Michael Herzig Töte deinen Nächsten

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Inhaltsangabe zu „Töte deinen Nächsten“ von Michael Herzig

In Zürich häufen sich die Fälle, in denen Deutsche massiv bedroht werden. Johanna di Napoli bekommt den undankbaren Auftrag, der Sache nachzugehen. Doch die vermeintliche Beschäftigungstherapie entwickelt sich zu einer hochbrisanten Angelegenheit, als ein deutscher Spitzenpolitiker bei der Einweihung eines Nuklearforschungsinstituts ermordet wird.
Atomwirtschaft, Fremdenfeindlichkeit, Diplomatie – bei den Ermittlungen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Doch das zählt nicht gerade zu Johannas herausragendsten Charaktereigenschaften …

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  • Ein Fall für di Napoli

    Töte deinen Nächsten

    Eka

    23. May 2013 um 13:26

    Die eigentliche Protagonistin in diesem Thriller ist zweifellos die Züricher Stadtpolizistin Johanna di Napoli, eine ungewöhnliche und eigenwillige Frau, die aber leider oft dem Alkohol nicht widerstehen kann. Da sie einem skrupellosen Kriminellen aus der Unterwelt mit Folter gedroht und dieser Anzeige gegen sie erstattet hat, ist sie erst einmal vom Dienst suspendiert und damit beauftragt, fremdenfeindliche Drohungen gegen deutsche Einwanderer zu untersuchen, was ihr natürlich keinen Spaß macht. Dabei gerät sie an Prof. Thorsten Kühne, dessen Auto beschmutzt worden ist. Im Laufe der Ermittlungen muss sie feststellen, dass dieser von den Russen erpresst wird und natürlich taucht die Frage  auf, ob er vielleicht auch für den deutschen Geheimdienst arbeitet. Als bei einem Staatsbesuch der deutsche Politiker Holger Schmitz erschossen und Kühne verletzt wird, wird der Fall für di Napoli natürlich erst richtig interessant. In diesem Thriller hat der Autor vieles vereint, wie zum Beispiel Erpressung, Hass und Spionage, so dass man nicht von einem eigentlichen Politthriller ausgehen kann. Alles liest sich bis auf einige etwas langatmige Stellen sehr flüssig und der Autor hat es verstanden, durch geschickte Wendungen den Leser zu fesseln und die Spannung von Anfang an aufzubauen. Sehr gut beschrieben sind auch die Charaktere aller anderen Figuren. Ein gut zu lesender Kriminalroman.

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  • Rezension zu "Töte deinen Nächsten" von Michael Herzig

    Töte deinen Nächsten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. November 2012 um 18:14

