Michael Frayn Willkommen auf Skios

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Inhaltsangabe zu „Willkommen auf Skios“ von Michael Frayn

<p>Vertauschte Männer, Manuskripte und Matronen</p><br /><p>Auf einer Ferieninsel in Griechenland bereiten sich die Gäste einer amerikanischen Stiftung auf die Ankunft des diesjährigen Gastredners vor. Dr. Norman Wilfred, Autorität auf dem Gebiet der Szientometrie, erweist sich als erstaunlich jung und gut aussehend und ist alles andere als ein verknöcherter Gelehrter. Das findet insbesondere Nikki, die attraktive rechte Hand von Mrs. Toppler, der Mäzenin. <br />Als Nikkis leichtsinnige Freundin Georgie am anderen Ende der Insel auf einen kahlen, missmutigen und orientierungslosen Mann namens Dr. Norman Wilfred trift , bricht der nackte Wahnsinn aus. Englischer Humor pur!</p>

Herrliches Verwirrspiel, gut konstruiert. Ein fröhliches, amüsantes Lesevergnügen.

— Claudia_Späth
Claudia_Späth

Der Anfang war schwer ... Danach sehr witzig und rasant erzählte Geschichte.

— Malista
Malista

Die ganze Geschichte wirkt stark konstruiert und die Figuren haben keinerlei Tiefe - eher Flop als Top.

— Splitterherz
Splitterherz

Skurril.

— JeannetteBauroth
JeannetteBauroth

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  • Wer bin ich und wer kann ich sein?

    Willkommen auf Skios
    rkuehne

    rkuehne

    06. February 2016 um 07:46

    Mr. Oliver Fox will eigentlich mit seiner Geliebten ein paar Tage auf einer griechischen Insel verbringen. Aber als er bereits auf dem Flughafen den falschen Koffer vom Band nimmt und schließlich einer atttraktiven, jungen Frau, die ihn fragt, ob er Dr. Norman Wilfred sei, nicht widersprechen kann, nimmt das Dilemma seinen Lauf und schon sind beide, Fox und Wilfred, in einem immer weiter verstrickten Wer-bin-ich-Spiel. Frayn, den ich zum ersten Mal gelesen hab, überrascht mit einer chaotischen Komödie, die trotz all der Verwirrungen nie platt wird, sondern permanent ihren feinsinnigen Humor behält und sich ununuterbrochen um die Wahrheit dreht: „Wir sind nichts anderes, als das, was die anderen in uns sehen“.

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  • Verwechslungen auf Skios

    Willkommen auf Skios
    goldfisch

    goldfisch

    17. June 2014 um 08:58

    Dr. Norman Wilfred soll einen Vortrag vor den Spitzen der Gesellschaft auf Skios halten.Als nicht nur sein Koffer verschwunden ist, versteht er die Welt nicht mehr.Oliver Fox, der nicht immer Oliver Fox ist, fällt der Koffer von Wilfred in die Hände und er schlüpft in dessen Rolle.Damit nimmt das Chaos seinen lauf.Herrliche Komödie mit Lug,Betrug und Verwechslungen.Sommerbuch!

  • Phoksoliva, ja?

