Michael Görden

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Lebenslauf von Michael Görden

Michael Görden ist Autor, Herausgeber spiritueller Bücher, literarischer Agent und Dokumentarfilmer.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Das Science Fiction Jahr 2018" von Michael Görden

Neues Konzept für`s Jahrbuch
Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Monaten

Das „Science Fiction Jahrbuch“, wurde einst vom Heyne herausgegeben, aber dann von Golkonda übernommen, als es für den großen Publikumsverlag nicht mehr rentabel war. Und auch in dem kleinen aber engagierten Verlag musste man irgendwann feststellen, dass nur wenige Liebhaber bereit waren für eine Sammlung aus Essays und Rezensionen fast vierzig Euro auszugeben.

Deshalb entschied man sich bei „Das Science Fiction Jahr 2018“ für eine klare Straffung. Auf nur noch sechshundert Seiten will man von nun an den Schwerpunkt auf das geschriebene Wort legen, Comics, Games und Filme deutlich zurückstellen.

INHALT
Die Ausgabe bietet auf fast 140 Seiten auf den ersten Blick die gewohnte Mischung aus Artikeln zu Autoren, Romanen und wichtigen weltweiten Strömungen, die in den nächsten Jahren die Science Fiction prägen könnten oder in einigen Ländern und Regionen wie Afrika bereits geprägt haben. Immerhin ist der Afrofuturismus auch im Westen mittlerweile in aller Munde.

Welche Rolle spielen künstliche Intelligenzen – könnten sie vielleicht eines Tages die besseren Menschen sein? Wie werden sich Computersysteme und die Kommunikation mit ihnen auf unser Leben auswirken?

Welche wissenschaftlichen Grundlagen haben die Beschreibungen von außerirdischen Tieren geprägt und was hat es mit den ganzen Türmen auf den hochtechnisierten Welten bestimmter Universen auf.

Dem Werk von Ursula K. LeGuin wird gleich mehrfach gedacht, denn immerhin hat sie mit ihren eigenwilligen Werken nicht nur junge Autorinnen wie Becky Chambers geprägt, die ebenfalls zu Wort kommt.

Auch Filme und Serien, Games und Comics werden nicht außer Acht gelassen, die Artikel, die sich darauf beziehen sind allerdings eher kurz.

MEDIADATEN

…Herausgeber: Michael Görden
…Verlag: Golkonda Verlag
…Format: Klappbroschur
…Seiten: 602
…Erschienen: November 2018
…ISBN: 978-3946503484
…Preis: 24,90 EUR

MEINE MEINUNG
Es bleibt natürlich offen, ob dieses neue Konzept aufgeht, denn der Inhalt des Jahrbuchs steht und fällt mit den Beiträgen, die die Mitarbeiter liefern. Und wie bei anderen Sekundärwerken kommt es hier besonders auf die Mischung an.

Daran ist in diesem Band tatsächlich nichts auszusetzen, denn die Auswahl der Themen ist sehr breit gefächert – auch wenn ein gewisser Trend zu künstlichen Intelligenzen und übermächtigen Computersystemen zu erkennen ist. Besonders aktuell ist diesmal aber der Blick auf den Afrofuturismus, der dank Nnedi Okrafor auch dem unbeleckten Leser nicht ganz verborgen bleibt.

Und mit den Artikeln über Ursula K. LeGuin erinnert man sehr ausführlich an die Grande Dame der Science Fiction, die mehr als alle anderen Autorinnen ihrer Zeit Eindruck bei Kritikern und Publikum hinterlassen hat.

Nicht nur auf die Science Fiction bezieht sich der Artikel über die „Pen & Paper“-Rollenspiele, die dank junger Verlage und Herausgeber derzeit offensichtlich wieder eine kleine Renaissance erleben und mit denen vermutlich nur wenige der Leser bisher in Berührung gekommen sind.

Allen Essays und Berichten ist jedenfalls eigen, dass sie sich angenehm lesen lassen und vor allem kurzweilig verfasst wurden.

Wie auch schon in den letzten Ausgaben des SF- Jahres sind die Rezensionen ausführlich und kritisch gehalten. Die Autoren derselben loben, wo sie es für angebracht halten, kritisieren aber auch. Allerdings wird man diesmal regelrecht von dem gut 150 Seiten umfassenden Block erschlagen. Das mag gut gemeint sein, ist aber auch stellenweise sehr ermüdend zu lesen, weil sich der Tenor oft viel zu sehr ähnelt.

Hier wäre vermutlich weniger mehr gewesen – die verbliebenen Seiten hätte man den Jahresüberblicken der anderen Medien gönnen können, die doch mehr als oberflächlich bleiben und sich all zu sehr auf einzelne Werke konzentrieren.

Immerhin hat man diesmal auch das erste Drittel des Jahres 2018 miteinbeziehen können und ist so aktueller als je zuvor, was vielleicht zu einem Vorteil werden kann, wenn man die späte Erscheinungsweise doch bei behält.

„Das Science Fiction Jahr 2018“ kommt mit einem neuen Konzept daher. Um einen moderaten Preis beizubehalten hat man bei der Seitenzahl und den Inhalten Abstriche gemacht. Ob das gut war, werden am Ende wohl die Käufer entscheiden, denn letztendlich war die gesunde Mischung der Medien doch ein Pluspunkt für den Rückblick, der vielleicht auch andere Fans als nur die Buchleser angelockt hat. Die Artikel beschäftigen sich diesmal mit sehr interessanten Themen und sind unterhaltsam geschrieben, was diese Ausgabe deutlich lesbarer als ihr direkter Vorgänger macht.

MEINE WERTUNG
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