Michael Hochgeschwender Die Amerikanische Revolution

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Inhaltsangabe zu „Die Amerikanische Revolution“ von Michael Hochgeschwender

Wer die USA und ihr spezifisches Sendungsbewusstsein verstehen will, muss zu ihrem Ursprungsmythos zurückgehen: zur Amerikanischen Revolution. Auf dem neuesten Stand der Forschung erzählt Michael Hochgeschwender, wie sich die nordamerikanischen Kolonien vom britischen Mutterland lösten und zeichnet dabei ein Bild der Revolution, das die gängigen Vorstellungen von Gut und Böse hinterfragt. Geschichte wird meist aus der Perspektive der Sieger geschrieben. Wer etwa Mel Gibson in dem Monumentalepos "Der Patriot“ britische Soldaten hinschlachten sieht, für den ist klar, dass freiheitsliebende Helden despotischen Besatzern gegenüberstanden. Doch tatsächlich war die Geschichte komplizierter. Nicht wenige der späteren Amerikaner hielten zu den Briten. Auch ging es den Aufständischen nicht nur um universalistische Ideale, sondern auch um ganz handfeste wirtschaftliche Interessen, wie etwa den Schmuggel oder den Raub von Indianerland. Schon bei ihrer Geburt hat die amerikanische Nation der Welt ein Janusgesicht gezeigt, das ihre Politik bis heute prägt.

Außergewöhnliches Buch über die amerikanische Revolution

— TAndres

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  • Gut zu lesendes und faktenreiches Werk

    Die Amerikanische Revolution

    michael_lehmann-pape

    23. January 2017 um 11:43

    Gut zu lesendes und faktenreiches WerkTrotzdem dieses Werk von Michael Hochgeschwender ein ausgewiesenes Fachbuch ist und sich vielfach auch kleinteilig mit Fakten der „Amerikanischen Revolution“ beschäftigt, gelingt es dem Autor dennoch, eine einigermaßen flüssige Lektüre vorzulegen.Nicht unbedingt im Stil anderer populärwissenschaftlicher Bücher im „lockeren amerikanischen Stil“, aber doch so, dass man nicht ständig wiederholt Lesen muss, um die einzelnen Abschnitte zu verstehen.Wobei sich Hochgeschwender sehr differenziert seinen Grundfragen „Welche Revolution und wessen Revolution?“ zuwendet, die als roter Faden im Hintergrund der einzelnen Abschnitte des „Freiheitskampfes“ eine thematische Klammer ergeben.Ein einfaches „Schwarz-Weiß“ Denken ist dabei Hochgeschwenders Sache nicht, sehr differenziert legt er die einzelnen Strömungen und Fäden dieses Gründungsgeschehens des amerikanischen Staates vor Augen und scheut sich nicht, auch modernes Hollywoodkino („Der Patriot“ mit Mel Gibson) als Beispiel heranzuführen, dass es eben nicht so einfach und reduziert in den Motiven und Ereignissen geschehen ist, wie solche Filme in ihrem „Gut-Böse“ Schema samt Pathos und Emotionen darlegen.Und andererseits nimmt Hochgeschwender den Film auch nahtlos thematisch auf, um die Kernfrage mit in den Raum zu stellen, was denn dieses Geschehen vor 250 Jahren in solcher Form attraktiv hält, dass bis in die Gegenwart hinein genau dieser Freiheitskampf als das Symbol schlechthin für das Streben des Menschen nach individuellen Rechten, nach dem Recht zur freien, persönlichen Entfaltung und zur gemeinsamen, kulturellen Selbstverantwortung im Raume steht.„Unabhängig von religiösen oder politischen Überzeugungen waren die ersten Generationen nach der Revolution fest davon überzeugt, ihr Staatswesen sei von Gott, der Natur oder der Geschichte zu einer besonderen Freiheitsmission berufen“.Ein tief verankerter Glaubenssatz, der (und hier schlägt Hochgeschwender immer wieder die Bresche auch zur Gegenwart), einer der tiefsten Sehnsüchte und Bedürfnisse menschlichen Seins Ausdruck verleiht. Eine motivierende Kraft, die in den einzelnen Abläufen, Kämpfen, Schlachten der Zeit von 1763 an immer wieder über sich hinauswachsen ließ.Ein „Virus der Freiheit“, das von Amerika ausgegangen ist, wie es R.R. Palmer ausdrückte. Das aber wesentlich komplexere Hintergründe aufzuweisen hat als jene des „guten“, freiheitsliebenden Amerikaners auf der einen und des „bösen“, korrupten britischen Empire auf der anderen Seite.Minutiös dann folgt Hochgeschwender den Ereignissen vom „Vorabend der Revolution“ und der zunehmenden Unruhe der Kolonisten in der Folge des, für die Briten umfassend siegreichen „siebenjährigen Krieges“ über den „Sturm, der aufzieht“ bis zum Befreiungskampf selbst.Besonders zu beachten und zu empfehlen sind dabei die Betrachtungen der „Kulturgeschichte des Unabhängigkeitskrieges“, weil sich im Tross und Lagerleben, im Kampf gegen Verwundung und Tod in der nicht unbedeutenden Frage der Funktion und Haltung der Frauen in diesen Jahren und den „Folgekriegen“, der Revolution der schwarzen Amerikaner und des Krieges gegen die Indianer konstruktive und destruktive Linien und Haltungen entfalteten, die über den amerikanischen Bürgerkrieg bis in die Gegenwart hinein auch die alltägliche Politik und Weltanschauung Amerikas tief mit geprägt haben. Haltungen, deren Wurzeln bereits im Unabhängigkeitskrieg mit angelegt wurden und sich dort bereits zeigten.So kann Hochgeschwender in einem durchaus emotionalen Schlusskapitel dann seine Sicht von unabdingbar zusammenhängender Größe (auch als eine der prägenden Führungsnationen der Welt der Neuzeit) Amerikas einerseits und der „Tragik einer unvollendeten Nation“ intensiv vor Augen legen.Von der Entwicklung einer alle Schichten umfassenden Grundidee (von der der „amerikanische Traum“ nur eine ist) einer „chancengleichen Freiheit“, die tief auf eine Ebene von „Interessen“ (pragmatischer vergleichbarer Teilhabe in der Ökonomie mit darin schon angelegter Ausprägung vor allem finanzieller Eliten) mit einwirkte, die ebenfalls dann im Gesamten eine sehr pragmatische Form der „Praktiken“ sich entfalten ließ, die Hochgeschwender ebenso differenziert in ihren Wirkungen aufzeigt, wie er im gesamten Buch dem Thema differenziert gerecht wird.Eine sehr empfehlenswerte Lektüre, um aus einer konkreten Entwicklung der Vergangenheit vielfache Schlüsse für Chancen und Gefährdungen der Gegenwart ziehen zu können. Vom tiefen Antrieb der „Freiheit“ zum eben auch „simply the best“ (im egoistischen Sinne) Denken und Handeln teils nur vermeintlicher Eliten der Gegenwart. Innerhalb derer fundiert und detailliert auch die einzelnen Etappen der amerikanischen Revolution sachgerecht geschildert werden. So gelingt es Hochgeschwender, die „Geburt einer Nation“ auch in ihren prägenden kulturellen Ideen und Umsetzungen verständlich zu skizzieren. 

