Michael Lüders Never Say Anything

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Inhaltsangabe zu „Never Say Anything“ von Michael Lüders

Die Journalistin Sophie Schelling hatte sich auf eine ganz normale Dienstreise eingestellt. Doch manchmal ist man zur falschen Zeit am falschen Ort: Sophie sieht etwas, das sie nie hätte sehen dürfen. In seinem packenden Polit-Thriller führt Michael Lüders auf die dunkle Seite des amerikanischen Drohnenkriegs und stellt seine Heldin vor eine Gewissensfrage: Wie weit bist du bereit zu gehen, um die Wahrheit herauszufinden? Würdest du dafür deine Zukunft aufs Spiel setzen? Oder vergisst du lieber, was du erlebt und erfahren hast? Immer tiefer verstrickt sich Sophie in das Netz eines übermächtigen Gegners, bis aus ihrer Suche ein blutiger Kampf ums Überleben wird.
Dieser Thriller ist eine höchst aktuelle Auseinandersetzung mit den Geheimdiensten und einer entfesselten Moral. Erzählt aus der Sicht einer mutigen Frau, die ihren Beruf als Journalistin ernster nimmt als ihr guttut. Der Inhalt ist fiktiv, doch Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit waren unvermeidbar!

Spannend, kritisch und aktuell. Ein Politthriller, der absolut lesenswert ist.

— sunlight

Aufwändig inszenierter Geheimdienstthriller im Umfeld des Enthüllungsjournalismus

— laraelaina

Das Thema ist sehr interessant aber es braucht zu lange um in fahrt zu kommen und dann ist es schon zu ende

— LostHope2000

Gute Geschichte die zum Nachdenken anregt!

— tina317852

3,5 Sterne Interessante Geschichte mit der ein oder anderen Schwäche.

— Jackl

Brisanter Start, mit schwächerem Ende.

— Tintenklex

Holprige Dialoge, Protagonisten oberflächlich – Die Stärke dieses Buch liegt in der Brisanz des Themas.

— Bücherfüllhorn-Blog

Ein Thriller, der zumindest zum Nachdenken anregt.

— Meteorit

Interessante Idee, mangelhaft umgesetzt

— Pippo121

Nach starkem Auftakt im Orient gleitet die Geschichte leider in Klischees und Schwarz/Weiß-Malerei ab

— krimielse

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  • Aufwändig inszenierter Geheimdienstthriller im Umfeld des Enthüllungsjournalismus

    Never Say Anything

    laraelaina

    18. May 2017 um 10:42

    Die Protagonistin taucht mit einem Paukenschlag in die Welt paranoider Geheimdienste, die getrieben von ihren Vorstellungen von Gut und Böse vor nichts zurückschrecken. Dabei verstrickt sich die Protagonistin immer tiefer in diese Welt, geplagt von ihrem Gewissen und Gerechtigkeitsbedürfnis, welches sich mit dem Wunsch zu überleben streitet.Es könnte der Eindruck entstehen, dass es sich hier um Amerikabashing handelt, aber meiner Meinung nach ist das nicht der Fall. Genausogut könnte man denke ich jeden anderen Geheimdienst nehmen.Der Roman ist gut zu lesen, auch wenn man sich an die vielen Namen gewöhnen muss. Ein Glossar habe ich vermisst.Ich fand ihn spannend und unterhaltsam, deshalb bekommt er von mir 5 Sterne.

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  • Outland

    Never Say Anything

    walli007

    11. March 2017 um 09:06

    Eine Reiseberichterstattung über Marokko sollte es werden. In einem abgelegenen Grenzort allerdings geraten die Journalistin Sophie Schelling und ihr Begleiter in einen Hinterhalt. Viele Menschen kommen um und Sophie überlebt nur mit viel Glück und Hilfe von Unbekannten. Zurück in Berlin versucht sie die Erlebnisse zu verarbeiten, muss aber zu Ihrem Entsetzen feststellen, dass der Vorfall in der Presse völlig anders dargestellt wird als sie ihn erlebt hat. Sophie Schelling will nun die Wahrheit enthüllen. Konsterniert fühlt sie sich als ihr klar wird, dass nicht jeder an der Wahrheit interessiert ist. Nur nach und nach wird der Reporterin klar, dass sie sich durch ihre Nachforschungen in Gefahr begibt. Nach den schrecklichen Ereignissen, mit denen dieser Roman beginnt, setzt sich die Handlung erstmal etwas gemütlich fort. Natürlich will Sophie Schelling berichten, dabei geht sie vorsichtig vor, um keine Angriffsfläche zu bieten. Wer legt sich schon gerne mit mächtigen Gegnern an. Doch nachdem sie mehr in Erfahrung gebracht hat und es Eingriffe in ihr eigenes Leben gab, spürt sie, dass sie eine Konfrontation nicht mehr vermeiden kann. Sophie überwirft sich dabei mit fast allen und kommt vielen anderen in die Quere. Sie versucht, sich selbst treu zu bleiben, ihr Durchhaltevermögen wird jedoch auf eine harte Probe gestellt. Ihre Gegner schrecken vor fast nichts zurück. Immer steht während der Lektüre die Frage im Raum, wie nah an der Realität sich der Roman bewegt. Man befürchtet, es könne doch sehr nahe sein, obwohl man es lieber nicht glauben würde. So wie sich die Schlinge um Sophie Schellings Hals mehr und mehr zuzuziehen scheint, so bekommt man immer mehr ein Gefühl der Beklemmung. Gewisse Organisationen machen möglicherweise vor nichts halt, um ihre Ziele zu erreichen, und sei es nur das Ziel, gewisse Aktionen geheim zu halten. Je weiter man liest, desto mehr könnte man sich eine analoge Welt zurückwünschen, in der es doch etwas aufwendiger war, das Leben auch von unbescholtenen nur vielleicht unliebsamen Menschen negativ zu beeinflussen.  Ein Buch, dass nach und nach immer mehr fesselt und verstört. In so einer Welt möchte man nicht leben. Oder lebt man etwa schon in so einer Welt? 3,5 Sterne

