Michael Hillen

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Lebenslauf

Michael Hillen, *1953 in Bonn (bis 1979 – Vater aus Antwerpen – belgische Staatsangehörigkeit), lebt und arbeitet dort. Nach Ausbildung in einem sonderpädagogischen Verlag Tätigkeit als Korrektor, Lektor und Bibliothekar; Lyriker. Seit den 1970er Jahren veröffentlicht er Gedichte auf Künstlerpostkarten, in Zeitungen, Anthologien, Jahrbüchern, literarischen Kalendern und in- und ausländischen Literaturzeitschriften. 2009, zusammen mit Lutz Fleischer (Grafik): Das Zündblättchen (Überelbsche Blätter für Kunst und Literatur, Nr. 34, Edition Dreizeichen, Meißen). Zuletzt veröffentlichte Hillen die Gedichtbände Ablegende Schiffe (Silver Horse Edition, Marklkofen 2009), Beschattete Erinnerungen (Silver Horse Edition, Marklkofen 2011), Frau Röntgens Hand (hrsg. v. Helwig Brunner, Edition Keiper, Graz 2012), Die Kartoffelesser (Illustrationen: Xenia Pankowa, hrsg. v. Carl-Walter Kottnik, Hamburg 2015) und Wundbilder (mit einer Radierung von Peter Marggraf, hrsg. v. Hans Georg Bulla, San Marco Handpresse, Bordenau/Venezia 2016). 2009 Sonderpreis der Literaturzeitschrift Dulzinea.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Michael Hillen

Cover des Buches Wo das Gestern geblieben ist (ISBN: 9783826074264)

Wo das Gestern geblieben ist

(1)
Erschienen am 12.11.2021

Neue Rezensionen zu Michael Hillen

Cover des Buches Wo das Gestern geblieben ist (ISBN: 9783826074264)
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Rezension zu "Wo das Gestern geblieben ist" von Michael Hillen

Trishen77
Lyristix

Die Vergangenheit: Abwesendes. Und doch vorhanden, als Spurenelement, als Schatten, als Versprechen, als plötzlicher Quell und drohender Schrecken, in der Gegenwart. In den Schriften von Thomas De Quincey gibt es einen Abschnitt, wo er behauptet, dass sich jeder Moment der Vergangenheit ausdehnt - in beide Richtungen. Je länger er in die Gegenwart reicht, desto weiter scheint er auch weg zu sein, desto mehr wird er zum Inbild des entgültig Vergangenen.

Und doch kann es gegenwärtig erscheinen, das, was wir mal waren, was einst war. Das führt uns Michael Hillen in seinen Gedichten mit eindrucksvoller Behutsamkeit vor Augen. Noch mehr: seine Zeilen lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass wir auch in Teilen aus dem bestehen, was vergangen ist. Denn vieles, was uns begegnet, ist ein Spiegel, in dem wir uns selbst, aber auch das, was hinter uns liegt, sehen.

"Wo das gestern geblieben ist" ist ein Buch der Wehmut, lotet die Vielfalt dieser Emotion aus, von den persönlichen Kindheitserinnerungen über die Erscheinungen und Versäumnisse der Historie bis zu den Untiefen des flüchtigen Einblicks in das Leben der anderen. Das Gestern ist geblieben, bleibt ein Gestern, wir aber bleiben nicht, obwohl wir ein Teil dieses Gestern sind. 

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