Michael Kumpfmüller Die Herrlichkeit des Lebens

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Inhaltsangabe zu „Die Herrlichkeit des Lebens“ von Michael Kumpfmüller

Wer war Franz Kafka? Dank Michael Kumpfmüller können wir uns den weltberühmten Schriftsteller als glücklichen Menschen vorstellen, der am Ende seines Lebens die große Liebe findet. Ein kluger, einfühlsamer Roman über Liebe und Erfüllung und den Wert jedes einzelnen, aufmerksam gelebten Tages.

Ein toller Einblick in Kafkas Leben

— sweetpiglet

Ich hoffe sehr, Kafka hat ein wenig von dem erlebt, was der Autor so liebevoll beschreibt. Mal sehen, wie Stach sein Ende beschreibt.

— Liseron

Wie ein kleiner Traum, aus dem man erst wieder erwacht, wenn man beim letzten Satz angekommen ist.

— MelParadis

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  • Kafkas letzes Lebensjahr

    Die Herrlichkeit des Lebens

    LillianMcCarthy

    27. May 2016 um 14:48

    Inhalt: Das Ostseebad Müritz im Sommer 1923. Der lungenkranke Franz Kafka lernt die 25-jährige Dora Diamant kennen und wagt am Ende seines Lebens einen Schritt, den er nie zuvor gewagt hat: Er zieht mit Dora nach Berlin und lebt zum ersten Mal mit einer Frau zusammen – mitten in der Wirtschaftskrise der Weimarer Republik, den eigenen Eltern, der tödlichen Krankheit zum Trotz ... Dank Michael Kumpfmüller können wir uns Franz Kafka als glücklichen Menschen vorstellen. Ein kluger, einfühlsamer Roman über Liebe und Erfüllung und den Wert jedes einzelnen, aufmerksam gelebten Tages. (Quelle: Verlag) Meine Meinung: Ich liebe die Lektüre von Klassikern und bin sehr stolz behaupten zu können, dass ich in Goethe, Schiller und Co. nicht nur Schullektüren sehe, sondern die Schönheit erkenne, die in ihnen steckt und sie auch heute noch aktuell macht. Es gibt wenige SchriftstellerInnen mit denen ich immer meine Probleme hatte und einer von ihnen ist Franz Kafka. Ich erkenne in seinen Werken seine Brillanz aber was mich an diesem Mann abschreckt, das ist das Verhältnis zu seinem Vater, das in jeder mir bekannten Literatur immer und immer wieder durch analysiert wird. Schon damals, als wir Briefe von ihm, sowie Das Urteil gelesen haben wusste ich, dass ich wahrscheinlich nicht mehr häufig zu Kafka greifen werde. Allerdings hat Sandra vorgeschlagen, dieses Buch gemeinsam zu lesen und ich hoffte so, dass Micheal Kumpfmüller meine Meinung zu Kafka ein bisschen aufwerten könnte, und ich mehr Spaß an seinen Werken finde. Das hat er allerdings nur bedingt geschafft. Protagonisten werden uns oft sympathisch, wenn wir mehrere Seiten mit ihnen verbringen und so geschah es auch mit Franz Kafka, als ich das Buch begonnen hatte. Ich kann auch nicht leugnen, dass ich ihn ein bisschen anders sehe, seit ich Die Herrlichkeit des Lebens beendet habe und doch schien mich der Aspekt des Vaters auch hier wieder zu verfolgen. Und doch gewährte mir Die Herrlichkeit des Lebens einige interessante und vor allen Dingen detaillierte Einblicke in das letzte Lebensjahr Kafkas, die ich nicht mehr missen würde und so als sehr kostbar erachte. Besonders wichtig war mir Dora, denn sie war es, die das Buch irgendwie lesenswert gemacht hat. Wir wissen, wie es um Kafka stirbt, mehr sogar, wir wissen sein Todesdatum und so ist es klar, wie das Buch enden wird. Die drei Abschnitte in die es unterteilt ist, bestätigen es für all die, die es vorher noch nicht gewusst haben: Kommen. Bleiben. Gehen. Und doch gibt sich Dora ihm mit einer völligen Selbstlosigkeit hin, dass es fast weh tat. Man hofft mit ihr und liebt mit ihr und will nicht den Glauben verlieren, dass am Ende doch alles anders kommt. Was mich abgesehen von der Vater-Komplex Sache sehr am Buch gestört hat, das war der Schreibstil. Es gibt keine wörtliche Rede und die Handlung ist berichtsartig zusammengefasst. Normalerweise ist ein 250-seitiges Buch sehr schnell gelesen. Bei Die Herrlichkeit des Lebens war es aber aufgrund des Schreibstils nicht möglich. Er hatte keinen richtigen Fluss und wirke zäh, sodass ich gerne manchmal einfach aufgegeben hätte. Bewertung:  Letztendlich kann ich Die Herrlichkeit des Lebens guten Gewissens an Literaturstudenten und Kafkaliebhaber weiterempfehlen. Der ungewöhnliche Schreibstil macht die Lektüre nicht leicht aber wenn man sich für Literatur und natürlich Kafka interessiert, erlaubt dieses Werk interessante Einblicke in sein letztes Lebensjahr. 