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  • Spannende Story die zum Nachdenken anregt

    Never Say Anything

    tina317852

    13. August 2016 um 10:03

    Die Journalistin Sophie Schelling befindet sich am Falschen Ort zur Falschen Zeit. Sie sieht etwas was sie eigentlich nicht sehen sollte und kommt knapp mit Ihrem Leben davon. Wieder zuhause steht Sophie vor der Frage ob Sie mit dem was sie gesehen hat an die Öffentlichkeit gehen soll oder es auf sich beruhen lässt. Auf ihrem Weg zur Wahrheit bekommt Sie es mit mächtigen Gegnern zu tun und es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Für mich war es das erste mal das ich einen Thriller gelesen habe, normalerweise ist das kein Genre das mir liegt. Da das Buch allerdings durch den Lovelybooks Lesesommer in meine Hände geraten ist, wollte ich es auch unbedingt lesen. Wobei ich dem anfangs sehr zögerlich gegenüberstand. Um so mehr hat es mich überrascht wie sehr mich das Buch gefesselt hat, und wie viele parallelen man zur heutigen Zeit ziehen kann. Die Protagonistin Sophie ist eine sehr starke Frau und eine gute Journalistin die um die Wahrheit kämpft und sich auch nicht im Angesicht der Todes unterkriegen lässt. Wobei Sie auch oftmals zweifelt ob der Weg den Sie geht der Richtige ist. Sehr gut finde ich das auch Sophies Angst dargestellt wird und Sie mit sich hadert ob Sie ihre Arbeit nicht einfach auf sich beruhen lassen soll. Sehr interessant war für mich die Rolle Ihres Chefs Thorsten Mehring, ich war etwas überrascht darüber, dass er sich gegen Sophie gestellt hat, obwohl es ja die Aufgabe von Journalisten ist, Sachen auszusprechen die sich sonst keiner auszusprechen wagt. Ich denke das ihr Chef wohl auch hauptsächlich aus Angst so gehandelt hat. Sehr schade fand ich das sich Marc Lindsey und Sophie nie getroffen haben, ich hätte es sehr interessant gefunden zu sehen wie die beiden sich begegnen. Was wohl ein Merkmal dieses Genres ist, ist der Bezug zu Realen Ereignissen, die um uns rum geschehen, oder auch die vorhersage wie etwas passieren könnte. Was mir da vor allem aufgefallen ist, ist die Parallele zu der Übernahme der Kontrolle eines fahrenden Autos. Das wir unsere Autos immer mehr mit ungesicherter Elektronik voll packen und dadurch immer mehr Daten frei geben, habe ich auch schon mit Sorge betrachtet, und ich kann mir gut vorstellen das es, auch im Hinblick auf selbst fahrende Autos, zu solchen Überfällen kommen kann. Zusammengefasst, ist es eine sehr gute Story, die viele Probleme aufzeigt, die es heutzutage in der Welt zu beheben gibt und das man auch wenn man am Ende scheitert, man immer sich dazu verpflichten sollte die Wahrheit offen zu legen. Für mich war es ein interessanter Einblick in das Genre und ich denke das ich zukünftig öfter mal was aus dem Bereich lesen werde.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931

