Was man für Geld nicht kaufen kann

von Michael J. Sandel 
3,7 Sterne bei10 Bewertungen
Was man für Geld nicht kaufen kann
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Die Argumentation ist nach dem ersten Kapitel klar; es folgen jedoch noch so viele. Auf denkanstoßende Weise letztlich enttäuschend.

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wirklich interessant, regt zum Nachdenken an

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Inhaltsangabe zu "Was man für Geld nicht kaufen kann"

Übersetzt von Helmut Reuter

Darf ein Staat Söldner verpflichten, um Kriege zu führen? Ist es moralisch vertretbar, Leute dafür zu bezahlen, dass sie Medikamente testen oder Organe spenden? Dürfen Unternehmen gegen Geld das Recht erwerben, die Luft zu verpesten? Fast alles scheint heute käuflich zu sein. Wollten wir das so? Und was könnten wir dagegen tun? Die Regeln des Marktes haben fast alle Lebensbereiche infiltriert, auch jene, die eigentlich jenseits von Konsum und Mehrwert liegen sollten: Medizin, Erziehung, Politik, Recht und Gesetz, Kunst, Sport, sogar Familie und Partnerschaft. Ohne es zu merken, haben wir uns von einer Marktwirtschaft in eine Marktgesellschaft gewandelt. Ist da nicht etwas grundlegend schief gelaufen?

Michael J. Sandel ist politischer Philosoph. Er studierte in Oxford und lehrt seit 1980 in Harvard. Seine Vorlesungsreihe über Gerechtigkeit machte ihn zum weltweit populärsten Moralphilosophen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783864974632
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Süddeutsche Zeitung
Erscheinungsdatum:29.09.2018

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    WinfriedStanzickvor 6 Jahren
    Rezension zu "Was man für Geld nicht kaufen kann: Die moralischen Grenzen des Marktes" von Michael J. Sandel

    Waren sie für eine lange Zeit auf das Gebiet des wirtschaftlichen Handelns beschränkt, haben sich im Zeitalter des Internets, der Globalisierung und der Allverfügbarkeit der menschlichen Arbeitskraft die Regeln und die Gesetze des sogenannten Marktes auf fast alle Lebensbereiche ausgeweitet, Sie haben Bereiche infiltriert und besetzt, die eigentlich außerhalb des Konsums und des Strebens nach Mehrwert liegen sollten. Zum Beispiel in der Medizin, in der Kunst, im Sport, in der Erziehung und immer mehr auch im Bereich der Familie und der Partnerschaft zwischen Menschen.

    Immer mehr Menschen halten das für unerträglich, sehen sich aber meistens außerstande, sich wirkungsvoll und nachhaltig gegen solche Tendenzen zu wehren und ihre Selbständigkeit und auch die Autonomie ihrer moralischen Urteilskraft zu bewahren. Die westlichen Demokratien haben sich von Marktwirtschaften zu regelrechten Marktgesellschaften verwandelt, in der nur zählt, was einen Preis hat, bewertbar und (ver)käuflich ist.

    Bedroht sind dadurch nicht nur zahllose zivilisatorische Errungenschaften, sondern auch die moralischen Grenzen haben sich bedenklich verschoben. Wie, so fragt der amerikanische Philosoph Michael J. Sandel, der 2008 in einem bemerkenswerten Buch bei Berlin University Press ein „Plädoyer gegen die Perfektion“ hielt und über die Ethik im Zeitalter der genetischen Technik nachdachte, können wir all das, „was man für Geld nicht kaufen kann“ bewahren und dem Markt die moralischen Grenzen setzen, die nötig sind, soll unsere Humanität und Menschenwürde nicht vor die Hunde gehen.

    In insgesamt fünf Kapiteln versucht er das mit vielen Beispielen zu beschreiben:

    * Privilegien
    * Anreize und Belohnungen
    * Wie Märkte die Moral verdrängen
    * Das Geschäft mit dem Tod
    * Sponsoring und Werbung

    Und er entdeckt die zunehmende Ungleichheit in der Gesellschaft als Quelle: „In einer Zeit zunehmender Ungleichheit läuft die allumfassende Kommerzialisierung des Lebens darauf hinaus, dass Arme und Reiche zunehmend getrennte Leben führen. Wir arbeiten und kaufen und spielen an verschiedenen Orten. Unsere Kinder besuchen verschiedene Schulen, unsere Lebenswelten schotten sich voneinander ab. Das dient weder der Demokratie noch unserer Lebensqualität. Demokratie erfordert keine vollkommene Gleichheit, aber sie erfordert, dass Bürger an einer gemeinsamen Lebenswelt teilhaben. Es kommt darauf an, dass Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und Sozialstatus miteinander in Kontakt kommen und im Alltag auch einmal zusammenstoßen. Denn nur so lernen wir, wie wir unsere Unterschiede aushandeln und wie wir gemeinsam dem Gemeinwohl dienen können.
    Am Ende läuft die Frage nach den Märkten also auf die Frage hinaus, wie wir zusammen leben wollen, Wünschen wir uns eine Gesellschaft, in der alles käuflich ist? Oder gibt es gewisse moralische und staatsbürgerliche Werte, die von den Märkten nicht gewürdigt werden – und die man für Geld nicht kaufen kann?“

    Hoffentlich, meint ein von dem Buch sehr skeptisch gemachter Rezensent.

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    Beustvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Die Argumentation ist nach dem ersten Kapitel klar; es folgen jedoch noch so viele. Auf denkanstoßende Weise letztlich enttäuschend.
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    melvilvor 6 Jahren
    Kurzmeinung: wirklich interessant, regt zum Nachdenken an
    L
    Lenjavor 8 Monaten
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    Yennievor 4 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
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    BeKuvor 5 Jahren
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    Namidavor 5 Jahren
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    Sokratesvor 6 Jahren

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