Michael Haitel

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Autor von URIEL, QUANTUM und weiteren Büchern.

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QUANTUM

QUANTUM

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Erschienen am 01.03.2012
URIEL

URIEL

 (2)
Erschienen am 01.03.2012
Inzucht und die denkbare Gesellschaft

Inzucht und die denkbare Gesellschaft

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Erschienen am 01.11.2010
ELECTI

ELECTI

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Erschienen am 01.03.2012
SEELENSÜCHTIG

SEELENSÜCHTIG

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Erschienen am 01.05.2011
Das Wort

Das Wort

 (1)
Erschienen am 12.11.2009
BRECHENDE SEELEN

BRECHENDE SEELEN

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Erschienen am 01.05.2011
ANIMA MIGRATIO

ANIMA MIGRATIO

 (0)
Erschienen am 01.05.2011

Neue Rezensionen zu Michael Haitel

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Rezension zu "QUANTUM" von Michael Haitel

Rezension zu "QUANTUM" von Michael Haitel
storytellervor 7 Jahren

Quantum Story Center 2011.1 ISBN 978 3 942533.33.1 Seiten: 218 Preis: 13,90 €
In den Geschichten wird die Vorgabe, Steampunk - Vatikan - Verbrechen, auf sehr unterschiedliche Art und Weise umgesetzt.
Christian Künne: Treffen der Horizonte Ein fortschrittlicher Ingenieur fährt mit seinem Kapitän, dem Reeder und Kirchenmännern mit dem modernsten Schiff aller Zeiten, auf Jungfernfahrt. Dieses Schiff konnte ich mir beim Lesen sehr plastisch vorstellen. Es dampft und stöhnt aus allen Winkeln. Viele Nationen befinden sich im Krieg, neben U-Booten und Kriegsschiffen, finden sich auch diverse Zeppeline unter unterschiedlichen Flaggen segelnd, in der nächsten Umgebung der 'Umbruch', so der Name des Dampfers. Es geschehen zwei Morde und ein blinder Passagier wird entdeckt. Mehr Details verrate ich nicht.
Für mich gehört diese Geschichte zu den Höhepunkten in diesem Band. Sie ist auf eine Art sehr spannend geschrieben, die Atmosphäre erschien mir schön dunkel. Nur das Ende hätte für meinen Geschmack anders ausgehen dürfen.
Enzo Asui: Scenedo zu sein in barbarischen Zeiten Eine Story, in der neben vielen Kirchenleuten auch Indianer vorkommen. Diese werden aus ihrer Heimat ausgesiedelt. Weiterhin werden Intrigen und Verschwörungen gesponnen, die zum Ende hin auf eine humorvolle Art, ganz anders als der Leser vorher denkt, aufgelöst werden.
Die Geschichte hat mich unterhalten, den Sprachstil empfand ich auf eine Art zurückhaltend, erzählend und verstand den Zusammenhang zur Geschichte erst zum Schluss.
Marianne Labisch: Eine bessere Welt? Ein Brite hat den langen Weg bis zum Vatikan zurückgelegt und wird erst vor den Stadttoren von Rebellen verletzt. Er wird gerettet und im Vatikan in ein Krankenhaus geschafft. Dort geschieht ein Mordanschlag, der ihm galt, dem er aber durch Zufall entgeht. Commissario Graziano und sein Assistent Roberto nehmen die Ermittlungen auf. Es geht ein Mörder um, der es auf die Neuankömmlinge abgesehen hat. Wie sollte eine Gesellschaft mit denen umgehen, die sich nicht an die Regeln halten? Das ist die Frage hinterm Text.
Zu meinem Stil werden sich andere Rezensenten äußern.
Steffi Friederichs: Fraternitas Sanguinis Der Bibliothekar des Vatikans und sein Gehilfe katalogisieren die Bücher und stellen immer wieder fest, dass einige verschwinden und an anderer Stelle wieder auftauchen. Als sie dahinterkommen, wer sich dort zu schaffen macht, haben sie eine Verbündete, mit der sie sich auch schon bald auf die Reise begeben müssen. Eine geheime Bruderschaft ist dabei, die alten Riten und Gebräuche zu unterwandern. Das Leben des Papstes ist in Gefahr. Sie finden einen Wissenschaftler, mit dem zusammen sie in Gefährten, die Jules Vernes erdacht haben könnte, die Welt bereisen.
Diese ist die längste Geschichte im Buch, die dennoch an keiner Stelle langatmig oder gar langweilig würde. Der Icherzähler hat mich nicht einmal gestört.