    kubine

    01. August 2016 um 19:44
  • Regt zum Nachdenken an!

    Never Say Anything

    Meteorit

    Rezension ,,Never Say Anything" von Michael Lüders Never Say Anything ist ein Thriller des Journalisten Michael Lüders, der selbst schon mehrere Bücher über Konflikt im Orient bzw. über die westliche Politik geschrieben. Das Buch ist mit 368 Seiten am 17. März 2016 im C.H. Beck Verlag erschienen. Inhalt: Die Journalistin Sophie Schelling hatte sich auf eine ganz normale Dienstreise eingestellt. Doch manchmal ist man zur falschen Zeit am falschen Ort: Sophie sieht etwas, das sie nie hätte sehen dürfen. In seinem packenden Polit-Thriller führt Michael Lüders auf die dunkle Seite des amerikanischen Drohnenkriegs und stellt seine Heldin vor eine Gewissensfrage: Wie weit bist du bereit zu gehen, um die Wahrheit herauszufinden? Würdest du dafür deine Zukunft aufs Spiel setzen? Oder vergisst du lieber, was du erlebt und erfahren hast? Immer tiefer verstrickt sich Sophie in das Netz eines übermächtigen Gegners, bis aus ihrer Suche ein blutiger Kampf ums Überleben wird. Dieser Thriller ist eine höchst aktuelle Auseinandersetzung mit den Geheimdiensten und einer entfesselten Moral. Erzählt aus der Sicht einer mutigen Frau, die ihren Beruf als Journalistin ernster nimmt als ihr guttut. Der Inhalt ist fiktiv, doch Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit waren unvermeidbar! (Klappentext) Cover: Das Cover finde ich gelungen. Die Verbindung mit dem Titel ,,Never Say Anything" und der Abkürzung NSA passt gut. Charaktere: Hauptperson ist Sophie Schelling, eine Journalistin, die auf ihrer Dienstreise ein Angriff auf ein Dorf miterlebt. Dabei macht sie zwiespältige Entdeckungen, die sie unbedingt veröffentlichen möchte.Sophie ist eine sympathische, intelligente Person, die in etwas viel zu Großes rein gerät. Der Konflikt Sophie gegen eine ganze Behörde bzw. ein ganzes Land gestaltet sich schwierig, denn sie wird nicht nur verfolgt, sondern auch manipuliert.Die verschiedenen anderen Charaktere sind auch realistisch und passen somit ins Bild dieses Thrillers. Meine Meinung: Never Say Anything ist das erste Buch, das ich von Michael Lüders kennenlernen durfte. Die anderen Bücher, vor allem seine Sachbücher zum Thema Orient (z.B ,,Wer den Wind säht") klingen sehr interessant, sodass ich es einfach mal mit diesem Buch probieren musste.,,Zunächst dachten wir, die Amerikaner wären die Freunde der Afghanen, aber jetzt halten wir sie für Terroristen. Die Amerikaner sind unsere Feinde. Sie haben unsere Familie zerstört, uns ihre Spezialkräfte auf den Hals gehetzt, die entsetzliche Verbrechen begangen haben. Wir akzeptieren ihre Entschuldigungen nicht.Uns liegt nichts mehr am Leben. Einige von uns werden Selbstmordanschläge verüben, und das ganze Land wird auf ihrer Seite sein." S.106Lüders Schreibstil gefiel mir ganz gut. Mit einfachen Sätzen erklärt er das Geschehen. Detailliert genug, um es sich vorzustellen. Leider kam an manchen Stellen kaum Spannung auf, was ich leider ein wenig schade fand, das Potential dieser Enthüllungsgeschichte wird nicht völlig ausgeschöpft.,,Sie setzten sich in Ihren Wagen, der vollgestopft ist mit Elektronik. Sie schnallen sich an und fahren los. Auf einmal merken Sie, wie das Auto schneller und schneller wird, und Sie können nichts dagegen tun." S.153Die ganze Geschichte erinnert ein wenig an den Fall Edward Snowden. Sie findet etwas heraus, was sie nicht herausfinden sollte und versucht fortan, das Gesehene an die Öffentlichkeit zu bringen, worauf hin sie von Geheimdiensten verfolgt wird. Diese Szenerie ist wirklich nichts neues und oftmals sollte man Altes nicht immer wieder aufgreifen, dennoch hat mich dieses Buch sehr oft zum Nachdenken angeregt.,,Sophie, ich ... ich kann dir das nicht sagen. Ich an deiner Stelle würde wahrscheinlich die Notbremse ziehen. Aussteigen aus der Geschichte. Was nützt dir die Wahrheit, wenn sie dich am Ende umbringt. Du kannst gegen diese Leute nicht gewinnen. Sende ihnen ein Zeichen, dass du verstanden hast, und sie werden dich in Ruhe lassen." S. 251Viele Geschehnisse werden auch nicht eindeutig aufgeklärt. Dubiose Geldzahlungen auf ihr Konto, die Szene mit dem Auto. Der Leser bleibt am Ende mit mehreren Fragen zur Geschichte sitzen. Das Ende hat mir dann leider auch nicht ganz so gut gefallen. Der erhoffte Überraschungsmoment kam nicht auf.Fazit:Alles in allem ein solider Thriller über ein Thema, das zum Nachdenken anregt. Ich könnte mir vorstellen, dass Lüders Sachbücher noch viel besser sind.Bis dahin gebe ich gut gemeinte 3 Sterne und freue mich auf seine  Sachbücher.

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    • 11
  • War nicht mein Buch ...

    Never Say Anything

    Igela

    22. July 2016 um 10:36

    Die Journalistin Sophie Schelling trifft sich in geschäfltlich mit dem Herausgeber eines Magazins, Hassan Maliki in Marakesch. Sie erlebt und überlebt als einzige den Angriff amerikanischer Truppen ,Hassan stirbt bei dem Gemetzel.Zurück in Berlin schreibt sie einen Artikel über die in Marokko an der Tagesordnung liegenden Drohnenangriffe und Tötungen,in dem die Amerikaner nicht gut weg kommen. Als ihr der Nachlass des getöteten Enthüllungsjournalist Marc Lindsay zugespielt wird, setzt sie alles daran diese an das Tageslicht zu bringen.Die Geschichte spielt zu einem kleinen Teil in Marokko und zu einem grossen Teil in Deutschland und der USA..Der Teil der in Marokko spielt gibt sehr gut die dortige Welt wider. Teilweise haben diese Passagen etwas von Kriegsberichten und kommen authentisch daher. Nur der etwas blumige Schreibstil in diesem Teil hat mich gestört, denn es passt so ganz und gar nicht zu der Story.Leider bin ich mit der Protagonistin Sophie Schelling ganz und gar nicht warm geworden.Sie ist so oberflächlich gezeichnet, dass ich mich weder in sie hinein fühlen, noch ihre Handlungen nachvollziehen konnte.Die Handlung empfand ich als zäh....so ,dass auch das bisschen Spannung, das ich gefühlt habe dieser Langatmigkeit zum Opfer fiel. Nein, teilweise war sie so chaotisch gegliedert und unlogisch, dass das Lesen zur Qual wurde.

