Michael Köhlmeier Das Mädchen mit dem Fingerhut

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Inhaltsangabe zu „Das Mädchen mit dem Fingerhut“ von Michael Köhlmeier

Irgendwo in einer großen Stadt, in Westeuropa. Ein kleines Mädchen kommt auf den Markt, hat Hunger. Sie versteht kein Wort der Sprache, die man hier spricht. Doch wenn jemand „Polizei“ sagt, beginnt sie zu schreien. Woher sie kommt? Warum sie hier ist? Wie sie heißt? Sie weiß es nicht. Yiza, sagt sie, also heißt sie von nun an Yiza. Als Yiza zwei Jungen trifft, die genauso alleine sind wie sie, tut sie sich mit ihnen zusammen. Sie kommen ins Heim und fliehen; sie brechen ein in ein leeres Haus, aber sie werden entdeckt. Michael Köhlmeier erzählt von einem Leben am Rande und von der kindlichen Kraft des Überlebens – ein Roman, dessen Faszination man sich nicht entziehen kann.

Interessanter Ansatz, leider in meinen Augen ohne Kontext geschrieben

— Charlea

Die fesselnde Geschichte eines Flüchtlingsmädchens aus Weißmannicht in Weißmannicht. Daten sind beliebig, nur das gelebte Schicksal zählt.

— Sabine_Sch13

Bewegender und verstörender Kurzroman

— krimielse

Tiefsinnigkeit pur.

— GeschichtenLegendenSagen

Tolles Buch, aber man muss einiges aushalten. Ein interessanter Perspektivwechsel in Beziehung auf ein topaktuelles Thema.

— mirabello

Aktuell, bewegend, wahr, sehr poetisch!

— Sumsi1990

Was heißt es, in einer Welt vollkommen fremd zu sein? Ein starkes Buch, das sehr nachdenklich macht.

— BLINDI

kind in der großstadt vergessen und sich selbst überlassen worden.

— sille72

Schlicht aber doch berührend

— suppenfee

Überleben, als Kind, allein. Ein trauriger und anmutiger Roman

— Nisnis

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  • Buchraettins SuB-Aufbau mit Niveau - Leserunde zu "Gehen, ging, gegangen" von Jenny Erpenbeck

    Gehen, ging, gegangen

    aba

    Und es geht weiter mit Buchraettins Leserunden im Rahmen ihres "SuB-Aufbaus mit Niveau".

    Leider schon wieder ganz schön verspätet lesen wir im Juni "Gehen, ging, gegangen" von Jenny Erpenbeck.

    Jede/r, die/der mitmachen möchte, ist herzlich willkommen!

    Ich wünsche uns viel Spaß!

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  • Interessanter Ansatz, leider in meinen Augen ohne Kontext geschrieben