    Johanna di Napoli hat sich bei der Verhaftung des berüchtigten Milieukönigs Werner Hägli derart schweren Ärger eingehandelt, dass sie in einer kleinen Kammer richtiggehend abgestellt wird, um Drohbriefe zu sichten. Hügli nach Jahren erfolgloser Arbeit endlich im Gefängnis zu haben, ist wegen di Napolis Vorgehen eher ein zweifelhaftes Vergnügen für die Zürcher Polizei. Doch die Strafarbeit di Napolis entpuppt sich als Pulverfass, welches sie nicht nur ihren Job erst recht kosten kann, sondern das vielleicht auch ganz bewusst für sie ausgewählt wurde: Während di Napoli wüste Drohungen gegen Deutsche in der Schweiz recherchiert, wird der Besuch einer wichtigen deutschen Delegation vorbereitet. Und ein zweites Mal innert kurzer Zeit will die Kommandantin keine schlechte Presse bekommen. Es kommt allerdings schlimmer, als beide Seiten vorhersehen konnten: Während des Besuchs wird ein Attentat auf ein deutsches Delegationsmitglied verübt und daraufhin steht die Polizei Kopf. Johanna die Napoli kommt gezwungenermaßen wieder ins Ermittlungsteam und kann zwischen den nicht abebbenden Anfeindungen kaum ihre Arbeit tun. Die Ermittlungen winden sich zwischen mehreren Möglichkeiten, da sowhl der tote Politiker als auch der verletzte Physiker wegen ihrer beruflichen Verbindungen zum Nuklearforschungsinstitut und zur Atomindustrie ein Motiv bieten könnten. Der Physiker gehört zudem zu den Deutschen, die di Napoli wegen der Drohungen kontaktiert hatte. Ein Zufall und di Napolis Instinkt bringen die Polizei auf eine heiße Spur. Der Dank bleibt aus - der Außenseiterin soll bloß nichts Positives vermittelt werden. Bei Johanna die Napoli ist es schade, wenn man einer interessanten Figur begegnet und dann bemerkt, dass man bereits den dritten Band in den Händen hält und schon zwei verpasst hat. Denn mit ihr geht der Leser auf eine rasante Achterbahnfahrt, sowhohl beruflich als auch privat. "Ein Bett, eine Badewanne, ein Plattenspieler, eine Flasche Whiskey und eine Packung Alka Seltzer reichten aus, um sich zu Hause zu fühlen." Sie ist Außenseiterin, macht wenig dagegen und es scheint ihr nach außen hin nicht viel auszumachen. Sie ist über eine Quotenregelung zu ihrem Job gekommen, womit sie immer noch gerne geätzt wird. Di Napoli hat gerade ein Alkoholproblem und eine gefährliche Vorliebe für Whiskey, das ist bekannt und sorgt ebenfalls dafür, dass ihr gerne mal die Fähigkeiten abgesprochen werden. Was ihr hilft, ist eine gehörige Portion Sturheit, die ihr zwar den größten Ärger einbringt, aber auch Erfolge. Sie ist ein durchdachter Charakter, der einen Job tut, weil man einen Job tun muss. Und der deshalb manchmal fehl am Platz ist und manchmal goldrichtig. Michael Herzig gibt von Beginn an Gas und lässt während der gesamten Zeit nicht locker. Die Konstruktion des Falls kombiniert die russische Mafia mit altbekannte Unterweltstrukturen aus Zürich. Di Napoli ist ungewollt am nächsten an den Tätern dran und die erste, die den Drahtziehern Auge in Auge gegenüber stehen wird. Während die Polizei angesichts der organisierten Kriminalität alle Hände voll zu tun hat, sitzt die Presse ihr eklig im Nacken. Denn die weiß dank eines Maulwurfs entschieden zuviel und auch die Gejagten bekommen von irgendwoher interne Informationen zugespielt. Diese brisante Mischung lässt niemals nach und souverän lenkt Herzig seine Figuren durch das Kampfgetümmel. Die Fremdenfeindlichkeit, die nach dem Start im Buch selbst zunächst zur Randermittlung wird, taucht gegen Ende prominent wieder auf - wie eine Rakete, die nach der Zündung und fast lautlosem Flug erst am Ende explodiert. Abgesehen vom hohen Spannungsbogen und Handlungsreichtum reizt an diesem Buch noch ein weiterer Aspekt: Das Ende lässt erahnen, dass sich die Familie Hügli und Johanna nicht das letzte Mal über den Weg gelaufen sind. Bereits in den Vorgängerbänden haben sich die Hüglis und di Napoli herzhaft gehetzt und nun serviert Herzig erneut einen saftigen Cliffhanger. Ich hoffe, Michael Herzig sitzt bereits an Band Vier.

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  • Rezension zu "Töte deinen Nächsten" von Michael Herzig

