Michael Hingston

 2.7 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Die Dilettanten.

Lebenslauf von Michael Hingston

Michael Hingston wurde 1985 in Vancouver geboren und wuchs dort auf. Heute lebt er mit seiner Freundin und zwei Kindern in Edmonton. Er schreibt eine Buchkolumne für das "Edmonton Journal" und arbeitet für kanadische Zeitungen und Magazine. "Die Dilettanten" ist sein erster Roman.

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Die Dilettanten

Die Dilettanten

 (11)
Erschienen am 24.09.2014

Neue Rezensionen zu Michael Hingston

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Rezension zu "Die Dilettanten" von Michael Hingston

Leider weniger als ich mir erhofft hatte...
Negothiavor 4 Jahren

Ein Buch das mich leider aufgrund seiner doch eher 0/8/15 artigen Erzählweise und dem nicht allzu fesselnden Handlungsverlauf, nicht als Befürworterin gewinnen konnte.

Die möglicherweise noch interessant anmutende Kleinkriegerei zwischen dem Peak und der Metro entpuppt sich leider auch als nicht so wirklich rasant und mehr dahinplätschernd und alles in allem muss ich sagen, dass ich das doch schon schade finde und mir eigentlich ein bisschen mehr erhofft hatte.

Das ganze wirkt einfach auf mich wie eine schlechte, überzogene Parodie des Alltagslebens an der Uni und das nun leider auch ohne wirklich witzig zu sein.

Charaktertechnisch ist man manchmal überfordert, weil die Charaktere alle in irgendwelche Klischeeschubladen gepresst werden und man dann aber durch den ein oder anderen intellektuellen Touch einfach nichtmehr weiß von wem denn nun gerade wirklich die Rede ist.

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B

Rezension zu "Die Dilettanten" von Michael Hingston

Studentisches Einerlei-Leben
berlinbuchvor 4 Jahren

Im November 2012, vor ziemlich genau zwei Jahren also, veröffentlichte Christy Wampole in der New York Times einen Essay mit dem Titel "How to Live Without Irony". Sie beschreibt darin, wie im Hipster die Totalironisierung sämtlicher Lebensbereiche Fleisch wird, während sich der Lebensstil gleichzeitig gegen jegliche Kritik immunisiert, weil ja nichts ernst gemeint ist.
"Die Dilettanten" ist die Romanwerdung der Überlegungen, die sie in diesem Essay anstellt. Sie schließt mit der Überwindung der Ironie einfach durch Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit.

Der Roman enthält einige wunderschöne Bilder – sich "schimmelig fühlen" ist eine hervorragende Beschreibung, die Beschreibung zweier sich wie Hollywoodstars küssender Zahnbürsten in ihrem Glas eine ebenfalls berührende Beobachtung.
Mein Text-Professor hätte bei einem Teil der nun folgenden Rezension gerufen: "Sie sind viel zu plotgetrieben!" Aber ein wenig Plot im Sinne von Inhalt, gar von Konflikt, hätte dem Roman sicher gut getan. Denn angesichts des Inhalts – die etablierte Studentenzeitung bekommt Konkurrenz durch ein Gratis-Boulevardblatt, ein Action-Schauspieler-turned-Student versucht, Präsident des Student Council zu werden – bleibt der Leser kühl und unberührt. Beiden Handlungssträngen geht jegliche dramaturgische Fallhöhe ab.
Natürlich gelingen Hingston gute Beschreibungen von Prokrastination und Deadlines, den Alltagsbegleitern von Studierenden aller Zeiten. Und am Ende kommt der Protagonist Alex, der mehr oder minder ein Alter Ego des Autors sein dürfte, in der wirklichen Welt an – er beendet die Uni und hat ein Gespräch mit einem "richtigen" Journalisten, der ihm Talent zugesteht, ihm aber rät, seine Publikumsverachtung zu bekämpfen, weil man sonst nicht schreiben könne. Insofern ist der Roman auch ein klassischer Coming-of-Age-Roman; wir sehen, wie für junge Akademiker die Jugend in einer Art Moratorium weit in die 20er ausgedehnt wird. Aber benötigt es dafür einen weiteren Roman?
Die Intention des Autors lässt sich am ehesten beim Gang des Protagonisten Alex in ein Antiquariat ablesen: "Egal wie schmal oder unterschätzt der Rest des Buchs war, der Name auf dem Titel war der handfeste Beleg des eigenen Vermächtnisses – ja der schieren Tatsache der eigenen Existenz." (S. 166)
Zu der Plotschwäche, die natürlich auch schwer geschmacksabhängig ist, kommt die zuweilen fürchterliche Übersetzung.