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    Charlea

    20. April 2017 um 19:51

    Cover / RomangestaltungDas Cover zeigt ein junges Mädchen, vielleicht sogar Kind, dass verängstigt im Blick des Betrachters steht. Sowohl der Titel als auch das Mädchen auf dem Cover haben mich dazu gebracht, das Buch lesen zu wollen.Die Schreibe ist zwar flüssig, jedoch kontextlos, so dass mir das Lesen trotz der Kürze des Romans kein Vergnügen.InhaltEin Mann mit unbekanntem Namen in einer unbekannten Stadt der westlichen Welt bringt ein sechsjähriges Mädchen dazu, bei einem Krämer um Essen zu betteln. Das einzige was er ihr einbläut ist, sollte das Wort "Polizei" fallen, solle sie laut aufschreien.Er bringt sie dazu, den Tag bei dem Krämer zu verbringen und holt sie abends wieder ab, bis er eines Tages nicht mehr auftaucht. Das Mädchen rennt verschreckt durch die Gegend, trifft im Folge der Geschichte auf zwei Jungen, die sie in ihre kleine Gruppe aufnehmen. Sie sind alleine, verängstigt und das einzige Ziel ist, den nächsten Tag mit Essen und am Abend einen Platz zum Schlafen zu finden.FazitDie Geschichte klingt toll, selbst wenn ich die kurze Inhaltsangabe lese, die ich selbst vor ein paar Minuten geschrieben habe kommen mir Zweifel, warum ich das Buch so  schlecht bewerte, aber dennoch stehe ich dazu. Dass man nicht genau weiß, in welcher Stadt oder welchem Land das spielt, finde ich gar nicht schlimm, da es eine Art allgemeinen Rahmen schafft und dafür steht, dass es kein bestimmtes Land gibt, in der ein solches Schicksal passieren könnte, sondern überall passieren könnte - so weit, so gut. Vielleicht fehlt es mir an Vorstellungskraft, mich in ein sechsjähriges Kind hineinversetzen zu können, aber die Geschichte ist eine Ansammlung von Begebenheiten, die jeder für sich schrecklich ist, doch spätestens als die Episode der "Oma" geschildert wird, die das Mädchen einschließt, hat mich die Geschichte komplett verloren. Ich denke, dass das Thema dahinter wichtig ist und es gar nicht genug Bücher dazu geben kann. Kinder sind in allen kritischen Situationen immer die Verlierer, die, denen man kaum die Welt erklären kann, in der Entscheidungen getroffen zu werden, Kriege ausgefochten werden, die außerhalb ihrer Denke liegen. Sie sind es, die geschützt werden müssen und ich finde daher die Idee gut, ein Buch aus Sicht eines Kindes zu schreiben, sie damit zu Wort kommen lassen, um abseits von Politik, strategischer Kriegsführung, Lügen und all dergleichen das Gefühl einer Kinderseele zu vermitteln. Nur leider ist ein guter Grund für ein Buch kein Garant dafür, dass das Gefühl beim Leser auch ankommt  - dies war bei mir leider aus den genannten Gründen nicht der Fall.

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    • 5
  • Das Mädchen mit dem Fingerhut | Rezension

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    vivreavecdeslivres

    16. April 2017 um 15:23

    Natürlich ist das grösste Thema momentan 'Flüchtlinge und Flucht'. Da geht mir eine Angelegenheit besonders nah ans Herz - unbegleitete Minderjährige Asylsuchende, auch kurz UMA. Michael Köhlmeier behandelt genau dieses Thema in diesem Roman. Jedoch ohne Worte wie 'Flucht' ins Mund zu nehmen - zu Papier zu bringen also. Überhaupt sind wenige Worte versammelt, in wenigen kurzen Sätzen. Wenig, wie die Anzahl an Seiten.Und, ganz ehrlich, auch sonst. Die Sprache ist karg und auf den Inhalt fokussieret. Sie gebührt ihm einen unvergesslichen Auftritt. Wir als Leserinnen und Leser lernen die Charaktere gerne kennen. Wir mögen es bestimmt alle, mit ihnen eine besondere, spezielle, am liebsten enge Verbindung einzugehen. Köhlmeier weiss dies, und setzt es phänomenal um. Wir lernen Menschen nicht kennen, wenn wir ihre Namen wissen. Sondern wenn wir mitbekommen, wie sie sich verhalten. Es ist eine echte Begegnung, oder eher Beobachtung, dieses Buch. Ich meinte, Michael Köhlmeier begegnete dieser Dreiergruppe an verlorenen Seelen und dachte sich ihre Geschichte aus. Zu dritt werden sie nicht wirklich betrachtet, alleine würden sie viel mehr Aufsehen erregen. Doch zuerst war das Mädchen mit dem Fingerhut alleine, sogar ohne den Fingerhut. Zuerst war nur sie da, und die Stadt. Die grosse, fremde Stadt im Westen Europas. Aber das ist ganz egal - ja, in dem Roman spielen Förmlichkeiten keine Rolle. Die Augen eines Kindes, die Gefühle eines Kindes, die Gedanken eines Kindes mögen vielleicht naiv, aber immer zutiefst wahrheitsgetreu sein.Und so schreibt Michael Köhlmeier eindringlich sein Buch, das die Wahrheit selbst ist. Es ist die Wahrheit, ein Alltag, ein Leben vieler, vieler Menschen heutzutags. Sie sind so klein und so verletzlich, dass wir sie übersehen. Der Autor wirkt dagegen an, indem er ihre Geschichte erzählt. Und erst dadurch realisieren wir, dass diese Geschichten, diese Menschen und Menschen allgemein, egal wie gut wir sie kennen, die verschiedensten Emotionen ins uns hervorrufen können. Ich bin zutiefst beeindruckt von diesem Werk und danke Michael Köhlmeier dafür von ganzem Herzen.http://wonderful-ne-books.blogspot.ch/2016/05/das-madchen-mit-dem-fingerhut.html

