Seichtgebiete

von Michael Jürgs 
2,4 Sterne bei17 Bewertungen
Seichtgebiete
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Der Titel bezieht sich zweifellos auf Charlotte Roches "Feuchtgebiete".

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Inhaltsangabe zu "Seichtgebiete"

Der Jahresbestseller 2009 jetzt im Taschenbuch
Alle sehen es, keiner schreit auf: Ob falsche Betroffenheit in Talkshows, fehlbesetzte Vorbilder wie Bohlen, Klum & Co. oder zu Subkultur stilisierte Bestsellerautoren à la Roche und Bushido – überall breiten sich Seichtgebiete und Verblödung aus wie eine Seuche. Schonungslos prangert Jürgs in seiner Streitschrift diejenigen an, die schamlos an der Massenverdummung verdienen, und warnt vor den Folgen einer verödenden demokratischen Kultur. Ein eloquentes, gnadenloses Plädoyer für mehr Sein als Schein!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442156412
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:255 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:15.11.2010

Rezensionen und Bewertungen

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    Holdens avatar
    Holdenvor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Der Titel bezieht sich zweifellos auf Charlotte Roches "Feuchtgebiete".
    Rezension zu "Seichtgebiete" von Michael Jürgs

    Michael Jürgs betreibt Doofenbashing. Die Behauptung "So schlimm wie jetzt wars noch nie." ist ja nie besonders sympathisch, aber angesichts neuer Tiefpunkte wie Scripted reality ist der totale Tiefstand offenbar noch nicht erreicht. Aber die Behauptung, daß Sarrazin im Ergebnis recht habe, kannst du dir sonstwohin stecken, Alter!

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    wollsoeckchen88s avatar
    wollsoeckchen88vor 6 Jahren
    Rezension zu "Seichtgebiete" von Michael Jürgs

    An dieser Stelle möchte ich mich meinen Mitrezensenten gerne anschließen: Dieses Buch hat mir gar nicht gefallen. Der Autor: Michael Jürgs, eigentlich Journalist, aber hauptberuflich Meister der unverständlichen Schachtelsätze. Ich musste mehrmals Absätze von vorne anfangen, weil ich am Ende gar nicht mehr wusste, worüber er schreibt. Leider besteht das Buch zu 99% aus Gemecker, Geläster und Gezeter gegen das doofe Deutschland, das sich mit hirnlosen Talkshows und Promiklatsch verdummen lässt und die prominenten Macher dahinter. Wie man das kulturelle Niveau der deutschen Medienwelt anheben kann, dazu gibt er leider keine ernstzunehmenden Vorschläge. In meinen Augen ist dieses Buch genauso überflüssig wie die Formate, über die es erbarmungslos zu urteilen meint.

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    Sokratess avatar
    Sokratesvor 8 Jahren
    Rezension zu "Seichtgebiete" von Michael Jürgs

    Michael Jürgs, ehemaliger Chefredakteur von „Stern“ und „Tempo“ hat mit „Seichtgebiete“ eine knallharte Gegenwartskritik zur Niveaulosigkeit heutiger Massenmedien veröffentlicht.
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    Zunächst war ich etwas befremdet und irritiert, denn Jürgs bedient sich einer recht polemischen und schroffen Sprache, verwendet oft Vokabular gerade derer, die er so scharf kritisiert. Gegen-stand seine Streitschrift ist ein allbekanntes Problem: insbesondere im Fernsehen, privat wie öffentlich-rechtlich, ist bereits seit Jahren ein allgemeiner Niveauverlust auszumachen, der stetig anwächst. Dies ist bereits anderen Autoren/Kritikern aufgefallen, aber nur Jürgs bringt das Problem in so rigorosen Worten aufs Papier. RTL und Sat.1 hält er bspw. für „die für Ausschei-dungen zuständigen Kanäle der Unterschicht“ (S. 24); er spricht sehr häufig von „Blöden“ und ähnlichem. Gute Qualität wäre beim Fernsehen schon lange nicht mehr vorhanden; Sender wie ARTE oder 3sat würden lediglich ein Nischendasein führen und bei Weitem kein breites Publi-kum erreichen. Das Breiten-Fernsehen sei insbesondere nur für die Unterschichten gemacht. Würde jemand mal etwas „Niveauvolles“ ansprechen, so könne dies – im Einzelfall – einen positiven Effekt ausüben; so bspw. der Auftritt Joschka Fischers bei Elke Heidenreichs „Lesen“, als er Carlos Ruiz Zafons „Der Schatten des Windes“ empfahl und das Buch daraufhin monatelang die Bestsellerlisten anführte, so Jürgs. Dies bleibe aber die Ausnahme. Ansonsten wäre auch die Buchbranche nicht vor Niveauverlust gefeit; Jürgs sieht auch das Medium Buch als Marketingobjekt verkommend und nur als Geldquelle verstanden. Die Veröffentlichung unzählig seichter Literatur in den Buchläden wäre hierfür Beweis genug.
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    Jürgs kann – trotz seiner flapsigen Art – mit seiner Kritik überzeugen; und er spricht ein sehr großes Problem heutiger Massenkultur/-medien an. Da vieles nur nach dem Prinzip der Rentabilität bewertet wird, fallen niveauvolle Programme, die allenfalls ein Randpublikum ansprechen würden, oftmals „hinten runter“. Das Wochenend-Programm deutscher Fernsehsender ist schon lange ein Grund mehr, sich lieber der klassischen Weltliteratur in Buchform zuzuwenden und den Fernseher abzuschaffen. Dass insoweit offensichtlich eine allgemeine Verflachung eingesetzt hat, kann man neben dem Fernsehen auch in vielen anderen Bereichen der Gesellschaft feststellen. Warum das so ist, wäre einmal eine interessante Studie wert. Auch Jürgs Kritik am Buchmarkt kann ich sehr gut nachvollziehen: gute, niveauvolle Literatur wird zwar verlegt, liegt aber in Buchhandlungen oft nicht aus, weil ein Ankauf mangels Kundschaft unrentabel wäre. Wer sich also für Literatur aus diesem – nennen wir es mal - „gehobenen“ Sortiment interessiert, der muss Zeitungen und Internet studieren. Und danach tief in die Tasche greifen... Erschwinglich ist nur Mainstream-Literatur, die aber eben nicht jedermanns Sache ist, aber scheinbar die Mehrheit anspricht.
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    Jürgs Buch ist insgesamt eine empfehlenswerte Literatur, an die man sich jedoch erst mal „gewöhnen“ muss; aufgrund Schreibstil und Wortwahl musste ich mich erst mal einlesen. Ansonsten ist seine Kritik durchaus berechtigt!