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  • Die Herrlichkeit des Lebens

    Die Herrlichkeit des Lebens

    sweetpiglet

    07. May 2016 um 13:08

    Meine Meinung; Das Buch war eine Empfehlung voner einer Literaturstudentin, die ich gerne näher betrachten wollte. Zwar kann Geschmack ja bekanntlich verschieden sein, aber als Literaturstudenten unter sich ist das Leben der berühmten Autoren Europas doch, meist genauso interessant wie ihre Werke.  Ein Jahr vor seinem Tod lernt Kafka Dora durch Zufall am Strand kennen. Es scheint fast etwas schicksalhaft, wenn man der Erzählung des Autors glauben will. Schon damals ist Kafka krank und gezeichnet durch die Tuberkolose. Dennoch verliebt sich die junge Dora Diamant in ihn. Es war wirklich toll Kafka auch mal als einen romantischen und einfachen Menschen zu erleben, mit den Augen von jemand anderem. Sonst haben seine Werke ja oftmals etwas verwirrendes und zweideutiges an sich, aber dieses Mal gibt es eine ganz klare Linie. Wie ein Zeitstrahl verfolgt der Autor Kafkas letztes Lebensjahr, von der Müritz nach Berlin und weiter. Zwar wissen wir bereits wie es ausgehen wird, dennoch hat es mich berührt wie hier eine junge Liebe trotz der großen Schwierigkeiten mühelos erblüht und irgendwie hofft man doch, dass es anders kommt. Man bangt mit Dora und ist selbst von ihr und ihrer Selbstlosigkeit bezaubert. Alle kennen zwar Kafka, oder glauben ihn zu kennen, aber nun erfahren wir auch endlich etwas zu seiner großen Liebe. Unterhaltung pur! Etwas schwierig fand ich den Schreibstil, der so ganz ohne direkte Rede auskommt und eigentlich nur runter erzählt in einem seltsamen Fluss. So entsteht kein Roman sondern eher eine Nacherzählung der Ereignisse, was teilweise ziemlich schwierig zu lesen war und den Lesefluss behinderte. Fazit: Auch wenn das Ende bekannt ist, ist man doch verträumt und schaut gern dabei zu wie junge Liebe entsteht. Auch wenn der Schreibstil so gar micht mein Fall war, konnte mich diese neue Seite von Franz Kafka total begeistern.

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  • Fanz Kafkas letzte Liebe

    Die Herrlichkeit des Lebens

    UteSeiberth

    02. February 2014 um 19:00

    Mit diesem feinfühligen Roman über Franz Kafka und Dora Diamant gelingt Michael Kumpfmüller ein zu Herzen gehendes Porträt über die letzte Zeit des tuberkulosekranken Fanz Kafka.Diese Liebesbeziehung zwischen dem reifen Franz Kafka und der jungen Köchin Dora Diamant wird so anrührend und verständnisvoll erzählt, dass man es den Beiden wünschen möchte,sie hätten diese Herrlichkeit des Lebens länger auskosten können.Aber die schwere Krankheit Kafkas beendet leider viel zu schnell den aufkeimenden Lebensmut der Beiden.Eigentlich sehr schade!