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  • Bewegend und verstörend

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    krimielse

    30. December 2016 um 16:28

    Mit weit aufgerissenen Augen, fast kindlich wie die kleine Protagonistin, verfolgt man als Leser die Geschichte, die vom Überleben und Flüchten in Europa erzählt. Der Ort ist unwichtig, die Nationalität ist egal, die Vergangenheit spielt keine Rolle, sondern das Hier und Jetzt mit der Suche nach Essen, Unterkunft aber auch Freiheit steht im Fokus. Erzählt wird ein kleiner Abschnitt im Leben eines 6-jährigen Mädchens, das auf der Straße lebt, hungrig und durstig ist, nicht weiß, woher sie kommt, die Sprache nicht spricht und eine fest verankerte Angst vor der Polizei hat. Es ist kalter Winter und sie ist allein. Sie landet im Heim und flieht in der Nacht mit zwei Jungen, die genau wie sie einsame Straßenkinder auf der Flucht sind. Als Leser wird man in dieses Szenario katapultiert wie in ein überraschendes Gewitter. Michael Köhlmeier schafft es, von Anfang an Verwirrung und Verstörung durch kurz gefassten prägnanten und recht unpersönlichen Schreibstil zu stiften. Es formen sich viele Fragen nach dem Hintergrund, die aber ganz bewusst nicht beantwortet werden. Die Geschichte ist wie ein Blitzlicht, das die Flucht des kleinen Mädchens unverblümt beleuchtet, traurig und mitleiderregend, gleichzeitig bewundernd und lebensbejahend. Man ist beim Lesen allein gelassen mit allen Fragen, Ängsten und mit all der gestifteten Verwirrung, doch das ist gut so. Ganz leise regt sich am Ende Hoffnung und Bewunderung dafür, dass die Kleine tapfer allem Unbill entgeht und dass es im Leben auch große Freude über sehr Ursprüngliches geben kann. Für mich ist der Kurzroman bezeichnend dafür, wie sich Menschen auf der Flucht und in fremden Umgebungen fühlen müssen, wie gleichgültig im Alltag weggesehen wird und dass angebotene Hilfe oft etwas Forderndes und Eigennütziges hat.

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  • Tiefsinnigkeit pur.

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    GeschichtenLegendenSagen