    Willkommen auf Skios
    JeannetteBauroth

    JeannetteBauroth

    16. June 2014 um 22:09

    "Willkommen auf Skios" ist eine Sommergeschichte auf die feine englische Art, das heißt, Zoten und Schenkelklopfer erwartet man hier vergebens. Im Prinzip handelt es sich hier um eine klassische Verwechslungskomödie. Nikki Hook, tüchtige Assistentin von Mrs. Fred Toppler (keine Angst, die Dame hat auch einen eigenen Vornamen, auch wenn man ihn erst später erfährt - genau genommen, sogar mehrere), möchte den diesjährigen Festredner für die Hausparty zur Wahrung der zivilisierten Werte vom Flughafen in Skios abholen. Trotz ihrer Tüchtigkeit nimmt sie jedoch nicht den älteren, blasierten Dr. Norman Wilfred mit zurück zur Stiftung, sondern Oliver Fox, einen Lebemann, der sogar noch den Inuit einen Kühlschrank aufschwatzen könnte. Denn dieser junge Mann hat sich zwar nicht eigentlich als Dr. Wilfred ausgegeben, aber Nikkis falsche Annahme auch nicht korrigiert. Und da der echte Doktor aufgrund seines verschwundenen Koffers noch im Flughafen festsitzt, macht es sich Phoksoliva in Wilfreds Leben gemütlich. Was folgt, ist eine lange Verkettung an unglücklichen Umständen und Missverständnissen, die letztendlich zum großen Showdown führen, denn wie es der Zufall so will, sind alle Hauptakteure des Buchs irgendwann auf Skios vereint. Wer mehr zur Handlung wissen möchte, der lese bitte das Buch. ;-) Mein persönlicher Eindruck: Als ich das Buch ausgelesen hatte, war ich der Meinung, es hätte mir nicht besonders gefallen. Die Sprache war mir manchmal zu holprig ("Das Badezimmer war ganz weiches Licht und ganz weiche Handtücher."), manche Details zu plastisch (bitte keine detaillierten Beschreibungen vom Schamhaar älterer Herren für mich). Außerdem war keine der Hauptfiguren eine offensichtliche Identifikationsfigur für den Leser: Nikki, die tüchtige, aber zu ehrgeizige Assistentin; Oliver, der Lebemann, ohne Rücksicht auf Verluste, Dr. Wilfred, arrogant und genervt vom Leben als prominenter Wissenschaftler; Georgie, völlig verantwortungslos und naiv; Annuka, zu matronenhaft und dominant, um wirklich sympathisch zu sein; Patrick, der womöglich seine Frau betrügt und der Haufen Groß- und Kleinkrimineller, der sich unter griechischer Sonne tummelt. Mit einem Tag Abstand möchte ich mein Urteil jedoch revidieren. Ich muss gestehen, dass ich das Buch ohne Pause durchgelesen habe, weil ich wissen wollte, wie die komplexe Geschichte weitergeht. Über das mögliche Ende hatte ich verschiedene Theorien, keine davon hat jedoch gestimmt. Somit hat mich das Buch offenbar doch mehr gefesselt, als ich dachte. Und was wollte mir das Buch sagen? Keine Ahnung. Vielleicht, dass wir alle nur die sind, die wir zu sein glauben. Oder von denen andere glauben, dass wir es sind. Oder dass wir sein können, was immer wir auch möchten. Oder dass das Schicksal manchmal Unverhofftes mit uns vorhat. Oder es sollte mich einfach nur gut unterhalten. In diesem Sinne: viel Spaß damit! 

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  • Philosophisch schwierig

    Willkommen auf Skios
    LiesaB

    LiesaB

    01. May 2014 um 17:51

    Am Flughafen einer griechischen Ferieninsel gibt sich der Hochstapler Oliver Fox als Dr. Norman Wilfred aus und wird als Ehrengast einer luxuriösen internationalen Stiftung begrüßt. Zur gleichen Zeit verfrachtet das Schicksal den tatsächlichen und langweiligen Dr. Norman Wilfres in ein Ferienhaus, das bereits von zwei Damen bewohnt wird... Der Klapptext versprach eine lustige und kurzweilig Geschichte. Beim Lesen fällt schnell auf, dass der Autor sehr wohl mit Worten umzugehen vermag, aber diese Worte, die zu Sätzen werden, höchst kompliziert aneinander reiht. Die Frankfurter Allgemeine jubelte: "Einer der klügsten britischen Schriftsteller." Nun, das mag zwar stimmen, der Text ist stellenweise tatsächlich philosophisch, nur halt schwer zu lesen. Und die Geschichte selbst erscheint mir zu banal, als das sie für einen guten Roman taugt. Komisch, wahrscheinlich kann ich die Brillanz des Autors nur nicht erkennen, sogar in "Die Zeit" wird er in den höchsten Tönen gelobt.