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  • Rezension zu "Die Herrlichkeit des Lebens" von Michael Kumpfmüller

    Die Herrlichkeit des Lebens

    giulianna

    24. January 2012 um 20:48

    Diese zarte Liebesgeschichte von Franz Kafka und seiner einige Jahre jüngeren Freundin Dora hat mich ehrlich berührt. Behutsam und mit feiner Hand zeichnet Michael Kumpfmüller in seinem Roman "Die Herrlichkeit des Lebens" das Porträt einer jungen Liebe, die leider keine Aussicht auf lange Zukunft hat. Kafka (im Buch nur Franz genannt) befindet sich beim Kennenlernen der Beiden an der Müritz schon nicht im besten Zustand. Er ist schwach, isst schlecht und wird ob seiner Tuberkolose von Hustenanfällen geplagt. Später in Berlin verleben sie trotz Inflation und Wohnungsschwierigkeiten eine glückliche Zeit. Allein sein gesundheitlicher Zustand verschlechtert sich zunehmends. Dora vermisst ihren Doktor ganz arg, während seine Familie ihn nach Prag zu sich nach Hause befohlen hat. In Österreich sind sie wieder vereint und sie pflegt ihn hingebungsvoll, während sein Körper schwindet und seine Leiden sich vergrößeren. Ein Jahr haben sie sich nur gekannt und dennoch hätte ihre Liebe nicht größer sein können. Ein Jahr, das dem Leser berührend geschildert wird. Ich teilte Doras Sehnsucht, ihre Ängste, Trauer und Sorgen. Sehr gern habe ich dieses Buch gelesen. Seine Bilder hallen noch jetzt in mir nach. Eine traurige Liebesgeschichte, eine tragische dazu und dennoch voller Liebe und Herz. Wundervoll geschrieben, fein komponiert - eine Leseempfehlung von mir!

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  • Rezension zu "Die Herrlichkeit des Lebens" von Michael Kumpfmüller

    Die Herrlichkeit des Lebens

    Gruenente

    02. January 2012 um 18:45

    Buch über das letzte Lebensjahr Franz Kafkas. Es beginnt mit einem Urlaub an der Ostsee, in dem er Dora, seine Gefährtin bis zum Tod kennenlernt. Die Geschichte ist auch eher aus Doras Sicht erzählt. Das Buch handelt von Liebe, Arbeit, Krankheit und Tod. Der umgang mit der Infaltion wird geschildert und auch das erste öffentliche Auftreten eines gewissen Antisemiten. Der Antisemitismus in Deutschland in den 20ger Jahren taucht immer wieder auf. Viele der Protagonisten sind Juden. Sehr interessant ist, dass nur Vornamen genannt werden. So muss man sich viele Zusammenhänge denken. Auch kafkas Romane und geschichten werden nicht mit Namen erwähnt, nur ein paar Inhaltefetzen werden beschrieben. Sehr ruhiges, schönes Buch.

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  • Rezension zu "Die Herrlichkeit des Lebens" von Michael Kumpfmüller

    Die Herrlichkeit des Lebens

    Buchhandlung_Karola_Brockmann

    21. October 2011 um 14:11

    Michael Kumpfmüller Die Herrlichkeit des Lebens Keine Autorenbiographie hat die Literaturwissenschaft genauer durchkämmt als die von Franz Kafka.Michael Kumpfmüller wagt sich an einen Roman über das letzte Lebensjahr des Prager Versicherungs-beamten mit seiner Freundin Dora Diamant.Es ist der Sommer 1923, Franz Kafka ist zu Besuch an der Ostsee,er erhofft sich Erholung von seinerschweren Lungentuberkulose. Dort trifft er auf Dora, eine sehr junge und schlichte Frau, die in einemKinderferienheim als Köchin arbeitet. Sie verlieben sich ineinander, während langer Strandspaziergängen.Sehr bald entscheidet sich Kafka für ein Zusammenleben mit dieser Frau, an deren Seite er Ruhe und Führsorge findet.Die scheue Liebe wird von Beiden intensiv herbeigesehnt, Dora liebt diesen Mann ohne Einschränkungen,Während Kafka, schon von schwerer Krankheit gezeichnet, jeden Tag und jeden Augenblick mit Dora genießt. Man spührt, dass der Abschied naht, Franz schreibt und quält sich mit seiner Arbeit, er hat Fieber-anfälle, isst zu wenig, wirkt blass und ausgezehrt. Doch diese einmalige Liebe ist für ihn wie ein Lebenselexier und Dora kämpf um sein Leben, was unausweichlich seinem Ende zugeht.Diese Liebesgeschichte mit tragischem Ende wird sehr liebevoll und sensibel mit den wunderbarsten Worten beschrieben, ein sehr zu Herzen gehendes Buch. (Gundula Krauß, Buchhändlerin)

