Michael Kahn-Ackermann

 4,5 Sterne bei 2 Bewertungen

Lebenslauf von Michael Kahn-Ackermann

Michael Kahn-Ackermann, Jahrgang 1946, studierte Sinologie an der LMU München und in Peking. 1988 war er Gründungsdirektor des Goethe-Instituts Peking. Er lebt in Nanjing. Übersetzung diverser chinesischer Werke, zuletzt Zhao Tingyang: Alles unter dem Himmel (2020)

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Wuhan Diary (ISBN: 9783455010404)

Wuhan Diary

 (25)
Neu erschienen am 03.08.2021 als Taschenbuch bei Hoffmann und Campe.

Alle Bücher von Michael Kahn-Ackermann

Cover des Buches Wuhan Diary (ISBN: 9783455010404)

Wuhan Diary

 (25)
Erschienen am 03.08.2021
Cover des Buches Weiches Begräbnis (ISBN: 9783455011036)

Weiches Begräbnis

 (16)
Erschienen am 01.04.2021
Cover des Buches Weiches Begräbnis (ISBN: B08MHZQN6N)

Weiches Begräbnis

 (2)
Erschienen am 01.04.2021
Cover des Buches Kakerlaken-Kunde (ISBN: 9783487150543)

Kakerlaken-Kunde

 (0)
Erschienen am 01.09.2013
Cover des Buches Wütendes Feuer (ISBN: 9783455014228)

Wütendes Feuer

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Erscheint am 03.05.2022
Cover des Buches Weiches Begräbnis (ISBN: 9783455011401)

Weiches Begräbnis

 (0)
Erscheint am 02.04.2022

Neue Rezensionen zu Michael Kahn-Ackermann

Cover des Buches Weiches Begräbnis (ISBN: 9783455011036)Vabaloups avatar

Rezension zu "Weiches Begräbnis" von Fang Fang

Weiches Begräbnis
Vabaloupvor 4 Tagen

Nach ihrem berühmt gewordenen Roman „Wuham Diary“ erschien am 1. April 2021 der neue Roman „Weiches Begräbnis“ der chinesischen Autorin bei Hoffmann & Campe. Nachdem der Roman in China zunächst gefeiert und mit dem Literaturpreis Lu Yao ausgezeichnet wurde, ist er dort mittlerweile aus den Buchläden verschwunden.

In einem kleinen Dorf wird eine junge Frau schwer verletzt und ohne Erinnerungen aus einem Fluss gezogen. Aufgrund ihres Gedächtnisverlusts ist sie gezwungen, ein neues Leben zu beginnen. Sie erhält den Namen Ding Zitao, wird Haushälterin, heiratet ihren Retter Dr. Wu und bekommt einen Sohn mit ihm. Doch als ihr erwachsener Sohn Qinglin ihr eines Tages ein Haus in wohlhabender Umgebung schenkt, kommen plötzlich die Erinnerungen zurück und Ding Zitao gelingt es nicht mehr, sich in das Vergessen zu flüchten. Sie fällt in eine Agnoie, die sie immer weiter in die Vergangenheit zurückführt. Qinglin beginnt daraufhin zu recherchieren und reist nach Ost-Sichuan, um seine Familiengeschichte auszugraben.

Schrittweise tasten sich die Leser:innen mit Ding Zitao und Qinglin in die Vergangenheit vor, die für immer vergessen schien. Konfrontiert wird man dabei bald mit brutalen Szenen, die sich zu Zeiten der sog. Landreform zugetragen haben.

Der geschichtliche Kontext wird gekonnt mit einer komplexen Familiengeschichte verwoben. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Familien von Großgrundbesitzern, die es im Rahmen der Reform zu „bekämpfen“ galt. Fang Fang lässt ihre Figuren dabei häufig gegensätzliche Positionen beziehen, ohne Einzelne zu denunzieren oder in die Ecke zu drängen. So sind die Argumente der Bauern, die an der Landreform teilhatten, ähnlich nachvollziehbar, wie die Qualen derer, die unter ihr litten.

Fang Fang gibt mit ihrem Roman Einblicke in eine sich rasant verändernde Gesellschaft der vergangenen Jahrzehnte und ihren Gründungsmythos, der Landreform ab 1948, während der Millionen Chinesen grausam hingerichtet wurden. Diese Ära, die die arme Landbevölkerung zu Eigentümern machte, gehört zu den unantastbaren Teilen der chinesischen Erinnerungskultur.

Anspielungen und Bezüge im Roman, die für deutsche Leser:innen weitgehend unbekannt sein dürften, werden durch Fußnoten verständlich. Die Handlungsweisen der einzelnen Figuren hingegen war für mich nicht immer begreiflich, sodass permanent eine Distanz zu spüren war.

„Weiches Begräbnis“ ist ein spannendes und berührendes, aber auch ein politisches Buch, das mit seiner Auseinandersetzung zum individuellen und kollektiven Erinnern und Vergessen hochaktuell ist.

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Cover des Buches Weiches Begräbnis (ISBN: 9783455011036)mesus avatar

Rezension zu "Weiches Begräbnis" von Fang Fang

Verwirrendes Leben
mesuvor einem Monat

Eine Geschichte über eine Frau die sich verloren hat. Sie wird verletzt in einem Fluss gefunden, namenlos ohne Erinnerung. Sie hat alles verdrängt und beginnt ein neues Leben mit ihrem Retter und heiratet ihn. Später kauft der gemeinsame Sohn seiner Mutter ein Haus. Da blitzen plötzlich Erinnerungen, Bruchstücke aus ihrer Vergangenheit auf. Sie steigert sich hinein, verliert sich,verstummt und nimmt kaum noch etwas wahr. 

Leider sehr verwirrend und undurchsichtig. Diese Geschichte konnte mich nicht überzeugen.


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Cover des Buches Wuhan Diary (ISBN: 9783455010404)R

Rezension zu "Wuhan Diary" von Fang Fang

Tagebuch aus einer gesperrten stadt
Rosi25vor einem Monat

Ende 2019 treten erstmals in Wuhan Erkrankungen der Lunge auf. Anfang 2020 explodieren die Zahlen der Erkrankten und Wuhan wird für 76 Tage abgeriegelt. Die wuhanische Schriftstellerin Fang Fang startet einen online Blog mit täglichen Tagebucheinträgen. Sie ist gut vernetzt und gibt Einblicke der ärztlichen Arbeit. Sie stellt die Arbeit der Regierung in Frage und kritisiert vieles. Sie wird auch sehr angefeindet, was sie aber nicht davon abhält, weiter zu schreiben.

Ich fande die Einträge sehr interressant und sind ein historisches Dokument. Sie beschreibt sehr sachlich und informativ, wie die Lage täglich in Wuhan ist und sich verändert. Man erfährt auch viel über die Nöte der Menschen, jedoch haben mir die emotionale Seite ein bisschen gefehlt. Auch beschränkt sie sich fast nur auf Wuhan. Ich hätte es auch interessant gefunden, wie und wann die ersten Fälle ausserhalb Wuhan auftraten und sie es erfahren hat und auch empfunden hat. Jedoch ein sehr interessantes Buch.

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