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  • Skios

    Willkommen auf Skios
    Luc

    Luc

    17. November 2013 um 18:06

    Inhalt: Dr. Norman Wilfred- Experte für Szientometrie- reist auf die griechische Insel Skios, um für die exklusive Fred Toppler Stiftung, den alljährlichen Gastvortrag zu halten. Am Flughafen soll ihn Nikki, die rechte Hand von Mrs. Toppler abholen. Sie erwartet einen der üblich verknöcherten Wissenschaftler. Überraschend erscheint ein attraktiver Charmebolzen, dessen Unterhaltungsgrad den Rahmen der Fred Toppler Stiftung aus gediegener Langeweile und Abgehobenheit sprengt. Sie ahnt nicht auf einen Betrüger hereingefallen zu sein. Oliver Fox kann gar nichts anders. Er ist der geborene Hochstapler und Womanizer. Durch eine Verwechslung landet der echte Dr. Wilfried bei Nikkis Freundin mitten in der Pampa. Georgie hatte eigentlich Oliver Fox in die Arme nehmen wollen. Meinung: Mich erinnerte der Roman spontan an Tom Sharpe Romane, der im Humorfach Maßstäbe gesetzt hat. Skios beginnt humorvoll, die Figuren werden dem Leser gestochen scharf mit knappen sehr amüsanten Formulierungen näher gebracht. Michael Frayn brilliert zu Beginn mit einem fulminanten Romanaufbau, seiner exzellenten Sprache und mit einer Handlungsintensität, die seinesgleichen sucht. Auf den ersten Hundert Seiten habe ich mich oft schlicht weggelacht. Wie er diesen zivilisatorischen Stiftungsblödsinn einer ehemaligen Las Vegas Tänzerin zerlegt, das hat was. Leider konnten mich Mittelteil und Ende des Romans nicht sonderlich beeindrucken. Ich habe lange überlegt, woran es liegt. Skios ist sauber durchkomponiert, der Schluss wartet mit einer Überraschung auf, aber irgendwie hakt es für mich, bei den Figuren. Ich habe bei keinem dieser Menschen mitgefiebert oder Sympathie empfunden. Von Oliver Fox erfahren wir eigentlich nur, dass er hinter jedem Frauenrock her ist. Dr. Wilfred macht für mich keine interessante Wandlung durch. Außerdem fand ich die vielen Zufälle in dem Buch unglaubwürdig und das Ende ist konfus erzählt. Skios mag in schreibtechnischer Hinsicht eine professionelle Leistung sein oder anders gesagt: eine gut geölte Maschine. Für mich fehlt es an Seele.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Bäumchen wechsle dich - eine Verwechslungskomödie

    Willkommen auf Skios
    nicigirl85

    nicigirl85

    07. July 2013 um 13:31

    Der Inhalt ist eigentlich nicht neu, denn es hat schon zahlreiche Romane und Filme zu dem Thema Verwechslung gegeben, aber die Umsetzung des Ganzen ist einfach genial. Oliver Fox flieht vor einer Frau, um sich mit einer anderen, wenn auch durchgeknallten und leicht irren (so wie er auch) Frau zu treffen. Doch als er am Flughafen angekommen ist und er keinen sieht, der ihn abholen will, ist er schon fast am Aufgeben. Doch da sieht er plötzlich eine attraktive Blondine mit einem Schild, auf dem Dr. Norman Wilfred steht und entscheidet sich kurzerhand, sich als eben dieser Doktor auszugeben. Auch die Blondine, Nikki, ist begeistert, denn eigentlich hatte sie gedacht, dass ihr engagierter Gastredner schon etwas älter ist und nicht so ein Schönling, in den man sich glatt verlieben könnte. Der Andere, der echte Doktor, wird somit unfreiwillig in die Rolle Olivers gedrängt, auch wenn dieser noch nicht ahnt, dass hier etwas gewaltig schief läuft. Kaum sind die beiden jeweils auf dem falschen Weg, geht es auch schon los mit den Irrungen und Wirrungen. Da haben die handelnden Protagonisten nicht ihre eigenen Sachen, sondern müssen mit der falschen Kleidung bzw. gar keiner über die Runden kommen. Da ist das Frühstücksbuffet einfach nicht auffindbar. Wildfremde Leute hängen einem wie Kletten am Hosenbein und fragen einen Dinge, von denen kein normaler Mensch je etwas gehört hat. Michael Frayn hat eine sehr ansprechende Art die Ereignisse zu schildern. Als Leser wird man regelrecht mitgerissen. Der Autor hat es zumindest geschafft auch mich reichlich zu verwirren, denn bei den vielen Frauen wusste ich auch so manches Mal nicht, welche denn da nun gerade beschrieben wird. Besonders schwer fiel es mir bei Annouk und Georgie, die ich erst auseinander halten konnte als sie sich begegnen, vorher kam mir die Handlung doch sehr rätselhaft vor. Besonders gefallen hat mir, dass der Autor die Reichen und Superschlauen auf die Schippe nimmt, denn viele zweifeln an der Echtheit des Doktors, doch keiner will dies offen ansprechen, sondern verfällt lieber in Staunen und lässt sich mit Nichts begeistern, ich sag nur Kaffeetassenorakel... Dass die Geschichte in Griechenland handelt, spielt eigentlich keine Rolle, da die beschriebenen Ereignisse auch an jedem anderen Ort der Welt so passieren könnten. Als Leser wartet man wie gebannt auf die Auslösung und die Begegnung aller Beteiligten und zu gern möchte man live dabei sein, um die erstaunten Gesichter zu sehen. Fazit: "Willkommen auf Skios" bereitet trotz altbekannten Themas unheimlichen Spaß und unterhält erzählerisch auf sehr hohem Niveau. Über manch Missgeschick kann man herzlich lachen und die gebeutelten Protagonisten hangeln sich von einem Fettnäpfchen zum anderen. Mir hat es gefallen, einfach toll!