    Töte deinen Nächsten

    Gospelsinger

    20. May 2012 um 21:36

    Die Zürcher Polizistin Johanna di Napoli hat ihr Leben nicht besonders gut im Griff. Morgens mit einem saftigen Kater aufzuwachen und sich nicht erinnern zu können, mit wem man die vergangene Nacht verbracht hat, ist ebenso wenig erstrebenswert wie eine Zwangsversetzung, weil man einem Festgenommenen mit Folter gedroht hat. Nun soll Johanna sich also mit vier Fällen beschäftigen, bei denen es um Fremdenfeindlichkeit gegen Deutsche geht. Was als langweilige Strafarbeit beginnt, entwickelt sich zu einem brisanten Fall, als Thorsten Kühne, einer der angegriffenen Deutschen, bei einem politischen Anschlag verletzt wird. Geht es wirklich nur um die Nationalität des Verletzten, oder ist eher die Einweihung des schweizerisch-deutschen Nuklearforschungsinstituts, das Thorsten Kühne leitet, Grund für den Anschlag? Plötzlich ist Johanna wieder mitten im Geschehen. Aber ist sie wirklich dafür geeignet, die drohende Staatskrise von der Schweiz abzuwenden? Diplomatie ist ja nun nicht gerade ihre Stärke. Die Russenmafia, Atomforscher, der deutsche Geheimdienst und ein Auftragsmörder machen Johanna das Leben und die Aufklärung des Falles schwer. Geschickt verknüpft der Autor die Handlungsstränge und sorgt mit seinem hohen Erzähltempo für spannende Lesestunden. Ich hatte Probleme, mit der Protagonistin warm zu werden, zu sehr störten mich ihr exzessiver Alkoholkonsum und ihre Beziehungsunfähigkeit. Die Krimihandlung dagegen hat mich von der ersten Minute an gefesselt. Es war eine ganz neue Erfahrung, als Deutsche nicht von der Fremdenfeindlichkeit Deutscher gegenüber Einwanderern, sondern von Fremdenfeindlichkeit gegenüber Deutschen zu lesen. Dieser veränderte Blickwinkel ist einer der Gründe, warum das Buch so empfehlenswert ist. Vor allem aber wird hier intelligent und realistisch eine interessante Geschichte erzählt, die man nicht aus der Hand legen kann.

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  • Rezension zu "Töte deinen Nächsten" von Michael Herzig

    Töte deinen Nächsten

    marion_gallus

    28. March 2012 um 22:07

    Die Züricher Stadtpolizistin Johanna di Napoli ist eine eher außergewöhnliche Ermittlerin. Eigenwillig, nicht immer umgänglich und die Vorschriften nimmt sie auch nicht so genau, wenn es ihrer Ansicht nach zu einem Ermittlungserfolg führt. Dies ist zuletzt geschehen, bei der Verhaftung einer umstrittenen Größe des Rotlichtmileus. Ihr Einsatz ist erfolgreich verlaufen, allerdings unter Androhung von Folter, was ihr ein Disziplinarverfahren einbringt und ausserdem noch eine Menge böses Blut, auch unter den Kollegen. Lediglich der selbst ungeliebte Kollege Köbi hält ihr die Treue und Freundschaft und steht Jo immer wieder zur Seite. Privat läuft es auch nicht so prickelnd bei der Ermittlerin. Johanna trinkt zu oft und zuviel und verwickelt sich in One-Night-Stands, an die sie sich am Morgen danach nicht mehr erinnern kann. Als Strafarbeit oder auch Beschäftigungstherapie erhält Johanna den Auftrag sich um Deutsche zu kümmern, die in der Schweiz leben und unter fremdenfeindlichen Hintergründen bedroht werden. So findet z.B. ein Professor sein Auto mit Schmierereien vor und eine Pflegerin bekommt massive Drohbriefe. Der Hass auf die billigen Einwanderer scheint recht gross und dem soll di Napoli nachgehen. Als während eines Staatsbesuchs der deutsche Politiker Holger Schmitz erschossen und der neben ihm stehende Professor Thorsten Kühne verletzt wird, spitzen sich die Dinge zu. Denn Thorsten Kühne ist einer der Deutschen, die die Ermittlerin wegen der Bedrohungen aufgesucht hat … Wer weiterlesen mag? http://www.grafit.de/title.do?id=45000414 © Buchwelten 2012

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  • Rezension zu "Töte deinen Nächsten" von Michael Herzig

