Michael Köhlmeier Zwei Herren am Strand

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Inhaltsangabe zu „Zwei Herren am Strand“ von Michael Köhlmeier

Winston Churchill und Charlie Chaplin – zwei Giganten der Weltgeschichte
Liebe auf den ersten Blick war es nicht, doch nach der ersten Begegnung in den Dreißigerjahren ließen sie einander nicht mehr los. Winston Churchill und Charlie Chaplin sahen in einander so etwas wie ein Spiegelbild. Beide waren vom Ruhm verwöhnt und doch zwei große Melancholiker, die immer wieder an tiefen Depressionen und Lebensüberdruss litten. Und seit jenem ersten langen Spaziergang am Strand verfolgten sie, wie der jeweils andere umging mit diesem „schwarzen Hund“ Melancholie: Chaplin, indem er der größte Komiker der Filmgeschichte wurde, Churchill, indem er sein Land durch den Krieg führte. Dem Kampf gegen den Nationalsozialismus wollten beide ihr Leben widmen: der eine durch sein unsterbliches Meisterwerk Der große Diktator, der andere durch einen Widerstandswillen, der ein ganzes Volk mitriss.
(7 CD, Laufzeit: 8h 46)

Die gelungene Hörversion einer Geschichte über die Freundschaft zwischen Charlie Chaplin und Winston Churchill - und noch viel mehr.

— Lesemanie

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  • Clown und Staatsmann am Strand...

    Zwei Herren am Strand

    Lesemanie

    06. November 2015 um 15:12

    Der schwarze Hund fällt Winston Churchill und Charlie Chaplin seit ihrer Kindheit in regelmäßigen Abständen an. Der schwarze Hund - so nennt Churchill seine Depressionen und das Verlangen, sich das Leben zu nehmen. Dass er in Charlie Chaplin einen Seelenverwandten hat, finden beide Männer durch Zufall auf einer Party in Beverly Hills heraus. Chaplin ist zu diesem Zeitpunkt in einen bitteren Scheidungskrieg verwickelt; seine bald-Ex-Frau streut Gerüchte über Chaplins angebliche Affären mit Minderjährigen, Wutausbrüche und mehr. Im schützenden Dunkel der herabfallenden Nacht beginnen beide Männer, ohne sich einander vorzustellen, ein Gespräch auf der Terasse, abseits vom Trubel der Party und machen sich schließlich auf zu einem gemeinsamen Spaziergang am Strand. Spazierend erzählen sie einander vom ersten Mal als der schwarze Hund sie im Kindesalter angefallen hat und davon, wie sie damit umgehen.Sie sprechen nicht nur darüber, welche Tricks sie sich einfallen lassen um den schwarzen Hund zum Schweigen zu bringen, sondern diskutieren auch in aller Ernsthaftigkeit unterschiedliche Suizid-Methoden. So bedrückend, wie dieser Beginn vermuten lassen mag, ist das Buch als Ganzes jedoch nicht. Das liegt zum einen an der Art und Weise in der Köhlmeier seine Geschichte aufgebaut hat, zum anderen auch an seiner Art des Erzählens. Vom Aufbau her ist Köhlmeiers Buch eine Mischung aus Roman, Biographie und Autobiographie. So erzählt es von der Faszination, die Köhlmeiers Vater für den großen Winston Churchill hegt, und von der jahrelangen Briefkorrespondenz, die er mit dem Very Private Private Secretary des verstorbenen Staatsmannes führt und die ihm umfassende Einblicke in Churchills Leben, seine Familie und seinen politischen Werdegang ermöglicht. Dem Staatsmann gegenüber stellt Köhlmeier den Clown – Charlie Chaplin. Ebenso anschaulich und detailliert wie bei Churchill, erzählt Köhlmeier die Geschichte von Chaplins Jugend, seinem Weg nach Hollywood und seinen Filmen, die ihn zum beliebtesten Star seiner Zeit machen. Ausführliche Beschreibungen und Besprechungen von Chaplins Filmen entfachen eine unbändige Lust, sich diese Filme einmal (oder wieder) anzusehen. Auch auf Churchills Biografie seines Vorfahren, des ersten Duke of Marlborough, macht Köhlmeier Lust, ebenso wie auf die vielen Essays und Artikel die Winston Churchill, 1953 mit dem Literaturnobelpreis geehrt, im Laufe seines Lebens verfasst. Zwei Herren am Strand erzählt von zwei bedeutenden Männern des 20. Jahrhunderts, ihr Leben und Schaffen, ihre Ängste und Dämonen und das Vermächtnis, das sie der Welt hinterlassen haben. Dabei vermeidet der Autor gekonnt unnötigen Pathos und das wird noch durch die Art und Weise, wie er sein Buch in dieser Hörbuchversion einliest, unterstrichen: da ist keine dramatisierte Betonung, keine gezogenen Kunstpausen. Vielmehr setzt Köhlmeier seine Pausen so, dass der Eindruck entsteht, hier lese nicht jemand ein Buch vor, sondern hier erzähle ein talentierter Geschichtenerzähler dem geneigten Zuhörer eine Geschichte. Eine Geschichte mit traurigen und berührenden Momenten, sowie teils komischen, teils unangenehmen Begegnungen und durchweg hochinteressanten Beobachtungen. 

