Michael Krüger Das Irrenhaus

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Inhaltsangabe zu „Das Irrenhaus“ von Michael Krüger

UNVERHOFFTE ERBSCHAFT IN MÜNCHNER PROMIVIERTEL Dieser Mann ist ein Glückspilz: Von der Tante einer Tante erbt er in bester Lage Münchens ein großes Mietshaus. Also hängt er seinen Job als Archivar an den Nagel, bricht alle Zelte ab und zieht in eine freie Wohnung seines neuen Hauses ein. Unter falschem Namen, versteht sich, immerhin will er dem Müßiggang frönen und sich nicht unnötig mit seinen Mietern herumschlagen. Da hat er die Rechnung ohne die illustre Nachbarschaft gemacht: vom unbeugsamen Derivatehändler und der notorisch einsamen Studienrätin bis zum Vorgänger in seiner Wohnung, ein Schriftsteller, der überall Spuren hinterlassen hat und immer noch sonderbare Post erhält. DER SCHRIFTSTELLER UND DIE STALKERIN Kurzerhand beschließt der Mann, in die Haut des ominösen Autors zu schlüpfen. Er kopiert dessen Schrift, trägt dessen Gedichte vor, eignet sich das Verhalten eines echten Schriftstellers an und erkundet, wie sich dieses neue Leben anfühlt. Bis eines Tages eine Nichte desselben vor der Tür steht, und kurz darauf eine Frau, die behauptet, er habe ihre Werke plagiiert und gestohlen. Was tun? Aus dem Einsamen wird ein Verfolgter. Als die Schlinge sich immer stärker zuzieht, plant er seine Flucht. WUNDERBAR HINTERSINNIGER UND HINREISSEND KOMISCHER ROMAN VON VERLEGERLEGENDE MICHAEL KRÜGER Nach der "Turiner Komödie" und dem Erzählband "Der Gott hinter dem Fenster" legt Autor und Verlegerlegende Michael Krüger sein neues Prosawerk vor: ein vergnüglicher Roman, in dem er wunderbar hintersinnig und hinreißend komisch einen Käfig voller Narren mitten in München porträtiert. Zugleich erzählt er die Geschichte eines Mannes, der mit dem Glück, das ihm in den Schoß fällt, partout nichts anfangen kann ...

Eine anspruchvoll geschriebene Lektüre, die die eine oder andere philosophische Frage zum Nachdenken aufwirft und relativ gut unterhält.

— Janine2610

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  • »Ich bin freier Philosoph.«

    Das Irrenhaus

    Janine2610

    08. December 2016 um 21:24

    Der Klappentext: Seltsam, wie wenig man mitnehmen will, wenn man weggeht, auch wenn man vieles vermisst, wenn man ankommt. Der Mann ist ein Glückspilz: Unverhofft erbt er ein großes Mietshaus in bester Lage Münchens. Ohne zu zögern hängt er seinen Job als Archivar an den Nagel, bricht alle Zelte ab und zieht in eine freie Wohnung seines Hauses ein. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht sein Vormieter, ein ominöser Schriftsteller, der zwar spurlos verschwunden ist, aber immer noch sonderbare Post erhält. Der neue Hausbesitzer beginnt, die Briefe zu lesen, und eine unheilvolle Verwandlung nimmt ihren Lauf: Er kopiert die Schrift seines Vorgängers, trägt dessen Gedichte vor und erkundet, wie sich das fremde Leben anfühlt. Bis eines Tages eine Frau vor der Tür steht, die behauptet, er, der Schriftsteller, habe ihre Werke plagiiert. Da wird unversehens aus dem Einsamen ein Verfolgter. Als die Schlinge sich immer mehr zuzieht, plant er seinen Ausbruch. Meine Meinung: »Das Irrenhaus« war mein erstes Buch von Michael Krüger und ich muss gestehen, dass ich vom Autor bisher auch noch nichts gehört habe. Glücklicherweise durfte ich hiermit nun eine Geschichte lesen, die mich einerseits gut unterhalten und andererseits zum Philosophieren gebracht hat. Der (namenlose) Protagonist ist eher ein Mensch der einsamen Sorte, verbringt viel Zeit alleine, stellt sich die eine oder andere tiefsinnige Frage über das Leben und beschäftigt sich, zumindest am Anfang noch, ganz bewusst mit dem Thema Langeweile bzw. inwiefern man selbige aushält ... In seinem Alleinsein bleibt natürlich viel Raum für Gedanken - tiefsinnige, aber zum Teil auch überflüssige und irre. Wobei man sagen muss, dass der eine oder andere wahnwitzige Gedanke bestimmt durch die Umgebung und die Leute in seinem Umfeld beflügelt wurde. ~ Ein Leergelassensein von der Welt, das wollte ich erreichen. ~ (S. 7) Jedenfalls hat man schnell gemerkt, dass das Haus, das der Protagonist geerbt hat, nicht ganz das ist, was er erwartet hat. Es ist aufgefallen, dass die Bewohner - ausnahmslos alle - irgendwie einen an der Waffel haben. Jetzt könnte man vermuten, dass die Geschichte um den Ex-Archivar doch sicher recht amüsant zu lesen war! Das stimmt, war sie auch - zumindest zu großen Teilen. Die Bewohner waren allesamt eigenartige Vögel, der Schriftsteller, in dessen Wohnung der Protagonist nun wohnt, war ein in meinen Augen ganz besonders irres Exemplar. Es verwundert nicht, dass man in so einer Umgebung, und wenn man dann auch noch meint, man müsse das Leben des Vormieters führen, selbst ein wenig dem Wahnsinn verfällt. ~ Wir laufen alle in die Irre, dachte ich, aber wenn der einzige Unterschlupf für alle Irrenden mein Haus sein sollte, dann ist es ein Irrenhaus. ~ (S. 128) Geschrieben ist »Das Irrenhaus« auf jeden Fall recht anspruchsvoll, also in einer gehobeneren Sprache und unter anderem auch in langen, verschachtelten Sätzen, mit denen ich manchmal meine Mühe hatte. Gefallen hat mir aber vor allem genau das: der Schreibstil, der wirklich volle Aufmerksamkeit erfordert hat. Die Handlung fand ich manches Mal leider etwas zäh, nichtsdestotrotz wurde sie durch zeitweilige witzige Szenen und Gespräche aufgepeppt und zum Ende hin entstand sogar noch richtig Psycho-Spannung, denn da schien es, als würde der Protagonist um sein Leben bangen müssen ... Liebhabern der gehobeneren Literatur und die Tiefsinnigkeit, aber auch ein wenig Witz und Spannung zu schätzen wissen, ist dieses Buch auf jeden Fall zu empfehlen.

