Michael Krug Bahnhofsmission

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Inhaltsangabe zu „Bahnhofsmission“ von Michael Krug

In Stuttgart erregt das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 die Gemüter. Als der Vorstandsvorsitzende der größten Bank des Landes in einem Kellerraum des Stuttgarter Hauptbahnhofs erschlagen aufgefunden wird, gerät der Bahn-Manager Norbert Hagemann unter dringenden Mordverdacht. Der karrierebesessene Finanzjongleur war nicht nur zur Tatzeit am Tatort. Bald wird auch bekannt, dass er ein Verhältnis mit der Frau des toten Bankers hat. Doch diese Lösung scheint dem erfahrenen Kriminalbeamten Herbert Bolz viel zu einfach …

Wie Steuergelder verpulvert werden, zeigt sich in diesem Krimi!

— sommerlese
sommerlese

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    Bahnhofsmission
    sommerlese

    sommerlese

    25. November 2016 um 18:40

    Das Debüt von "*Michael Krug*" ist der Stuttgart-Krimi "*Bahnhofsmission*" aus dem Jahr 2010. Das Buch erscheint im "*Gmeiner Verlag*". In Stuttgart erregt das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 die Gemüter. Der Vorstandsvorsitzende der Bank, Dr. Kaminski, wird erschlagen in den Katakomben des Stuttgarter Hauptbahnhofes gefunden. Als der Journalist Palm zu einem Treffen mit Bahn-Manager Norbert Hagemann ankommt, wird Hagemann gerade verhaftet. Er wird des Mordes verdächtigt, außerdem hat er ein Verhältnis mit Kaminskis Frau. Das Innnenministerium steht den Ermittlungen im Wege und so ermittelt Kommissar Bolz mit Palm. Dieser Krimi beginnt mit einer ausführlichen Personeneinführung, die zwar die Hauptprotagonisten und das Mordopfer gut vorstellt, sich allerding auch zu sehr im Detail verliert. Palm bekommt von Hagemann regelmäßig Tipps über die neuesten Zahlen zum Projekt Stuttgart 21. Die Presse erfährt doch häufig mehr als die Polizei erlaubt. Das macht sich Kommissar Bolz zunutze und geht mit Palm eine "Arbeitsbeziehung" ein. Die Handlung finde ich nicht gerade spannend, außerdem stört mich die Zusammenarbeit zwischen Kripo und Presse, die normalerweise nicht üblich ist. Daher wirkt das Ganze auf mich nicht sehr realistisch. Jedoch muss ich zugeben, dass mich die Untersuchungen von Bolz und Palm und ihre Gespräche gut unterhalten haben. Dabei wirkt Bolz mit seinem schwäbischen Dialekt sehr sympathisch und es gibt einen Pluspunkt von meiner Seite für diesen regionalen Aspekt. Wer das Großprojekt "Stuttgart 21" noch nicht genau verfolgt hat, bekommt in diesem Buch fundierte Infos und eine Menge Zahlenmaterial dazu geliefert. Eine interessante Einbindung, die jedoch objektiv wirkt und ohne Kritik abläuft. Die Erklärungen lassen den Mordfall zeitweise in den Hintergrund treten. Hier habe ich mich gefragt, ob der Autor nun mehr auf die politischen Gegebenheiten eingehen möchte und den Krimi nur als Mittel zum Zweck nutzen wollte. Im Laufe der Handlung wird klar, dass jemand Unbekanntes mit Einfluss sich über das Projekt und die Mitarbeiter informiert, d. h. sie regelrecht bespitzelt und die Zahlen des Großprojekts massiv beeinflusst. Erst danach beginnen im letzten Teil des Krimis die gemeinsamen Ermittlungen des Mordfalls, die eine Person treffen, die bei der Manipulation des Projektes beteiligt ist. Ein politisch angehauchter Krimi mit vielen Informationen, einer guten Krimigeschichte und vielen Personen, die im Endeffekt gar nicht unbedingt nötig gewesen wären. Kommissar Bolz und Journalist Palm haben mir in ihrer Zusammenarbeit gefallen.

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  • Rezension zu "Bahnhofsmission" von Michael Krug

    Bahnhofsmission
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. October 2010 um 09:59

    Da das Thema und vorallem der massive Polizeieinsatz, am vergangenen Donnerstag, in allen Munde ist, kommt man als Leser von Lokalkrimis nicht an diesem Buch vorbei. Dr. Kaminski wird erschlagen in den Katolomben des Stuttgarter Hbfs aufgefunden. Am Tatort wird Hagemann, ein Mitarbeiter der DB, verhaftet. Bolz (von der Kripo) und Palm (von Tagblatt) ermitteln beide gemeinsam im Mordfall Kampinski und versuchen den Täter zu finden. Fazit: Da ich schon einige Stuttgart Krimis gelesen habe, musste ich (wie oben erwähnt) dieses Buch auch lesen. Ohne große Erwartungen habe ich mit dem Lesen begonnen. Bereits nach 82 Seiten habe ich mir ausgrechnet, wie viele Seiten ich denn noch lesen müsste bevor ich das Buch wieder wegpacken kann. Wäre es kein Stgt Krimi gewesen, wäre es das gewesen (aber ich wollte tapfer durchhalten). Die Handlung plätschert mehr oder weniger vor sich hin. Das Buch wird aufgelockert duch die Interaktionen von Bolz und Palm. Die schwäbische Behägigkeit kommt in dem Buch zu stark zum Tragen (Viertele schlotzen, Postbraten essen). Ich hätte mir gewünscht, dass der Autor etwas mutiger ist und Stellung zu Stutgart 21 nimmt. Ich kann abschliessend nur eines sagen: Oben bleiben!

