Michael Karner

 2.9 Sterne bei 20 Bewertungen

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Erschienen am 07.12.2015
Red Axe, Black Sun

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Erschienen am 05.03.2015
Love Is For Tomorrow: Thriller

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 (8)
Erschienen am 07.12.2015

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Der_Buchdraches avatar

Rezension zu "Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung" von Michael Karner

Verschriftlichte Langeweile
Der_Buchdrachevor 9 Monaten

Hack and Slash oder auch Sword and Sorcery (so ganz sicher bin ich mir bei der Genreeinteilung in diesem Fall ehrlich gesagt nicht) ist in Reinform in der Literatur nicht so mein Fall, jedenfalls dann nicht, wenn es allein und ohne andere Elemente auftritt. Dennoch war ich gewillt, mich auf »Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung« von Michael Karner einzulassen. Der Klappentext klang ganz interessant, und irgendwie war ich dann doch in der Stimmung dafür.

Praya ist die Prinzessin des Juwels der Wüste, doch etwas ist besonders an ihr. Um ihre ewige Jugend zu bewahren, wurde sie in einen Tiefschlaf versetzt. 
Als der junge, ehrgeizige Monsterjäger Ducarte und ein friedfertiger Kung-Fu-Mönch mit dubioser Vergangenheit zu ihrer Rettung auftauchen, verfolgt jeder seine eigenen geheimen Pläne. Doch jemand will der Prinzessin das Leben rauben.

Das ungleiche Trio muss sich zusammenschließen, um eine Flucht über drei Kontinente anzutreten. Von der sengenden Wüste, zu frostbefallenen Wäldern, gelangen sie auf die Spur ihrer Verfolger. Doch je mehr sie die Verschwörung aufdecken, desto eher gerät ihre Heimat in Gefahr. 
Als ein vermeintlicher Verbündeter die Helden unerwartet in die Arme des übermächtigen Feindes treibt, ist der einzige Ausweg, sich ihm zu stellen. Denn Praya erinnert sich langsam an ihre magischen Kräfte. 
Ihre Familie hielt sie noch aus einem anderen Grund gefangen… 

Epic-Fantasy-Abenteuer - Eine geballte Ladung aus Schwert & Magie, Schießpulver & Kung-Fu.
[Quelle: Klappentext]

Die Erwartungen waren ehrlich gesagt nicht hoch und beliefen sich tatsächlich schon eher in Richtung unterhaltsamen Trashs. So wirklich unterhalten fühlt man sich nach der Lektüre jedoch nicht. Die Rezension entsteht in einigen Tagen Abstand, und ohne meine Notizen wäre von der Lektüre kaum etwas hängen geblieben.

Als Leser hat man die ganze Zeit das Gefühl, etwas abseits zu stehen; die Erzählung nimmt einen wortwörtlich nicht mit. Die Handlung schreitet voran, der Leser hetzt hinterher und hat das Gefühl die Hälfte zu verpassen, und von der anderen Hälfte wird ihn scheinbar auch nicht alles erzählt, um auch als Außenstehender ein gutes Bild der Welt zu bekommen.

Dieses Bild beschreibt das Lesegefühl des Romans mit dem furchtbar sperrigen Titel recht gut. Man hat tatsächlich immer wieder das Gefühl, dass Dinge übersprungen werden, denn plötzlich befindet man sich an einem völlig anderen Ort und hat irgendwie nicht mitbekommen, warum die Handlung jetzt plötzlich dahin springt. 

Auch die Gefahr, die vom Gegenspieler ausgeht, wird dem Leser nicht wirklich greifbar gemacht. Jetzt den Herrn der Ringe als Gegenbeispiel anzuführen, ist zugegebenermaßen ein Luxusvergleich, macht es aber recht deutlich. Wer Tolkien kennt und an Sauron und Mordor denkt, hat ein regelrecht greifbares Gefühl von Angst und Bedrohung. Da weiß man, warum Frodo und Sam das machen, und begreift auch die unglaubliche Gefahr, durch die sie gehen, und die ebenso unglaubliche Leistung, die sie erbringen. In »Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung« ist nichts davon spürbar. Es wird zwar gesagt, dass der Antagonist ganz böse und gefährlich ist, das Gefühl dessen wird dem Leser aber in keiner Weise vermittelt.

