchte. Da aber kein Geld da war, halbierte er seine Zigaretten und raucht zwanzig Stunden am Tag, die Luft wurde immer verbrauchter, er nahm immer mehr ab und starrte unentwegt auf Gesicht im Spiegel. Eines Nachts im Februar halluzinierte er und sah im Spiegel jemanden, den er nicht mehr erkannte, weder >Haut noch Knochen. Er brach zusammen, und erkannte, dass er in Florenz nichts erreichen würde können. Für Redford ein wichtiger Wendepunkt. Die Nacht in Florenz machte ihn zu einem anderen Menschen.

Ein Mensch, der weiterhin das, was er tut, richtig tun will. Mehr oder weniger durch Zufall gerät er auf die Schauspiel-Schiene. Auch hier fühlt er sich häufig nicht verstanden. Rollen, die er unbedingt spielen möchte, weil sie psychologisch angelegt und dadurch interessant sind, muss er sich erkämpfen. Sein blendendes Aussehen ist es, das ihm hier häufig im Weg steht. Doch glücklicherweise ist sein Talent genauso stark, wie sein Durchhaltevermögen und so erkämpft er sich ein ums andere Mal die Rollen, die ihm angeblich niemand abnehmen würde, weil er doch nach außen hin einfach ein Glückskind ist. Wie sehr sich Realität und äußere Wahrnehmung manchmal unterscheiden wird hier absolut deutlich. Auch deshalb, weil Callan Redford häufig selbst zu Wort kommen lässt. Die vielen Interviews, die er mit ihm und anderen Personen, die ihn gut kennen, geführt hat, schlagen sich detailreich und authentisch in der Biographie nieder. Hintergrundinformationen über die Filme bis 2007, die er drehte, produzierte oder bei denen er Regie führte, machen das Buch für manche Leser etwas zu ausdifferenziert – ich aber habe es genossen. Erfuhr ich doch so viel mehr über die Filme, die ich schon so häufig gesehen habe und verstand und sah dadurch viel mehr, als vorher.

Aber auch sein Privatleben, seine unglaubliche Arbeit als Umweltschützer – er kaufte einen ganzen Canyon, um ihn als Naturgut zu erhalten und eine Straße zu verhindern, die dort gebaut werden sollte, ließ dort Hotels nach seinen Entwürfen bauen, die perfekt in die Landschaft eingepasst sind – und seine große Unterstützung einer unabhängigen Filmszene durch das Sundance-Festival kommen nicht zu kurz. Wunderbare Einblicke bieten auch die von Redford zum großen Teil privat zu Verfügung gestellten Photos. Keine schnelle Lektüre, aber für mich eine mich immer weiter begleitende und inspirierende.

Man könnte noch ganz viel über diese außerordentlich fundierte Biographie sagen – doch am besten ist es, man liest sie selbst, wenn man möchte. Ich packe das Buch erst mal wieder an seinen Stammplatz, griffbereit neben dem Sofa, in die Ecke mit dem Bild, das mich seit Jahrzehnten von Wohnung zu Wohnung begleitet und sehe mir heute Abend, in Vorbereitung auf den 18. August, mindestens einen Redford Film an. Wahrscheinlich was Spannendes oder mein Allheilmittel für Tage, an denen ich einen Energieschub brauche. Was das ist? Ich verrate es euch: Barfuß im Park – mit der bezaubernden Jane Fonda. Vielleicht habt auch ihr eine Schwäche für Redford? Oder zumindest einen Film, der euch ganz besonders gut gefällt? Dann würde ich mich freuen, wenn ihr ihn mir verratet … alle habe ich tatsächlich noch nicht gesehen.

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Rezension zu "Robert Redford" von Michael Feeney Callan

Ein Leben geprägt von Rastlosigkeit
Sabine17vor 5 Jahren

Der irische Schriftsteller Michael Feeney Callan hat Kurzgeschichten und mehrere Romane geschrieben. Neben mehreren erfolgreichen Drehbüchern hat er sich vor allem mit Biographien einen Namen gemacht.

Man merkt der Biographie an, dass Callan sehr ausführlich recherchiert und mit unzähligen Menschen gesprochen hat.

Am 18. August 1936 kommt Robert Redford als Nachfahre irischer Auswanderer zur Welt. Seine Kindheit ist durch Armut und Lieblosigkeit geprägt. Und schon in seiner Kindheit fällt Robert Redford durch seine Rastlosigkeit auf, die ihn zeit seines Lebens nicht loslässt.

Er ist sehr sportlich, sieht gut aus und hat einen ganz besonderen Charme.

Anfangs möchte er Künstler werden. Als er sich dann entschließt Bühnenmaler zu werden, landet er auf der Schauspielschule. Die Lehrer erkennen sein Talent, von dem er selbst noch nicht überzeugt ist.

Auf fast 650 Seiten schildert Callan sehr kleinteilig das Leben von Robert Redford. Die finanziellen Höhen und Tiefen werden ebenso dargestellt wie die familiären. Sein Engagement für den Umweltschutz und die Indianer sowie seine Förderung junger Filmschaffender werden beleuchtet.  Und natürlich erfahren wir alles über seine langsam beginnende Karriere und den Aufstieg zum Weltstar.

Redford hat sich stets ganz genau überlegt, in welchem Filmprojekt er mitspielen bzw. bei welchem er Regie führen will. Er will mit seinen Filmen etwas sagen und aus diesem Grund verkörpert er seine Rollen auch und spielt sie nicht nur.