    Töte deinen Nächsten

    michael_lehmann-pape

    27. March 2012 um 10:54

    Atomverbrechen und Auftragsmörder in der Schweiz „Vorsichtig schaute sie unter die Bettdecke. Es war noch alles da. Abgesehen von den Kleidern“. So erwacht Johanne di Napoli, Staatspolizistin in Zürich. In einer fremden Wohnung mit einem Mordskater und schleicht sich umgehend heraus, ohne auf den ihr völlig unbekannten Mann zu warten, der gerade das Badezimmer benutzt. Ein Fehler, denn durchaus attraktiv war der Mann ja schon. Aber genügend Ärger hat sie auch so. Ihre Verhaftung eines bekannten Züricher Kriminellen (mitsamt eines unter Folterandrohung erpressten Geständnisses) zieht Kreise und wird auf einen Prozess gegen ihre Methoden hinauslaufen. Ihre Chefin ist dementsprechend nicht gut auf sie zu sprechen und versetzt Johanna umgehend zu einem Fall, bei dem sie nicht viel Schaden anrichten kann. Meint man. Fremdenfeindliche Drohungen gegen deutsche Einwanderer gilt es, zu untersuchen. Zähneknirschend folgt di Napoli, nur um im Zuge ihrer Nachforschungen festzustellen, dass zumindest einer der Bedrohten in weitere Schwierigkeiten verwickelt sein könnte. Als Professor und Leiter eines Atomforschungsinstitutes ist Thorsten Kühne kein einfacher Arbeiter in der Schweiz. Zudem erhält der Leser einen gewissen Vorsprung vor der Ermittlerin (welche sich in einer ausufernden Lebensphase zudem noch befindet. Eine fast leere Wohnung, ein hoher Alkoholkonsum, ganz allgemeine Fragen, was die eigene Person in diesem Leben angeht, ein unbefriedigendes Verhältnis zu einem verheirateten Mann, Johanna die Napoli hat genügend mit sich selbst zu tun. Ohne allerdings ihren Fall zu vernachlässigen. Wenn sie sich einmal festgebissen hat, besitzt di Napoli ungeahnte Ausdauer und Härte). Thorsten Kühne steckt bis zum Hals in dubiosen Geschäften. Wird von Alexej, einem russischen Schwerverbrecher erpresst, Wird aber zudem auch (vermeintlich) als Doppelagent vom deutschen Geheimdienst geführt. Was dazu führt, das ein Auftragsmörder die Szene betritt. Geheimnisvoll. Bis dato völlig unerkannt tätig. Einer mit Vergangenheit, die eine Rolle im Fall spielen wird. Einer, der plötzlich nicht Thorsten Kühne, sondern den deutschen Politiker Holger Schmitz tötet, Kühne wird nur durch einen Streifschutz verletzt. So kreuzen sich die Fäden im Buch und sorgen für eine hohe Spannung in der Frage, wie die einzelnen Personen und Ereignisse zusammenhängen könnten. Der Professor als „Doppelagent“. Eine bekannte Anwältin, die sich zunächst weigert, di Napolis Verteidigung zu übernehmen, dann aber selbst in Gefahr gerät. Die Tochter des durch di Napoli dingfest gemachten Schweizer Kriminellen, die ganz eigene Pläne verfolgt. Der russische Mafiosi, der selber anreist, um den Auftragsmörder zur Rechenschaft zu ziehen. Und zu guter letzt dieser selbst, der eine tragende Rolle in der Geschichte spielt und gute Gründe hat, sich gegen all die anderen zur Wehr zu setzten. Warum aber verschont er Johanna die Napoli? Und woher wissen „die anderen“ immer wieder über die geplanten Schritte der Ermittlungen Bescheid? Gibt es zu allen Verwirrungen auch noch einen Maulwurf im Dezernat? In knappen Sätzen und präziser Sprache entwickelt Michael Herzig wie gewohnt ein hohes Erzähltempo, lässt geschickt die verschiedenen Erzählfäden miteinander verweben und hat, nicht nur mit Johanna di Napoli, ein „Händchen“ für realistisch gestaltete, hintergründige und differenzierte Figuren. Eine zudem intelligent angelegte Geschichte sorgt für einen spannenden und intensiv zu lesenden Thriller, den man nicht so schnell aus der Hand legt.

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