Michael Honig Mächtig senil

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Inhaltsangabe zu „Mächtig senil“ von Michael Honig

Wir schreiben das Jahr 2035: Putin vegetiert in seiner Datsche unweit von Moskau vor sich hin. Vor sechs Jahren hat man ihn in Rente geschickt, doch Putin ist senil und glaubt noch immer, im Amt zu sein. In Putins Hofstaat ist sein Altenpfleger Nikolai der einzige ehrliche Mensch. Allerorten wird geklaut und betrogen. Der demente Putin liebt nach wie vor die Publicity und wird von seinem Nachfolger Lebedew regelmäßig der Presse vorgeführt. Das bringt Chaos mit sich, denn Putin hält Lebedew für seinen Finanzminister. In allem steht Altenpfleger Nikolai treu zu seinem Schützling – bis Nikolais Neffe wegen geäußerter Kritik an der Regierung im Gefängnis landet. Nikolai muss helfen – und braucht dafür sehr schnell sehr viel Geld …

Grenzenlose, nervtötende Naivität inmitten tiefster Korruptheit! Sehr einseitig und klischeehaft...

— Pippo121

Sehr unterhaltsame Geschichte. Mehr als nur eine Satire

— buchbaron69

Wladimir Putin in senil - umgeben von korrupten Bediensteten. Eine originelle Idee, aber ich habe mehr erwartet.

— TochterAlice

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    Mächtig senil

    buchbaron69

    30. September 2016 um 18:32

    KlappentextWir schreiben das Jahr 2035: Putin vegetiert in seiner Datsche unweit von Moskau vor sich hin. Vor sechs Jahren hat man ihn in Rente geschickt, doch Putin ist senil und glaubt noch immer, im Amt zu sein. In Putins Hofstaat ist sein Altenpfleger Nikolai der einzige ehrliche Mensch. Allerorten wird geklaut und betrogen. Der demente Putin liebt nach wie vor die Publicity und wird von seinem Nachfolger Lebedew regelmäßig der Presse vorgeführt. Das bringt Chaos mit sich, denn Putin hält Lebedew für seinen Finanzminister. In allem steht Altenpfleger Nikolai treu zu seinem Schützling – bis Nikolais Neffe wegen geäußerter Kritik an der Regierung im Gefängnis landet. Nikolai muss helfen – und braucht dafür sehr schnell sehr viel Geld …Der AutorMichael Honig ist ein ehemaliger Arzt, der mit Ehefrau und Sohn in London lebt. Für seinen satirischen Debütroman "Goldblatt's Descent", der über das britische Gesundheitssystem handelt und 2013 bei Atlantic Books erschien, heimste er in seiner britischen Heimat bereits viel Lob ein. Mit der Politsatire "Mächtig senil" erscheint Honig erstmals auf Deutsch.Meine MeinungStoryRussland 2035 der mittlerweile 70 jährige Wladimir Putin lebt auf einer seiner Datschas, umgeben von einem Stab Helfer, die sich alle um das Wohl der ehemaligen Präsidenten kümmern. Während Putin noch viele Ereignisse aus seinem Leben weiß, so vergisst er aber alles, was gerade passiert, denn Putin leidet an Amnesie. Keine leichte Aufgabe für Nikolai dem persönlichen Pfleger von Putin. Was auf den ersten Blick als eine würdige Maßnahme aussieht um dem ehemaligen Präsidenten einen ruhigen Lebensabend zu ermöglichen, entpuppt sich aus den zweiten Blich als ein Morast der Korruption. Jeder Mitarbeiter hat sein eigenes Süppchen am Kochen. Alle hoffen, das Putin noch lange lebt. dass man sich weiter bereichern kann. Alle bis auf den grundehrlichen Nikolei, doch dann braucht Nikolei dringen viel Geld, und das schnell und das Abenteuer beginnt.SchreibstilDas Buch ist einfach zu lesen und wird weitgehend aus der Sicht von Nikolai erzählt. An einigen Stellen ist es hilfreich ein wenig die russische Geschichte zu kennen um zu verstehen, wenn Putin meint, wenn er aus der Vergangenheit redet. So wird z.B Boris Jelzin, ehemaliger Präsident vor Putin, nur Boris Nickolajewisch genannt .CharaktereDer Autor hat die Charaktere sehr gut beschrieben, insbesondere die Krankheit von Putin. Sehr gut kann man nachvollziehen, was für eine Belastung, ja gar Gefahr von dieser Krankheit ausgeht, nicht nur für den Patienten auch für die Angehörigen.FazitDas Buch soll eine Satire sein, aber lustig ist das Buch eigentlich nicht. .Es ist eher als eine Anklageschrift an Putin zu sehen. Putin der eins angetreten ist um die Korruption in seinem Land zu bekämpfen, hat genau das Gegenteil bewirkt und er mischt selber kräftig mit. Mittlerweile ist die Korruption für die Russen so selbstverständlich wie Steuer zahlen. Der Autor hat das Buch unter einem Pseudonym geschrieben, was auf Grund der Geschichte auch verständlich ist. Sicher mag es an einigen Stellen übertreiben wirken aber das Buch gibt schon einen Einblick in das russischen Leben. Das Ende des Buches ist etwas unkonventionell und lässt Fragen offen, spätestens hier merkt man was der Autor mit dem Buch über den Weg der Satire erreichen will.Das Buch bekommt gute fünf von fünf Leseratten/ Sterne von mir und eine Leseempfehlung.