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    • 5
  • LovelyBooks Lesesommer 2016 - Woche 7

    Memory Wall

    aba

    Manche fahren in den Urlaub, wir haben den LovelyBooks Lesesommer!10 Wochen gibt es beim LovelyBooks Lesesommer literarische Überraschungen, Buchtipps und nebenbei dürft ihr euch natürlich auch auf tolle Buchverlosungen freuen!Jede Woche verlosen wir einen Titel oder ein traumhaftes Buchpaket und geben euch reichlich Buchtipps, damit keine sommerliche Leselücke entsteht.In der 7. Woche begrüßt euch der Verlag C.H.Beck auf unserer Übersichtsseite mit fantastischen und hochwertigen Buchtipps. Das Beste von allem: Ihr könnt auch etwas gewinnen!Zusammen mit dem Verlag C.H.Beck verlosen wir diese Woche 5 tolle Buchpakete bestehend aus folgenden Titeln:"Memory Wall" von Anthony Doerr"Der Mann, der das Glück bringt" von Catalin Dorian Florescu"Never Say Anything" von Michael LüdersSeid ihr dabei? Dann antwortet bitte über den "Jetzt bewerben-Button" bis zum 17.07. auf folgende Frage, wenn ihr eins der wunderbaren Buchpakete gewinnen möchtet*:"Unser Leben, unsere Welt werden durch unsere Erinnerungen zusammengehalten"In "Memory Wall" verliert die 74-jährigen Alma ihr Gedächtnis. Damit verschwinden die Erinnerungen an wunderbaren Orten, in denen sie im Laufe ihres Lebens gewesen ist.Welchen Ort auf diesem Planeten werdet ihr für immer in Erinnerung behalten? Was habt ihr da erlebt, was macht diesen Ort so besonders für euch? Erzählt uns darüber!Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!* Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!

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    • 196
  • Rezension zu "Never say anything" von Michael Lüders

    Never Say Anything

    Tintenklex

    10. June 2016 um 20:09

    In diesem Thriller geht es um eine Journalistin, die zur falschen Zeit am falschen Ort ist und so den Angriff amerikanischer Soldaten auf ein Dorf voller Zivilisten in Marokko. Sie will der Welt die Wahrheit sagen und gerät dabei in die Schusslinie der Mächtigen ... Das Buch hält einen in der ersten Hälfte absolut in Atem. Eindrucksvoll wird geschildert was "Kampf gegen den Terror" in Nordafrika wirklich bedeutet - für die Unschuldigen. Die fiktive Story lädt gerade zu dazu ein, sich Gedanken darüber zu machen, wie fiktiv all das wirklich ist... Im Vordergrund steht Sophie - eine Journalistin, die ihren Glauben an Gerechtigkeit nicht aufgeben will und sich damit in Lebensgefahr bringt. Nach und nach kommen aber immer mehr Akteure hinzu, bis es irgendwann schwer fällt, den Überblick darüber zu behalten, wer mit wem welche Intrigen spinnt. Zum Ende hin hatte das Buch leider seiner Längen - das Ende selbst kam dann plötzlich sehr abrupt. Dennoch war ich fasziniert von der Geschichte, die es in dem Mantel eines fiktiven Thrillers wagt, Leute auf den Gedanken zu bringen, dass Schwarz und Weiß nicht immer voneinander zu trennen ist. Und dass es manchmal gute Absichten sind, die die größte Zerstörung hervorrufen ...  

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  • Mut zur Wahrheit

    Never Say Anything

    Bücherfüllhorn-Blog

    11. May 2016 um 11:51

    Der Anfang ist abseits der wunderschönen landschaftlichen Beschreibungen Marokkos eher holprig. Vor allem das Zwischenmenschliche, die Dialoge zwischen den Protagonisten waren oft eher kalt und seltsam abgehackt. Ich hätte mir gewünscht, dass die wundervollen Beschreibungen der marokkanischen Landschaft auch einen Eingang in die zwischenmenschlichen Beschreibungen gefunden hätten. Im Nachhinein stelle ich es mir aber so vor, dass dieses nur der Hintergrund für die großen Themen in dieser Geschichte waren:  Drohnenangriffe, CIA Operationen im Namen nationaler Sicherheit, Folter in Abu Ghraib, investigativer Journalismus, Kritik am System ...   Die Kombination aus beiden entwickelte dennoch einen leichten Sog, der affine Leser zu diesen Themen packen kann. Auch wenn es im Prinzip jeder weiß, war der beiläufige Blick auf unser doch überwiegend sorgloses Medien-Verhalten (Facebook, Google, Smartphone, Internet…) beklemmend.   Dieses Buch lässt mich zwiespältig zurück. Auf der einen Seite also die zu wünschen übrig lassende Tiefe der Charaktere und die manchmal holprigen Dialoge, durchgehend alle Protagonisten sind oberflächlich dargestellt. Auf der anderen Seite ein starkes politisches Weltthema, über das wirklich jeder Bescheid wissen sollte. Selbst wenn es hier natürlich nur fiktiv ist, die Parallelen zu der Wirklichkeit sind groß. Die Stärke dieses Buches liegt in der Brisanz des Themas, das so jedem verständlich gemacht werden kann.

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  • Mehr Show statt Substanz.