    17. October 2016 um 10:57

    Schon die Leseprobe war faszinierend, doch das Buch war einfach grandios. Die Geschichte des kleinen Mädchens, das Yiza genannt wird, geht einem bis ans Herz. Ich werde niemals vergessen, wie sie durch die Straßen geirrt ist, auf der Suche nach Geborgenheit und ein bisschen Zuversicht. Es war wirklich fantastisch, sie auf ihrer Reise begleiten zu dürfen. Dafür möchte ich dem Autor, Michael Köhlmeier, einen großen Dank aussprechen. Das Buch kann ich nur weiterempfehlen. Es fängt damit an, dass dieses kleine Mädchen, was Yiza genannt wird, durch die Stadt läuft und sucht. Nach was sie sucht, weiß sie inzwischen selbst nicht mehr so genau. Sie möchte nach Hause. Doch wo ist das? Sie möchte jemanden um Hilfe bitten. Doch wie, wenn sie die Sprache nicht kennt? Der Weg scheint hoffnungslos und Yiza ist am Ende. Doch in der Verzweiflung leuchtet ein Licht. Zwei Jungen, die ihr Schicksal tragen, begegnen ihr und alle drei werden Freunde. Es ist unglaublich, wie sie sich alle durch das Leben schlagen. Sie stehlen, bereuen, versuchen zu lernen. Aber es ist schwer, sehr schwer. Die Kinder dabei zu begleiten ist unvergleichlich. Vor allem macht es einem auf einfache Weise bewusst, wie hart das Leben, besonders als Straßenkind ist. Alle, die sich näher mit den Problemen auf der Welt beschäftigen wollen, sollten mit diesem Buch anfangen. Es ermöglicht einem wundervolle Einblicke in die Welt eines Straßenkindes, in die Gedankenwelt und auch in alle anderen Probleme, die das Erwachsenwerden mit sich bringt. Eine tolle Geschichte. Michael Kohlmeier erzählt alles mit Tempo und tieferem Sinn, er erzählt zum Weinen traurig und hochjagend froh, er lässt den Leser die Lebendigkeit der Kinder fühlen und man möchte auf der anderen Seite niemals mit solch einem Straßenkind tauschen, weil der Autor alle ganz speziefischen Hindernisse im Weg der Kinder, detailreich und soooo gut beschreibt. Und das alles auf so wenig Seiten. Eigentlich schade, dass es nur ein so kurzes Leseerlebnis ist. Dafür um so schöner, wenn man das noch 3 mal lesen kann. Ein großartiges Buch, welches für mich Bestsellerqualität hat. Bitte lest alle das Buch. 

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  • Reise mit unbekanntem Ausgang

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    Orisha

    05. September 2016 um 13:50

    Ein Mädchen, 6 oder 7 Jahre alt, steht allein auf dem Markt. Sie hat Hunger, keine Begleitung, keinen Namen, keine Identität. Sie wird ins Heim gesteckt, nachdem man sie schlafend vor einer Kirche gefunden hat. Sie flieht mit zwei Jungs, die ihr von einem Haus erzählen. Einem Haus, in dem es allen dreien gut gehen wird. Sie machen sich auf, brechen ein, werden von der Polizei aufgegriffen, können fliehen. Eine unendliche Odysee...Köhlmeiers Buch fällt auf. Nicht zuletzt wegen seines einprägsamen Covers. Aber auch inhaltlich und sprachlich fällt das Buch aus der Reihe. Lange wußte ich nicht, was ich von dem Buch halten soll. Eine nicht endende Odysee eines kleinen Mädchens: ohne Ziel, aber auch ohne Sinn? Nein, definitiv nicht. Wir werden als Leser in die Geschichte geworfen und wandeln mit Yiza durch die Welt. Eine Welt, die ihr fremd ist, eine Welt, die ihr Angst macht, weil sie sie nicht versteht und weil die Welt sie nicht versteht. Die Sprache ist entsprechend angepasst: kurze Abschnitte, stakkatoartig geschrieben, sich oft wiederholende Passagen: Eine Sprache der Kinder sozusagen. Das kann man nun mögen oder nicht - mir gefiel es sehr gut, weil es das Buch leicht lesbar machte. Fazit: Ein Buch in das man sich fallen lassen muss, ohne zu fragen, wo führt das eigentlich hin? Denn Ziel dieses Buch ist nicht das Ende der Reise, sondern der Weg zu einem unbekannten Ende. Lesenwert!

