Michael Hjorth Die Toten, die niemand vermisst

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Inhaltsangabe zu „Die Toten, die niemand vermisst“ von Michael Hjorth

Eine Wanderin entdeckt in den Bergen von Jämtland menschliche Knochen. Die herbeigerufene Polizei birgt kurz darauf sechs Leichen. Das ruft Kommissar Höglund und sein Team auf den Plan, und Sebastian Bergman. Doch die Spannungen zwischen ihm und seiner Tochter Vanja belasten die Arbeit. Noch dazu gibt die Identität der Toten viele Rätsel auf. Und: Niemand scheint sie zu vermissen! – Jetzt die dritte ungekürzte Ausgabe der erfolgreichen Krimi-Reihe, gelesen von Douglas Welbat, dem Synchronsprecher von Rolf Lassgard (Sebastian Bergman in der ZDF-Verfilmung).

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  • Warum vermisst niemand diese Toten?

    Die Toten, die niemand vermisst
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    03. June 2015 um 11:26

    Man wird schnell süchtig nach Hjorth/Rosenfeldt beziehungsweise nach Sebastian Bergmann, der eigentlich ein totales Ekel ist. Aber irgendwie spürt man, dass er einen guten Kern hat. Immerhin löst er Fälle, die für andere unlösbar sind. So wie dieses Mal: es werden menschliche Überreste von mehreren Personen gefunden, die man nicht identifizieren kann und die offenbar auch niemand vermisst gemeldet hat. Wie kann das sein? Nach und nach kommt Licht ins Dunkel, aber das macht die Sache nur noch viel mysteriöser: da ist die Verkehrstote Amerikanerin, die wohl doch nicht die war, für die sie ihre Papiere auswiesen. Und vor allem ist da Shibeka Khan, die ihren Mann schmerzlich vermisst, aber gute Gründe hat, ihn nicht vermisst zu melden. Sebastian Bergmann ahnt, was wirklich hinter all dem steckt … So nebenbei gibt es – natürlich – auch in diesem dritten Teil sehr viel Privates von und über Sebastian, Vanja, Torkel, Billy, Ursula und Jennifer. Das macht das Lesen noch schöner, denn man lernt die Protagonisten kennen und kann sich gut in sie hineinversetzen. Außerdem gibt es hier keine vom Glück gepuderten Protagonisten – alle haben sie ihre Fehler, Schwächen und Probleme. Dadurch ist alles sehr viel realer. Ich mag das. Dass ich Douglas Welbat als Sprecher nach wie vor toll finde, brauche ich nicht zu wiederholen. Er transportiert die Stimmung sehr gut zum Leser und lässt doch genug Spielraum für das eigene Kopfkino. Er ist einfach wie geschaffen für die Bücher von Hjorth/Rosenfeldt! Dazu kommt, dass ich mich seltsamerweise schwertue, die Bücher des Autorenpaares zu lesen, aber ich liebe es, sie zu hören! Möglicherweise liegt das daran, dass beide Autoren von Haus aus Drehbuchautoren sind, Rosenfeldt noch zusätzlich Radiomoderator ist. Auf insgesamt 6 CDs mit 444 Minuten Hörgenuss liegt hier die gekürzte Lesung vor. Sinnlücken oder ähnliches konnte ich keine feststellen. Ich war, wie immer, komplett von der Story gefesselt. Von mir erhält das (Hör-)Buch jedenfalls fünf Sterne, denn die Entwicklung der Figuren und die Fälle sind nach wie vor interessant und fesselnd. Das klappt nicht bei allen Serien, hier schon! Und niemand schreibt schönere Cliffhanger, als dieses Autorenduo!

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  • Wuhu... was für ein Ende!

