Michael Grandt Das Handbuch der Selbstversorgung

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Inhaltsangabe zu „Das Handbuch der Selbstversorgung“ von Michael Grandt

Bauen Sie sich Ihre ganz private Arche Noah - versorgen Sie sich selbst - machen Sie sich unabhängig - leben Sie autark! Wir leben in einer Zeit der großen Krisen. Die Weltwirtschaft ist am Boden, das Vertrauen in die Finanzwelt ist erschüttert, die Ersparnisse sind nicht mehr sicher, der Arbeitsmarkt verschlechtert sich zusehends. Die Polizei befürchtet in deutschen Städten Unruhen und bürgerkriegsähnliche Zustände. Politiker agieren immer hilfloser angesichts der zunehmenden Probleme. Immer mehr Menschen hegen Zukunfts- und Existenzängste. Marion und Michael Grandt liefern Ihnen mit diesem Buch eine Bauanleitung für Ihre ganz private Arche Noah. Sie zeigen Ihnen, wie Sie sich und Ihre Familie mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln selbst versorgen und von der Lebensmittelindustrie unabhängig machen. Mit großer Liebe und Sachverständnis wird am Beispiel eines Modellhofs detailliert aufgeführt, was Sie benötigen, um neben Ihrem Beruf mit einer kleinen Landwirtschaft eine Familie weitestgehend autark zu versorgen. - Wie das ideale Stückchen Land für einen Kleinsthof beschaffen sein sollte - Welche Anforderungen das Haus erfüllen sollte - Wie Sie mit einem eigenen Brunnen Ihre Wasserversorgung sichern - Wie Sie optimal mit Holz heizen - Wie Sie Ihren eigenen Strom durch Wind- und Sonnenenergie erzeugen - Welche Nutztiere Sie benötigen und wie Sie diese halten, pflegen und ernähren - Wie Sie Ihren Selbstversorgergarten richtig anlegen und erfolgreich bewirtschaften - Wie Sie Ihr eigenes Saatgut ernten, um im kommenden Jahr wieder säen zu können - Welche Gemüse und Salate für den Selbstversorgergarten besonders geeignet sind - Wie Sie Ihre eigenen Heil- und Küchenkräuter ziehen. - Wie Sie das richtige Obst und die richtigen Früchte anbauen - Welche Getreidesorten für den Anbau in Frage kommen. - Wie Sie Ihre Gartenprodukte so natürlich wie möglich konservieren und haltbar machen - Wie Sie Ihre eigene Milch verarbeiten - Wie Sie Bier selber brauen - Wie Sie in Ihrem Holzbackofen im Garten Ihr eigenes Brot backen - Wie Sie Ihre überschüssige Ernte und ihre hergestellten Produkte am besten vermarkten - Wie Sie sich verteidigen, wenn Ihre Familie und Ihr Grundbesitz bedroht werden - Wie Sie sich selbst helfen, wenn es keine ärztliche Versorgung mehr gibt Inklusive großem Modellhof-Poster zum Herausnehmen!

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    Das Handbuch der Selbstversorgung

