Der Geschmack des Weltreichs

von Michael Kuhn 
5,0 Sterne bei1 Bewertungen
Der Geschmack des Weltreichs
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Inhaltsangabe zu "Der Geschmack des Weltreichs"

Schlemmen wie Lucullus – oder eher vom Notwendigsten leben wie ein Legionär im gallischen Krieg? Die Unsterblichkeitsformel entdecken: außen Olivenöl – innen Mulsum! Sich inspirieren lassen vom Kochbuch des Apicius – und der mediterranen Küche, die noch viele Einflüsse der römischen Küche zeigt. Alle Rezepte lassen sich leicht nachkochen.
Auf der Basis überlieferter Rezepte und reichlich Kocherfahrung zeigt Historiker und Romanautor Michael Kuhn, was mit antiken Zutaten alles möglich ist. Er erläutert historische Entwicklungen und Zusammenhänge. Zusammen ergibt sich ein buntes und umfassendes Bild der römischen Küche in einem Buch, das mehr ist als nur ein Kochbuch.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783945025604
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:100 Seiten
Verlag:Ammianus
Erscheinungsdatum:07.04.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Tanzmauss avatar
    Tanzmausvor 5 Monaten
    Leben wie ein römischer Legionär

    Als ich auf der Kleinen Buchmesse in Neckarsteinach umherschlenderte, fiel mir ein Buch ins Auge, das mich nicht nur optisch interessierte. Grundsätzlich kann man sagen, historische Geschichten sind für mich immer interessant. Da ich aber aus einer Region stamme, in der Römer ihre Spuren hinterlassen haben und auch heute in einem anderen Gebiet wohne, bei dem es nicht viel anders ist `(eher sogar schlimmer), war ich schon immer der römischen Epoche sehr zugetan.

     

    Optisch wirkt das Buch von außen zunächst wie ein ganz normales Kochbuch, wäre da nicht der Titel mit dem „Weltreich“ und der „Einführung“. Dies versprach mal einen ganz anderen Blick auf die römische Küche als der mir sonst bekannten Werke.

     

    Tatsächlich hat sich der Autor den bodenständigen Gerichten angenommen und seinen Fokus auf Speisen gelegt, die man wohl eher bei der Land- und Stadtbevölkerung bzw. bei den Soldaten in den nordwestlichen Provinzen gefunden hat. Statt den üppigen und arg ausgefallenen Speisen, findet man in diesem Buch eher bodenständige Kost. Bevor es aber mit dem Kochen losgeht, gewährt der Autor dem Leser noch einen Einblick in den Gewürzgarten, den Anbau der Gewürze, eine Einführung in das Leben der Römer, die gängigen Lebensmittel und Getränke, das Handwerkszeug, Quellen und was uns heute davon noch bekannt und überliefert ist.

     

    Mit dem Frühstück eines Bauern legt der Autor dann schließlich los, geht danach in die Taverne des Maximus und gibt einen Einblick in einen Tag im Leben eines Legionärs. Danach darf man sich das Festmahl eines Centurio mit Vorspeisen, Hauptgang, Beilagen und Süßspeisen ansehen.

     

    Die Rezepte sind einfach geschrieben. Wie ich es schätze, gibt es zunächst eine Zutatenliste, die für mich meist auch eine Einkaufsliste darstellt. Danach folgt schrittweise die Zubereitung. Der Autor hat viel Liebe und Herzblut in das Buch gesteckt, denn nicht nur gibt er rund um die Gerichte weitere Informationen zur römischen Epoche und Lebensweise an den Leser weiter, auch wurde jedes Gericht fotografiert und gut erkennbar neben dem Rezept abgedruckt.

     

    Natürlich sagen mir nicht alle Gerichte zu, manche muss ich leider auch wegen Unverträglichkeiten abwandeln, dennoch sind die Gerichte durchweg leicht nachzukochen, enthalten keine exotischen oder schwer zu beziehenden Zutaten und gerade jetzt kann ich viele der verwendeten Gewürze frisch aus meinem eigenen Kräutergarten zugeben, was den Geschmack noch einmal verfeinert.

     

    Fazit:

    Ich wurde von dem Buch nicht enttäuscht. Keine üppigen Gelage mit Haselmäusen oder Wachteln, sondern normale Kost, die man leicht zubereiten kann und dennoch gut schmeckt. Gerade das pikante Hühnchen auf Brot oder das Honigbrot haben es mir angetan.

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