    Never Say Anything

    Gulan

    „Vor aIlem, es hängt alles mit allem zusammen. Das geht mir einfach nicht in den Kopf. Dieselben Typen, die schon in Afghanistan und im Irak reihenweise Leute umgebracht haben, machen einfach weiter. Und niemand hält sie auf, im Gegenteil. Das ist ein richtiger Geheimbund.“ „Ab und zu gibt es doch jemanden, der ein Gewissen hat.“ „Und was nützt ihm das?“, fragte Helga bitter. „Anschließend ist er tot, im Gefängnis oder kaltgestellt.“ Sophie kaute und nickte. Sie zog es vor, den Gedanken nicht zu vertiefen. Wie gerne würde sie sich mit Marc Lindsey austauschen, diesem Wahnsinnigen. Die Dokumente und Quellen, die er zusammengestellt hatte, waren eine einzige Anklageschrift. Macht und Lüge verhielten sich zueinander wie Geschwister, aber es kam selten vor, sie in flagranti beim Inzest zu erwischen. (S.264-265) Die Journalistin Sophie Schelling trifft sich in Marrakesch mit dem marokkanischen Journalisten Hassan Maliki. Dieser hatte in seiner Zeitschrift über ein merkwürdiges Bauwerk in der kleinen Stadt Gourrama berichtet, die „Himmelstreppe“. Trotz unklarer Gefahrenlage machen sich die beiden auf in den Ort nahe der algerischen Grenze. Dort werden sie plötzlich Zeuge eines amerikanischen Drohnenangriffs, dem ein Ziegenhirt zum Opfer fällt. Kurz darauf wird Gourrama von schwer bewaffneten Einheiten attackiert und nahezu alle Einwohner getötet. Ein Angriff von al-Qaida, so wird es der Weltöffentlichkeit dargestellt. Doch Sophie Schelling überlebt schwer verletzt und weiß, dass die Angreifer amerikanische Soldaten waren. Sophie kehrt nach Deutschland zurück und will ihre Version der Geschichte erzählen. Doch das ist angesichts der Nachrichtenlage gar nicht so einfach. Auch der Chefredakteur ihrer Zeitung ist ihr wenig wohlgesonnen. So versucht Sophie Beweise zu sammeln, um die illegalen Aktivitäten der Amerikaner im Kampf gegen den Terror ans Licht zu bringen. Hilfreich ist dabei der Nachlass des unter mysteriösen Umständen zu Tode gekommenen amerikanischen Enthüllungsjournalisten Marc Lindsey, der Sophie zugespielt wird. Doch je mehr sie sich anschickt, Beweise gegen die Amerikaner zu sammeln, umso mehr gerät sie ins Visier der US-Geheimdienste, die um jeden Preis eine Enthüllung verhindern wollen. Autor Michael Lüders ist ein ausgewiesener Experte in Sachen Naher und Mittlerer Osten. Der Politik- und Islamwissenschaftler veröffentlichte im letzten Jahr den Sachbuch-Bestseller „Wer Wind sät. Was westliche Politik im Orient anrichtet“. Lüders schickt sich an, in die Fußstapfen des verstorbenen Peter Scholl-Latour zu treten, als Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft hat er ihn jedenfalls schon beerbt. Mit dem Label des „Orient-Experten“ wirbt der Verlag auch für diesen Politthriller. Und er beginnt auch ziemlich vielversprechend in der Altstadt von Marrakesch und führt kurz darauf ins Atlasgebirge. Allerdings hat sich der Autor entschlossen, ab ca. Seite 70 den Rest des Romans nahezu ausschließlich in Deutschland stattfinden zu lassen. Vom Orient keine Spur mehr, sehr schade. Noch bedauerlicher ist allerdings, was Lüders aus der Geschichte macht. Es entwickelt sich ein Politthriller mit Anleihen an Edward Snowden und Tony Scotts Film „Der Staatsfeind Nr.1“ mit ganz klaren, schwarz-weißen Verhältnissen: Hier die gute deutsche Journalistin, dort der ganz, ganz böse amerikanische Geheimdienst. Realitätsnahe Graubereiche sind Lüders' Sache nicht (dies haben ihm auch einige Kritiker seines Sachbuches vorgeworfen). Sämtliche Figurenzeichnungen bleiben völlig oberflächlich, selbst die Hauptfigur Sophie Schelling bleibt dem Leser unnahbar. Wenn wenigstens die Spannung das Buch tragen würde. Aber auch das gelingt nur über Teilstrecken, denn die Story wird zunehmend unglaubwürdiger und unlogischer. Da werden Handlungen ohne jeden Nutzen für die Story nur als reine Showeffekte aufgenommen. Als schließlich sogar ein Auto ferngesteuert wird, um Sophie Schelling einen Schrecken einzujagen, ist bei mir als Leser der Punkt erreicht, an dem ich denke, nun bringt sie doch endlich um, damit das Buch ein Ende hat. Aber leider nehmen die Merkwürdigkeiten zum Ende hin sogar noch zu. Der Höhepunkt der Absurditäten findet dann im Darkroom des Berghain statt (mehr möchte ich dann doch nicht spoilern). Autor Michael Lüders mag mit seiner Intention, den Drohnenkrieg der Amerikaner zum Aufhänger dieses Politthrillers zu machen und damit zu kritisieren, nicht ganz falsch liegen. Aber die Art und Weise, wie er die Handlung und Figuren einseitig und oberflächlich aufbaut, machen aus diesem Buch einen plumpen, nur teilweise spannenden, zunehmend unlogischen und latent anti-amerikanischen Thriller. Dabei hätte das Thema so viel mehr Potenzial gehabt.