    Die Toten, die niemand vermisst
    Jetztkochtsie

    Jetztkochtsie

    29. March 2014 um 16:42

    Ich habe bereits beide Vorgänger gehört und fand sie ausgesprochen gut gelungen, selbst kleine Fehler in der Logik des Buches (beispielsweise die Handyortungen, die den Autoren offenbar als Lösungsansatz im zweiten Buch entfallen war) konnten meine Begeisterung nur unwesentlich schmälern. Daher war ich sehr froh, als ich dann auch den dritten Teil in den Player schieben konnte. Die Qualität von Jewelcase und Aufnahme möchte ich hier beim Audiobuch-Verlag noch mal kurz lobend erwähnen, denn normalerweise gehöre ich zu den Menschen, die diese dummen CD-Verpackungen immer äußerst schnell zerlegt oder zerbrochen haben. Dieses hier hielt, obwohl es ja häufig geöffnet und geschlossen werden mußte und durch mein Auto flog. Die Geschichte ist diesmal eine eher politische, wenig persönlichen Bezug zum eigentlichen Mord gibt es, was ja bei den Vorgängern anders war, dennoch zog auch diesmal die Handlung meine Aufmerksamkeit auf sich. Denn wieder gelingt es den Autoren, ihre Figuren so realistisch und faszinierend zu zeichnen, ihre Schwächen und Vorzüge so klar dazustellen, daß man als Hörer meint, man kenne sie schon ewig. Die Verwicklungen und Ermittlungen sind spannend, wobei auch hier das Zwischenmenschliche durchaus mehr Raum einnimmt, als die Ermittlungsarbeit an sich. Jeder der Ermittler hat mal wieder sein persönliches Päckchen zu tragen und mit den Anforderungen des Lebens zu kämpfen. Geschickt werden in diesem Band die Fäden der Vorgänger aufgegriffen und weiter gesponnen. Und dann dieses Ende, damit hatte ich nicht gerechnet, zumal ich eigentlich sicher war, den letzten Band der Reihe in den Händen zu halten, aber da muß jetzt irgendwie noch etwas kommen, das läßt für mich zu viel Raum für Spekulationen. Andererseits wäre es auch reizvoll hier mit den Gedanken allein gelassen zu werden und dies tatsächlich als Ende anzusehen. Douglas Welbat liest wie schon in den Vorgänger Hörbüchern routiniert und stimmig. Seine Stimme paßt unheimlich gut zu Sebastian Bergmann. Ich mag seine Tonlage und Erzählweise sehr.

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  • Guter dritter Teil...