Vincent Voss: Die Maschine Der Titel verrät schon, dass Vincent Voss sich mal wieder eine Maschine ausgedacht hat. Diese hier übersetzt eine Offenbarung. Wie sie das anstellt alleine schon ist lesenswert. Aber in letzter Zeit schleichen sich immer wieder Missdeutungen ein, davon ist man jedenfalls überzeugt. Auch hier begeben sich wieder Menschen auf die Reise. Sie kommen mit gänzlich neuen Erkenntnissen zurück.
Vincent Voss hat einen eigenen Stil zu schreiben, den man mag oder eben nicht. Ich lese seine Geschichten immer wieder gerne. Er hinterlässt bei mir immer den Eindruck, als könne ich sein Augenzwinkern sehen. Irgendwie liegt mir sein Humor.
Christiane Gref: Futter für die Bestie In dieser Geschichte geschieht ein Mord und zu den Ermittlungen wird Charlotte, eine Kellnerin, mit herangezogen. Sie erfährt, dass nicht nur ein Mensch ermordet wurde, sondern auch sämtliches Holz gestohlen wurde. Sei es nun als Parkett, Möbel oder gar Bilderrahmen.
Warum Christiane Gref ausgerechnet eine Kellnerin ermitteln lässt, kann ich nicht sagen. Sie beschreibt Auszüge einer anderen Welt, die stimmig sind. Allerdings ging es mir bei Ihrer Geschichte, wie bei den meisten Fernsehkrimis: Man ahnt, wer der Böse ist.
Sven Klöpping: Der mechanische Diplomat Die Roboter befinden sich im Krieg mit den Menschen, daher empfängt eine Delegation um den Papst einen mechanischen Diplomaten, dessen Sprache einen unweigerlich zum Lachen bringt. Die Roboter wollen als eigenständiger Staat anerkannt werden. „Sonst Krig!“ Selbst das Ende brachte mich zum Schmunzeln.
Bei Sven Klöpping ist es wie bei Vincent Voss. Ich mag auch Svens Stil. Auch er scheint seine Geschichten mit verschmitztem Blick zu verfassen. Seine kleinen Spitzen auf die Weltpolitik sitzen.
Frederieke von Holzhausen: Das Kreuz ist der Schlüssel Exorzisten werden bei ihrer Arbeit von Engeln unterstützt. Weil diese allerdings schnell verschleißen, wird immer wieder Nachschub benötigt. Ein Mann ist verschwunden, der Übeltäter wird gesucht. Bald wird eine Verdächtige gefunden.
Die einzige Story, die mich persönlich nicht überzeugen konnte. Die Engel sind handgemacht, verschleißen und haben mich nicht berührt. Aber das ist mein ganz persönlicher Eindruck.
Frederick Brake: Quantum Ein Icherzähler berichtet von seiner Vernehmung durch einen Commissario und von seinem letzten Zusammentreffen mit einem Freund, der geheime Forschungen betrieb. Da er der letzte Mensch war, der den Verschwundenen sah, hält man ihn für den Mörder. Auch wenn keine Leiche gefunden wurde.
Frederick Brakes Geschichte ist eine, die zum Nachdenken anregt. Hier passt eigentlich alles. Sie Story, der Stil und das Ende. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die eigentliche Geschichte jetzt erst beginnt.
Achim Stösser: Die Mühlen Roms Ungläubige belagern Rom und katapultieren ihre Pest-Toten über die Stadtmauern hinweg. Das gewünschte Ergebnis, die Eingekesselten durch die Seuche zu schwächen wird erreicht. Es wird ein Wissenschaftler eingeflogen, der die Pest bekämpfen soll.
Diese kurze Geschichte wartet mit einem überraschenden Ende auf. Auch, wenn bezweifelt werden darf, ob der Erfolg sich einstellen wird.
Angela Mackert: Kardinalrot Pater Roberto, einer der letzten Gläubigen, kommt mit seinem Gefährten, einem Roboter, in Rom an. Er soll von seinem Widersacher, Hector Ferro, empfangen werden. Dieser hatte den Glauben verboten und eine wissenschaftliche Denkweise angeordnet. Es dauert eine Weile, bis dieses Treffen zustande kommt. In der Wartezeit vernimmt der Pater Schreie aus dem Kellerverlies, traut sich aber nicht, der Sache auf den Grund zu gehen.
Angela Mackert hat sicherlich die positivste Story in diesem Band verfasst. Sie schafft es, uns sogar die Maschinen sympathisch darzustellen. Mir gefällt nicht nur die Aussage, sondern auch der routinierte Stil. Besonders angetan hat es mir das „A-pff, A-pff“, mit dem der Roboter kleine Dampfwölkchen ausstößt.
Ein sehr vielseitiges Buch, das mich wirklich kurzweilig unterhalten hat. Jedem, dem diese Thematik gefällt, und der lesen möchte, wie Kirche auch sein könnte, sei die Lektüre ans Herz gelegt.

