Michael Köhler Vom Urknall zum Cyberspace

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Inhaltsangabe zu „Vom Urknall zum Cyberspace“ von Michael Köhler

Es sind die großen Fragen der Menschheit, nach der Entstehung der Welt und des Ursprungs des Lebens, denen Michael Köhler nachgeht. Solange Menschen denken, beschäftigt sie die Frage, woher sie kommen und wie die Welt wurde, was sie ist. Astronomie und Naturwissenschaften gewannen faszinierende Erkenntnisse und schufen spektakuläre Bilder vom Ursprung und der Entwicklung unseres Kosmos, die unser Weltbild prägen. Michael Köhler widmet sich diesen großen Fragen, macht das umfangreiche naturwissenschaftliche Wissen zugänglich und systematisiert es: von den großen Paradigmenwechseln, die durch die Arbeit von Galileo, Kepler oder Darwin ausgelöst wurden, bis zu neueren Konzepten wie der der Noonsphäre. Köhler stellt kosmologische Modelle vor, erzählt von der Entstehung der Elemente und von chemischen Verbindungen, zeichnet die molekulare Evolution, die "Erfindung" der Zelle sowie das Werden komplexer Lebensformen und Ökosysteme nach. Es ist ein Parforceritt durch die Wissenschaftsgeschichte und eine Bestandsaufnahme des Wissens über uns selbst. Das Vermessen des Erreichten führt schließlich hin zu den bis heute offenen Fragen - zum Beispiel danach, ob weiteres intelligentes Leben in unserem Kosmos möglich ist.

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  • Rezension zu "Vom Urknall zum Cyberspace" von Michael Köhler

    Vom Urknall zum Cyberspace
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    18. March 2011 um 11:43

    Rundumblick mit wenig Aussagekraft Dass aus unorganisierter Materie unter bestimmten Bedingungen geordnete Strukturen entstehen, dass hat Michal Köhler schon zu Studienzeiten fasziniert. Eine Faszination, die auch seine Arbeit bis zur Gegenwart hin durchzieht. Welche Prinzipien liegen der Welt, wie wir sie kennen, zugrunde? Das ist eine seiner fundamentalen Leitfragen, denen er sich in einem breiten und großen Überblick nun in diesem Buch mit zuwendet. Das Buch stellt seinen Versuch dar, die Entwicklung der Welt von der Entstehung her bis zur modernen, technischen Kultur in einem einheitlichen Rahmen darzustellen, basierend auf der These, dass die Strukturen der Welt einheitlichen Gesetzen gehorchen und das Ergebnis eines ebenso einheitlichen, gerichteten Prozesses darstellen. Ein Prozess der Integration in erster Linie, der einem innewohnenden Richtungssinn zur Integration folgt. Eine dynamische Entwicklung neuer und Fortentwicklung vorhandener Elemente, die immer wieder in das gegebene natürliche Lebensfeld integriert werden und dabei auch neue Zweige hervorbringen, wie Köhler unter anderem die Kultur als eigenständiges, aus dem biologischen Wesen Mensch hervorgegangenes, Wesen betrachten kann. Zur Darstellung wählt Köhler für dieses Anliegen eine äußerst straffe Form, beschränkt sich je auf wenige Beispiele und verzichtet (fast) zur Gänze auf Herleitungen seiner Darstellungen. Den Fakt an sich bringt er zu Gehör, nicht die wissenschaftlich fundamentalen Herleitungen, ebenso verzichtet er darauf, in fachliche Tiefe vorzudringen. Einschränkungen, die er im Vorfeld benennt, die aber dennoch deutliche Einschränkungen im Buch darstellen und die Einordnung seiner Darlegungen stark erschweren, ebenso das Verständnis seiner Darlegungen oft hindern, Somit liegt eine eher deskriptive Darlegung einer unglaublichen Breite von Strukturen und Phänomenen vor, die durchaus mit Interesse gelesen werden können, aber nicht zu einer fundierten Herleitung oder vertiefenden Weiterarbeit dienen. Mit einem deutlichen Schwerpunkt auf biochemischen Vorgängen führt Köhler den Leser sodann durch die Zeit und Welt. Nach einer Darlegung von fundamentalen Größen, vor allem die der Konstanz im Universum, bietet Köhler einen Blick auf kosmologische Modelle in Auszügen, auf die Entstehung der chemischen Elemente, Bildung chemischer Verbindungen , die Entstehung von Festkörpern und leitet im Folgenden über zur molekularen Evolution, der Darstellung der Zellentwicklungen und der Wechselbeziehung zwischen Organismen. Im Folgenden wendet er sich der Entwicklung der Erde als Gesamtökosystem zu, innerhalb dessen dann die kulturelle Evolution den darstellenden Abschluss des Buches bilden. Umklammert werden alle seine Betrachtungen von den beiden Grundfragen der Menschheit, der Frage nach dem Ursprung des Lebens und der nach dem Ziel des Lebens. Wirkliche Antworten aber finden sich nicht im Buch, dass an den entscheidenden Stellen von Konjunktiven wimmelt. So bildet Köhler einerseits in Teilen durchaus gelungen eine naturwissenschaftliche Erkenntnisgeschichte der Welt an, andererseits aber wenig darüber hinaus führend Neues. Als Erkenntnisgewinn verbleibt, lapidar gesagt, nur ein „nichts genaues weiß man“. Obwohl Köhler in durchaus einfacher und verständlicher Sprache zu schreiben versteht und mit vielfachen Grafiken auch bildliche Darstellungen einfügt, übersteigt das Buch in Teilen zudem doch deutlich den Horizont eines interessierten Laien. Für den naturwissenschaftlich interessierten Leser ist das Buch in Teilen eine anregende Zusammenfassung der Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten, führt darüber aber letztlich nicht hinaus und legt zudem eine Reihe von Verständnishürden für den Laien in den Weg.

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