Michael Gruber The Book of Air and Shadows

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Inhaltsangabe zu „The Book of Air and Shadows“ von Michael Gruber

A clever, pacey thriller set around the search for a lost Shakespearean play.

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  • Rezension zu "The Book of Air and Shadows" von Michael Gruber

    The Book of Air and Shadows
    Ravic

    Ravic

    20. September 2007 um 00:00

    Ich gebe zu, ich bin immer etwas voreingenommen - und zwar positiv voreingenommen - wenn es in einem Roman um Bücher geht, um alte Manuskripte, um Paläographie, um verschlüsselte Briefe, um literarische Schatzsuchen. Grubers Buch hat alles dies, aber in Maßen, nicht im Überfluß, nicht so dominierend, daß es schon wieder lästig wird, denn im Vordergrund stehen eindeutig die Personen der Handlung. Damit fingen für mich die Probleme an, denn der eine Protagonist, der New Yorker IPR-Anwalt Jake Mishkin, wird als ziemlich unsympathischer Charakter dargestellt, der seine Frau betrügt und seine Kinder vernachlässigt. Hinzu kommt die ausführliche Schilderung seiner Familiengeschichte, die am Anfang des Buchs doch etwas langatmig wirkt: der Vater ein amerikanischer Jude, die deutsche Mutter ein SS-Töchterlein mit immer noch faschistoider Überzeugung; kein Wunder, daß die Ehe schiefging, Jakes Bruder auf die schiefe Bahn und dann ins Gefängnis geriet, um hinterher ein streitbarer Jesuitenpater zu werden, während die Schwester als Edelprostituierte Karriere machte. Damit verglichen wirkt Jake fast normal, aber ich wollte kein Buch aus der Perspektive eines arroganten Arschlochs lesen und war deshalb froh, daß der zweite Protagonist, Albert Crosetti, ein Filmfreak ist, der eine Drehbuchschreiber- und Regisseurslaufbahn anstrebt. Zunächst jobbt er aber in einem Buchantiquariat, um sein Studium zu finanzieren und hier schlägt das Schicksal in Form eines Brands im Nebenhaus zu und führt zur Beschädigung einiger wertvoller Bücher, die der Antiquar seiner Assistentin und Buchbinderin Carolyn zum Ausschlachten überläßt. Albert, der Carolyn heimlich anhimmelt, darf mithelfen und beim "Ausziehen" der Bände stellt sich heraus, daß die Ledereinbände mit alten Briefen von 1642 gefüttert waren. Diese Briefe bilden die dritte Erzählperspektive: Dick Bracegirdle schrieb sie auf dem Sterbebett an seine Frau und enthüllt, daß er 1610/1611 im Auftrag von Lord Dunbarton einen gewissen Will Shakespeare, Stückeschreiber, bespitzelte, den man als Papist (Katholik) verdächtigte. Hier muß ich ein weiteres Geständnis machen. Ich habe nämlich, entgegen meiner sonstigen Lesegewohnheit, gleich nach dem ersten Bracegirdle letter weitergeblättert und sie alle nacheinander verschlungen, bis zu den fragmentarisch erhaltenen, verschlüsselten Briefen mit den Details aus Shakespeares Leben und den Hinweisen, wo das nie aufgeführte und nie veröffentlichte Shakespeare-Stück "Mary Queen of Scots" versteckt wurde. Erst danach habe ich das Buch komplett und in richtiger Reihenfolge gelesen. Eigentlich ist das ja ein überlebensgroßes Plotelement - Shakespeares Originalhandschrift eines unbekannten Stücks - würde bei Auktionen wahrscheinlich Millionensummen erreichen (man erinnere sich an Bill Gates Ersteigerung des Leonardo-Textes) - aber Gruber schafft es, diese Sache plausibel und glaubwürdig umzusetzen - jedenfalls plausibler als ein paar andere kleine Schwachstellen der Story. Nach dem zähen Anfang wird es dann schnell temporeicher: ein Literaturprofessor, der schon einmal auf eine literarische Fälschung hereingefallen war, konsultiert Jakes Anwaltskanzlei, übergibt einige Bracegirdle-Briefe, die Carolyn ihm zu einem Spottpreis verkauft hatte, zur sicheren Aufbewahrung und wird bald darauf gefoltert und ermordet aufgefunden. Nach einer kurzen Liebesnacht mit Albert verschwindet die geheimnisvolle Carolyn spurlos. Albert hat die restlichen Briefe zurückbehalten und will die codierten Texte mit Hilfe eines Spezialisten entschlüsseln. Die russische Mafia und andere zwielichtige Figuren bedrohen plötzlich die Protagonisten und die am Anfang des Buchs etwas schwerfällig eingeführten Familienmitglieder - sowohl Jakes als auch Alberts - bereichern die Geschichte. Wie sich die Jagd auf das Manuskript einerseits und die Charaktere der Protagonisten andererseits weiter entwickeln, will ich nicht verraten, aber die wechselnden Blickwinkel, vor allem der von Albert, der immer wieder Anspielungen auf Filme in seine Erzählung einfließen läßt und Teile der Handlung in Gedanken gleich in ein Filmskript umsetzt, und, wie gesagt, die Bracegirdle-Briefe - für manche amazon.com-Reviewschreiber eher ein Lesehindernis - machen das Buch für mich lesenswert. Der Band kommt sicher bald in Deutsch heraus, aber ob die Bracegirdle letters adäquat übersetzt werden können, sei dahingestellt. "What's a play! New a' Tuesday & sennight later they cry have you not some-thynge else, we have hearde this before. Tis a penny-tuppence businesse withal, emplaced curiouslie betwixt the bawds and the bears, of no consequence, a thynge of ayre and shadowes." (Will Shakespeare in einem melancholisch-introspektiven Moment, überliefert von Dick Bracegirdle laut Michael Gruber)

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