    Die Toten, die niemand vermisst
    Tom-Lesefuchs

    Tom-Lesefuchs

    09. February 2014 um 17:44

    Mein nunmehr dritter Sebastian Bergman. Was soll ich sagen? Es fällt mir langsam ein bisschen schwer, diese Rezension zu schreiben, ohne mich einfach nur zu wiederholen. Auch diesmal bin ich wieder sehr zufrieden mit der Lektüre, wobei es hier die gleichen positiven Aspekte gibt, wie auch im Prinzip wieder die gleichen Dinge, die mich auch ein wenig stören, an die ich mich aber von Buch zu Buch immer ein wenig mehr gewöhne. Somit bleibt es sternemäßig beim gleichen Gesamtergebnis, wie schon bei den beiden Vorgängern. Was heißt das nun genau? Insgesamt ist das Buch wieder äußerst spannend, auch wenn es zwischendrin eben immer mal wieder seine Längen hat, ohne dabei jedoch langweilig zu sein. Ein Unterschied zu den handlungsmäßig "rein schwedischen" Vorgängern ist, dass es diesmal "international" wird. Zunächst ist alles erst mal recht ominös. Es gibt Leichen, die viele, viele Rätsel aufgeben und es sieht so aus, als sei hier überhaupt kein Weiterkommen. Dann gibt es da noch einen weiteren Handlungsstrang, der erst einmal in so gar keinem Zusammenhang zur Handlung und auch zu unseren wohlbekannten Mitgliedern der Reichsmordkommission zu stehen scheint. Erst ganz langsam entwickelt sich das Ganze zu einem Gesamtbild, der Leser bleibt lange im Unklaren, was die Lektüre spannend hält. Die Autoren bedienen sich diesmal der "Trickkiste der internationalen Verschwörungsthriller". Das macht es einerseits spannend, wirkt dennoch auch etwas gewöhnungsbedürftig. International verschwörerische Thrillerstimmung mitten in einem "beschaulichen Schwedenkrimi"? Vielleicht doch ein bisschen dick aufgetragen? Irgendwie ein wenig "unglaubwürdig" einerseits, trotzdem aber auch spannend andereseits und so habe ich mich darauf eingelassen und das Ganze eben einfach genossen. Auch die "persönliche Note" der Bergman-Bücher ist wie gewohnt vorhanden. Ob es eine spezielle Eigenart der Bücher von Hjorth & Rosenfeldt ist oder vielleicht einfach der besondere Stil von skandinavischen Krimis bzw. deren Autoren im Allgemeinen, das vermag ich nicht zu beurteilen. Denn bisher war ich kein Fan von nordischen Krimis oder Thrillern und so sind die Bergman-Bücher auch meine ersten dieser Art. Auf jeden Fall kommt auch hier die persönliche, private Seite der einzelnen Protagonisten viel mehr zum Tragen, als ich das aus den meisten anderen Werken dieses Genres von den amerikanischen, englischen oder auch deutschen Autoren gewohnt bin. Durch oft auch längere Passagen zum Privatleben der verschiedenen Charaktere, zu ihrer persönlichen Situation oder ihrer Vergangenheit, tritt die eigentliche Krimi-Handlung häufig etwas in den Hintergrund, was die Spannung hier und da einbrechen lässt. Trotz dieses stellenweisen "Spannungs-Abfalls" wird es aber dennoch nicht uninteressant. Und mit nunmehr dem dritten Buch muss ich sagen, dass ich mich von Mal zu Mal mehr daran gewöhne und es mich mittlerweile gar nicht mehr so stört. Es ist ein anderer Stil, doch je mehr ich von den Protagonisten erfahre, desto besser gefällt mir diese Art. Trotzdem finde ich noch immer, dass an manchen Punkten weniger durchaus mehr sein könnte. Schließlich sind die Bücher durchweg ja doch ziemliche Wälzer. Aber dieser persönlich-private Stil der Autoren macht natürlich auch etwas mit dem Leser. Gerade was Sebastian Bergman angeht, bringen die vielen persönlichen Hintergrundinformationen den Leser ins Grübeln. Bergman ist immer noch oder vielleicht auch eher immer mehr ein Charakter, der die Leser wieder und wieder in Zwiespalt bringt. Mit jedem Buch entwickelt er sich, wird etwas weicher, kommt dem Leser immer wieder ein Stück näher. Nicht aber, ohne im entscheidenden Moment dann doch wieder etwas zu tun, was die gerade entstehende Sympathie und Nähe wieder ein Stück zu Nichte macht, ihn quasi wieder zu dem "Arschloch" macht (entschuldigt die Wortwahl), als das er sich von der ersten Seite der Reihe an gibt. Mittlerweile hat sich die Reaktion des Lesers (zumindest meine) jedoch ein wenig gewandelt von einem ablehnenden "Mein Gott, er ist und bleibt eben doch ein Ar...!" hin zu einem eher mitfühlenden "Ach Mensch, nicht schon wieder, jetzt mach dir doch nicht schon wieder alles kaputt!". Es bleibt also mit Spannung abzuwarten, welche Entwicklung Sebastian Bergman und seine Beziehung zum Leser in den weiteren Büchern der Reihe wohl noch nehmen wird. Die Auflösung des Falls ist gewohnt schlüssig und so bleiben beim Leser keine Fragen offen, die ihn mit der Handlung unzufrieden zurücklassen. Womit der Leser wohl dennoch unzufrieden zurückbleibt, ist das äußerst offene (und böse!?!) Ende. Denn auch diesmal lassen es sich die Autoren nicht nehmen, ihr aktuellstes Werk mit einem hoch dramatischen Cliffhanger enden zu lassen. Einem Cliffhanger, der den Leser quasi mit einem Aufschrei registrieren lässt, dass das Buch tatsächlich so abrupt endet und er einfach nicht mehr erfahren wird. Zumindest nicht, bevor der vierte Teil in die Buchläden kommt. Und das wird wohl nicht vor Herbst 2014 der Fall sein..... Zum guten Schluss brauche ich wohl zum Sprecher nicht mehr viel zu sagen. Er macht seine Sache gewohnt gut und souverän, sowie auch schon in den beiden Vorgängern und wer meine Rezensionen zu Band 1 und Band 2 gelesen hat, der ist über Douglas Welbats Sprecherqualitäten bereits voll im Bilde.... FAZIT: Gewohnt guter Lese- bzw. Hörstoff, diesmal sogar mit "internationalem Thriller-Flair". *4 Sterne*

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