    R_Manthey

    29. June 2015 um 11:02

    In der Regel sind wir auf sich rasch und extrem verändernde Verhältnisse nicht vorbereitet, denn die meisten von uns mögen keinen Verlust des Gewohnten und hoffen deshalb gerne, dass es nicht so weit kommen möge. Und wenn Veränderungen dann doch mehr oder weniger kommen, dann bevorzugen wir die ruhigen und stetigen Übergänge. Deshalb wird die Grundannahme der beiden Autoren, dass wir sehr harten Zeiten entgegengehen, so manche Zeitgenossen befremden. Doch die Geschichte zeigt, dass es sehr wohl und auch nicht gerade selten sehr gravierende Brüche im gesellschaftlichen Leben gegeben hat. Und leider scheint die ökonomische Mixtur, die gegenwärtig zusammenbraut wird, auch aus historischer Sicht bestens dafür geeignet zu sein, in eine Katastrophe zu führen. Insofern könnte dieses Buch uns auf den ersten Blick vor den Konsequenzen einer solchen Entwicklung etwas schützen oder sie wenigstens abzumildern helfen. Doch bei genauerem Hinsehen sind die nötigen Voraussetzungen dafür vom normalen Deutschen kaum zu stemmen. Zunächst einmal braucht man wenigstens eine landwirtschaftliche Nutzfläche von einem Viertel- bis zu einem ganzen Hektar, auf der man auch noch ein Haus und Stallungen bauen kann. Dazu sollte man sich ein Windrad, Solaranlagen sowie natürlich einen Brunnen und einen Holzofen anschaffen. Will man das alles ernsthaft tun, dann kann man nur seine bisherige Arbeitsstelle kündigen und gleich zur Selbstversorgung schreiten, vorausgesetzt natürlich, man hat die nötige Kohle für diesen Plan. Machen das alle, dann brauchen wir tatsächlich auf die Katastrophe nicht mehr lange zu warten. Und wenn man nicht jetzt mit den Vorbereitungen beginnt, dann wird es zu spät sein, wenn es wirklich zu ernsthaften Brüchen in der ökonomischen Entwicklung kommt. Was die Autoren also hier vorschlagen, ist in der Gesamtheit lediglich etwas für ausgewählte Kreise. Dennoch besitzt dieses Buch durchaus einen gewissen Nutzen, denn es fasst zahlreiche Tipps, Verhaltensregeln und auch viel Wissen zusammen, das man selbstverständlich auch einzeln nutzen kann. Nach einer Einführung, in der wir ein wenig auf das kommende Grauen vorbereitet werden, geht es im ersten Teil um die Einrichtung unseres Hofes (siehe oben). Dabei fassen die Autoren frühere Ideen von Jebens und Frantzen zusammen, um eine Mischung aus Kleinstlandwirtschaft und Gartenbau vorzustellen. Danach beschreiben sie das "autonome" und das "natürliche" Haus, zwischen denen wir uns für unser nachfolgendes autarkes Leben entscheiden sollten. Anschließend werden uns verschiedene Verfahren der Wassergewinnung, die Einrichtung eines Holzofens und die unterschiedlichsten Arten der Sonnenenergienutzung erklärt. Danach kommen die Autoren zur relativ ausführlichen Beschreibung der verschiedenen von uns zur Selbstversorgung anzuschaffenden Nutztierarten, als da wären: Hühner, Enten, Gänse, Kaninchen, Schafe, Ziegen, Kühe und Schweine. Es werden die entsprechenden Rassen vorgestellt, Unterbringungsarten, Ernährung und anderes beschrieben. Irgendwie erinnert das an einen Crashkurs in Viehzucht und erscheint wenigstens mir etwas albern und dürftig, wenn man es denn tatsächlich als Neuling aus diesem Buch lernen wollte. Nach diesem sehr kurzen Ausflug in die Viehwirtschaft beginnt danach ein Kurs in Acker- und Gartenbau, der zunächst etwas einfacher erscheint. Auf fast 100 Seiten wird recht ausführlich der Anbau verschiedenster Salat- und Gemüsesorten, die Kräuterzucht und der Obstanbau beschrieben. Entsprechende Informationen würde man auch in einschlägigen Gartenbüchern finden. Der Vorteil dieses Buches besteht ganz wesentlich darin, dass es alles zusammenstellt und zusammenfasst. Nachdem man anschließend noch fünf Seiten über den Getreideanbau hinter sich gebracht hat, erfährt man etwas über die Haltbarmachung von Lebensmitteln, die Verarbeitung von Milch, die Herstellung von Bier und Wein sowie über das Brotbacken. Im sehr kurzen zweiten Teil erläutern die Autoren, wie man handelt, wenn man mit Geld nicht mehr bezahlen kann. Sie verweisen auf Edelmetalle und die Vermarktung der eigenen Produkte. Danach geht es im dritten Teil um den Selbstschutz und die Selbstverteidigung mit und ohne Waffen. Leider wird auch hier die Illusion verbreitet, man könne solche Fähigkeiten im Crashkurs erlernen. Für eine effektive waffenlose Selbstverteidigung gegen einen wirklich brutalen Angreifer reicht das schon deshalb nicht, weil die dafür nötigen Techniken einen hohen Grad von Körperempfinden und Körperbeherrschung verlangen, den man nur durch intensives Training erlernen kann. Darüber hinaus besitzen die meisten Menschen eine natürliche Hemmung, andere ernsthaft zu verletzen, die man nicht durch einen Crashkurs in die für die realistische Selbstverteidigung nötige Mentalität umwandeln kann. Der vierte und letzte Teil klärt den Leser über Maßnahmen auf, die man im Ernstfall treffen muss, wenn die ärztliche Versorgung zusammengebrochen ist, aber ein Unglück passiert oder eine Krankheit ausgebrochen ist. Fazit. Obwohl dieses Buch in der Gesamtdarstellung eine Illusion verbreitet, die jeder sofort erkennen kann, wenn er sich mit den finanziellen und anderen Voraussetzungen dafür beschäftigt, enthält es zahlreiche nützliche Hinweise und Anregungen für den Ernstfall. Wahrscheinlich aber wird man auch ihnen erst folgen, wenn es bereits zu spät ist, denn vorher kommen sie einem irgendwie albern vor.

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