Michael Ladwig

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Ludwig von Mises - Ein Lexikon

Ludwig von Mises - Ein Lexikon

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Erschienen am 09.05.2016

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Rezension zu "Ludwig von Mises - Ein Lexikon" von Michael Ladwig

"Wer nur das zu sagen hat, was jedermann hören will, sollte lieber schweigen"
R_Mantheyvor 2 Jahren

In diesem Buch wird man nicht viele Aussagen finden, die jedermann gerne hören möchte. Von Mises, von dem die obige Aussage stammt, hat selbst zur Genüge erfahren, was es bedeutet, gegen den Strom anschwimmen zu müssen. Obwohl seine ökonomischen Lehren sehr zutreffend das wirkliche Geschehen reflektieren, stehen sie auch heute noch abseits des Mainstreams. Nicht nur die Mehrwert erzeugende Wirtschaft, sondern auch die ökonomischen Wissenschaften befinden sich bereits seit einiger Zeit in Geiselhaft der Finanzwirtschaft. In der Gesellschaft setzen sich mehr und mehr sozialistische Vorstellungen durch, fein getarnt als Solidarität und Gerechtigkeit. 


In diesem Buch findet man -  unter Stichworten angeordnet - Auszüge aus den Schriften des großen Ökonomen Ludwig von Mises, der zu den herausragenden Vertretern der sogenannten Österreichischen Schule der Nationalökonomie gehört, die es immerhin mit von Hajek zu einem Nobelpreis gebracht hat, aber heute völlig aus den Universitäten verschwunden ist. Dabei hat sie alle großen ökonomischen Krisen sehr genau vorausgesagt. So kann man auch heute von Ludwig von Mises lernen, dass das gegenwärtige Handeln der Notenbanken nicht zur Lösung der schwelenden Finanzkrise führen wird, sondern nur zu einer noch größeren Katastrophe. 

Man kann dieses "Lexikon" als Einstieg in die Arbeiten von Ludwig von Mises benutzen. Oder einfach in ihm lesen und den Aussagen nachgehen. Wie man es auch nimmt - dieses Buch ist in jedem Fall ein Gewinn, wenn man unvoreingenommen an die Wirklichkeit herangeht. Die volkswirtschaftlichen Lehren, die man in den Werken von Ludwig von Mises findet, beruhen auf der Beobachtung des tatsächlichen Handelns von Menschen. Sie sind fern von mathematischen Modellen, in denen ein für die jeweilige Theorie idealer Mensch vorausgesetzt wird. Auf dieser prinzipiellen Grundlage beruht die enorme Prognosekraft der "Österreicher". Menschliches Handeln wiederholt sich schon seit Jahrtausenden, und es wird sich auch in Zukunft nicht ändern. 

Im Vorwort steht: "Die Lektüre Mises'scher Werke sind unzweifelhaft die erfolgversprechendste Therapie gegen Sozialismus, Etatismus und Interventionismus; denn  - Unvoreingenommenheit und Aufgeschlossenheit vorausgesetzt - seine in der Praxis immer wieder bestätigten Theorien führen sozusagen zur >>Heilung<< vom planwirtschaftlichen Denken." Das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Insofern muss man dieses Buch all denen empfehlen, die eine Theorie suchen, die tatsächliche ökonomische und gesellschaftliche Zusammenhänge zutreffend beschreibt. 

Natürlich findet man zu den einzelnen Stichpunkten immer nur Ausschnitte aus den Schriften von Ludwig von Mises. Und deshalb sollte man dieses Buch als eine erste Annäherung oder als Denkanstoß verstehen. Dafür ist es geradezu ideal. 

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