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Rezension zu "SEELENSÜCHTIG" von Michael Haitel

Rezension zu "SEELENSÜCHTIG" von Michael Haitel
VeroGvor 7 Jahren

Ganz allgemein darf ich dazu anmerken, dass das Titelbild genial ist. Ausdrucksstark und für manche Leute so furchteinflößend, dass sie das Buch umdrehen, wenn sie es sehen!
Obwohl es erst ein paar Wochen her ist, dass ich dieses Buch gelesen habe, musste ich es wieder zur Hand nehmen, um eine Rezension schreiben zu können. Denn eigentlich sind nur 2 Geschichten in meinem Gedächtnis haften geblieben: die titelgebende Geschichte von Gernot Schatzdorfer, die ich persönlich für die mit Abstand beste Story dieses Bandes halte, und Elisabeth Meisters „Straßenschläferin“. Beim zweiten Blick fand ich heraus, warum.

Christian Künne: Energielevel
Die Story Mareikes, die in einen schlimmen inneren Zwiespalt gerät, hätte vermutlich auch zu meinen Highlights zählen können, wären da nicht die langatmigen Ausritte in die geistige Befindlichkeit der Protagonisten. Damit reißt er den Leser eigentlich mehr aus der Geschichte heraus, als sie dem Fortgang der Handlung dienlich sind. Schade.

Frederic Brake: New Jersey
Ist eine Endzeit-Zombie-Geschichte. Nicht so meins, das gebe ich zu. Ich mag ganz einfach Zombie-Storys nicht. Dafür kann der Autor nichts. Ansonsten handwerklich ausgezeichnet, eine Art Western, brutal, ohne viel Brimborium und am Ende kommt sogar wirklich eine Seelentrinkerin vor, irgendwie.

Gernot Schatzdorfer: Seelensüchtig
Hier handelt es sich um eine sorgfältig durchkomponierte intelligente Geschichte, in der die Seelentrinkerin ständig an ihrem inneren Zwiespalt zwischen gut und böse arbeitet. Sigrid wird erst Opfer, infiziert und dadurch selbst zur Seelentrinkerin mit unstillbarem Hunger nach immer neuen Opfern. Diese Wandlung jedoch lehnt ihre Seele ab. Der Plot lebt von ihren inneren Konflikten, der Suche nach Lösungen und der langsamen, nachvollziehbaren Wandlung. Die Geschichte besticht allerdings nicht nur durch den ausgezeichneten Plot, sondern auch durch Sprache und Stil.