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  • Rezension zu "Die Herrlichkeit des Lebens" von Michael Kumpfmüller

    Die Herrlichkeit des Lebens

    Chocalaccino

    11. October 2011 um 13:16

    In "Die Herrlichkeit des Lebens", von Michael Kumpfmüller geht es um das letzte Lebensjahr von Franz Kafka, bevor er 1924 wegen Tuberkulose verstarb. Franz Kafka, am Anfang des Buches nur Doktor genannt, verlebt einen Erholungsurlaub mit seiner Schwester in Müritz an der Ostsee. Dort lernt er die Köchin Dora Diamant kennen. Alleine der Name ist zauberhaft, aber sie hieß wirklich so. Zu diesem Zeitpunkt war Dora 25 und Kafka 40. Ziemlich schnell beschließen die beiden ihr Leben miteinander zu verbringen. Aber nicht so stumpf wie ich das gerade beschrieben habe, denn dieses Buch besteht aus tausend Metaphern, ein so schön geschriebenes Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Michael Kumpfmüller schafft es seinen Schreibstil so zu gestalten, dass man das Gefühl hat, man wäre selbst im Jahr 1923 bzw. 24. Im Hintergrund lässt er die Inflation und die Wirtschaftskrise laufen, wodurch die Geschichte auch einfach runder wird, da man dadurch merkt, dass es tatsächlich passiert ist. Franz Kafka hatte vor Dora schon Frauen, doch schaffte er es immer, ihnen mithilfe seiner Briefe den Kopf zu verdrehen und sie danach auf Distanz zu halten. Bei Dora war dies anders. Natürlich geht es in diesem Buch um den Verfall von Kafka durch seine Krankheit, aber im Vordergrund steht der gefühlvolle und einfühlsame Franz, den Kumpfmüller versucht zu beschreiben, da man Kafka so noch nicht kannte. Da man von Anfang an weiß, dass Kafka stirbt, lässt einen dieses Buch nicht traurig zurück, denn man weiß, er ist glücklich gestorben- und genau mit diesem Gefühl verlässt man das Buch. Obwohl die Liebe, die er bei Dora gefunden hat, weniger als ein Jahr angedauert hat, hat es sich für ihn gelohnt. Dieses eine Jahr war, trotz seiner Krankheit und den ganzen Strapazen, das schönste und lebenswerteste seinen Lebens. Michael Kumpfmüller bezieht sich bei seinem Roman auf Briefe, Aufzeichnungen und Tagebücher von Kafka und Dora aus dieser Zeit. Da es aber als Roman betitelt ist weiß man, dass auch einiges seiner Phantasie entsprungen ist. Herr Kumpfmüller hat eine gelungene Mischung aus beiden in seinem Buch vereint. Man muss die Person Kafka nicht kennen, oder schon einmal irgendetwas von ihm gelesen haben, um dieses Buch zu mögen, denn „Die Herrlichkeit des Lebens“ steht für sich. Eine kleine, feine, sehr lesenswerte Liebensgeschichte zwischen Franz Kafka und Dora Diamant.