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    • 11
  • Na ja....

    Never Say Anything

    lievke14

    04. May 2016 um 11:02

    Als sich die Journalistin Sophie auf den Weg nach Marokko macht, um dort ein besonderes Bauwerk zu besichtigen, über welches sie in ihrer Zeitung berichten will, ahnt sie nicht, dass die Reise in einer Katastrophe endet. Manchmal ist man zur falschen Zeit am falschen Ort. Das kleine Dorf, welches sie mit ihrem Reiseführer besucht, wird urplötzlich Ziel eines feindlichen Angriffs und buchstäblich dem Erdenboden gleich gemacht. Sophie ist die einzige Überlebende dieses Massakers. Bei ihrer Recherche nach dem Wie und Warum gerät sie alsbald ins Visier eines übermächtigen Gegners…. „Never say anything“ ist ein Politthriller aus der Feder des Dokumentarautors und Orientexperten Michael Lüders. Der Roman beginnt recht vielversprechend mit den Ereignissen in Marokko. Die Protagonistin befindet sich auf einer Recherchereise in Afrika und gerät in eine absolut traumatische Situation, als der Reiseort völlig unerwartet von Kampfhubschraubern unter Beschuss genommen wird. Wieder zu Hause angekommen, versucht sie Licht ins Dunkel zu bringen und beginnt den Hintergründen dieser Greueltat auf den Grund zu gehen. Dabei stößt sie in ein Wespennest und rückt selbst in den Blickpunkt einer Weltmacht, die mit aller Macht versucht, das Geschehen unter den Teppich zu kehren. Die Kurzbeschreibung zu dieser Geschichte hörte sich richtig gut an….leider hat die Geschichte wenig mit einem Thriller zu tun. Die Journalistin deckt durch verschiedene Hinweise und Zeugenaussagen bzw. gesammelten Beweismaterial den eigentlichen Drahtzieher dieses und anderer Attentate auf. Damit werden die großen Geheimdienste auf den Plan gerufen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Sophie als Person zu verunglimpfen und ihre Glaubwürdigkeit herabzusetzen. Diese perfiden Machenschaften richten sehr schnell großen Schaden an….Sophie wird sowohl arbeitstechnisch als auch finanziell völlig kalt gestellt. Die Darstellung des politischen Ränkespieles erfolgte sehr umfassend und verdeutlicht die Skrupellosigkeit, mit der Regierungen und deren Mittelsmänner ihre Ziele verfolgen. Derartige Intrigen sind auf dem politischen Parkett durchaus denkbar, zumindest wenn es um die Vertuschung von solchermaßen extrem ausufernden Menschenrechtsverletzungen geht. Dennoch konnte mich die Geschichte nicht vom Hocker reißen. Die Story an sich hinkte an verschiedenen Stellen und war für einen „Thriller“ größtenteils zu ausschweifend und öde. Die Protagonistin schwankte permanent zwischen einem besonderen Drang zur Wahrheitsfindung und regelrechten Angstpsychosen hin und her. Ihre Entscheidungen und Verhaltensweisen widersprachen jeder Logik und auch häufig ihrer eigenen „inneren Stimme“. Somit erschien sie insgesamt ziemlich schwach und unglaubwürdig und hat mit ihrem Verhalten sämtliche Aktionen und Reaktionen ihrer Gegenspieler auf dumme Art und Weise selbst heraufbeschworen. Natürlich ist ein gewisser Zwiespalt zwischen dem Mut zur Wahrheit und dem Verantwortungsbewusstsein sich selbst gegenüber und seinen Nächsten bzw. die Angst ums Überleben normal….dies konnte ich der Protagonistin hier leider nicht abnehmen. Das Ende der Geschichte ist offen und lässt viel Raum zur Spekulation. Leider tut dieser Abschluss der Geschichte überhaupt nicht gut, da der Leser zu keinem Ergebnis kommt. Schade….hier wäre viel mehr Potential vorhanden gewesen. Allein der interessante Hintergrund lässt mich letztendlich 3 Herzchen vergeben.

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  • Wer hat die Macht

    Never Say Anything

    Pelikanchen

    02. May 2016 um 20:20

    Sophie Schelling reist nach Marokko, um dort in einem entlegenen Bergdorf ein außergewöhnliches Bauwerk zu dokumentieren. Die deutsche Journalistin will sich dort eine freistehende "Himmelstreppe" ansehen und über sie berichten. Sie ist dort mit Hassan unterwegs und die Einwohner nehmen sie freundlich in dem Dorf auf. Doch kurze Zeit später werden sie Zeugen eines ungeheuren Anschlags.Dieses Buch ist sehr gut geschrieben und man merkt wie real doch die totale Überwachung heute schon ist. Eigentlich natürlich für gute Zwecke, aber hier sieht man wie schnell man so was auch missbrauchen kann. Einmal zur falschen Zeit am falschen Ort und wenn man dann auch noch erzählt was passiert und die falschen Leute bezichtigt. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und ich finde mit "Never Say Anything" liest man einen wirklich soliden Thriller.Das Ende hat mir nicht so gut gefallen, der große Showdown hat mir gefehlt. 