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  • Ein Käfig voller unglaubwürdiger Narren

    Das Irrenhaus

    awogfli

    13. September 2016 um 16:58

    Tja was soll ich zu diesem Roman sagen: Erwartet habe ich mir eine rasante, witzige Story um ein geerbtes Haus, kuriose Figuren und einen spannenden Plot darüber, was passiert, wenn man sich die Identität eines anderen unter den Nagel reißt und sich dadurch sehr gravierende, völlig unerwartete Probleme aus einem fremden Leben aufhalst.Bekommen habe ich bedauerlicherweise eine mittelmäßig arrangierte Geschichte, die ich als viel zu bemüht bezeichnen möchte, die aber keine meiner Erwartungen aus dem Klappentext im Entferntesten befriedigt hat.Der Hauptprotagonist erbt unverhofft ein Haus, gibt seinen ungeliebten Job auf und philosophiert bzw. schwafelt auf den ersten 80 Seiten wie ein nutzloser Adeliger bei Dostojewski nahezu ausschließlich über die Langeweile und das Nichtstun. Nachdem ich als Leserin bis zu diesem Punkt mehrmals fast eingeschlafen bin, kommt endlich Leben in die Bude, da die Nachbarn auftreten. Diese weisen in der Geschichte zwar einige kuriose, teilweise auch witzig beschriebene Facetten ihres Charakters auf, sind aber insgesamt so unvollständig skizziert, dass sie weder glaubwürdig noch mit irgendeiner Tiefe herüberkommen. Anschließend hat sich der Autor die bereits angesprochenen Troubles durch den Identitätsdiebstahl einfallen lassen, die zwar zu Beginn auf ein spannendes Drama hoffen lassen, aber danach auch explosionsartig verpuffen, weil sich die Hauptfigur – wie offensichtlich auch die Imagination und Fiktionsfähigkeit des Autors – feige aus dem Staub macht.Ebenso wie beim Plot und bei der Figurenentwicklung ging es mir mit der Sprache. Die Beschreibungen weisen zwar vereinzelte fabulatorische Lichtblicke auf, sind aber teilweise zu gewollt ambitioniert, gestelzt konstruiert und von sehr schwankender Qualität.Der Roman hat durchaus Potenzial, wenn der Autor auf mich hören würde, würde ich ihm raten, das Grundgerüst der Geschichte und ein paar geniale Szenen stehenzulassen und ansonsten nochmals komplett von neuem zu beginnen.„Eigentlich habe ich mir angewöhnt, die Jugend zu bedauern, wie sie so gedankenlos und gottverlassen in den Sog des gut ausgepolsterten Untergangs gerät, mit elektronischen Geräten ausgerüstet, die – auch bei Doris – unentwegt piepten und zitterten und etwas mitteilten, das buchstäblich keinen interessierte, das aber aus einem geheimen Zwang zur Kenntnis genommen und verarbeitet werden musste, weil man sonst außerhalb der Welt und des Interesses stand. Paradoxerweise musste auch dann etwas berichtet werden, wenn es nichts zu berichten gab, um die Verbindung nicht abreißen zu lassen, das war das Gesetz, an das sich alle hielten.“Fazit: Eine überambitionierte Geschichte mit Potenzial, die noch viel Luft nach oben offen lässt.

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