Michael Köhlmeier

 4 Sterne bei 841 Bewertungen
Autor von Das Mädchen mit dem Fingerhut, Abendland und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Michael Köhlmeier

Der österreichische Bestsellerautor: Michael Köhlmeier erblickte am 15. Oktober 1949 in Hard, Vorarlberg das Licht der Welt. Er studierte in den 70er-Jahren Germanistik und Politikwissenschaften an der Universität in Marburg an der Lahn. An diese Ausbildung schloss er ein zweites Studium in Gießen an und vertiefte im Zuge dessen seine Kenntnisse in den Bereichen Philosophie und Mathematik. Für den Österreichischen Rundfunk gestaltete er schon seit den frühen 70ern Hörspiele, machte sich aber ebenso als Verfasser von kurzen Prosatexten einen Namen. Als Teil des Kabarett-Musik-Duos Bilgeri & Köhlmeier erlangte er mit dem Lied „Oho Vorarlberg“ einen Achtungserfolg. Seit den 80er-Jahren ist Kölhmeier als Romanschriftsteller tätig. Viele seiner Werke wurden als Hörspiele veröffentlicht. Zu seinen bekanntesten Büchern zählen „Die Musterschüler“ von 1989, das in Dialogform geschrieben ist, die Erzählung „Sunrise“ von 1994 und „Dein Zimmer für mich allein“ aus dem Jahr 1997. Den frühen Tod seiner Tochter verarbeitete Köhlmeier in dem 2008er-Roman „Idylle mit ertrinkendem Hund“.

Neue Bücher

Das Sonntagskind

Erscheint am 25.07.2019 als Buch bei Obelisk Verlag e.U..

Der werfe den ersten Stein

Erscheint am 19.08.2019 als Hardcover bei Hanser, Carl.

Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist, Adam?

Erscheint am 23.08.2019 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Der Mann, der Verlorenes wiederfindet

Neu erschienen am 18.04.2019 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Michael Köhlmeier

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Das Mädchen mit dem Fingerhut

Das Mädchen mit dem Fingerhut

 (97)
Erschienen am 01.02.2016
Abendland

Abendland

 (70)
Erschienen am 01.11.2008
Madalyn

Madalyn

 (67)
Erschienen am 01.07.2012
Zwei Herren am Strand

Zwei Herren am Strand

 (61)
Erschienen am 22.01.2016
Sunrise

Sunrise

 (51)
Erschienen am 05.11.2018
Idylle mit ertrinkendem Hund

Idylle mit ertrinkendem Hund

 (53)
Erschienen am 01.08.2010
Die Abenteuer des Joel Spazierer

Die Abenteuer des Joel Spazierer

 (52)
Erschienen am 01.07.2014
Die Nibelungen

Die Nibelungen

 (50)
Erschienen am 01.11.1999

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Neue Rezensionen zu Michael Köhlmeier

Neu

Rezension zu "Das Mädchen mit dem Fingerhut" von Michael Köhlmeier

Unbehaust und sprachlos in der Fremde
Greedyreadervor 4 Monaten

Michael Köhlmeiers Roman „Das Mädchen mit dem Fingerhut“ erinnert vom Titel her an Andersens berühmtes Märchen, ist aber keins. Der Roman erzählt von einem 6jährigen Mädchen, das sich Yiza nennt, aber seine Identität nicht wirklich kennt. Das Kind ist offensichtlich unbegleitet in einer namenlosen Stadt in einem europäischen Land angekommen und wird von einem „Onkel“ betreut, der nicht wirklich sein Onkel ist. Er bringt Yiza mit genauen Verhaltensmaßregeln täglich auf einen Markt, wo sie stumm sitzen und lediglich laut und anhaltend kreischen soll, wenn jemand das Wort Polizei ausspricht. Irgendwann kommt der Onkel nicht mehr wieder, und das Mädchen ist auf sich allein gestellt. Yiza versteht die Menschen nicht und hat bisher lediglich überlebt, weil sie niedlich aussieht und die Passanten und Geschäftsleute ihr gern helfen. Eines Tages wird sie in ein Heim gebracht, wo sie zwei Jungen in derselben Situation kennenlernt: Arian und den 14jährigen Schamhan, der die Sprache des Mädchens versteht und für Arian dolmetscht. Die drei bilden zeitweise eine Kleinfamilie, geben einander Schutz und Wärme, bis sie nach einem Einbruch gefasst werden. Arian und Yiza können entkommen und in einem eiskalten leer stehenden Gewächshaus kurze Zeit überleben. Dann erkrankt Yiza schwer. Die Besitzerin des Grundstücks pflegt sie im Haus gesund, sperrt das Mädchen jedoch ein und will es für sich behalten. Bei Arians Versuch, seine Gefährtin zu befreien, kommt es zur Katastrophe.
Köhlmeier erzählt in nüchterner Sprache ohne jede Sentimentalität von einem Schicksal, wie es heutzutage überall in Europa vorkommen kann. Obwohl der Autor es nicht darauf anlegt, empfindet der Leser angesichts der ungeheuren Härte einer solchen Kampfes um das nackte Überleben Empathie und kommt ins Grübeln. Ein Einzelschicksal ist allemal beeindruckender als Zahlen und Statistiken. Köhlmeiers Roman ist keine herzerwärmende schöne Geschichte, sondern ein wichtiges und gut geschriebenes Buch.        

