Das hier ist eine Sammlung von Essays verschiedener Autoren rund um Tolkien. Viele berichten dabei vor allem von ihren Erlebnissen mit Tolkien: wie sie auf ihn kamen und wie er sie geprägt hat. Das ist ganz nett zu lesen, während man dasitzt, geflissentlich nickt und sich denkt: »Darin erkenne ich mich wieder.« Allerdings auch ein wenig obsolet, weil das hier wahrscheinlich ohnehin nur diejenigen lesen werden, die selbst Tolkien mögen. Interessanter sind dagegen jedoch die Autoren, die den sachlicheren Ansatz wählen und verschiedene Aspekte Tolkiens beleuchten. Besonders hervorgetan hat sich da Ursula K. Le Guin, die Tolkiens Sprache untersucht, besonders im Hinblick auf Metrum (ich wusste nicht einmal, dass es Sinn macht, auch Prosa nach einem Metrum zu untersuchen!) und die Bedeutung von Richtungen. Auf jeden Fall ausgesprochen lehrreich! Auch Terry Pratchett und Douglas A. Anderson haben mir sehr gefallen. Außerdem gibt es einige Zeichnungen John Howes, einem der bedeutsamsten Tolkien-Illustratoren, den ich selbst sehr schätze. Natürlich waren diese Zeichnungen einfach wundervoll!
Ganz nett bis lehrreich