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  • Beeindruckende Einspielung des eigenen Buches

    Zwei Herren am Strand

    WinfriedStanzick

    22. September 2014 um 09:55

    „Mein Vater war als Kind Chaplin und Churchill begegnet, beiden in unserer kleinen Stadt, beiden zur gleichen Zeit; sie waren auf ihn   aufmerksam geworden, hatten sich mit ihm abgegeben und hatten ihn gelobt.“   Sein ganzes Leben lang wird der Vater von Michael Köhlmeier sein Interesse und seine Begeisterung für Winston Churchill nicht verlieren. Er wird Englisch lernen um Churchills Biografie des 1. Duke of Marlborough zu lesen, für die dieser den Nobelpries für Literatur erhielt. Und irgendwann wird er, früh verwitwet, eine eigene Biographie über Winston Churchill zu schreiben beginnen. Als Köhlmeiers Vater 1974 an einem Symposion zum 100 Geburtstag Churchill teilnimmt, lernt er William Knott kennen – „The very private Private Secretary to a very prime Prime Minister“- und beginnt in der Folge mit Knott eine zehn Jahre anhaltende Brieffreundschaft, die bis zum Tod Knotts hielt und insgesamt über 1000 Seiten umfasst.   Selbst lange Jahre als Clown neben seinem früheren Hauptberuf als Lehrer in einem Gymnasium insbesondere an Wochenenden tätig, entwickelte Michael Köhlmeier ein intensives Interesse an der Person und der Arbeit Charlie Chaplins und durch die Arbeit seines Vaters auch an dessen ungewöhnlicher Freundschaft zu Winston Churchill. Ich nehme an, dass der nun vorliegende Roman über diese Freundschaft zweier berühmter Männer im Kopf von Köhlmeier schon in dem Augenblick Gestalt annahm, als er die gesammelte Dokumente der Brieffreundschaft seines Vaters mit William Knott gelesen hatte, nachdem sie ihm nach dessen Tod in die Hände gefallen waren   Nun, 2014, hat er die Idee umgesetzt und einen faszinierenden Roman geschrieben. Zwei berühmte Männer, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, freunden sich an und versprechen sich bei einem langen Spaziergang am Strand, immer für einander da zu sein, wenn der schwarze Hund nach ihnen schnappt. Den schwarzen Hund kannten sie beide. Immer wieder hatte sowohl Chaplin als auch Churchill mit Phasen schlimmer Melancholie und  Depression zu kämpfen.   Michael Köhlmeier beschreibt in seinem Roman nicht nur die Phasen dieser Freundschaft bis zu ihrem Höhepunkt, als Chaplin in London an seinem Film „Der große Diktator“ zu verzweifeln droht, Churchills mutiger Kampf gegen Hitler durch eine schwere Depression bedroht ist, und sie beide sich zum wiederholten Mal gegenseitig vom schwarzen Hund retten.   Nein, er schildert auch das Leben und das Schaffen beider Männer von den zwanziger Jahren bis zum Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs. Mit einer wunderbaren und mit viel Phantasie ausgestatteten Sprache spannt Köhlmeier einen Bogen über das 20. Jahrhundert. In der Geschichte des ungleichen Paares Chaplin und Churchill und ihrer immer wieder bedrohten Freundschaft entwickelt er die Geschichte des 20.Jahrhunderts zwischen Kunst und Politik, zwischen genialer Komik und schrecklichem Ernst.   Es ist ein Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte, ein Roman, der handelt von zwei Männern, deren Größe und Tatkraft, deren Mut und Durchhaltevermögen, deren Kreativität und Hybris (ja, die kommt auch nicht zu kurz) man erst spät zu würdigen wusste. Er ist eine gelungene Mischung zwischen einer Doppelbiografie, einer Filmgeschichte und einer literarischen Dokumentation einer der zentralen Phasen des 20.Jahrhunderts. Zwei Männer, der Künstler und der Politiker, kämpfen mit ihren je eigenen Mitteln ihren Kampf gegen den inneren schwarzen Hund und gegen den äußeren Feind Hitler.   Das Buch hat zu Recht die Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2014 verdient.   Der hier vorliegenden vollständigen Hörbuchfassung, gelesen vom Autor selbst, spürt man die persönliche Nähe zu den Biographien der beiden Hauptpersonen ab.          

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