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    • 2
  • Kein glaubwürdiger Inhalt, keine lesenswerte Sprache

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    Federfee

    29. August 2016 um 10:50

    Selten hat mich ein Buch so enttäuscht: mit der Unbestimmtheit des Ortes und der Zeit hätte ich mich abfinden können, auch mit den seltsam distanziert gezeichneten Charakteren, aber nicht mit der Sprache. Dabei fing es so schön mit dem Blick auf das Cover an: ein ernstes kleines Mädchen mit traurigen Augen, wie ein altes Gemälde. Tatsächlich ist es ein Ausschnitt aus 'Niñas pobres' von Rafael Martínez Díaz und hängt in einem Museum in Sevilla.Wo und wann die Geschichte spielt, wird nicht ersichtlich. Wir lernen die 6-jährige Yiza kennen, die ihren richtigen Namen nicht einmal selber kennt. Ein 'Onkel' stellt sie jeden Tag in einem Lebensmittelgeschäft ab, damit sie es warm hat und Essen bekommt. Abends holt er sie wieder ab, doch eines Tages bleibt er aus und Yiza irrt in der Stadt umher. Sie kommt in ein Heim, sie wird krank und von einer besitzergreifenden älteren Frau gesund gepflegt, aber immer wieder flieht sie, zuerst mit zwei anderen Jungen, dann nur noch mit Arian, mit dem sie sich sprachlich nicht verständigen kann, übrigens auch mit niemand anderem. Warum ein so kleines Kind im Winter die geschützten Räume verlässt, wurde mir auch beim weiteren Lesen nicht klar und ich empfand es als unglaubwürdig. Das Ende ist seltsam, nicht nur der schreckliche Vorfall, sondern auch der kurze Abschnitt danach. Wie ist das einzuordnen?Zuerst dachte ich, die einfache Sprache mit den vielen Wiederholungen passe zum Kind, aus dessen Sicht erzählt wird."Wir tun fernsehen. Ist das gut? … Arian sagte: Das ist gut. Er sagt, das ist gut, sagte Schamhan. Da sagte Yiza auch: Das ist gut."Ich verstehe schon, dass der Autor damit vielleicht die Qualität der Kommunikation der Kinder untereinander beleuchten will, die unterschiedliche Sprachen sprechen. Und trotzdem fühlte ich mich geradezu provoziert, zumal solche Stellen öfter vorkommen.Kurz und gut: für mich ist die Handlung unglaubwürdig, die Charaktere empfinde ich als nicht authentisch und die Sprache ärgert mich geradezu.

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    • 3
  • Das Mädchen mit dem Fingerhut

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    Sumsi1990

    13. June 2016 um 21:11

    Inhalt:Dieser Roman handelt von einem kleinen Flüchtlingsmädchen, welches sich Yiza nennt, da es seinen wirklichen Namen nicht kennt. Woher das Kind kommt bzw. wie es in das fremde Land kan oder wo die Eltern sind, weiß man nicht. Sie wird von einem "Onkel" tagsüber an einem Marktstand abgegeben, damit es dort zu essen bekommt. Doch irgendwann wird es nicht mehr abgeholt.Das Kind verläuft sich, wird von der Polizei aufgegriffen und kommt in ein Heim. Danach folgt eine mühsame Reise von drei heimatlosen Kindern.Schreibstil: Das Buch ist in kurzen Absätzen geschrieben, hat jedoch keine Kapitel. Der Schreibstil ist mit seinen kurzen Sätzen gewöhnungsbedürftig, hat mir aber gut gefallen. Teilweise ist es aber sehr künstlerisch bzw. poetisch geschrieben, was mir nicht so zugesagt hat.Fazit:Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte ist sehr aktuell und bewegt, weil man sich viel uu wenig Gedanken über die verlorenen Kinder macht. Anfangs hat es mir auch zugesagt, dass der Roman eigentlich mitten in der Story anfängt. Nach Ende des Buches hat mich dann aber doch genau das gestört. Ich bin schon kein Fan von offenen Enden, aber dazu noch ein "offener  Anfang" war mit dann doch zu vage! Ich hätte gern ein bisschen mehr Hintergrundinfos und ein paar Aufklärungen gehabt, würde das Buch aber jedenfalls empfehlen!