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  • Rezension zu "Willkommen auf Skios: Roman" von Michael Frayn

    Willkommen auf Skios
    Himmelfarb

    Himmelfarb

    Leider ist dieser Roman für mich ein kompletter Reinfall, und ich kann überhaupt nicht glauben, dass Michael Frayn, der einen meiner Lieblingsromane ,"Das Spionagespiel" , geschrieben hat, hierfür verantwortlich sein soll. Mag sein, dass dieser Stoff als Boulevardstück auf der Bühne taugt, als Roman funktioniert die Geschichte meiner Meinung nach nicht. Alle Figuren bleiben oberflächlich , keine ihrer Taten ist aus ihrer Persönlichkeit heraus begreiflich. Was ganz nett als Verwechslungskomödie beginnt, endet in einem surrealistischen Klimax, der ganz und gar unglaubwürdig ist. Ich habe noch nicht einmal Lust, die Story kurz zu umreißen, weil es eigentlich gar keine Story gibt... Nein, Mister Frayn, das war leider gar nichts.

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  • Ich brauche einen Buchtipp (von meinem SuB)

    Daniliesing

    Daniliesing

    Bei mir bahnt sich gerade eine kleine Leseflaute an, nachdem ich in den letzten Wochen eigentlich recht viel gelesen habe. Deshalb würde ich gern mal etwas ausprobieren - es wäre ganz toll, wenn der erste, der das hier liest (wirklich nur der erste) ein Buch von meinen noch ungelesenen Büchern nennt, das er ganz toll fand. Das möchte ich dann direkt als nächstes lesen. Ich möchte erstmal wirklich nur eine Empfehlung, denn wenn es ganz viele werden, kommt wieder das Problem, dass ich mich nicht entscheiden kann ;-) Vielleicht kennt das der ein oder andere von euch. Sollte es ein Buch sein, das ich z.B. gerade verliehen habe, sage ich noch mal Bescheid. So, jetzt bin ich echt gespannt, wer zuerst einen Buchtipp hat und wie mir das Buch dann gefällt. Ich berichte dann hier. Sollte es gut klappen, frage ich danach hier vielleicht wieder nach einem Tipp. Meine ungelesenen Bücher findet ihr übrigens hier: http://www.lovelybooks.de/bibliothek/Daniliesing/ungelesen/ Bisher gelesen: 1. Der Schatten des Windes (empfohlen von SueMei) - 3 Sterne 2. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (empfohlen von Mone80) - 3 Sterne 3. Deine Seele in mir (empfohlen von LeseJulia) - 4 Sterne 4. Saeculum (empfohlen von Annilane) - 5 Sterne 5. The Homelanders - Stunde Null (empfohlen von Buchrättin) - 3 Sterne 6. Zirkel von Sara B. Elfgren (empfohlen von Annilane) - 4 Sterne 7. Davon, frei zu sein von Meg Rosoff (empfohlen von fireez) - 4 Sterne 8. Liebe unter Fischen von René Freund (empfohlen von britta70) - 4 Sterne 9. Elefanten sieht man nicht von Susan Kreller (empfohlen von Madam Swann) - 5 Sterne Ich lese gerade:

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  • Rezension zu "Willkommen auf Skios" von Michael Frayn

    Willkommen auf Skios
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2013 um 21:40