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    vobes avatar
    vobevor 9 Jahren
    Rezension zu "Seichtgebiete" von Michael Jürgs

    Der Journalist Michael Jürgs, ehemaliger Chefredakteur der Zeitschriften "Stern" und Tempo, legt mit Seichtgebiete einen Marschplan zum Krieg gegen die von ihm diagnostizierte, fortschreitende Verblödung in der Bundesrepublik Deutschland vor. Das Ergebnis ist ein arroganter, selbstgerechter und unerträglicher Rundumschlag über 256 Seiten, gegen alles und jeden jenseits einer nur dem Autor bekannten Grenze zwischen zwischen „Oho!“ und „Igitt!“.
    „Seichtgebiete“ nennt Jürgs das Feindesland der „Blöden“ und „Blödmacher“, besiedelt und regiert von Medienfiguren wie Mario Barth, Dieter Bohlen, Andy Borg, Katharina Witt, Heidi Klum und einer Reihe anderer üblicher Verdächtiger. Diese Heimat der Dummen will Jürgs nun erobern; den „Blöden“ mit einer Armee aus Schlauen und Schlaumachern den Garaus machen. Als potentielle Rekruten schlägt er Günther Jauch, Christine Westermann und Götz Alsmann, „Dittsche“ Olli Dietrich, Anke Engelke und nicht zuletzt Barbara Schöneberger vor; letztere ausdrücklich „Wegen ihrer Bildung und nicht wegen ihres gut ausgebildeten Busens“.
    Das klingt alles furchtbar – und ist es auch! Genugtuung kann dem bemitleidenswerten Leser am Ende nach der gähnend langweiligen Lektüre alleine die Tatsache verschaffen, dass Arroganz und Selbstverliebtheit des Autors mit jeder geschriebenen Zeile auf ihn zurückfallen. Jürgs macht dem „ehrenwerten“ (Jürgs) Beruf des Journalisten Schande, denn er kann eins mitnichten: Schreiben! Mit Verschachtelungen zu arbeiten ist unter Journalisten nicht ohne Grund verpönt. Nur wenige Autoren beherrschen einen gewinnbringenden hypotaktischen Stil, der den Lesefluss nicht stört. Jürgs zählt nicht dazu. Er scheint vielmehr von einer Krankheit befallen, die insbesondere Akademiker heimsucht, wenn sie in ihren Veröffentlichungen mangelnde Substanz hinter syntaktischen Monstrositäten zu verbergen versuchen. Anstatt über die Nachwuchsautorin Sarah Kuttner herzuziehen und sie mit einem Satz aus ihrem Romandebüt „Mängelexemplar“ zu zitieren, den jeder wählt, der das Buch nicht gelesen hat, sollte er sich besser ein Beispiel an dem transparenten Schreibstil der Autorin nehmen.
    Fazit: Dieses Buch kann man sich getrost sparen! Alternativ lieber in einem Werk von Dieter Bohlen schmökern, RTL o.ä. schauen - da hat man wenigstens hin und wieder was zu lachen. Und psst... ganz unter uns: Die Schöneberger, die hat vielleicht 'nen Vorbau...

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    Rishus avatar
    Rishuvor 9 Jahren
    Rezension zu "Seichtgebiete" von Michael Jürgs

    Mir fällt es ehrlich gesagt schwer, den Inhalt dieses Buches wiederzugeben. Im Großen und Ganzen geht es wohl darum, dass die Mehrheit der Deutschen blöd ist. Da ich dieser Aussage eher zustimmen möchte als sie ablehnen würde, dachte ich, es lohne sich zu lesen. Zudem versprechen Zitate zum Buch und auch die Inhaltsangabe einen eher amüsanten statt bierernsten Text. Leider scheine ich nicht der Zielgruppe zu entsprechen und bin wohl schon zu “verseichtet”, um Michael Jürgs’ Streitschrift lesen zu können. Ich habe nicht einmal das erste Kapitel geschafft, weil mir das Geschwafel des guten Mannes tierisch auf die Nerven ging und viel zu selbstverliebt klang. Ich habe jetzt allerdings gelernt, dass Mario Barth wohl privat ein Arschloch ist und maßgeblich zur Verblödung der Nation beiträgt. Mir egal, ich find ihn trotzdem lustig. Und ein paar meiner Hirnzellen leben noch.
    Herr Jürgs mag ja Recht mit seiner These haben, aber wenn ich mich durch sein Buch quälen muss, um die Erleuchtung zu erlangen, dann bleib ich lieber blöd.

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    zbaubfvor 4 Monaten
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
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    Zwarbelvor 5 Jahren
    L
    Lisabethvor 5 Jahren
    MofaWillys avatar
    MofaWillyvor 6 Jahren

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