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  • Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    aftersunblau

    21. May 2016 um 16:58

    Ein sechsjähriges Mädchen wird von seinem "Onkel" in einem Geschäft abgegeben damit es dort etwas zu essen bekommt. Am ersten Abend wird es wieder von "Onkel " abgeholt, dann wird es sich abends selbst überlassen. Sie versteht die Sprache nicht und ist vollkommen hilflos. Das Mädchen streift durch die Stadt und wird von der Polizei in ein Kinderheim gebracht. dort lernt sie zwei Jungs kennen, mit denen sie flieht.Ohne sich mit Worten zu verstehen, entwickeln sie eine Vertrautheit die ihnen hilft ihr schweres Schicksal zu meistern und zu überleben.Es fällt mir sehr schwer dieses Buch zu bewerten denn der abgehackte Schreibstil mit seinen kurzen, prägnanten Sätzen ist schon mehr als gewöhnungsbedürftig. Hier ein Beispiel: "Sie war nun sehr ernst, sie machte ein paar Schritte auf den Container zu, blieb stehen, als ob sie lauschte. Sie glaubte nicht was sie sah, oder sie sah gar nichts anderes als einen Container, dessen Deckel einen Spalt weit geöffnet war, und sah kein Gesicht und keine Augen oder glaubte nicht, dass es ein Gesicht war, das es Augen waren."Durch den abgehackten Schreibstil wirkte alles sehr distanziert und es kamen keine Emotionen rüber. Mag sein dass dies vom Autor so gewünscht war, damit sich der Leser selbst Gedanken macht wie es den Kindern geht und was sie während ihrer Flucht fühlen. Nachdenklich macht das Büchlein allemal denn es passt zu der aktuellen Lage der Flüchtlinge, die sich auch allein und unverstanden fühlen, so wie da Mädchen mit dem Fingerhut.Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich auf Vier aufrunde.

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  • allein und verlassen

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    sille72

    18. May 2016 um 11:42

    das cover macht einen neugierig auf den titel. die geschichte ist ruhig aber flüssig geschrieben. es spielt im winter und führt einen an den marktplatz einer stadt und in die lage von arbeitssklaven. es wird ein mädchen vorgestellt das sich nicht den menschen in der umgebung verständlich machen kann. ein mann vieleicht der onkel des kindes sagt ihr das sie auf das wort polizei mit schreien reagieren soll denn jeder weiß geschrei macht die leute wuschig und sie versuchen das kind zu beruhigen. als das kind sich verläuft kommt es mit anderen menschen zusammen und wird irgendwann doch zur polizei gebracht. von der polizei wird sie in ein kinderheim gebracht in dem sie erst mal versorgt wird. dort trifft sie ihre begleiter für den rest des romans. das buch kann vielen menschen die situation von den kindern der roma und sinti oder algemein aus den balkanländern in unserer zeit näher bringen. menschen ob groß oder klein sind über all auch fremd und finden sich nicht immer zurecht. grade kinder sind sehr stark gefährdet von erwachsenen mißbraucht oder einfach nur vergessen zu werden. das buch ist sehr zu empfehlen und kann vor allem für nachdenkliche leser interessant sein

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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    • 2951
  • Überleben, als Kind, allein. Ein trauriger und anmutiger Roman.

