Michael Kress

 4.5 Sterne bei 4 Bewertungen

Lebenslauf von Michael Kress

Seitdem er lesen kann, hat Michael Kress auch geschrieben. Immer wieder denkt er sich aufs Neue Geschichten aus oder greift Erlebnisse aus dem wahren Leben auf. Geboren und aufgewachsen in Stuttgart, lebt er seit vielen Jahren zusammen mit seiner Familie in Nürnberg.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Michael Kress

Cover des Buches Nicht für alle Zeit (ISBN: 9783750283510)

Nicht für alle Zeit

 (2)
Erschienen am 16.02.2020
Cover des Buches Blicke in den Spiegel (ISBN: 9783750271241)

Blicke in den Spiegel

 (2)
Erschienen am 11.01.2020

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Rezension zu "Nicht für alle Zeit" von Michael Kress

Die große Revolution
theophiliavor 3 Monaten

Klapptentext:

„Eine Frau, drei Männer, ein Waisenjunge und die Revolution.

Die zwanzigjährige Eleonore will aus Liebe heiraten, nicht aus Vernunft. Und sie will den Armen helfen, deren Not lindern, und darüber ein Buch schreiben. Mit Leutnant August von Engel gibt es bereits einen hartnäckigen Verehrer. Der hat es vor allem auf das Geld und Ansehen ihres Vaters abgesehen.

Da trifft sie auf zwei Brüder. Friedrich ist ein angesehener Portraitmaler – und Geheimagent. Er will die bestehende Ordnung um jeden Preis aufrechterhalten. William ist Journalist, steht auf der Seite der Revolution und will für mehr Gerechtigkeit schreiben.

 Eleonore ist zwischen beiden hin- und hergerissen. Und da ist noch ein Waisenjunge, den sie umsorgt. Wer wird neben ihm einen Platz in ihrem Herzen finden.“

Meine Meinung:

Das Buch besteht aus 37 unterschiedlich langen Kapitel. 

Auf dem Cover fallen in einer  geheimnisvolle Vollmondnacht Flugblätter von einer Kirchenempore. 1848 im Jahr der Revolution in Deutschland war Armut an der Tagesordnung. 

1848 kenne ich als Jahreszahl aus dem Geschichtsunterricht. Mir fällt da die Pauls Versammlung in Frankfurt ein. Vor einigen Jahren habe ich die Paulskirche selber besucht. Dort ist die Kirche ein historischer Gedenkort. 

Das Buch liefert sich im Grunde in 2 Personengruppen. Zum einen die hübsche 19 jährige Eleonore Herbst, die in Stuttgart wohnt und aus gutem Hause ist. Nach der Beerdigung ihrer Mutter nimmt Eleonore die Stelle ihrer Mutter. Diese kannte keine Standesunterschiede und war mit Frau von Arnim in Berlin befreundet. Eleonore möchte in die Fußstapfen ihrer Mutter treten. 

Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Sehr gefallen haben mir die Überschriften zu jedem Kapitel mit Angabe des Zeitraumes, in welchem diese gerade spielen. Die Kombination aus Historie und Fiction ist Michael Kress sehr gut gelungen.

Die Charaktere empfand ich sehr authentisch, vor allem historische Größen wie Wilhelm IV., König von Preußen, Prinz Wilhelm von Preußen, Wilhelm I, König von Württemberg und noch einige mehr fügen sich mühelos in die Handlung ein. Eleonore, William, Friedrich und August sind hier das Bindeglied zwischen historischen und fiktiven Figuren und lassen die Geschichte sehr spannend aufleben.

Die historischen Schauplätze haben mir richtig gut gefallen, die Beschreibungen sowohl in Berlin, als auch in Stuttgart konnte ich mir sehr bildlich vorstellen. Auch die damaligen Zustände in den Arbeitervierteln/-unterkünfte, die vielen Missstände hat Michael Kress sehr anschaulich dargestellt.

 Auf der anderen Seite sind Leutnant August von Engel. ER hat chronische Geldnot, da er gerne Glückspiele macht. Er hofft durch die Heirat mit Eleonore seine Geldsorgen los zu sein.

Bei einer Reise nach Berlin verlieben sich gleichzeitig die beiden Brüder von Euskirchen in das Mädchen. Diese sind sehr unterschiedlich. Friedrich der Ältere kennt keine Skrupel und arbeitet gerne mal als Spitzel, während der jüngere Wilhelm aus Amerika zurückkommt und ganz andere Werte und Normen vertritt wie sein Monarchisch geprägter Bruder.

Wer von allen dreien Eleonore für sich gewinnen kann.  

Die historischen Schauplätze haben mir richtig gut gefallen, die Beschreibungen sowohl in Berlin, als auch in Stuttgart konnte ich mir sehr bildlich vorstellen. Auch die damaligen Zustände in den Arbeitervierteln/-unterkünfte, die vielen Missstände hat Michael Kress sehr anschaulich dargestellt. Er beschreibt den Gegensatz von Armut und Reichtum und die wenigen Möglichkeiten da rauszukommen. 

Michael Kress hat es bestens verstanden und mir vieles zu dem Leben der damaligen Zeit mitgeteilt. Er hat fiktive und historische Persönlichkeiten gut miteinander verbunden und so anschaulich das Leben in verschiedenen Schichten wiedergegeben.

Das Buch endet mit einer Vita des Autors und Danksagung. 