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  • Rezension zu "Bahnhofsmission" von Michael Krug

    Bahnhofsmission
    haTikva

    haTikva

    18. August 2010 um 15:33

    Stuttgart Hbf - Ein normaler Donnerstagmorgen, an dem der Bahn-Manager Norbert Hagemann aus Berlin zurückkehrt, wo er, wie schon oft, mit den zuständigen Beamten der Politik über das Projekt "Stuttgart 21" debattiert hatte. Gewohnheitsmäßig will er sich mit einem Journalisten namens J.J. Palm im Geheimen treffen und ihm Insidertipps über die aktuellen Zahlen zum Projekt weitergeben. Alles läuft wie immer, gut geplant und für Dritte unsichtbar. Doch nach seinem nächsten Ausflug nach Berlin kommt Palm zu spät und Hagemann wird in Handschellen abgeführt. Ein Mord sei geschehen, an dem ausgewählten Treffpunkt der beiden Geheimnistuer ... Diesen Krimi könnte man gut in drei Teile aufgliedern. Im ersten Abschnitt wurde ich mit den wichtigsten Figuren und dem Mordopfer bekannt gemacht. Dann geschah der Mord und der, für mich typische, Schwabe Kommissar Bolz bekam seinen ersten Auftritt. Ab da war es um mich geschehen. Was mir vorher an detailreichen Personenbeschreibungen des Autors zu heftig wurde, wich bei dem breit schwäbisch-sprechenden Bolz in den Hintergrund. Dieser, schon in die Jahre gekommene, Polizist hatte sich mit seinem ersten Dialekt-Satz in mein Herz geredet. Ich liebe es einfach, wenn die Protagonisten in Regionalkrimis auch teilweise so sprechen dürfen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Im zweiten Abschnitt ging es hauptsächlich um das Großprojekt "Stuttgart 21" und was alles damit zusammenhing. Am meisten ging es natürlich um Zahlen und Fakten, die die Politik aus Berlin wissen wollte. Der Autor nahm sich Zeit, um einzelne Situationen genau zu erklären und den Leser etwas tiefer in das Konzept von "Stuttgart 21" blicken zu lassen. Dadurch wurde der Mord mitsamt dem Kommissar etwas aufs Abstellgleis gestellt, was mir überhaupt nicht gefiel. Aber umso interessanter wurde die Rolle des Norbert Hagemann, der über alles zu dem Milliardenprojekt wusste. Durch seine Stellung bei der Bahn kam heraus, dass jemand "Big Brother" spielte und seit einiger Zeit seine Finger bei dem Thema "Stuttgart 21" drin hatte. Von einer wichtigen und mächtigen Position aus wurde alles über jeden einzelnen Mitarbeiter von Hagemann bespitzelt. Neben der Kontrolle über Telefonate, Emails, An- und Abwesenheitslisten, wichtige Termine und Bankdaten wurde ebenso an den Zahlen der Kalkulationen für "Stuttgart 21" manipuliert und das Letzte nicht nur vor Ort, sondern auch in der Hauptstadt des Landes, Berlin. Das waren für mich so viele Informationen auf einmal, dass ich zwischendurch manches zweimal lesen musste, damit ich den Inhalt besser verstand. Im letzten Drittel wurde es dann endlich richtig spannend. In Sachen Mord erzielten Bolz und Palm durch gemeinsames Ermitteln und Recherchieren endlich einen Durchbruch. Nebenbei führten einzelne Fäden, auch in der Manipulation des Millionenprojektes, schließlich bei einer Figur zusammen. Die Handlungsorte wechselten nun öfters um Stuttgart und insgesamt war mehr Action zu spüren. Es gab keine störenden Unterbrechungen mehr durch Erklärungen, der Spannungsbogen war immer präsent, es ging ständig voran. Somit war ich dann auch schnell am Ende angelangt, da dieser dritte Teil sehr viel Spaß machte. Daher war es im Großen und Ganzen ein guter Krimi! Doch leider ziehe ich zwei Sterne für die detailreichen Personen- und Situationsbeschreibungen ab. Es wurden teilweise Figuren sehr genau vorgestellt, deren Handlung überhaupt keine große Rolle spielte. Und mit manchen Situationen im Bezug auf das Projekt brachte mich der Autor mit seiner Ausführlichkeit mehr durcheinander, als dass ich es schlussendlich verstand. Trotzdem würde ich mich über weitere Schwabenkrimis mit Kommissar Bolz und Journalist Palm freuen! So gebe ich dem Debütroman von Michael Krug drei positive Sterne.

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