Michael Kumpfmüller Durst

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Inhaltsangabe zu „Durst“ von Michael Kumpfmüller

In der Hitze des Hochsommers versucht eine junge Frau aus ihrem Leben zu fliehen. Sie packt einen Rucksack und macht sich davon. Zurück bleiben ihre beiden Kinder und ein Päckchen Saft. Die Frau will nicht lange fortbleiben, doch obwohl sie nicht weit kommt, findet sie nicht mehr zurück.

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  • Rezension zu "Durst" von Michael Kumpfmüller

    Durst

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. March 2010 um 20:39

    Ein heißer Sommer, eine junge Frau Anfang zwanzig, zwei kleine Kinder, eine Tragödie! Michael Kumpfmüller versucht zwei mögliche Wochen im Leben einer jungen Frau und ihrer beiden kleinen Söhne auf literarische Art zu rekonstruieren, basierend auf einem tatsächlichen Fall, der sich vor einigen Jahren in Deutschland ereignete. Das Buch ist verstörend in seiner Wirkung, auch furchtbar und grausam. M. Kumpfmüller beschreibt in kurzen, atemlosen Sätzen die Gedanken und inneren Befindlichkeiten einer nach Liebe und Geborgenheit suchenden Frau. Diese Frau möchte aus ihrem Leben und der Eintönigkeit ausbrechen; letztlich tut sie dies. M. Kumpfmüller hat, wie ich finde sehr gut aufgezeigt, dass es nicht schierer Wahnsinn im Sinne von Geisteskrankheit ist, der Menschen dazu treibt, Ungeheuerliches zu tun. Es kann "nur" Überforderung sein, Unzufriedenheit, seelische Leere, Hunger nach Liebe und Geborgenheit, Unfähigkeit, erwachsen und verantwortungsvoll zu leben..... Tragödien können auch wie "nebenbei" geschehen - und genau das ist das, was beängstigend ist. Die innere Zerrisenheit und Ambivalenz hat der Autor meiner Meinung nach gut und nachvollziehbar dargestellt. Eine eigenartige und nicht einfache Lektüre, die mich noch lange beschäftigen wird und wieder die Frage: Wie kann es sein, dass so viele Menschen wegschauen!?

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  • Rezension zu "Durst" von Michael Kumpfmüller

    Durst

    Tweetywoman76

    25. November 2009 um 16:39

    Durst... Die Bedeutung dieses Wortes bezieht sich meiner Meinung nach nicht nur auf die Zustand, den die zurück gelassenen Kinder spüren, sondern auch auf die Mutter, welche ziellos durch die Gegend irrt, auf der Suche nach Wärme, Liebe und Geborgenheit. Erzählt wird die Geschichte einer junge Frau aus deren Perspektive, welche mit ihren 2 kleinen Kindern überfordert ist und auch familiär keinen verlässlichen Hintergrund erfährt. Eine junge Frau, die ihre Kinder einsperrt und mit ein wenig Saft zurück lässt. Eine Frau, die sich auf eine Reise machen will, ohne wirklich wegzugehen. Sie scheint emotional ausgehungert, wirft sich immer wieder wahllos Männern in die Arme, um für kurze Zeit Geborgenheit zu erhalten. Und dann sind da zwischendurch immer wieder kurze Sequenzen, in denen sie an ihre Kinder denkt. Was werden sie gerade tun? Spielen sie? Schlafen sie? Oder belästigen sie die Nachbarn mit ihrem Geschrei? Sie geht in Spielwarenabteilungen, um für sie ein Geschenk auszusuchen, welches sie ihnen nach ihrer Rückkehr geben wird. Völlig irrational und beklemmend für den Leser. Und was trifft man an, wenn man nach fast 2 Wochen zurückkehrt und das Kinderzimmer öffnet? Michael Kumpfmüller versucht mit seinem Buch, Einblick in die ausgetrockenete Seele einer Frau zu geben, welche selber immer durstig ist. Manche Sequenzen waren mir zu sprunghaft und ich hätte mehr Tiefe erwartet. Doch da es aus Sicht der Frau geschrieben ist, sollte es wahrscheinlich so sein - es spiegelt ihre innere Unruhe wieder. Die Vorlage ist authentisch, doch mir fehlte der richtige Abschluss. Was wurde aus der jungen Frau, wie geht sie mit dem Verlust um? Das fand leider keinen Rahmen. Von daher nur 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Durst" von Michael Kumpfmüller

    Durst

    chriesl

    11. September 2008 um 16:47

    Eine Mutter lässt aus Überforderung ihre 2 kleinen Kinder in ihrer Wohnung und lässt sie verhungern. Kumpfmüller versucht in diesem Buch eine Annäherung an das Wesen des "Bösen", des unverständlichen Handelns einer jungen Frau, die 1999 tatsächlich ihre Kinder ohne Nahrung zurückließ. Selbstverständlich ist es ein furchtbares Buch, der Schreibstil ist seltsam, aber nachdem viele innere Monologe der Mutter geschildert werden, muss das auch so sein. Mir kam es zwischenzeitlich schon etwas zu philosophisch vor, denn diese Frau wurde im Gerichtsverfahren als "infantil" bezeichnet. Meiner Meinung nach eine höchstinteressante Annäherung an ein entsetzliches Thema.

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  • Rezension zu "Durst" von Michael Kumpfmüller

    Durst

    Henriette

    09. July 2007 um 08:43

    Ein furchtbares Buch. Habe es nur zu Ende gelesen, weil es nicht so viele Seiten hat. Der Schreibstil ist abgehackt, wirr. Es werden so gut wie gar keine Namen genannt, sonder nur von der Frau, dem Mann, den Kindern geschrieben. Die Ausdrücke sind manchmal auch nur primitiv.
    Ich würde dieses Buch nicht weiterempfehlen.

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