Fazit:

So lernt man gerne Geschichte: Spannender Liebesroman mit Bezug zur Geschichte Deutschlands um 1848

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Rezension zu "Nicht für alle Zeit" von Michael Kress

Nicht für alle Zeit, Aufbruch
bettinahertzvor 8 Monaten

Inhalt:
„Deutschland 1848
Eine Frau, drei Männer, ein Waisenjunge und die Revolution.
Die zwanzigjährige Eleonore will aus Liebe heiraten, nicht aus Vernunft. Und sie will den Armen helfen, deren Not lindern, und darüber ein Buch schreiben. Mit Leutnant August von Engel gibt es bereits einen hartnäckigen Verehrer. Der hat es vor allem auf das Geld und Ansehen ihres Vaters abgesehen.
Da trifft sie auf zwei Brüder. Friedrich ist ein angesehener Portraitmaler – und Geheimagent. Er will die bestehende Ordnung um jeden Preis aufrechterhalten. William ist Journalist, steht auf der Seite der Revolution und will für mehr Gerechtigkeit schreiben.
Eleonore ist zwischen beiden hin- und hergerissen. Und da ist noch ein Waisenjunge, den sie umsorgt. Wer wird neben ihm einen Platz in ihrem Herzen finden.

“Nicht für alle Zeit“ entführt uns ins Jahr 1848 ins baden-württembergische Stuttgart und nach Berlin, damaliges Preußen. Geschichtlicher Hintergrund ist die Revolution, die vor allem auf die katastrophalen Arbeits- und Lebensbedingungen der einfachen Menschen aufmerksam machte.

Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Der Handlungsablauf ist spannend aufgebaut, so dass sich Kapitel Zug um Zug lesen lässt. Sehr gefallen haben mir die Überschriften zu jedem Kapitel. Die Kombination aus Historie und Fiction ist Michael Kress sehr gut gelungen, man merkt vor allem eine gewissenhafte Recherchearbeit.

Die Charaktere empfand ich sehr authentisch, vor allem historische Größen wie Wilhelm IV., König von Preußen, Prinz Wilhelm von Preußen, Wilhelm I, König von Württemberg und noch einige mehr fügen sich mühelos in die Handlung ein. Eleonore, William, Friedrich und August sind hier das Bindeglied zwischen historischen und fiktiven Figuren und lassen die Geschichte sehr spannend aufleben.

Die historischen Schauplätze haben mir richtig gut gefallen, die Beschreibungen sowohl in Berlin, als auch in Stuttgart konnte ich mir sehr bildlich vorstellen. Auch die damaligen Zustände in den Arbeitervierteln/-unterkünfte, die vielen Missstände hat Michael Kress sehr anschaulich dargestellt. 

Das Buch selbst – Cover und Klappentext – finde ich sehr gelungen, beides hat einen direkten Bezug zur Geschichte. Des Weiteren sind im Anhang ein Personenverzeichnis mit Kennzeichnung, welche Figuren historisch belegt sind und ein sehr schönes Nachwort zu finden. Das Flugblatt „Zuruf eines Amerikaners“ am Ende des Buches rundet die Handlung noch einmal sehr schön ab, hier ist es als extra Foto noch einmal hervorgehoben. All diese kleinen Details geben diesem Roman das gewisse Etwas.

Wer einen gut recherchierten Roman im historischen Genre sucht, ist hier bestens aufgehoben, mir hat der Roman spannende Lesestunden beschert und ich kann ihn uneingeschränkt empfehlen. Vielen Dank an Michael Kress für das bereitgestellte Rezensionsexemplar, was meine Meinung natürlich nicht beeinflusst hat.

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Rezension zu "Blicke in den Spiegel" von Michael Kress

Blicke in den Spiegel, Geschichten wie gemalt
bettinahertzvor 9 Monaten

Inhalt: „Fünfundzwanzig Geschichten aus dem Alltag, aber nicht alltäglich, laden ein zum Schmunzeln, wundern und innehalten.
Da bestaunt ein junger Mann ein Naturschauspiel und eine vermeintlich misslungene Hochzeitsnacht findet ein versöhnliches Ende.
Oft sehen wir nur die Fassade, wo wir in die Herzen der Menschen blicken sollten.
Kinder stellen Fragen und weisen uns zuweilen den Weg.

“Blicke in den Spiegel, Geschichten wie gemalt“ von Michael Kress beinhalten 25 Kurzgeschichten, die sich allesamt richtig gut lesen. Es ist mein erstes Buch in dieser Form, in dem es eine ganze Sammlung von Kurzgeschichten gibt.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, die einzelnen Geschichten sind logischerweise kurz und bündig und trotzdem passiert mitunter eine ganze Menge. Die einzelnen Protas sowie die Handlungsorte konnte ich mir richtig gut vorstellen, das ermöglicht vor allem auch eine schöne bildhafte Schreibweise.

Manche Geschichten geraten schnell in Vergessenheit, einige bleiben definitiv haften (Der Gitarrenspieler, Die Hochzeitsnacht) über andere war ich über den Ausgang regelrecht erschrocken (Der Karton) und dann gibt es auch schöne kitschige (Zeit des Erwachens). Auf alle Fälle lohnt es sich, diese Sammlung zu lesen. Ich hab sie nicht in einem Rutsch durchgesuchtet, sondern mal eins, zwei , drei am Abend, eine im Wartezimmer beim Arzt oder in der Mittagspause, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder als Beifahrer im Auto geht das sicher genauso gut.

Ich war über diesen kleinen, feinen Band sehr überrascht und gebe hier gerne eine Kaufempfehlung.

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