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  • Unglaubwürdige Schwarz-Weiß-Malerei

    Never Say Anything

    Pippo121

    18. April 2016 um 19:13

    Die Journalistin Sophie Schelling ist zur falschen Zeit am falschen Ort und überlebt nur mit viel Glück den Drohnenangriff einer amerikanischen Sondereinheit auf ein kleines Dorf in Marokko. Offiziell ein Attentat der Al-Qaida, doch Sophie kennt die Wahrheit… Zurück in Berlin will sie das Unfassbare nun ans Licht der Öffentlichkeit zerren und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Doch dies erweist sich als äußerst gefährlich, da ihre Gegner  übermächtig scheinen und vor nichts zurückschrecken.Im Laufe ihrer Recherchen stößt sie auf unerbittlichen Widerstand seitens der US-Behörden und wird auch von der deutschen Polizei schikaniert. Zu allem Überfluss weigert der Chefredakteur ihrer Zeitung sich, ihre Artikel zu veröffentlichen und lässt Sophie im Regen stehen. Auf Umwegen gelangt sie schließlich an die Unterlagen eines weiteren „Querulanten“, der bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben kam. Wird es Sophie gelingen, die Wahrheit aufzudecken?Als ich diesen Thriller in der Buchhandlung in Händen hielt, fand ich ihn sehr ansprechend. Nicht nur die Gestaltung des Covers, sondern auch der Klappentext sagten mir zu. Nun bin ich allerdings ernüchtert… Der Angriff auf das Dorf Gourrama ist die einzige Szene, die im Orient spielt, der Rest der Handlung findet vorwiegend in Deutschland statt. Das fand ich sehr schade, da doch der Hauptpunkt des ganzen Geschehens in den Weiten des Atlasgebirges stattfindet.Des Weiteren fand ich es schwierig, mich in die Person der Sophie Schelling hineinzuversetzen. Sie wird recht oberflächlich beschrieben, selbst nur ein Spielball der reagiert und nicht agiert. Ich finde es schade, dass die tolle Grundidee des Buches einer sehr offensichtlichen Schwarz-Weiß Verfärbung zum Opfer fällt. Sicherlich besteht Diskussionsbedarf in puncto Drohnenangriff und Gefährdung unschuldiger Zivilisten, dennoch werden die Amerikaner in diesem Buch doch sehr schnell als die Bösen schlechthin dargestellt, die im Kampf gegen den Terror jeden Anstand und jeden Skrupel verloren haben. In diesem Punkt hätte ich mir mehr Tiefgang, mehr Nuancierungen gewünscht.Am meisten stört mich allerdings der Aufbau der Handlung. Normalerweise mag ich es, wenn sich mehrere Erzählstränge parallel zueinander entwickeln und zum Schluss sinnvoll und logisch miteinander vernetzt werden. Dies war hier leider nicht der Fall. Vielmehr hatte ich das Gefühl, dass viele verschiedene Ideen in einen Topf geworfen wurden und alle auch irgendwie in dem Buch vorkommen sollten, diese allerdings nicht ausreichend ausgebaut und untereinander verknüpft worden sind. Viele unnötige und unnachvollziehbare Sprünge erschwerten mir den Einstieg in das Buch und machten das Lesen recht anstrengend. Leider konnte ich mehrmals keinen Zusammenhang zwischen einzelnen Ideen erkennen und fand den Plot daher ziemlich schwach. Ein kurzes Beispiel: Sophie Schelling wird von der deutschen Polizei verhört und kurzzeitig wegen Terrorverdachts ins Gefängnis geworfen. Dubiose Geldtransferts stehen im Raum und lassen die Journalistin verdächtig wirken. Sophie erklärt sich kurz, verbringt eine Nacht hinter schwedischen Gardinen, erhält Besuch von einem Anwalt und schon ist der Spuk vorbei und sie reist von der Polizei unbehelligt durch ganz Deutschland. Im weiteren Verlauf des Buches wird diese Geschichte jetzt nicht mehr erwähnt und die Geldeinzahlungen auf ihr Konto werden auch nicht erklärt... Gleichzeitig kursieren getürkte Mails, in denen Sophie zweideutige Angebote macht, und eine Hacker-Attacke, die die Bordelektronik ihres Autos lahmlegt, kostet sie fast das Leben. Natürlich wird auch bei ihr eingebrochen und sie wird beschattet. Zwischendurch stirbt noch kurz der Vater … Wo bitte soll das noch glaubwürdig sein? Von dieser ganzen Affäre um Vera Crochane mal ganz abgesehen …So Leid es mir also tut, dieses Buch war nicht mein Fall. Aber glücklicherweise ist dies ja eine Frage des persönlichen Geschmacks und jeder soll sich seine eigene Meinung bilden! 

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  • Ein Politthriller

    Never Say Anything

    Buecherwurm1973

    10. April 2016 um 18:06

    Sophie Schelling weilt als Journalistin in Marokko. Als ihr Gastgeber ihr die Himmelsleiter zeigen will, werden sie Opfer eines Drohnenanschlags. Auf wundersame Weise wird Sophie geholfen und sie überlebt. Zurück in Deutschland will sie die Welt über das Erlebte informieren und beginnt zu recherchieren. Nach einem Zeitungsartikel erhält sie unerwartete Hilfe aus den USA. Diese Verbindung ist allerdings nicht ungefährlich für Sophie. Bald wird ihr klar, die Wahrheit soll nicht ans Tageslicht kommen. Für Sophie beginnt ihr Leben zu einem Albtraum der übelsten Sorte zu werden.   Der Autor Michael Lüders ist Nahostspezialist. Sein enormes Wissen fliesst in diesen Roman. Obwohl es ein fiktiver Roman ist, kann man sich gut vorstellen, dass dieser nahe an der Realität ist. Wenn er manchmal auch etwas über das Ziel hinausschiesst. Schliesslich ist es eine fiktive Geschichte, da hat man etwas mehr Spielraum als bei einem Sachbuch.   Der Schreibstil ist eigentlich flüssig. Jedoch fliessen die verschiedenen Handlungsstränge nicht sauber zusammen. Das macht das Lesen etwas mühsam. Viel wichtiger ist der Inhalt. Der Autor möchte seinen Lesern auf die Weise die Augen öffnen. Mit welchen Mitteln die USA ihre Machenschaften im Nahen Osten verschleiern. Welche Rolle die CIA und NSA dabei spielen.

