Michael Höveler-Müller

 4.3 Sterne bei 4 Bewertungen

Alle Bücher von Michael Höveler-Müller

Michael Höveler-MüllerDas Gold der Horusfalken
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Das Gold der Horusfalken
Das Gold der Horusfalken
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Erschienen am 01.04.2007
Michael Höveler-MüllerAm Anfang war Ägypten
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Am Anfang war Ägypten
Michael Höveler-MüllerDas Hatschepsut-Puzzle
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Das Hatschepsut-Puzzle
Das Hatschepsut-Puzzle
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Erschienen am 01.06.2015
Michael Höveler-MüllerHieroglyphen lesen und schreiben
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Hieroglyphen lesen und schreiben
Hieroglyphen lesen und schreiben
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Erschienen am 22.08.2014
Michael Höveler-MüllerFunde Aus Dem Grab 88 Der Qubbet El-hawa Bei Assuan
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Funde Aus Dem Grab 88 Der Qubbet El-hawa Bei Assuan
Michael Höveler-MüllerAnfang Ägypten
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Anfang Ägypten
Anfang Ägypten
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Erschienen am 31.05.2006
Michael Höveler-MüllerDie Toten Kehren Wieder Mit Dem Wind
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Die Toten Kehren Wieder Mit Dem Wind
Die Toten Kehren Wieder Mit Dem Wind
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Erschienen am 26.02.2009

Neue Rezensionen zu Michael Höveler-Müller

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Rezension zu "Das Gold der Horusfalken" von Michael Höveler-Müller

Rezension zu "Das Gold der Horusfalken" von Michael Höveler-Müller
Anchesenamunvor 7 Jahren

Der deutsche Ägyptologe Michael Höveler-Müller setzt sich in seinem Buch „Das Grab der Horusfalken - Auf den Spuren altägyptischer Grabräuber“ mit den Grabplünderungen im ausgehenden 2. Jahrtausend v. Chr. auseinander. Nach einer kurzen Einführung, in der dem Leser u. a. erklärt wird, wie er die in den nachfolgenden Kapiteln zahlreich aufgeführten Personennamen auszusprechen hat, führt uns der Autor nach Theben (heute Luxor), erzählt uns ein wenig über Geschichte und Alltag der Stadt, in dem die Menschen lebten, die an den Königsgräbern arbeiteten. Interessant hierbei sicherlich die Auflistung, was ein durchschnittlicher Arbeiter in der Königsnekropole, dem Tal der Könige, verdiente und eine Gegenüberstellung, was man sich damit zu jener Zeit leisten konnte. Dadurch soll der Leser ein gewisses Gespür dafür bekommen, wieviel die erbeuteten Gegenstände in den Gräbern wert waren und warum die Diebe das Risiko einer schlimmen Strafe (idR der Todesstrafe) auf sich nahmen. Nach einer weiteren Einführung in die Grabräuberakten, uns überlieferten Dokumenten über die Grabraube im Altertum, setzt sich Höveler-Müller in zwei Kapiteln ausführlich mit den Grabräuberprozessen unter den Königen Ramses IX. und Ramses XI. auseinander. Hier versucht er an Hand der erhaltenen Dokumente und vorliegenden Übersetzungen den gesamten Ablauf der Grabraube von Planung und Durchführung über Prozess bis zur Verurteilung zu rekonstruieren. Im Epilog führt er noch kurz die Entwicklung Thebens nach der 20. Dynastie auf.