Für mein Studium musste ich neulich einen Text von Jost Schneider lesen, in welchem er ein schönes Model entwickelte zur Bestimmung der Literarizität eines Textes, in welchem er aber auch behauptete, Trivialliteratur besäße keine Poetizität und sei damit nicht der Kern der Litertur, nicht die Crème de la Crème. Diese Aussage kann zu Recht angefochten werden, mit Blick auf diesen Roman hier glaube ich das Herrn Schneider jedoch sogar ausnahmsweise. Dieser Text hat keinen Stil. Hier einmal ein Auszug aus Seite 19:

»[…] Die Tempel und Oasen, die es im weiten Meer aus Sand zu finden galt, bargen noch immer alte Schätze, Gold, Waffen und Rüstungen. Wer nicht am Handel des Öls aus der Erde Teil hatte, musste dieses weitaus gefährlichere Laster auf sich nehmen. Sein Anzug war eng an seine bis auf einen runden Bauch dürre Gestalt geschmiegt und umschloss ihn wie eine zweite Haut von Kopf bis Fuß. Wie eine Schlangenhaut glänzte das Leder im Sonnenlicht. Ich betrachtete Schläuche aus Tiermägen, die an verschiedenen Stellen aus dem Anzug traten und an anderen Stellen, (sic) wieder hinein verliefen. Manche schienen für das Trinken von Wasser vorgesehen zu sein. Er reichte uns die Hand und lächelte, meine Neugierde ertappend. Sein Name war Halek.«

Dieser Auszug macht noch etwas anderes deutlich: Fehler. Es sind nie gravierende Fehler in Rechtschreibung und Grammatik, treten jedoch immer wieder auf. Kommas, wo keine hingehören, fehlende e’s und dergleichen mehr. Außerdem ist das Buch streckenweise wirklich nicht schön formatiert, und ich denke nicht, dass es in jedem Fall an meiner Readerapp liegt (ich besitze keinen Reader, sondern lese EBooks in Apps auf meinem Handy), denn die kann andere Texte sehr wohl sehr schön formatiert wiedergeben. Die Fehler waren bis auf die teils unschöne Formatierung nie allzu störend, die ins Auge fallende Menge macht das jedoch wieder wett.

Schließlich und schlussendlich die Charaktere. Bisher konnte ich weder in die Welt hinein finden und mich an ihr erfreuen noch etwas dem Schreibstil abgewinnen. Mit den Charakteren sieht das leider genauso aus. Ducarte hieß für mich die meiste Zeit des Buches »ich«, da sein Name auffallend selten genannt wird und er sich so schlicht nicht einprägt. Hinzu kam, dass die Charaktere vor allem eines nicht hatten: Charakter. Sie erscheinen mehr als handelnde Dinge, statt als eigenständige Individuen, Dinge, die halt da sind, damit die Handlung irgendwie vorangehen kann. Sie waren für mich schlicht keine Personen. 

Alles in allem waren es keine erfreulichen oder unterhaltsamen Lesestunden. Irgendwann fängt man an, einfach nur noch zu überblättern und die Seiten bis zum Ende zu zählen, weil die Langeweile überhand zu nehmen droht. Meine Güte, war ich froh, als ich die letzte Seite erreichte …


Nichtsdestotrotz danke ich dem Autor für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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weltentzueckts avatar

Rezension zu "Love Is For Tomorrow: Thriller" von Michael Karner

Die rasante Handlung hängte mich schnell ab...
weltentzuecktvor einem Jahr

Inhalt:

Antoine, ehemaliger CIA-Agent, beginnt nach einer gescheiterten Mission ein neues Leben in Österreich, um seine Familie zu schützen. Doch während sein früherer Arbeitgeber bemüht ist, ihn endgültig auszulöschen, ist Antoine wild entschlossen, eine russische Agentin vor einem Angriff auf ein unvorstellbares Ziel zu stoppen: ihr eigenes Mutterland. Eine Verfolgungsjagd quer durch Europa beginnt.
Es ist der erste Teil einer neuen Serie und Antoines erste Mission mit der internationalen Spionage-Agency UNIT, mit Sitz in Wien. Dabei helfen ihm eine erfahrene ex-MI5 Vordenkerin aus Ghana, eine junge indische Hackerin und ein pakistanischer Rüstungsindustriemagnat.