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  • Schwarz/Weiß - Geschichte

    Never Say Anything

    krimielse

    10. April 2016 um 17:19

    Der Autor Michael Lüders, Verfasser des Sachbuches "Wer den Wind sät. Was westliche Politik im Orient anrichtet" gilt als Nahost-Experte und lebt als Politik- und Wirtschaftsberater, Publizist und Autor in Berlin. Der vorliegende Thriller "Never Say Anything" ist sein erster Roman, rein fiktiv und wohl dennoch angelehnt an seine publizistischen und journalistischen Erfahrungen. Klappentext Die Journalistin Sophie Schelling hat sich auf eine ganz normale Dienstreise eingestellt. Doch manchmal ist man zur falschen Zeit am falschen Ort: Sophie sieht etwas, das sie nie hätte sehen dürfen. Immer tiefer verstrickt sie sich in das Netz eines übermächtigen Gegners, bis ihre Suche nach der Wahrheit zu einem blutigen Kampf ums Überleben wird. Der Bestsellerautor Michael Lüders führt den Leser auf die dunkle Seite der Macht und stellt seine Heldin vor eine Gewissensfrage: Wie weit bist du bereit zu gehen, um die Wahrheit herauszufinden? Würdest du dafür deine Zukunft aufs Spiel setzen? Oder vergisst du lieber, was du erlebt und erfahren hast? Dieser Thriller ist eine höchst aktuelle Auseinandersetzung mit Geheimdiensten und entfesselter Moral. Erzählt aus der Sicht einer mutigen Frau, die ihren Beruf als Journalistin ernster nimmt als ihr guttut. Der Inhalt ist fiktiv, doch Ähnlichkeiten mit der Wirklichkeit sind unvermeidlich. Der Thriller beginnt spannend und vielversprechend in Marakesch, von wo aus die deutsche Journalistin Sophie Schelling gemeinsam mit ihrem Marokkanischen Kollegen Hassan Maliki in das Dorf Gourrama im Süden des Landes reist, um eine Himmelstreppe mitten in der Wüste zu besuchen. Dort wird sie überraschend Zeugin und einzige Überlebende eines grausamen Massakers durch das amerikanische Militär. Angeschossen verdankt sie ihr Leben Unbekannten, die sie in das Atlasgebirge bringen und gesund pflegen. Das Blutbad wird offiziell Al-Qaida zugeschrieben, doch für Sophie steht fest, dass die Amerikaner dahinter stecken, und sie hat Beweise dafür, was letztendlich zur Verfolgung durch diverse amerikanische Geheimdienste und Bedrohung ihres Lebens führt. Letzteres umfasst den Hauptteil der Handlung des Buches, der Kampf Sophies für Gerechtigkeit und die Bedrohung ihres Lebens und Verunglimpfung ihrer Person. Der Autor betreibt dabei zum einen eine fast unerträgliche Schwarz/Weiß-Malerei in Bezug darauf, dass die ehrliche, menschenfreundliche Einzelkämpferin Sophie als extrem (Todes)mutige Frau mit Gewissen dargestellt und der amerikanische Geheimdienst CIA, die NSA, Homeland Security und wer noch alles beteiligt ist ganz eindeutig in die Ecke der unmenschlichen, gewissenlosen und skrupellosen Teufel geschoben werden; andererseits steht man als Leser weit außerhalb des Geschehens, weil die Charaktere (insbesondere Sophie) zwar handeln, aber nicht mitreißen. Sie bleiben blass und ohne Tiefe. Auch Spannung will nicht recht aufkommen, dazu fehlt es dem Thriller an Überraschungen. Mit Beginn des Kampfes gegen die Geheimdienste dreht sich alles nur noch darum, wer auf welche Art kurzzeitig die Oberhand gewinnt und ob Sophie überlebt oder nicht. Die Fronten sind klar und ich als Leser verfolge lediglich den Krieg, was mir ehrlich gesagt zu langweilig war. Und schließlich erwarte ich von einem Politthriller, der diesen Namen verdient, nicht nur das Anprangern und Berichten von Vorfällen, sondern hätte auch gerne Hintergrundinformationen dazu, die nicht nur daraus bestehen, dass eine Weltmacht versucht alles an sich zu reißen. Es gibt einige gute Ansätze dazu, die aber leider nicht verfolgt werden und im Sande verlaufen. So liest sich das Ganze für mich dann leider nur wie geschickt gestaltete Verschwörungsliteratur, bei der ich mir zusätzlich im Laufe der Zeit leicht genervt die Frage stelle, ob die Protagonistin nun überleben wird oder nicht. Fazit: Ein guter und vielversprechender Start gleitet leider ab in eine schwarz/weiß-Geschichte ohne wirklichen Tiefgang und ohne Überraschungen. Ich vergebe 3 Sterne.

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