 „Einen Film spielt man letztlich nicht. Er wird zu einer Erfahrung, in die man eintaucht und von der man sich tragen lässt.“ (Rückentext)

Das Buch ist vollgepackt mit Namen. Für Nicht-Amerikaner ist es schwierig hier den Überblick nicht zu verlieren. Da ich mit Robert Redfords Filmen groß geworden bin und jahrelang ein großer Filmfan war, konnte ich zumindest bei den Darstellernamen und Regisseuren sowie den meisten Filmen (oft doppelt: Originalname und deutscher Titel) noch mithalten, aber bei den vielen Produzenten, Geldgebern und Drehbuchautoren musste auch ich dann passen. Außerdem kann man mit der Biographie wahrscheinlich noch mehr anfangen, wenn man sich mit dem gesellschaftlichen und politischen Hintergrund in Amerika zu den jeweiligen Zeiten besser auskennt.  Daher war es teilweise ein zähes Unterfangen, die fast 650 Seiten zu lesen, zumal sich Callan häufig wiederholt.

Was mich als Robert Redford-Fan jedoch begeistern konnte, waren die Entstehungsgeschichten der Filme. Zumal ich fast alle gesehen habe. Es war spannend zu lesen, was an einem Filmprojekt alles dran hängt. Bei manchen Filmprojekten wurden z.B. mehrfach die Drehbücher – teilweise völlig – umgeschrieben.  Es war interessant zu lesen, was teilweise bei der Darstellersuche ausschlaggebend war. Außerdem sind zwei Abschnitte mit Bildern in die Biographie eingebaut.

Was mich persönlich besonders gereizt hat, war den Menschen Robert Redford kennenzulernen und dies ist Callan meiner Meinung nach besonders gut gelungen.

Ich hätte gern mehr Sterne gegeben, aber durch die vielen Namen und Wiederholungen war das Buch sehr schwer zu lesen und daher konnte ich nicht höher greifen. Trotzdem bin ich froh das Buch gelesen zu haben, weil ich nun mehr über den Menschen Robert Redford weiß.

 

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shadow_dragon81s avatar

Rezension zu "Robert Redford" von Michael Feeney Callan

Gut recherchiert und sehr interessant
shadow_dragon81vor 6 Jahren

Robert Redford ist jetzt eigentlich nicht mein absoluter Lieblingsschauspieler. Aber ich bin auf Grund von einigen interessanten Artikeln zu seiner Person einfach neugierig geworden und wollte mal eine Biographie über ihn lesen.
Seine Erfolgreichsten Zeiten lagen vor meiner Geburt und somit habe ich aus der Zeit auch nichts mitbekommen.

Diese Biographie ist sehr gut recherchiert. Michael Feeney Callan hat auch 14 Jahre daran gearbeitet. Viele Menschen aus Redfords Leben befragt und auch Redford selbst des öfteren getroffen und zu Wort kommen lassen.

Die Biographie ist in Vier Kapitel aufgeteilt.
Das erste Kapitel erzählt von den Redfords, wie sie ihren Weg nach Amerika gefunden haben und wo ihre Wurzeln lagen. Über seine Vorfahren wie sie in Amerika Fuß gefasst haben, wie seine Eltern sich kennen gelernt haben und seine Jugendzeit.
Die nächsten Kapitel beschäftigen sich mit seiner Ausbildung, seinem ersten Erfolg bis zu dem Menschen der er heute ist.

Wer ist Robert Redfort? Nur ein Schauspieler? Nein, diese Biographie erzählt von einem interessanten Menschen, der seinen eigenen Weg gegangen ist. Und damit hatte er nicht nur immer Erfolg. Teilweise musste er hart Kämpfen für seine Ziele, welche nicht nur schauspielerischer Natur waren.

Redford wuchs in Los Angeles auf, vor den Türen Hollywoods. Da mag man annehmen, dass er schon immer Schauspieler werden wollte. Aber das stellt sich sehr schnell als Falsch heraus. Er hat Kunst studiert und wollte Maler werden. Zur Schauspielerei ist er nur durch Zufall gekommen und noch lange war es nicht klar, ob er auch dabei bleiben würde.

Diese Biographie ist keine Lobeshymne um Redfords gute Seiten zur Schau zu stellen. Auch seine Schwächen und Fehler spielen hier eine große Rolle und runden das Gesamtbild sehr schön ab. Auch kritische Stimmen kommen hier zu Wort und er bekommt auch schon mal sein Fett weg.
Er kommt fast immer zu spät, hat Launen, ist überperfektionistisch, ein Eigenbrödler und verzettelt sich sehr oft bei all den Dingen die er tut. Er ist zuweilen Depressiv und schlecht gelaunt.
Denn er ist nicht nur Schaupieler. Nein, er hat ja auch noch die verrückte Idee gehabt sich einen ganzen Canyon in Utah zu kaufen, welchen er sich eigentlich gar nicht leisten konnte.  Es sollte Jahre dauern, bevor er das wird was er heute ist. Das Sundance Institute wo die jährlich Festspiele stattfinden.

Neben seinen Filmen erfährt man immer auch etwas von seinen anderen Projekten. Seine vielen Umweltschutzaktivitäten und politischen Aktivitäten welche teilweise sehr erfolgreich waren. Über seine Familie erfährt man auch einiges, aber nur das notwendigste.

Es hat sich wirklich für mich gelohnt diese Buch zu lesen. Ich war teilweise sehr erstaunt und beeindruckt von diesem Menschen. Jetzt hat er einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und einen Platz auf der Liste meiner Lieblingsschauspieler. :)))


Eine wirklich gelungene Biographie die das Leben dieses außergewöhnlichen Schauspielers aufzeichnet. Mit all seinen guten und schlechten Seiten. Eine klare Leseempfehlung für alle Fans und die die es noch werden wollen.



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