Michael G Fritz

 3,5 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor von Tante Laura, Adriana läßt grüßen und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Michael G Fritz

Michael G. Fritz, geb. 1953 in Ostberlin, Studium der Tiefbohrtechnik, Exmatrikulation aus politischen Gründen, 1993 rehabilitiert und Zuerkennung des Diploms. Verheiratet, zwei Kinder, lebt als Schriftsteller und Publizist in Dresden und Berlin. Veröffentlichung von Prosa seit 1980, davon im Mitteldeutschen Verlag die viel beachteten Romane »Die Rivalen« (2007), »Tante Laura« (2008), »Adriana läßt grüßen« (2012) und »Ein bißchen wie Gott« (2015) sowie seine Venedig-Miniaturen »La vita è bella« (2010). Übersetzungen einzelner Texte ins Polnische, Rumänische, Englische, Französische und Italienische. Mehr Informationen unter www.michaelgfritz.de

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Michael G Fritz

Cover des Buches Tante Laura (ISBN: 9783898125635)

Tante Laura

 (3)
Erschienen am 01.03.2009
Cover des Buches Adriana läßt grüßen (ISBN: 9783898129329)

Adriana läßt grüßen

 (1)
Erschienen am 01.07.2012
Cover des Buches Ein bißchen wie Gott (ISBN: 9783954625208)

Ein bißchen wie Gott

 (0)
Erschienen am 01.09.2015
Cover des Buches Die Rivalen (ISBN: 9783898124386)

Die Rivalen

 (0)
Erschienen am 01.01.2007
Cover des Buches Auffliegende Papageien (ISBN: 9783963112522)

Auffliegende Papageien

 (0)
Erschienen am 01.10.2019
Cover des Buches Das Haus (ISBN: 9783898124355)

Das Haus

 (0)
Erschienen am 01.11.2006
Cover des Buches La vita é bella (ISBN: 9783898127004)

La vita é bella

 (0)
Erschienen am 22.01.2010

Neue Rezensionen zu Michael G Fritz

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Cover des Buches Adriana läßt grüßen (ISBN: 9783954620432)ewigeweltens avatar

Rezension zu "Adriana läßt grüßen" von Michael G Fritz

Schwarzfahrer auf einer Reise zu sich selbst
ewigeweltenvor 7 Jahren

Boris Helmer muss Adriana finden. Durch einen komischen Zufall fiel ihm ein Koffer in die Hände – darinnen: Fotos einer fremden Frau. Warum er sie behält, weiß er selbst nicht, nur das: Er will sie ihr unbedingt zurückbringen.

Es folgt eine Odyssee durch Berlin, Köln und wieder Berlin, durch die Zeit und seine eigene Familiengeschichte, die Adriana wieder zu wecken scheint, obwohl sie damit gar nichts zu tun hat.

Fritz ist ein Erzähler, schreibt deskriptiv und mit viel Abstand; nicht einmal wörtliche Rede wird optisch hervorgehoben. Die Zwischeneinschübe sind manchmal umständlich, aber die Wortwahl passend mit einem Auge für Details. Bildhaft und mit Humor beschreibt er das Leben der einfachen Leute. Seine tiefe Recherche vermittelt ein glaubhaftes Gefühl für die Zeit.

»Er erinnerte sich im Moment an nichts, nur an das entschieden zu laute Vogelgezwitscher am Morgen. Es war das erste, was er vernommen hatte. Wenn die Stadt noch nicht erwacht ist, kein Auto über bettwarmes Pflaster fährt, höchstens eine S-Bahn mit ihrem fernen Tak-tak-tak, Tak-tak-tak die Luft erschüttert, nur wenige Passanten über das Trottoir eilen, diejenigen, die nach Hause wollen, und jene, die zur Arbeit streben, dann sind die Vögel die einzigen, die überall zu hören sind und das Leben der Stadt ausmachen, und wie!«

Der Plot gibt nicht viel her, viel mehr geht es dazwischen immer wieder um die Familiengeschichte, die in Ostpreußen beginnt und parallel in einer anderen Zeit erzählt wird. Fritz beschreibt unterschiedliche Zeiten mit teilweise gleichen Protagonisten in unterschiedlichem Alter oder auch verschiedene Figuren mit gleichen Namen... Er verflechtet die Chronik ineinander und macht dem Leser den Überblick nicht leicht.

Szenen wechseln unangekündigt, die obgleich authentischen Figuren haben oft nur wenig Nähe zum Leser; die Entwicklung der Hauptfigur Boris vom Unternehmer zum Obdachlosen kann man nur aus der Ferne bestaunen, aber nicht nachfühlen.

Ein Roman, dessen Anspruch es ist, den Leser auf dem Genuss der Sprache davonzutragen, ohne ihn emotional zu sehr aufzuwühlen.

»Der Petticoat gehörte zu der Zeit wie Elvis Presley und die peitschenden Töne des Rock 'n' Roll, wie der Pferdeschwanz der Frauen, der beim Tanz im Rhythmus wippte, und Kaugummi, der immerfort bewegt werden wollte.«

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Cover des Buches Tante Laura (ISBN: 9783898125635)der_sprachloses avatar

Rezension zu "Tante Laura" von Michael G Fritz

Rezension zu "Tante Laura" von Michael G Fritz
der_sprachlosevor 11 Jahren

Eine irgendwie komische kurze Geschichte um die geheimnisvolle Tante Laura, die eigentlich recht trivial erscheint, aber einen irgendwie nicht mehr loslässt. Ich will nichts vom Inhalt erzählen, dafür ist der Plot zu kurz, kann es aber jedem für zwischendurch ans Herz legen.

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