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    Nisnis

    Yiza ist noch klein. Sie nennt sich Yiza, doch wie sie wirklich heißt, weiß sie nicht. Wo sie sich befindet, weiß sie nicht, auch nicht, woher sie kommt. Sie ist allein. Spricht jemand von Polizei, weiß sie dass sie schreien und davon laufen muss. Yiza hat Hunger. Und, sie hat Angst. Und, sie friert bitterlich.Eines Tages schließt sie sich zwei Jungen an, die genauso allein sind wie sie. Sie kommen in ein Heim, aus dem sie fliehen können, doch sie werden erneut entdeckt.Der Autor:Michael Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt als Schriftsteller in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Er studierte Politikwissenschaft, Germanistik, Mathematik und Philosophie. Seine Romane wurden mit zahlreichen Ehrungen und Preisen ausgezeichnet. Neben seinen Romanen schreibt er Prosa, Lyrik, Hör- und Drehbücher, sowie Stücke und Liedgestaltung.Reflektionen:Fasziniert habe ich diesen Roman gelesen, bei dem ich nicht annähernd erahnen konnte, wohin er mich führt. Und ganz ehrlich, auch nach beenden des Buches weiß ich nicht, wo ich eigentlich war.Michael Köhlmeiers Schreibstil ist unverblümt und klar. Die Deutlichkeit seiner nahezu zarten und harmonischen Sprache, rollt dennoch laut wie ein Gewitter durch die Gedanken des Lesers und er hinterlässt Spuren der Verwüstung, wie nach Blitzeinschlägen.Das Mädchen mit dem Fingerhut ist Yiza. Sie ist noch ein ganz kleines Mädchen und sie ist einsam und allein. Vermutlich spielt diese Geschichte irgendwo in Westeuropa. Sie ist traurig und anmutig zugleich. Traurig, weil ich nicht verstehen kann, dass Yiza allein ist. Dass niemand bei ihr ist und ihr niemand etwas hinterlassen hat, damit sie eines Tages verstehen kann woher sie kommt. Anmutig, weil es ein bewundernswertes, tapferes Mädchen ist, das so klein sie noch ist, fähig ist auszuhalten ohne zu klagen. Nur manchmal, kullert heimlich eine Träne ihre Wangen hinab.Dieses Buch lässt so Vieles bis Alles offen, was ich eigentlich gar nicht gern mag, doch hier muss es so sein, um die Geschichte auf sich wirken und klingen lassen zu können.Natürlich möchte ich wissen woher die Kleine kommt. Wo sind ihre Eltern, warum kümmert sich niemand, warum muss sie Hunger leiden und Ängste ausstehen? Warum hat die Gesellschaft dieses Kind nicht aufgefangen? All diese Fragen bleiben offen, und doch sind sie beantwortet, in meinen Gedanken, durch die Worte des Autors, der meine Fantasie und auch meine realistische Sicht auf Dinge angezapft und in meinem Kopf so zum Ausdruck gebracht hat.Mein Fazit:Dieses Buch verzaubert. Es berührt, es macht traurig und es verleitet zum Nachdenken. Doch die die es lesen sollten, wird es nicht erreichen.Meine Leseempfehlung an all die, die ungewöhnliche- aber dennoch realistische Geschichten lieben.

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    • 4
  • Poetische Tragödie

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    MelC

    28. April 2016 um 16:42

    Der Leser stürzt in diesem Roman so unvermittelt ins Geschehen, wie die Hauptprotagonisten in ihre anstrengende Flucht in Europa. Der Autor lässt viele Fakten im unklaren, so dass der Leser den Freiraum der Fantasie und Interpretation für sich nutzen kann. Wir begleiten das kleine Kind auf einer gefährlichen Reise ohne Ziel. Atemlos verfolgt der Leser die verschiedenen Stationen der unzulänglichen und brutalen Lebensumstände des Kindes. Lässt der Autor immer wieder die Hoffnung aufkeimen, dass nun sich nun doch alles zum guten wenden könne, so vernichtet er diese Perspektive ebenso schnell. Das Drama spitzt sich weiter zu und der Leser kann nur hilflos den unabwendbaren Wegen folgen. In fast poetischer Art und Weise führt uns der Schreibstil durch eine ganz und gar unpoetische Realität. Mit einer gewissen Naivität und Unwissenheit , die dem Kind zu eigen ist, betrachten auch wir die Geschehnisse. Es bleibt nichts anderes, als sich durch das Buch treiben zu lassen und den Bedrohungen ins Auge zu sehen. Ein offenes Ende trägt dazu bei, das der Leser verwirrt, aber dennoch desillusioniert zurückbleibt. Keine leichte Kost, aber in der Aktualität des Themas durchaus eine wichtige Lektüre.