    Irgendwo inmitten der vielen griechischen Inseln könnte es so eine wie Skios geben: Vielleicht zwanzig Kilometer lang und in bester Lage hat sich eine bedeutende Stiftung zur Förderung wissenschaftlicher und kultureller Inhalte niedergelassen. Der jährliche wissenschaftliche Hauptvortrag dort wird nicht nur von trockenen Wissenschaftlern gehört, sondern hauptsächlich von reichen Mäzenen und Geschäftsleuten, die von Wissenschaft keine Ahnung haben. Aber sie geben einen mondänen Rahmen ab, in dem Geschäfte gemacht werden. Szientometrie ist das Zauberwort des wissenschaftlichen Hauptvortrags in jenem Jahr, in dem das nackte Chaos auf der kleinen Insel ausbricht. Nikki Hook konnte den Experten auf diesem Gebiet gewinnen, Dr. Norman Winfred, und hofft, sich ausgiebig in dessen Renomée sonnen zu können. Eine leitende Position in der gastgebenden Fred-Toppler-Stiftung wäre ihr ganz lieb. Dummerweise sieht der am Flughafen ankommende Oliver Fox so gut und leger aus, wie sie sich einen Wissenschaftler am liebsten vorstellen würde. Fox ergreift die Chance, die ihm die sehnsüchtig träumende Nikki bietet, lässt den Seitensprung mit Georgie sausen und versucht sich als Hochstapler. Winfred gerät ohne nennenswerte Griechisch-Kenntnisse an einen Taxi-Fahrer ohne nennenswerte Englisch-Kenntnisse und landet aus Versehen bei der sehnsüchtig wartenden Georgie. Soviel Durcheinander kann kaum gut gehen. Das kann man sich denken. Oliver Fox hat mit seinem absichtlichen Rollenwechsel noch relativ viel Glück und laviert sich geschickt durch den gesellschaftlichen Event. Norman Winfred jedoch, der unfreiwillig vertauscht wurde, erwischt es weniger gut. Nach mehreren Fehlversuchen gelingt es ihm (wenn auch mit Hängen und Würgen), zur Stiftung zu gelangen. Dort finden sich überhaupt überraschend viele Menschen ein, die irgendwie mit Oliver, Nikki und Georgie verbunden sind. Der Showdown wird entsprechend unübersichtlich. Das Geschehen auf Skios erinnert mich an die unterhaltsamen Komödien der Boulevard-Theater, in die mich meine Eltern immer schleppten und die auch zum Unterhaltungsprogramm im Fernsehen gehörten. Seltsame Verwechslungen, Leute, die sich knapp verpassen, Menschen, die etwas bemerken, aber nichts sagen und am Ende treffen alle plötzlich und unvorbereitet aufeinander. Es gibt Missverständnisse und es gibt meist jemanden, der noch ein ganz eigenes Süppchen kocht. Das plätschert leise vor sich hin bis zum bitteren Ende. Frayn übertreibt übel, aber das fällt kuam auf, weil das grausame Chaos nicht so weidlich ausgebreitet wird wie all die Pannen und Kuriosa zuvor. Das angerichtete Drama geht in irgendeiner Zeile nahezu unter, weil Nikki und Georgie diesen Abend gemütlich ausklingen lassen. Wie auch immer sie das unter diesen Umständen schaffen, aber bei den jungen Frauen kehrt Ruhe ein. Und Oliver Fox kehrt zu seiner Paraderolle als Oliver Fox zurück.

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  • Rezension zu "Willkommen auf Skios" von Michael Frayn

