Michael Köhlmeier Nachts um eins am Telefon

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Inhaltsangabe zu „Nachts um eins am Telefon“ von Michael Köhlmeier

Das Telefon ist der beste Freund des Einsamen, und Telefongespräche nach Mitternacht sind Unterhaltungen mit Geistern. Der Erzähler telefoniert mit Freunden, wie dem übergewichtigen Caligula oder der schönen Jetti, seiner alten Liebe, aber auch mit Wildfremden, die er in der Republik der Schlaflosen antrifft. Aus gut zwei Dutzend Telefongesprächen setzt sich dieses Buch zusammen, aus hingebungsvoll gepflegter Paranoia, aus Großstadtneurosen, aus Erinnerungssucht und anderen Süchten.Michael Köhlmeiers herausragende Qualität als Erzähler beruht auch darauf, dass er es versteht, sehr genau hinzuschauen, mit dem Blick von jemandem, der die Menschen liebt, weil er gar nicht anders kann, in ebenso zarter wie brutaler Genauigkeit.

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    Nachts um eins am Telefon
    HeikeM

    HeikeM

    22. April 2013 um 12:48

    Der Ich-Erzähler telefoniert mit Vorliebe nachts um eins. Er telefoniert mir der Nachbarin, mit Richard, mit der Ex-Freundin und auch mit ihm völlig fremden Menschen, nur um zu sprechen und seiner Einsamkeit zu entfliehen. Alle seine Gesprächspartner bleiben imaginär, die Telefonate stehen großteils für sich, nur wenige bilden einen Zusammenhang. Aber alle sind herausgelöst aus der dem Leser unbekannten Alltagswelt des Erzählers. Unterschwellig erkennt man jedoch die Probleme des Erzählers, dessen vermeintlich einzige Schnittstelle zur Außenwelt das Telefon ist. Michael Köhlmeier ist ja mit jedem Buch, das ich von ihm las, ein wenig mehr zu einem meiner Lieblingsautoren avanciert. "Nachts um eins am Telefon" hat mich allerdings nicht so begeistert wie zum Beispiel "Madalyn" oder "Idylle mit ertrinkendem Hund". Es ist deshalb nicht schlecht, keineswegs. Aber ich empfand es als schade, dass für mich die Figuren nicht greifbar waren, sie blieben unwirklich - wie im Klappentext schon geschrieben - Geister. Einige der Gespräche erschlossen sich für mich auch inhaltlich nicht, ich fühlte mich nicht dazugehörig, wie ein Außenstehender, ein Lauscher. Vielleicht hat Michael Köhlmeier dies auch genau so bezweckt, aber ich fühlte mich nicht richtig wohl dabei. "Nachts um eins am Telefon" ist weder ein Roman noch eine Sammlung von Kurzgeschichten, es sind Fragmente, die durch die Person des Erzählers verbunden sind. Sie wirkten unglaublich traurig und melancholisch auf mich, sodass ich mich fragte, was den Erzähler wohl in diese Einsamkeit getrieben hat. Bestechend ist auch in diesem Buch der Stil Michael Köhlmeiers, poetisch, ausdrucksstark und feinsinnig. Schon allein deshalb ist es lesenswert.

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