Nur eine kurze Erklärung zu den Grabrauben in antiker Zeit, da ich euch ansonsten die Spannung wegnehme, aber ihr vermutlich schon eine kleine Inhaltsangabe wünscht: Wie ja die, die sich schon mit dem alten Ägypten beschäftigt haben, wissen, gab es in den Gräbern der Könige, Mitglieder der Königsfamilie oder reichen Beamten in der Regel wertvolle Grabbeigaben. Man erinnere sich nur an das Grab des Tutanchamun. (Wer dieses Buch gelesen hat, wird umso mehr verstehen, weshalb es eine Sensation war, dass dieses Grab noch nicht ausgeraubt war.) Die Königsgräber wurden nach ihrer Vollendung versiegelt und zur damaligen Zeit noch streng bewacht. Deshalb war es sehr schwierig, in ein Grab zu gelangen, um es zu plündern, doch gerade die Menschen, die selbst an den Gräbern mitgearbeitet hatten, fanden Mittel und Wege, sei es durch Geheimgänge oder ganz einfach durch Bestechung, dass die Wachen einfach mal kurz wegschauten oder gar selbst mitmachten. So wurden schon damals viele Gräber geplündert und leider auch Mumien zerstört, da sich in den Leinenbinden selbst auch kostbare Amulette versteckten, so dass man Mumien zerhackte oder auswickelte, um an diese zu kommen. Grabraub und v. a. die Zerstörung von Mumien war natürlich ein Sakrileg hoch 10, und in dem Buch wird auch kurz auf die Strafen eingegangen. Allerdings muss man dazu sagen, dass wir durch die Dokumente, die Grabräuberprozessakten, einen Beweis dafür haben, dass den Angeklagten durchaus ein mehr oder weniger faires Verfahren zustand. Es wurden Zeugen aufgerufen und Aussagen aufgenommen. Es gab durchaus auch Freisprüche, wenn jemand ein Alibi hatte oder es nicht genügend Beweise gab. Auch die höchsten Beamten konnten Dreck am Stecken haben. Aber nun sag ich nichts mehr, denn ihr sollt das Buch ja selbst lesen.

Mein persönliches Fazit: Das Buch ist recht angenehm zu lesen, da der Autor versucht, durch die der Wissenschaft vorliegenden Originaldokumente die Durchführung der Grabeinbrüche als Geschichte zu erzählen. Das Buch ist für Laien gut verständlich, da sich Höveler-Müller nicht unnötig gekünstelt ausdrückt und auch viele grundsätzliche Dinge kurz für den Leser erklärt (z. B. die Leseweise der Personennamen). Etwas langatmig sind wohl die ganzen Aufzählungen der Namen von Beteiligten und auch der gesamten Beute, es ist fraglich, ob man darauf hätte verzichten können und hängt wohl davon ab, welcher Leserkreis durch das Buch angesprochen werden soll. Für Laien sind diese Ausführungen wohl etwas langweilig. Ich denke, dass das Buch in 1. Linie für Leser ohne besondere Vorkenntnisse geschrieben ist, u. a. auf Grund der Erklärungen bestimmter Sachverhalte, die einem „Fachpublikum“ (Ägyptologen, Ägyptologie-Studenten oder Leser, die sich schon sehr lange und intensiv mit dem alten Ägypten beschäftigen) geläufig sein müssten. Das erklärt vermutlich auch, warum nur sehr wenige Bilder oder Abschriften der Originaldokumente abgedruckt wurden und nur stellenweise Übersetzungen (ohne Transkription) zitiert werden, da die meisten ja die alten Handschriften in hieratischer Schrift (Hieratisch ist eine verkürzte Form von Hieroglyphen, wenn man es einfach sagen will, und wurde im Alltag verwendet, da sie schneller zu schreiben war als die ausführlichen Hieroglyphen.) nicht lesen können. Auf den philologischen Bereich der Prozessakten wird deshalb nicht eingegangen. Aber das wäre wohl nur für Ägyptologen interessant.

Sicherlich könnte man über das Thema Grabraub im alten Ägypten mehr als 81 Seiten schreiben, aber es ist ein sehr guter, umfassender Einstieg, und im Anhang folgt noch ein zwei Seiten umfassendes Literaturverzeichnis – wer sich die dort genannte Literatur auch noch aneignet, ist danach bestimmt Grabraubexperte!

Das Buch ist sehr schön gestaltet, mit einem noch handlichen Format (Größer sollte es dann aber auch nicht mehr sein.) und einem ansprechenden Titelbild. Der Inhalt wird durch zahlreiche Farbabbildungen auch optisch dem Leser näher gebracht. Noch ein kurzes Wort zum Preis: Das Buch gehört zur Reihe der Sonderbände der „Antiken Welt“ (Zaberns Bildbände zur Archäologie) und ist im Verlag Philipp von Zabern als Hardcoverausgabe erschienen. Der Preis von 19,90 EUR mag für insg. 88 Seiten zwar etwas hoch erscheinen, ist allerdings im Vergleich zu anderen Zabern-Sonderbänden noch ziemlich günstig. Auf jeden Fall ist es ein sehr schöner Band mit leicht verständlichem Inhalt, der eine gute Einführung in die Thematik des Grabraubs im alten Ägypten bietet!

