Michael Jentzsch , Benjamin Kwato Zahn Blutsbrüder

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Inhaltsangabe zu „Blutsbrüder“ von Michael Jentzsch

Eine Freundschaft, die selbst der Bürgerkrieg nicht zerreißen konnte Liberia soll seine neue Heimat werden. Was erwartet den achtjährigen Michael in dem fremden Land, wo seine Eltern als Missionare arbeiten? Kurz nach seiner Ankunft trifft er den einheimischen Jungen Ben. Auf Anhieb verstehen sie sich blind. Als aber der Bürgerkrieg ausbricht, muss Michael zurück nach Deutschland fliehen. Was geschieht mit dieser einzigartigen Freundschaft, wenn einer sicher aufwächst - und der andere mit ansehen muss, wie die eigene Familie grausam ermordet wird? Beide geben die Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht auf. Eine verzweifelte Suche beginnt ... Mit einem Vorwort von Willi Lemke, Sonderberater des UN-Generalsekretärs für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden www.blutsbrueder.eu

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  • Rezension zu "Blutsbrüder" von Michael Jentzsch

    Blutsbrüder

    esther_gruenig

    14. May 2012 um 19:11

    Es ist so ein eindrückliches Buch, dass ich es nicht in einem Zug durchlesen konnte. Nicht weil die Spannung fehlte, sondern weil ich zwischendurch Luft holen musste. Was diese beiden Jungs durchlebten - vor allem Ben - war zum Teil so krass, dass es mich körperlich und seelisch schmerzte. Dass es nicht aufhört mit solchen Gräueln, dass nichts daraus gelernt wird und es immer wieder neue Hetzkampagnen gegen jedes und alles gibt, die dann erneut in einem solchen Elend für die Einzelnen gipfeln, ist manchmal unvorstellbar und doch traurige Tatsache. In dem Buch wird keine Effekthascherei betrieben. Es ist eine spannend geschriebene Biographie einer Freundschaft in Liberia zwischen einem Weissen und einem Schwarzen. Zusätzlich vermittelt es interessante Informationen zu Afrika. Es geht näher als die Zahlen der Opfer in den Nachrichten. Es wird durch die Art und Weise, wie das Buch geschrieben wurde, persönlich erfassbar. Aber leider gibt es solche Dinge nicht nur dort. Es passiert auch Manches in unserer unmittelbaren Umgebung. Immer dann, wenn Gruppen und Ideologien denken, nur sie wären Massstab und alle anderen müssten unbedingt bekämpft werden. Absurd. Alle haben die Berechtigung zu leben, in der eigenen Mentalität. Nur weil etwas nicht bekannt ist, nicht verstanden wird, nicht gewohnt ist, gibt es keinen Grund darauf herunter zu schauen oder es zu verteufeln. Jeder hat das Recht, seinen Weg zu finden und zu gehen. In Freiheit. Doch die eigene Freiheit hat dort eine Grenze, wo die des Mitmenschen anfängt. Dort wo einer dem anderen Schaden zufügt. Was spielen Länder, Hautfarben und Religionen eine so grosse Rolle. Das hat keine Bedeutung, wenn Miteinander und Menschlichkeit dabei auf der Strecke bleibt. Was bedeuten Verfassung und Demokratie, wenn keiner mehr durch den Paragraphenwald hindurch ein Schicksal sieht und mit gesundem Menschenverstand handelt. Nichts. Fangen wir an, einander in Frieden zu akzeptieren und an einer besseren Welt zu bauen. Miteinander und nicht gegeneinander. Ich befürchte, es wird nicht dazu kommen. Aber das Buch erzeugt nicht nur diese Gedanken in mir. Wie Freundschaft Brücken schaffen kann, zeigt dieses Buch gut geschrieben ebenfalls. Ist darin Hoffnung? Esther Grünig-Schöni

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  • Rezension zu "Blutsbrüder" von Michael Jentzsch

    Blutsbrüder

    buchfeemelanie

    12. March 2012 um 22:51

    Danke für diese Freundschaft: Ein gutes Buch über zwei Jungen, die über alle sprachlichen und kulturellen Grenzen hinweg eine (hoffentlich) lebenslange Freundschaft aufgebaut haben. Das Buch wird aus der Sicht beider Jungen / Männer geschrieben. Die Wiederholen sind jedoch nicht nervig, die Autoren schaffen es, durch ihre unterschiedlichen Charaktere (und Erzählstile) eine tolle Beziehung darzustellen, die selbst den Krieg übersteht. Gut zu lesen und auf seine Weise "spannend".

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  • Rezension zu "Blutsbrüder" von Michael Jentzsch

    Blutsbrüder

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. December 2009 um 21:56

    Blutsbrüder ist ein ganz wunderbares Buch über eine unglaubliche Freundschaft, allerdings stehen neben der Freundschaft auch die schrecklichen Ereignisse des Bürgerkrieges 1990 bis 2003 in Liberia im Mittelpunkt, die Benjamin Zwato Zahn am eigenen Leib spüren musste. Ich habe mich während des Lesens ständig gefragt, wie man einem Land helfen könnte, dass sich selbst nicht helfen kann. In dem die Bürger sich gegenseitig aus Spaß und Frust töten und nur sehr kleine Gruppen zusammen halten. Was kann man gegen Menschen tun, die durch ihr eigenes Land gehen und gezielt nach schwangeren Frauen suchen um ein Spiel daraus zu machen zu erraten, welches Geschlecht das Baby haben könnte, nur um diese Frau zu überwältigen und ihr das Kind aus dem Leib zu schneiden, die sich gegenseitig verachten und ermorden. Und was soll ein einzelner Bürger dieses Landes tun? Er kann einfach nur hoffen zu überleben... Das Buch sollte man auf jeden Fall mal gelesen haben. Es ist eine sehr schöne Geschichte über Freundschaft und Trennung, mit einem Wiedersehen, das mir auch ein bisschen die Trägnen in die Augen trieb. Aber das Buch ist auch die Geschichte eines jungen Mannes in den Wirrungen des Liberianischen Bürderkrieges. Traurig, schockierend aber eigentlich auch wunderschön…

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