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Rezension zu "Abendland" von Michael Köhlmeier

Trotz guter Erzählkunst leider kein anhaltender Lese"sog"
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Monaten

Inhalt:

Carl-Jakob Candoris hat nur noch wenige Monate zu leben. In der ihm noch verbleibenden Zeit möchte er sein Leben erzählen. Es gibt nur einen, der es aufschreiben soll: der Sohn seines besten Freundes, dem bekannten Jazz-Gitarristen George Lukasser: Sebastian, der Schriftsteller ist. Dieser nimmt den Auftrag an. Im Laufe der Sitzungen, in denen Candoris Sebastian sein Leben erzählt, wird immer deutlicher, dass es sich auch um Sebastians Leben handelt.  Beide Familien sind sehr eng miteinander verbunden und tragen das eine oder andere Geheimnis mit sich. Eingebettet wird die Lebensgeschichte immer wieder in die gesellschaftlich, künstlerisch und politisch vorherrschenden Gedankenströme der damaligen Zeit. Dadurch wird das Buch nicht nur das philosophisch angehauchte Psychogramm zweier Familien und ihrer Mitglieder, sondern auch eines Jahrhunderts.

 

Meine Meinung:

Köhlmeiers Buch ist sicherlich ein Buch der harten Recherche. In den immer wieder einfließenden geschichtlichen Elementen wird dies sehr deutlich. So wird das Buch mehr als nur eine Lebensgeschichte. Allerdings fehlt der Geschichte dadurch auch der Zusammenhalt. Im ersten Teil des Buches wird dies noch nicht so deutlich. Aber im Laufe des 2. Teils rücken zunehmend jene gesellschaftlichen, politischen und geschichtlichen Einzelheiten in den Mittelpunkt, die für die jeweilige Zeit, in der wir uns befinden, bedeutsam sind und werden in das Leben der Akteure eingeflochten. Inhalte sind hier, wie ich finde, zu viele verschiedene Bereiche: die Hässlichkeit der Mathematikerin Emmy Noether, angeblich schwule Boxer, Seyß-Inquart und die Nürnberger Prozesse, Edith Stein, der Mathematiker Makoto Kurabashi, der Physiker Eberhand Hamentner (Die beiden letzt genannten sind fiktive Persönlichkeiten, die aber ebenfalls realen Bezug haben.) und nicht zu vergessen die Geschichte des Jazz. Im dritten Teil findet Köhlmeier eine gute Mischung zwischen diesen Elementen, sodass ich sagen kann, dass der erste Teil derjenige mit dem angepriesenen großen Lesesog ist. Der zweite Teil ist sehr interessant, aber der Lesesog ließ bei mir, aufgrund der Zerrissenheit der Erzählung nach und im dritten Teil dachte ich mitunter schon des Öfteren daran, endlich fertig zu werden. Dies lag aber sicherlich nicht nur am Aufbau des Buches, sondern auch an den 776 Seiten. Keine Frage Köhlmeier kann bewundernswert erzählen und mit seiner manchmal auch sehr direkten Sprache, den Leser einfangen, verzaubern und gleichzeitig aber auch schockieren und aufrütteln. Auch seine Fähigkeit, Menschen zu analysieren und in ihrer gedanklichen, emotionalen und psychischen Entwicklung darzustellen, ist großartig. Dennoch glaube ich, dass man der Geschichte durch straffere Erzählweise mehr Spannung und Griffigkeit hätte geben können und ihr so die unnötige Langatmigkeit hätte nehmen können.

Zumal man nicht vergessen darf, dass die beiden Protagonisten Sebastian Lukasser und Carl Jacob Candoris ebenfalls eine umfassende Lebensgeschichte mitbringen. Sebastian hat gerade eine Prostata Operation hinter sich, an deren Nachwirkungen er immer noch sehr leidet. Zudem hat er eine gescheiterte Ehe und einen Sohn, den er schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Er selbst ist der Sohn des bekannten Jazz-Gitarristen, George Lukasser, der Selbstmord begannen hat. All dies wird auch noch in der Geschichte untergebracht.

