Michael Günter Gewalt entsteht im Kopf

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Inhaltsangabe zu „Gewalt entsteht im Kopf“ von Michael Günter

Die großen Mythen, Märchen und Erzählungen aller Kulturen – fast alle handeln von Gewalt. Gewalt kann aus Leidenschaft entstehen; oft hat sie mit Rache-, Schuld- oder Schamgefühlen zu tun. Der Autor erläutert anhand von Filmen – Batman, Uhrwerk Orange, Spiel mir das Lied vom Tod, Terminator, Krabat, Sleepers – und Falldarstellungen aus der eigenen Praxis, wie die psychischen Mechanismen der Gewalt funktionieren. Und welche Rolle Lebenserfahrung, psychische Disposition, soziale und situative Einflussfaktoren spielen.

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  • Rezension zu "Gewalt entsteht im Kopf" von Michael Günter

    Gewalt entsteht im Kopf
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    21. April 2011 um 11:19

    In den vergangenen Jahren haben immer wieder Gewalttaten insbesondere von Jugendlichen Aufsehen und Entsetzen erregt. Junge Menschen, die aus zunächst völlig unerklärlichen Gründen andere, auch ältere Menschen niederschlagen, und dann, alle Regeln der Zivilisation missachtend, auf den am Boden Liegenden eintreten, oft bis der stirbt. Viele Bücher sind darüber verfasst, viele Reden gehalten und Erklärungen gefunden, Maßnahmen initiiert und Programme gestartet worden. Doch man hat als Bürger den Eindruck, dass das alles nicht helfen wird, ja, dass die Zahl der gewaltbereiten Menschen sogar zunimmt. Der Autor des vorliegenden Buches, Michael Günter, ist als Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Universität in Tübingen seit vielen Jahren mit solchen Gewalttätern befasst und hat die psychischen Mechanismen der Gewalt studiert. Er beschreibt auch Fälle aus seiner Praxis. Hauptsächlich dienen sie ihm aber dazu, Erkenntnisse zu untermauern, die er in einer lesenswerten Analyse von klassischen Filmen gewinnt: Batman, Uhrwerk Orange, Spiel mir das Lied vom Tod, Terminator – kaum jemand jenseits der Adoleszenz, der diese Filme nicht mindestens einmal gesehen hat. Mit Michael Günter sieht er sie nun unter einem anderen Blickwinkel. Da geht es um die Zusammenhänge zwischen Gewalt und verschiedenen Gefühlen wie Rache, Schuld und Scham; um die Lust an der Macht und den Zusammenhang zwischen Angst, Aggressivität und Sexualität. Natürlich wird der unterschiedliche Umgang von Frauen und Männern mit Gewalt thematisiert und auch nach den sozialen Ursachen von Gewalt gefragt. Am Ende, bei der Frage, was zu tun sei, überrascht Günters Zusammenfassung nicht: „Daher besteht die beste Prävention gegen individuelle Gewaltentwicklung darin, Gewalt und Vernachlässigung von Kindern in der Familie wirksam zu bekämpfen und Kindern und Jugendlichen gute Perspektiven der Teilhabe am sozialen Leben, an Bildung, Beruf, sozialer Anerkennung und materieller Sicherung zu eröffnen.“ Eine gigantische Aufgabe, denn die Zahl der Kinder, die nicht wirklich so aufwachsen, dass es ihnen gut tut, nimmt zu.

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