    Willkommen auf Skios
    Anni1609

    Anni1609

    Amüsante, rasante Verwechslungssatire Inhalt: Auf der kleinen, griechischen Insel Skios, hat sich vor bereits längerer Zeit die Fred-Toppler-Stiftung ein himmlisches Areal aufgebaut. Jedes Jahr wird zum Ende des Sommers eine Hausparty veranstaltet, die vor allem aufgrund des Vortrags einer großen Persönlichkeit am letzten Abend, an Bedeutung in ganz Europa und darüber hinaus gewonnen hat. Einflussreiche Menschen und solche, die glauben es zu sein, nehmen an diesem Event teil. Für dieses Jahr hat die persönliche Assistentin von Mrs. Toppler, Nikki Hook, den Gastredner, Dr. Norman Wilfred, eigenhändig ausgewählt und zum Vortrag eingeladen. Die Vorbereitungen für den Höhepunkt der Hausparty laufen auf Hochtouren. Als Nikki Hook am Flughafen auf Dr. Norman Wilfred wartet, beginnt das Verwechslungschaos, aus dem der vorliegende Roman besteht. Oliver Fox gibt sich als Dr. Norman Wilfred aus, da ihm in diesem Moment keine andere Wahl bleibt. Im Gegenzug übernimmt Dr. Wilfred die Rolle von Oliver Fox, ohne das er dieses möchte. In den nächsten Stunden spielen sich somit um die beiden vertauschten Personen die kuriosesten und skurillsten Situationen ab. Beurteilung: Michael Frayn hat seinen Roman „Willkommen auf Skios“ mit sehr viel Gesellschaftskritik gespickt. Diese lässt er auf satirische Art und Weise während der kompletten Handlung durchblicken. Die Figuren im Roman sind entsprechend gewissenhaft von ihm ausgewählt und gezeichnet worden, wobei jede Person so ihre ganz eigenen Ziele verfolgt. Nikki Hook, die persönliche Assistentin von Mrs. Toppler, möchte unbedingt zur Direktorin der Fred-Toppler-Stiftung ernannt werden. Um an die Position zu kommen, arbeitet sie mit viel Fleiß und Akkribie. Mrs. Toppler möchte die Stiftung weltweit bekannt machen. Und zählt dabei vor allem auch auf die Mithilfe des Direktors und ihres Geliebten, Mr. Papadopoulou. Mr. Papadopoulou ist ein mächtiger Mann in Griechenland, hat vor allem viele Geschäftspartner aus Russland, und verfolgt seine ganz eigenen, nicht ganz legalen Ziele. Der aktuelle Direktor, Christian, hat sich vor allem der Meditation verschrieben und meidet die Öffentlichkeit. Seine Augen und Ohren zur Welt sind die seines Assistenten, Eric Felt. Sie Beide möchten natürlich vermeiden, dass Nikki Hook die neue Direktorin der Stiftung wird. Oliver Fox ist ein Überlebenskünstler, Hochstapler und Charmeur. Er schlüpft in die Rolle des Dr. Norman Wilfred. Dieser wiederum muss umgekehrt unfreiwillig die Rolle des Oliver Fox übernehmen und schließt dadurch Bekanntschaft zu Georgie und Annuka Vos, beides (Fast-)Geliebte vom leibhaftigen Oliver Fox. Der Autor beschreibt jede einzelne Figur detailgenau und sehr bildhaft. Der Leser kann sich gut hineinversetzen in die Gefühlswelt und die Gedanken der Figuren. Das Mitfühlen bei den einzelnen Gefühlsausbrüchen und –regungen gelingt dem Leser sehr schnell. Schauplatz der Handlung ist die griechische Insel Skios, zum einen das Gelände der Fred-Toppler-Stiftung, zum anderen ein Haus, etwas entfernt von der Zivilisation, aber wunderschön gelegen. Der Roman verläuft in verschiedenen Handlungssträngen, die stets abwechselnd sind. Erst kurz vor Ende der Handlung finden die einzelnen Stränge zueinander und verknüpfen sich. Für den Leser steigt stets die Spannung, sobald der eine Schauplatz zugunsten des anderen verlassen wird. Zum Glück hat der Autor den Roman in kleinere Kapitel unterteilt, so dass die verschiedenen Handlungen für den Leser stets schnell weitergeführt werden. Der Roman wird aus verschiedenen Erzählperspektiven in der 3. Person wieder gegeben. Diese Personen sind starkem Wechsel unterlegen. Während des gesamten Romans bleibt sich der Autor des Verwechselspieles treu. Selbst die mitwirkenden Taxifahrer Spiros und Stavros, Zwillingsbrüder, werden ständig verwechselt und tragen zum immer größer werdenden Chaos bei. Während der Handlung und vor allem zum Ende hin wird der Leser mit überraschenden Wendungen überhäuft. Im Laufe der Handlung denkt sich der Leser häufig: „Das gibt`s doch nicht. Das kann doch nicht wahr sein“, sobald sich die Handlung in eine unvorhergesehene Richtung bewegt. Der Autor verwendet eine gehobene Ausdrucksweise und Sprache. Allerdings ist der Roman flüssig zu lesen. Zudem benutzt Frayn vor allem eine satirische, ironische, sarkastische Sprache. Er möchte dem Leser damit Gesellschaftskritik zum Ausdruck bringen. Er bemängelt, dass die Gesellschaft aufgrund eines angeblichen Doktortitels und eines unglaublichen Lebenslaufs das Hinterfragen der Person vergisst. Diese Person wird als solche angenommen, die Alle erwarten. Niemand kommt auf die Idee, dass es sich um einen Hochstapler handelt. Sie werden alle geblendet. Zudem kritisiert er das immer größer werdende Streben nach Macht und Reichtum, auch auf Kosten Anderer. Die Gesellschaft erhält kein gutes Urteil in diesem Roman, sondern wird eher als „Spaßgesellschaft“ dargestellt, die Unterhaltung, gutes Essen und zivilisiertes Beisammensein schätzt. Kritisches Hinterfragen und eigenständiges Denken zähle nicht zu dem Repertoire dieser Gesellschaft. Bei dem Genre handelt es sich meiner Meinung nach um einen satirischen Roman. Das Buch ist im Hardcover, mit Umschlag, erschienen. Das Cover ist wirklich wahnsinnig gut gewählt und dem Leser wird nach dem Lesen des Romans bewusst, weshalb es zu diesem Cover kam. Weitere Ausstattungsmerkmale sind nicht hervorzuheben. Fazit: Als ich dieses Buch zum vorab lesen zugeschickt bekam, war ich skeptisch. Die Leseprobe konnte mich nicht vollends überzeugen. Allerdings war die Handlung so wahnsinnig unvorhersehbar, amüsant und witzig, dass mich der Autor stark von seinen Qualitäten überzeugen konnte. Aus nur wenigen Personen, Handlungsplätzen und vor allem aus wenig Zeit für die Handlung hat der Autor einen anspruchsvollen Roman kreiert, der wirklich sehr viel Freude beim Lesen bereitet hat. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch zum vorab lesen bekam, da ich es mir nie gekauft hätte und somit wirklich gute Literatur verpasst hätte. Zudem regt das Buch wirklich stark zum Nachdenken an. Absolut gelungen!