 

Fazit:

Alles in allem muss man Hochachtung vor Köhlmeier haben, der so viele verschiedene Erzählelemente auch noch in eine sinnvolle Verbindung bringt. Aber dennoch weiß ich nicht so recht, was mir der Roman sagen will. Als reiner Roman oder Familiensaga ist er mir zu sachlich und mit zu vielen realen Fakten durchzogen. Als Geschichtsbuch ist er wiederum mit zu vielen fiktiven Elementen behaftet. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen und der Leser kann sich je nach Neigung, das aus dem Buch in den Vordergrund holen, was er im Mittelpunkt sehen möchte.

Ich fand das Buch gut, aber nicht herausragend. Da es mein erster Köhlmeier war, kann ich leider keine Vergleiche dahin gehend ziehen, ob er sonst besser schreibt. Neugierig bin ich aber schon auf weitere Bücher von ihm geworden, zumal sein Repertoire so weit gefächert ist, wie dieser Roman.


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Rezension zu "Märchenwelt" von Michael Köhlmeier

Tauch ein in die Märchenwelt
Prinzessin_Literaturiavor 5 Monaten

Märchenwelt

Michael Kohlmeier

 

Als großer, großer Märchenfan, darf natürlich auch dieses wunderschöne Märchenbuch nicht in meiner Sammlung fehlen. Zwischen den schön gestalteten Buchdeckeln sammelt Michael Kohlmeier Märchen aus aller Welt.

 

Genre: Märchen

Seitenzahl: 736

 

Inhalt:

Märchen sind der älteste Wissensspeicher der Menschheit und ein Spiegel ihrer Träume, Ängste und Wünsche. Michael Köhlmeier, gefeierter Romancier und begnadeter Erzähler, hat einhundert Geschichten aus aller Welt gesammelt und nach Urszenen geordnet. Neben altbekannten Klassikern – etwa den Märchen der Brüder Grimm, von Hans Christian Andersen oder den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht – gibt es neue Perlen zu entdecken: isländische Sagen und Märchen aus der Karibik ebenso wie Überlieferungen aus den Steppen Nordamerikas. Ein Schatz für jeden Märchenliebhaber, egal ob groß oder klein.

 

Charaktere und Meinung:

Ich liebe Märchen und natürlich interessieren mich alle Märchen, die ich finden kann XD Michael Kohlmeier erleichtert mir und allen anderen Märchenfreunden die Suche, indem er einige der schönsten Märchen der Welt zu einem Buch zusammenfasst. Bereits das Cover ist mir ins Auge gestochen. Ich habe zwar noch nicht jedes Märchen gelesen, aber bereits mehrere aus verschiedenen Ländern. Was mir besonders gefällt ist die Aufmachung der Geschichten. Erst nach der letzten Zeile verrät uns Michael Kohlmeier, wer das Märchen schrieb oder wo auf der Welt man auf diese Weise erzählt.

Dass die Märchen ungeordnet sind, macht die Aufmachung meiner Meinung nach noch besser. Dadurch kann der Leser Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Märchenerzählungen vergleichen. Ich finde es super, dass nicht nur die Gebrüder Grimm, Hans-Christian Andersen und die Geschichten aus 1001 Nacht unter den Märchen sind, sondern auch unbekannte Erzählungen, die viele Märchenkenner vielleicht noch nie gehört haben.

Achtung an alle, die die Märchen Kindern vorlesen möchten: nicht jede Geschichte ist kinderfreundlich. Mitunter geht es sehr blutrünstig zu. Das ist für mich jedoch kein Grund zur Klage, denn Kohlmeier hat die Märchen in ihrer ursprünglichen Form belassen, sie nicht flapsig nacherzählt oder sogar durch Verharmlosungen verunstaltet. Dieser Faktor ist mir immer besonders wichtig. Gut, die Rechtschreibung hätte man eventuell anpassen können, aber darüber sehe ich einfach mal hinweg.

Meine einzige Kritik betrifft auch nicht die Erzählungen, sondern das Buch an sich. Die wirklich sehr dünnen Seiten finde ich nicht ganz so schön. Ich bin zwar immer sehr vorsichtig mit meinen Büchern, aber irgendwie beeinträchtigt das hauchdünne Papier auch die Optik. Ich verstehe zwar, dass über 700 Seiten sonst nicht so kompakt zwischen die Buchdeckel gepasst hätten, aber dennoch ist mir dieser Punkt negativ aufgestoßen. Trotzdem gibt es von mir – dem Fan aller Märchenbücher – die volle Punktzahl mit

 

Fünf von Fünf Literaturia-Sternchen

 

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Zusätzliche Informationen

Michael Köhlmeier wurde am 15. Oktober 1949 in Hard an Bodensee (Deutschland) geboren.

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