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  • Außergewöhnliches Buch über die amerikanische Revolution

    Die Amerikanische Revolution

    TAndres

    08. October 2016 um 21:29

    4. Juni 1776. Dieses Datum sagt wohl jedem etwas. Washington und Jefferson sind auch noch bekannt und seit dem Film „Der Patriot“ mit Mel Gibson weiß man, dass die Briten die Bösen waren und die Amerikaner die Guten. Doch dann hört es auch schon auf. Das Buch von Michael Hochgeschwender ist hervorragend geeignet jede Wissenslücke über die amerikanische Revolution zu schließen.Sehr erfreulich ist, dass das Buch schon im Jahr 1754 beginnt und die Situation der Kolonien seitdem aufzeigt. Im ersten Kapitel werden auch der sieben-, beziehungsweise neun-, jährige Krieg beschrieben, die Expansionsgelüste der Siedler und die politische Umgebung der Whigs und Tories sowohl in Großbritannien als auch in den Kolonien.Im zweiten Kapitel wird Boston, ein Unruheherd seit 1700, näher beleuchtet, ebenso wie der Stamp Act und dessen Aufhebung. Das gesamte Kapitel beschreibt die Geldsorgen vom Mutterland und den Zwiespalt der Amerikaner zwischen der Loyalität zum Königshaus und dem Gefühl britisch zu sein und dem Willen nach Gleichberechtigung. Stichwort: No Taxation without Representation.Das dritte Kapitel behandelt den Unabhängigkeitskrieg selbst, von der Unabhängigkeitserklärung, über einen Überblick über die Armeen der Siedler, Tories und der Briten und natürlich dem Kriegsverlauf bis zum Frieden von Paris 1783. Im vierten Kapitel schreibt der Autor über die Nebenschauplätze des Krieges. Dies beinhaltet einen Überblick über die Situation der Frauen, Indianer und Schwarze, aber auch über den Tross der Armeen, Verwundungen und Krankheiten und einen Überblick über die Situation der Tories, der Kriegsverlierer, nach dem Krieg.Das letzte Kapitel handelt von den Nachwirkungen der Revolution, wie die Ausbreitung des Alkoholismus, der zweiten evangelikalen Erweckungsbewegung und der Schuldendauerkrise. Zusätzlich wird der Verfassungskonvent 1787 in Philadelphia beschrieben, die beiden Parteien „Federalist“ und „Anti-Federalist“, der Kauf Louisianas 1803 und der Krieg gegen Großbritannien 1812. Das Buch ist sehr gut geschrieben. Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Das Buch ist leicht zu verstehen, umständlich ist, dass fast durchgängig die englischen Begriffe wie „Wild Geese“, „philosophe“, „frontier“ oder „common law“ genutzt werden, wobei dies wohl eher der Übersetzung geschuldet ist. Es ist nur wenig Vorwissen nötig, Michael Hochgeschwender schreibt detailliert über jedes Thema, das interessant für dieses Buch ist. Von mir bekommt das Buch 5 Sterne, da es sehr detailliert die amerikanische Revolution mit jedem Aspekt beschreibt. Für jemanden, der sich über die Geburt der Vereinigten Staaten von Amerika informieren möchte, ein absolutes Muss.

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