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  • Korruption

    Mächtig senil

    TochterAlice

    14. August 2016 um 16:03

    Korruption so weit das Auge reicht - darum geht es in diesem Buch maßgeblich. Das Setting ist ein ganz besonderes: Rußland im Jahre 2035 in einer abgelegenen Datscha. Nein, es ist keine kleine beschauliche inmitten von Birkenwäldern und sonst gar nichts. Das heißt, die Birkenwälder, die stimmen schon, aber es gibt eine gut ausgebaute Chaussee, die dorthin führt, denn diese Datscha beherbergt etwas Einzigartiges: Und zwar den greisen Wladimir Putin, den ehemaligen Ministerpräsidenten, Präsidenten und was weiß ich noch alles (Obacht: nur der kleinste Teil davon ist der Öffentlichkeit bekannt) der Russischen Föderation für lange, lange Jahre. Nun ist er nur noch ein Schatten seiner selbst, denn der alte Mann ist nicht mehr im Amt, schlimmer noch, er ist senil geworden, dement, ja geistig so umnachtet, dass er nicht einmal seine engsten Gefährten mehr erkennt. Naja, meistens. Manchmal erkennt er sie dann doch und manchmal sieht er in ihnen jemand anderen. Dieses Buch ist von einem englischen Autor namens Michael Honig geschrieben und das merkt man. Ich zumindest. Denn man begegnet einer ganzen Reihe von Klischees, die sowohl im Zusammenhang mit der ehemaligen Sowjetunion als auch mit Putin stehen - Vetternwirtschaft, Macht, Korruption und Korrumpierbarkeit, Gewalt, Prunk, Krieg. Sicher alles zutreffend und passend. So präsentiert sich Putin auch im Alter noch gern mit entblößtem Oberkörper, immer isn Erwartung eines Fotografen, seine umfangreiche Sammlung wertvollster Uhren - viele davon Bestechungsgeschenke - ist immer bei ihm, auch ist der greise und demente Putin umgeben von korrupten Bediensteten. die darauf hoffen, dass er möglichst lange am Leben bleibt, um sich auf mannigfaltigste Art und Weise an ihm bereichern zu können. Alles korrupte Typen, bis auf Putins persönlichen Pfleger Nikolaj Scheremtjew, aus dessen Sicht die Geschehnisse geschildert werden. Der mag das alles gar nicht und als es für ihn dann zu einer Notwendigkeit wird, tut er sich unendlich schwer. Bis dann... aber lesen sie selbst. Oder auch nicht. Denn hier wurde eine originelle Idee verarbeitet, aber ich habe mehr erwartet. Wesentlich mehr. Für mich beinhaltet ein Roman, der im Jahre 2035 spielt, auch gewisse Vorgriffe in die Zukunft, eine Fingerzeig für Spitzfindigkeit und Ideenreichtum des Autors, aber auch für seine Logik, sein Allgemeinwissen und seine Eloquenz. Nichts von all dem findet sich hier. Wenn Sie meinen, mit wahnwitzigen politischen Veränderungen auf globaler Ebene konfrontiert zu werden oder möglicherweise futuristischen technischen Konstrukten begegnen - alles Fehlanzeige. Auf diesen aus meiner Sicht durchaus wichtigen Aspekt ist Michael Honig wenn, dann nur absolut minimal eingegangen. Zudem wird immer wieder deutlich, das das alles nicht so richtig nahe dran ist an der realen Person Putin, lässt man die erwähnten Klischees und die wiederholte Auflistung seiner eroberten Gebiete mal außer acht. Was ich allerdings - soweit ich es beurteilen kann - ganz große Klasse finde, ist die Übersetzung durch Henriette Zeltner. Schon der Titel ist einfach genial. Im Original heißt das Werk "The Senility of Vladimir P." Die deutsche Variante toppt das doch um Längen, finden Sie nicht? Und dann noch der Untertitel mit den Pflegejahren - der muss doch jedem Freund der deutschen Sprache wie Öl runtergehen! Dennoch: Für mich zu wenig, um einen satirischen Roman, der aus meiner Sicht auch noch erhebliche Längen hatte, uneingeschränkt genießen zu können. Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht das Ziel des Autors! Vielleicht ist Leiden angesagt - wie man es über so manchen Untertanen dieses derzeit noch gewaltigen Herrschers hört und liest!

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