 

Meine Meinung:

Bei Michael Karners und Isaac Newton Acquah’s „Love is for Tomorrow“ handelt es sich um einen Thriller, der Elemente aus Action, Spionage und Roman Noir verbindet.
Das Cover finde ich wunderbar gelungen! Es gibt wider, was einem in dem Buch erwartet:
Der Verlauf der Geschichte ist sehr schnelllebig – rasant springt man von Kapitel zu Kapitel, stets mit neuen Orten und neuen Charakteren, ehe die Handlungsstränge zusammengeführt werden. Reich an Action vermittelt Karner dem Leser ein Bild, das einem James-Bond oder Mission-Impossible gleicht. Für die Charaktere hätte ich mir allerdings etwas mehr Tiefgang gewünscht. Vielleicht wäre es mir dann leichter gefallen, der zersplitterten Handlung und den vielen Ortswechseln zu folgen. Ich sprach mit anderen über das Buch und erfuhr, dass es hilfreich für das Verständnis ist, Karners Kurzgeschichte vorweg zu lesen. Ohne diese „Einführung“ fehlte mir der Überblick darüber, wer wer ist. Die unterschiedlichen Handlungsorte in Europa und weltweit waren mir leider auch kein Anhaltspunkt, da keiner der Orte wirklich beschrieben wurde. Was eine mentale Weltreise hätte werden können, endete bei mir in Chaos mit drei Fragezeichen. Obendrein wurde mein Lesefluss durch die vielen Nennungen der exakten Waffenmodelle, etc. etwas gestört. Ein kleiner eingeschobener Nebensatz, um was es sich dabei genau handelt, wäre hilfreich gewesen. Aber das mag auch an meiner mangelnden Erfahrung mit Waffen oder diesem speziellen Genre liegen.

Die Handlung selbst wurde durch ihr rasantes Fortleben nicht langweilig, traf mich aber auch nicht als sonderlich originell. Insgesamt fällt es mir schwer, hier ein Feedback abzugeben, weil ich dieses Genre mit Fitzeks „Noah“ bisher nur angetastet hatte. Und ein selbstveröffentlichtes Buch mit der Deutschlandlegende Fitzek zu vergleichen, scheint mir eher unfair.

Abschließend würde ich sagen, dass das Buch für Spionage-Fans ein guter Auftakt zu dieser neuen Serie bietet. Einen Rat gebe ich noch mit auf den Weg: Nehmt euch Zeit mit dem Buch und bleibt konzentriert bei der Sache, um Verwirrung vorzubeugen.

 

Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen – meine persönliche Meinung, die Fans des Genres vielleicht gar nicht werden nachvollziehen können und bedanke mich vielmals bei Herrn Karner für das E-Book und die Möglichkeit in ein neues Genre einzutauchen.

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Kaetzins avatar

Rezension zu "Der Monsterjäger und die Prinzessin der Dämmerung" von Michael Karner

Vorhersehbar und langweilig
Kaetzinvor einem Jahr

(Könnte kleine Spoiler enthalten, die für die Rezension leider notwendig sind. Fazit ist aber wieder spoilerfrei!) Der Autor bot mir sein Buch als Rezensionsexemplar  an und zu Beginn war ich, das muss ich zugeben, sehr skeptisch, da der Klappentext weder außergewöhnlich noch spannend, sondern wie jeder andere klang. Und im Nachhinein haben sich meine Befürchtungen bewahrheitet, wenn nicht sogar schlimmer.