Sven Lenhardt: Um deiner Selbst willen
Wie bei Christian Künne ermitteln auch hier Polizisten in mysteriösen Mordfällen. Doch hier kommt bei mir wenig Spannung auf, obwohl schreibtechnisch alles in Ordnung ist. Es gibt nichts, was nicht vorhersehbar wäre. Man liest schnell dahin und ist irgendwie froh, wenn die Story zu Ende ist. Wobei man einräumen muss: Nach Gerhard Schatzdorfers Geschichte hätte es vermutlich jeder Autor schwer gehabt.

Elisabeth Meister: Die Straßenschläferin
Auch das eine Polizeigeschichte, aber eine ganz besondere. Kera ist eine junge Polizistin, die in einem sehr autoritären Staat der Zukunft ihren Dienst versieht und weiß, dass man einfach nur das zu tun hat, was einem angeschafft wird, ohne aufzufallen oder besonders viele Fragen zu stellen. Doch Kera macht sich, im Gegensatz zu vielen anderen, Gedanken, warum sie die Straßenschläferinnen aufspüren soll. Und sie will herausfinden, was man mit ihnen vorhat. Für mich die zweitbeste Geschichte der Anthologie. Eindringliche Schilderung vom Übergang Realität/Traum/Wahn bis zum bitteren Ende.

Stefan Goebels: Serpentize
Kann man mit möglichst vielen unverständlichen Fachbegriffen aus dem Bereichen Internet und Marketing Spannung aufbauen? Möglich. Hier klappt es jedenfalls nicht. Ich hatte Mühe, in die Geschichte hineinzukommen, fand sie langweilig bis unverständlich und hoffte auf ein schnelles Ende. Nur ein Satz aus diesem Text fand bei mir besondere Zustimmung: „Kopieren und ersetzen.“ Ja!

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Rezension zu "Inzucht und die denkbare Gesellschaft" von Michael Haitel

Rezension zu "Inzucht und die denkbare Gesellschaft" von Michael Haitel
VeroGvor 8 Jahren

Das Thema dieser Ausschreibung war „Inzucht und die denkbare Gesellschaft“.
Ehrlich gesagt, mir wäre zu diesem Thema wohl nicht viel eingefallen. Dabei leide ich im allgemeinen eher an zu viel Fantasie denn unter zu wenig.
Selbstverständlich war ich sehr neugierig, wie die werten Damen und Herren Kollegen von der schreibenden Zunft sich dieses Themas annehmen würden.

Die Vielfalt der Ideen, mit der die Autoren/-innen an dieses heikle Thema herangingen, hat mich einfach überwältigt. Von den Blutlinien-Gläubigen (erinnert in Sequenzen an Hitlers Herrenmenschen Gedankengut), über Genforschungsunfälle, Verstrahlung durch Atomkrieg und Mutationen, vergessene kleine Außenposten auf dem Mond, … um nur einige zu nennen. Chapeau!

Der Aufbau der Geschichten war in fast allen Fällen spannend und trotz gewisser Ähnlichkeiten niemals gleich. Besonders gefallen hat mir Abel Inkuns Aufbau der Story Kinder des Mondes. Allein schon dadurch hebt sich seine Geschichte, die nebenbei auch noch gut ist, von den anderen ab. Ich frage mich nur: Warum durften die Kapitel nicht deutsch nummeriert sein?

Fazit: Durchaus lesenswert. Mit einer kleinen Einschränkung: Wenn Sie gerade an Depressionen leiden, suchen Sie sich bitte anderen Lesestoff! Denn viele Geschichten enden tragisch.

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