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    aba

    aba

    14. January 2013 um 00:13
  • Rezension zu "Willkomen auf Skios" von Michael Frayn

    Willkommen auf Skios
    Carriecat

    Carriecat

    Inhalt: Nikki ist als PA der reichen, aber nun ja ... flatterhaft naiven, Mrs Fred Toppler immer im Stress. Sie muss sich um so viele kleine und große Aufgaben kümmern, damit die Hausparty auf der gr. Insel Skios ein voller Erfolg wird. Zu allem Übel muss sie ihre alte Schulfreundin Georgie auch noch telefonisch in allen möglichen und unmöglichen Lebenslagen beraten, den hoch geehrten Gastredner Dr Wilfred vom Flughafen abholen und und und. Doch dann passiert es, in dem ganzen Troubel verguckt sie sich ausgerechnet in den Ehrengast ... Dr Wilfred ist mit seinem Vortrag schon um die halbe Welt gereist, aber was ihm auf Skios passiert, das hat er noch nie erlebt. Ziegen, Koffer und Gangster spielen eine Rolle, dazu schöne Frauen und ein dreister Hochstapler. Stil: Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, doch der Autor bringt Abwechslung hinein, indem er verschiedenen Protagonisten über die Schulter schaut. Ihm gelingt es sehr gut die verschiedenen Handlungsstränge zu einem großen Bild zu verknüpfen, obwohl es einem nicht immer so scheint. Anfangs zumindest. Die ganze Geschichte wird getragen von einem leichten trockenen Humor, den man bei Briten so oft findet. Situationen werden in knappen Sätzen so komisch geschildert, dass es eine Freude ist sie zu lesen. Fazit: Lustig, lustig, lustig! Ich habe so lachen müssen an vielen Stellen, das glaubt man gar nicht: Ich sage nur rechter Balkon ;-) Aber die Geschichte kann auch zum Nachdenken anregen. Sie nimmt die Geltungssucht der Menschen aufs Korn und den Umstand, dass wir uns allzu leicht blenden lassen.

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  • Rezension zu "Willkommen auf Skios" von Michael Frayn

    Willkommen auf Skios
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Nikki Hook will hoch hinaus. Momentan ist sie PA von Mrs. Fred Toppler, doch das reicht ihr nicht, Nikki will Direktorin der Stiftung werden. Allerdings muss dafür bei der diesjährigen Hausparty der Stiftung alles glatt laufen. Sogar den Gastredner hat sie selbst ausgesucht, aber nun fürchtet sie, dass er doch genauso langweilig sein wird wie seine Vorgänger. Am Flughafen jedoch sind alle Zweifel wie weggewischt, denn Dr. Norman Wilfred ist ein absoluter Glückstreffer. Blöd nur, dass er so gar nicht er selbst ist. Das Cover wollte mir zunächst nicht so recht einleuchten, kommt der einzig erwähnte Esel im Buch doch eher einer Randbemerkung gleich. Doch letztlich könnte das Motiv passender und zugleich absurder nicht sein. Denn ohne den Esel wäre die ganze Geschichte nie passiert. Sprachlich bewegt sich „Willkommen auf Skios“ auf einem hohen Niveau, ohne dass man dies wirklich zu spüren bekommt: keine ausschweifenden Sätze oder komplizierte Umschreibungen. Mit Raffinesse und reichlich Witz wird hier Gesellschaftskritik geübt und gleichzeitig unheimlich viel Verwirrung gestiftet, bis niemand mehr weiß wer wer ist – nicht einmal die verwechselten Personen selbst. Frayn spielt mit Oliver, Norman und Nikki und sogar mit dem Leser wie es ihm gerade passt, fast wie ein Kind mit Bausteinen: Hier etwas aufbauen, dort etwas einreißen und aus den gefallen Steinen etwas Neues formen. Was zunächst wie die allwöchentliche Sat.1-Liebeskomödie anmutet, entpuppt sich schnell zum intelligenten und äußerst amüsanten Krimi (wenn auch mit deutlich weniger Leichen). Von mir eine klare Empfehlung!