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  • Rezension zu "Die Herrlichkeit des Lebens" von Michael Kumpfmüller

    Die Herrlichkeit des Lebens

    Seerose

    21. August 2011 um 17:26

    Michael Kumpfmüller erzählt in seinem Roman „Die Herrlichkeit des Lebens“ vom letzten Lebensjahr Franz Kafkas. Zu Beginn ist Kafka bereits an Tuberkulose erkrankt, an der er letztlich auch sterben wird. Er befindet sich in der Sommerfrische an der Ostsee, wo er die Köchin Dora Diamant kennenlernt und sich beide ineinander verlieben. Eine Fortsetzung der Beziehung über die Ferien hinaus scheint unmöglich. Doch Dora setzt alle Hebel in Bewegung, damit sie zusammen eine Wohnung in Berlin beziehen können. Dort haben sie sowohl gegen finanzielle als auch gesellschaftliche Probleme zu kämpfen. Zudem verschlechtert sich Franz Gesundheit rapide, so dass er gezwungen ist Berlin zu verlassen. Er kehrt zunächst zu seiner Familie zurück und muss sich schließlich in ein Sanatorium begeben. Dora reist ihm hinterher und kommt in einer Pension in der Nähe des Sanatoriums unter. Sie bleibt bis zu seinem Tod bei ihm. All dies klingt wenig positiv und steht im krassen Gegensatz zum Titel des Buches. Dennoch ist der Titel nicht unpassend. Trotz der widrigen Umstände und dem absehbaren traurigen Ende ist der Grundtenor des Romans nicht negativ. Beide zweifeln nie an der Richtigkeit ihrer Entscheidungen und passen sich den Umständen an, so gut sie es können. Kumpfmüller hat mit diesem Roman eine sehr poetische, traurige Liebesgeschichte geschrieben, die noch lange im Kopf bleibt.

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  • Rezension zu "Die Herrlichkeit des Lebens" von Michael Kumpfmüller

    Die Herrlichkeit des Lebens

    Clari

    Der schwierige, sensible und empfindsame Franz Kafka lernt im Sommer 1923 Dora Diamant kennen. Sie arbeitete in einem Kinderheim in Graal-Müritz an der Ostsee. Hier erholte sich FK von einer Lungentuberkulose, die ihn zunehmend schwächt und sein Leben überschattet. Dass nach mehreren Verlobungen und Frauenbeziehungen die schlichte Dora zu seiner treuen Begleiterin wurde, ist ihrem zugleich schüchternen, liebevollen, einfühlsamen und handfesten Charakter geschuldet. Franz Kafka fand in ihr die unkomplizierte und treue Lebensgefährtin, an deren Seite er Ruhe und Fürsorge fand. Michael Kumpfmüller hat die zarte und schüchterne Beziehung mit poetischen und eindringlichen Bildern nachgezeichnet. Die Annäherung der beiden Liebenden auf langen Spaziergängen am Ostseestrand und die spröde und einnehmend herbe Landschaft bildet den Rahmen, in dem Franz Kafka und Dora zögerlich zu einander finden. Von beiden Seiten sieht man eine ersehnte und angestrebte Gemeinschaft, die zu einem eheähnlichen Zusammenleben führte. Michael Kumpfmüller ist ein sensibler Beobachter. Er zeigt in klugen und feinfühligen Bildern, wie sich Dora und Franz in einander verlieben. Die scheue und zugleich dringliche Liebe wird von beiden Partnern intensiv herbeigesehnt. Dora liebt den Mann ohne jede Einschränkung, während Kafka, schon von schwerer Krankheit gezeichnet, jeden Tag und Augenblick mit Dora genießt. Durch die Zeilen von Kumpfmüller zieht uneingeschränkt ein Hauch von Melancholie und Abschied. Kafka hängt von den Schwestern und von seinen Eltern ab, denn er ist seiner schweren Krankheit wegen schon mit 40 Jahren pensioniert worden. Er schreibt und quält sich mit seiner Arbeit. Er isst zu wenig, leidet an heftigen Fieberattacken und erscheint blass und ausgezehrt. Doch diese einmalige Liebe zwischen ihm und Dora ist für ihn wie ein Lebenselixier. Der Leser nimmt Teil an einem ergreifenden Schicksal: der vom Tod gezeichnete Mann in der Fürsorge und in den Armen seiner ihn über alles liebenden Dora. Sie kämpft um sein Leben, das doch unaufhörlich dem Ende zugeht. Diese atemberaubende Liebesgeschichte mit tragischem Ende wird in den wunderbarsten Worten beschrieben, so dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Sehr lesenswert!

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    Girl56

    11. August 2011 um 17:17
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