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  • Eine tragische Geschichte über ein Mädchen ohne Heimat

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    EmmaZecka

    24. April 2016 um 16:33

    Michael Köhlmeier präsentiert hier eine sehr bewegende Geschichte von einem Mädchen ohne Heimat und auf der Suche nach einem Platz, an dem es leben kann. Aber beginnen wir erst einmal von vorne:  "Das Mädchen mit dem Fingerhut" sprach mich aufgrund des Klappentextes sofort an. Mich interessierte, was es mit dem Mädchen auf sich hatte, wo es herkam und wie es sich im Laufe der Geschichte entwickeln sollte. Zudem war ich gespannt, wie der Autor Michael Köhlmeier seine eigene Geschichte interpretierte.  Gleich zu Beginn muss ich gestehen, dass mich Michael Köhlmeier als Sprecher nicht vollständig überzeugen konnte. "Das Mädchen mit dem Fingerhut" ist eine sehr feine Geschichte, die er ebenso interpretiert. Es gibt Stellen, an denen er mich wirklich packen konnte. Ich ertappte mich aber auch immer wieder dabei, wie ich abschweifte. Ich hätte mir also insgesamt mehr Spannung bei der Interpretation gewünscht. Etwas, das den Schreibstil ergänzt.   Inhaltlich konnte mich Michael Köhlmeier aber sehr gut fesseln. Das Mädchen, das wie aus dem Nichts auftaucht und nicht versteht, was die fremden, großen Menschen von ihr wollen. Das aber scheinbar von allen geliebt wird und es schon allein mit seiner bloßen Anwesenheit schafft, die Menschen um sich herum zu erobern.  Allerdings merkt man schnell, dass Yiza, wie sie genannt wird, Mühe hat, zu vertrauen. Einzig und allein zwei Jungen, von denen einer ihre Sprache spricht, geben ihr Geborgenheit und zumindest das Gefühl Gleichgesinnte zu haben.  Der Spannungsbogen des Romanes ist sehr gut aufgebaut. Anfangs habe ich mich gefragt, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Doch zu Beginn der zweiten CD hatte ich ein ungefähre Ahnung und habe "Das Mädchen mit dem Fingerhut" verschlungen.  Michael Köhlmeier hat einen sehr schönen Schreibstil. Erstmal war ich beeindruckt, wie er es geschafft hat, dem Mädchen während der ganzen ersten CD keinen Namen zu geben, aber trotzdem Wortwiederholungen zu vermeiden. Außerdem erzählt er sehr fein. Erst zu Beginn der zweiten CD fiel mir auf, dass ich hier einmal genauer hinhören muss, um die ganze Tragweite der Geschichte zu erfassen. Und ich bin mir nicht sicher, ob mir das wirklich gelungen ist.  Zusammenfassend kann ich sagen. dass ich bei "Das Mädchen mit dem Fingerhut" mit einer völlig anderen Geschichte gerechnet habe, als mir auf dem Hörbuch geboten wurde. Das ist aber definitiv keine Kritik, sondern zeigt mir mal wieder, wie viel ich in einen Klappentext hinein interpretieren kann :-).  Wer Geschichten mag, die viel zwischen den Zeilen erzählen und nicht mal so nebenher zu lesen sind, sollte sich "Das Mädchen mit dem Fingerhut" einmal genauer anschauen. 

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  • Traurige Geschichte

    Das Mädchen mit dem Fingerhut

    Milagro

    24. April 2016 um 00:12

    Das Mädchen taucht auf, jung, in schmutzigen Sachen und sprachlos in der Welt, in der sie zunächst von jemandem abgeholt, dann aber zurückgelassen wird. Es ist eine zu Herzen gehende und traurige Geschichte, langsam schreitet das Leben des Mädchens voran, es bleibt immer ein trauriges, eigentlich elendiges Leben. Erwachsene, die sehen, aber wegsehen, Freunde, die erkennen und sich gemeinsam auf den Weg machen. Eine schwere, kurze Erzählung, die in Kopf und Seele steckenbleibt.

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