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Rezension zu "Die Toten Kehren Wieder Mit Dem Wind" von Michael Höveler-Müller

Rezension zu "Die Toten Kehren Wieder Mit Dem Wind" von Michael Höveler-Müller
sabistebvor 8 Jahren

''Die Toten kehren wieder mit dem Wind'' erzählt die Geschichte von Haremhab, der ägyptischern Heerführer unter Echnaton, Tut-anach-amun und Eje war und später selber Pharao wurde. Es erzählt die antike Variante des märchenhaften Aufstiegs vom Tellerwäscher zum Millionär oder in diesem Fall vom Ziegenhirten zum Pharao.
Haremhab wurde als Sohn eines armen Bauern in Hut-nisut, dem 18. oberägyptischen Falkengau geboren, dort hütete er die Ziegen seiner Eltern. Als seine Eltern nach mehreren Missernten dazu gezwungen sind Haremhab und seinen älteren Bruder als Soldaten an den Pharao zu verkaufen, beginnt eine der größten Karrieren der damaligen Zeit. Durch glückliche Umstände erkennt man die Talente des Jungen und lässt ihn zum Schreiber ausbilden, denn unter Amenophis III zählen Fähigkeiten und Intelligenz mehr als die Herkunft.
Schon bald wird Haremhab Leibwächter von Echnatons Bruder Amenopis bis dieser bei einem Feldzug umkommt. Auch wenn unter Echnaton, Amenophis depressivem Bruder, Haremhabs Karriere einen kurzen Knick hat, so ist sein Aufstieg dennoch nicht zu verhindern. Er wird zum Vertrauten und Lehrer Tutanchamuns, Echnatons einzigem Sohn, und schließlich Mitregent under Eje.
Dieses Buch beschreibt als bisher einziger historischer Roman überhaupt die faszinierende Karriere der Ausnahmepersönlichkeit Haremhabs. Es überbrückt damit die belletristische Lücke zwischen den Romanen um Hatschepsut (Die Pharaonin - Vandenberg) über Echnaton und Tutanchamun und den Ramses Bücher von Christian Jacq. Basierend auf den belegten historischen Fakten beschreibt der Autor die Regierungszeit von Echnaton, Tutanchamun und Eje mit den Augen eines Anhängers des alten Amun Kultes. Für den modernen Leser ist es durchaus befremdlich, Echnaton nicht als Erfinder des Monotheismus zu sehen, der es der Kunst ermöglichte neue Wege zu gehen, sondern als Vernichter alter Strukturen, der dadurch Chaos und Armut heraufbeschwört. Michael Höveler-Müller legt großen Wert darauf politische Zusammenhänge zu erklären. Er erklärt auch warum die Ägypter z. Bsp besiegten Feinden den Penis und die rechte Hand abhackten und stellt es nicht nur wie Vandenberg in "Die Pharaonin" einfach nur dar.
Dieses Buch ist des Weiteren ausgestattet mit einer Königsliste der 18. und 19. Dynastie, einem zwölfseitigen Glossar und einer Karte. Ein Buchzeichen und eine Postkarte mit einem Quiz, bei welchem man attraktive Preise aus dem Verlag und eine Reise nach Berlin gewinnen kann, runden das Buch ab.
Mit diesem Buch beweist der Zabern Verlag erneut, dass historisch fundierte, wissenschaftlich korrekte historische Romane, nicht nur lehrreich sondern auch äußerst Spannend sein können, auch wenn oder eher, besonders weil sie sich mit Persönlichkeiten der Geschichte befassen, die in der normalen Belletristik bisher keinerlei Beachtung fanden.
Schon der Verlag an sich kann unter historischen Romanen als Qualitätsmerkmal angesehen werden.

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