Die Übersetzung "Türstopper" für ein dickes Buch sagt man im Deutschen einfach nicht, es hieße eher Ziegel oder Schinken (S. 167). "Das passiert den besten von uns." (S. 169) – so spricht niemand in der wörtlichen Übersetzung. "Ich glaub's nicht, was eben passiert ist." (235) Hier fehlt der Übersetzerin eine gekonnte Übertragung in gutes Alltagsdeutsch. Dergleichen findet sich weitaus zu häufig (es gibt Beispiele in Legion), sodass man das Lektorat mit verantwortlich machen muss.

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Rezension zu "Die Dilettanten" von Michael Hingston

Verzerrtes Porträt des Studentenlebens
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Inhalt:
Alex und Tracy sind Studenten der Uni von Barnaby in Kanada. Sie arbeiten gemeinsam für die Studentenzeitschrift "Peak". Schon bald bekommt die Zeitschrift Konkurrenz einer Gratiszeitschrift und kann sich nicht mehr über Wasser halten. Neben Unileben und Liebeschaos soll jetzt der Untergang der Peak verhindert werden. 


Meine Meinung:
Optisch ist das Buch klasse, satte Farbkontraste und coole Zeichnungen erwecken Neugier. So habe auch ich mich sehr auf das Buch gefreut, schon bald schwand die Freude. Ich habe keinen Zugang zu den Protagonisten gefunden, mich nicht in ihnen wiederfinden können. Schon früh hat man das Gefühl, dass sie weder im Studieren, noch im Journalismus große Ahnung haben. Plot gibt es so gut wie gar nicht, man wartet und wartet auf eine Wendung, eine Entwicklung, doch bleibt dies aus. Unterhaltungen, die den Leser unterhalten sollen, bleiben einem fern, da sie fast nicht nachvollziehbar sind. 
Leider hat mich dieses Buch nicht gepackt und enttäuscht. Ich selber bin Studentin und finde das Bild, das Hingston mir vom Studentenleben aufzeigen, will nicht realistisch. 

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Gespräche aus der Community

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Rogner_Bernhard_Verlags avatar
Liebe Lesefreunde,


Ende August erschien Michael Hingstons Debütroman Die Dilettanten bei Rogner & Bernhard und wir möchten euch zu einer Leserunde einladen. Natürlich werden wir von Rogner & Bernhard an der Leserunde teilnehmen und mit euch diskutieren.

Könige der Ironie

Die Uni als Mikrokosmos: Der Peak, die Studentenzeitung an der Uni von Burnaby, Kanada, wird durch die Einführung einer Gratiszeitung bedroht. Alex und Tracy, beide Mitarbeiter des Blattes, sehen sich mehreren Herausforderungen gegenüber: dem schwelenden Zeitungskrieg, dem bevorstehenden Studienabschluss, dem komplizierten Liebesleben und der Bewältigung ihrer postadoleszenten Lebensrealität. Ihre Artgenossen und Leser sind Vertreter der Second-Hand-Ironie. Redet man von Mode, dann nicht ohne eine Fußnote von Michel Foucault. Dem Wort Darfur hat immer eine Schweigeminute zu folgen. Chocolate-Chip-Cookie-Rezepte müssen immer post-kolonial sein. Das coolste, was man im Grundstudium tun kann, ist, in einem Tutorium zu gestehen, dass auf der persönlichen Amazon-Wunschliste nur Heidegger steht.
Die Dilettanten erwecken den Campusroman mit Witz, Wahrheit und Wahnsinn zu neuem Leben und retten ihn ohne Nostalgie ins 21. Jahrhundert.


Wir suchen 10 neugierige Leserinnen und Leser, die Lust haben, Hingstons Roman zu lesen und eine Rezension zu schreiben. Dazu beantwortet uns bis zum 25. September folgende Frage:

Welches Poster habt ihr als junger Erwachsener besonders geliebt und an WG-Klotür, übers Bett oder in die erste eigene Küche gehängt?

Viel Glück! Wir freuen uns auf die gemeinsame Lesezeit. Natürlich sind auch diejenigen herzlich eingeladen, die sich das Buch selbst beschaffen und mit uns mitlesen wollen.
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Community-Statistik

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von 1 Lesern gefolgt

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