Gleich zu Beginn wird man direkt ins Geschehen „geworfen“. Eine Actionszene jagt die nächste und während ich mich frage, warum der Protagonist Ducarte Prinzessin Praya entführt, fliehen er, sie und der Mönch Chauhan auch schon. Einfach mal so. Keiner kennt sich, aber weil da ja noch andere böse Jungs sind, geht die Prinzessin einfach mal mit den weniger bösen Jungs mit. Oooookay. Nein, eigentlich nicht. Denn obwohl der Klappentext schon andeutet, dass Prayas Eltern Dreck am Stecken haben, würde ich mich in ihrem Fall erst mal an meine Eltern und die eigenen Soldaten wenden… Warum Ducarte und Chauhan die Prinzessin „entführen“ erfährt der Leser erst kurz vor Ende. Und das war auch einer der Dinge, die mich sehr gestört haben. Neben den Beweggründen dieser etwas freiwilligen Entführung, erfährt man auch fast nichts über den Protagonisten. Und ganz nebenbei: das Buch wird aus seiner Perspektive erzählt.


Komme ich doch gerade gleich zu den Charakteren und insbesondere Ducarte. Ein prahlender, angeberischer Großkotz. Sorry, erst lamentiert er darüber, dass er noch NIE jemanden absichtlich getötet hätte, weil Moral und Kodex und so, aber das spielt scheinbar nur auf den ersten 15 Seiten eine Rolle und wird sonst gar nicht mehr erwähnt. Also  überflüssig. Er gehört zu den „Blutigen Jägern“ und ist legendär! Dennoch ist er verdammt knauserig was seine Vergangenheit betrifft. Man erfährt praktisch nichts. Hinzu kommt, dass Ducarte echt schmierig ist (mir ist kein freundlicheres Wort für sexistisch und pervers eingefallen), obwohl man ihn, glaube ich, schon sexistisch nennen könnte. Denn am Ende verrät er dem Leser, dass er Praya nur gerettet hat, weil er Kinder mit ihr haben möchte… Des Weiteren spielen er, Chauhan und ein paar andere während einer Schiffsfahrt bei dem Kartenspiel „Drei Königreiche und ein Pharao“ um sie. Sie protestier ein kleinwenig, aber das war’s. Und das geht, meiner Meinung nach, absolut nicht in Ordnung. Um Frauen wird nicht gespielt als wären sie Objekte! Hallo?! Emanzipation? Gleichberechtigung? Sexismus?


Da wir nun auch bei Praya sind…Die perfekte Prinzessin. Wunderschön, super klug, kann zaubern, lernt sehr gut kämpfen,… Merkt ihr was? Ich auch. Und der Autor mitten während seines Schreibprozesses auch, denn er lädt ihr einen Crash-Kurs zum Thema Kämpfen während besagter Schiffsfahrt auf und oh Wunder! Sie lernt natürlich super schnell und wird super gut und überhaupt alles super… nicht. Praya war mir zu Beginn noch ziemlich egal, genauso wie Chauhan und Ducarte, aber sie wandelt sich immer mehr zu einer nervigen Prinzessin, die einfach immer alles kann und besser weiß. Ja, kein Wunder, dass da der Bösewicht nur verlieren kann! Also der Versuch, aus Praya eine schlagfertige Kriegerin zu machen, ist definitiv danebengegangen, zumindest sehe ich das so.



Kommen wir zu dem Buch und seinem Inhalt selbst. Wie ich schon schrieb, jagt eine Actionszene die andere und allgemein ist das Buch förmlich überladen, soviel hat der Autor an fantastischen Elementen reingeklatscht. Apokalyptische Reiter, ein böser König, verloren gegangene Königreiche, ein totgeglaubter Kaiser, Zwerge, Tieflinge, Tiermenschen, Barbaren,… Mir schwirrt der Kopf. Daraus folgt, dass ich das Buch als wahnsinnig langweilig empfunden habe und ihm eigentlich gar nichts abgewinnen konnte. Es konnte mich weder packen, noch irgendwelche guten Aspekte (inhaltlich) aufweisen. – Eins möchte ich dem Autor aber lassen, er hat einen relativ guten Schreibstil und das Buch lässt sich daher auch ganz gut runterlesen.


Fazit: Ein Buch der Klischees. Vorhersehbar. Unauffällig im Meer der Fantasy-Bücher. Weder packend noch spannend. Einfach nur langweilig. Dabei hatte ich gehofft, dass der Autor mich trotz meines Bauchgefühls, überraschen würde… So kann’s gehen. Ein von fünf Sternen.



Vielen Dank, an den Autor für das Rezensionsexemplar.

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