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    19. November 2012 um 18:43
  • Rezension zu "Willkommen auf Skios" von Michael Frayn

    Willkommen auf Skios
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    17. November 2012 um 22:15

    Wie im wirklichen Leben! Als ich auf der letzten Seite von "Willkommen auf Skios" von Michael Frayn angekommen bin, war mein erster Gedanke: "Schaaade...". Dieses Buch war für mich ein großes Vergnügen, das leider von zu kurzer Dauer gewesen und zu schnell zu Ende gegangen ist. Während ich dieses Buch gelesen habe, fühlte ich mich sehr gut unterhalten, und zwar auf hohem Niveau. Von dem ersten bis zum letzten Kapitel erstreckt sich eine filmreife Handlung, bei der es absolut keinen Platz für Langeweile gibt. "Willkommen auf Skios" ist eine herrliche Verwechslungskomödie, wie ich sie selten gelesen habe. Das liegt daran, dass Michael Frayn die skurrilsten, verrücktesten und scheinbar unlogischsten Situationen überzeugend beschreibt und die Erklärung der Ursachen für die katastrophalsten Szenen sehr gut fundiert. Am Ende können keine Zweifel entstehen, dass diese Ereignisse, die zu der totalen Konfusion geführt haben (so wie sie im Buch eingetreten ist), sich auch im wirklichen Leben genauso abspielen würden. Aber... was ist denn eigentlich passiert? Eine Verwechslung ist passiert. Eine Verwechslung, die -hätten die Personen im Buch etwas genauer zugehört, was andere zu ihnen gesagt haben- ganz schnell wieder geklärt worden wäre. Ein Flugzeug landet auf Skios, eine griechische Ferieninsel. In diesem Flugzeug befinden sich der Frauenheld und notorische Lügner Oliver Fox und Dr. Norman Wilfred, eine Eminenz und ein Gelehrte in komplizierten, fast übermenschlichen, wissenschaftlichen Gebieten. Aus einer Laune heraus entscheidet Oliver, dass es an der Zeit ist, sein Leben zu ändern. Und das geschieht im richtigen Moment, am richtigen Ort: Als sich die Türen am Ausgang der Gepäckausgabe öffnen, steht dort eine attraktive junge Frau, die ein Namensschild hochhält. Darauf steht: Dr. Norman Wilfred. Das muss für Oliver Fox eine Vorsehung gewesen sein, ein himmlisches Zeichen. Er geht zu der Frau und gibt sich als Dr. Norman Wilfred zu erkennen. Die Katastrophenkette, die Oliver Fox' Entscheidung auslöst, kann man nicht in wenigen Worten beschreiben. Man muss dieses Buch lesen, um zu verstehen, warum Michael Frayn einer der berühmtesten Autoren Englands ist. Michael Frayns "Willkommen auf Skios" ist eine psychologische Studie. Es ist das Resultat von Verhaltensforschung in der originellsten Form präsentiert: als intelligente und raffinierte Verwechslungskomödie. Für seine Aufarbeitung bedeutender Ereignisse der deutschen Zeitgeschichte innerhalb seines Gesamtwerkes erhielt Michael Frayn 2004 das Bundesverdienstkreuz. Wenn das kein Grund für mich ist, ein weiteres Buch von ihm zu lesen!

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  • Rezension zu "Willkommen auf Skios" von Michael Frayn

    Willkommen auf Skios
    Bluueemchen

    Bluueemchen

    20. September 2012 um 00:05

    Als ich das Buch anfing zu lesen und das erste Kapitel hinter mir hatte, dachte ich mir "Ach je, das kann ja eine schwere Kost werden!", denn irgendwie kam mit das erste Kapitel nicht so vor, als würde danach noch viel Humor kommen. Aber falsch gedacht - dieses Buch ist sehr sehr witzig und chaotisch geschrieben! Ich habe viel gelacht und geschmunzelt darüber, dass es dem jungen Oliver Fox wirklich gelungen ist, alle Leute in dem Glauben zu lassen, dass er Dr. Norman Wilfred sei. Das Wirrwarrr nahm bereits am Flughafen - der Ankunft von Oliver Fox und Dr. Norman Wilfred auf Skios - seinen Anfang und konnte so einfach nicht mehr gestoppt werden. Zumal der echte Dr. Norman Wilfred mit einer jungen Dame in einem abgelegenen Ferienhaus ausharren musste! Manchmal ändern sich pro neuem Absatz die Sichtweisen - das heißt, es wird ständig aus einer anderen Perspektive berichtet und somit hat man immer einer andere Sicht auf die ablaufenden Dinge. Trotzdem super zu lesen! Ich kann es nur jedem empfehlen - es ist super witzig. War mir eine tolle Urlaubslektüre :-)

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