Michael Landgraf Der Protestant

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Inhaltsangabe zu „Der Protestant“ von Michael Landgraf

Jakob Ziegler, Sohn eines Weinhändlers, erlebt als Lateinschüler in Neustadt an der Haardt und als Student in Heidelberg den Vorabend der Reformation. Zunächst in den Ängsten seiner Zeit gefangen, begegnet er dem Ablasshandel, aber auch den Humanisten, deren Ideen ihn begeistern. Als Jurist beobachtete er Martin Luther bei der Heidelberger Disputation (1518) und beim Reichstag zu Worms (1521), wird verstrickt in die Kriege gegen Franz von Sickingen (1523), gegen die Bauern (1525) und in die Verfolgung der Täufer (1527). Schließlich hat er den Mut, eigene Wege zu gehen. Er gestaltet die Umsetzung der Reformation in Hessen mit und gehört auf dem Reichstag zu Speyer (1529) zu den „Protestanten“, die unter Berufung auf ihr Gewissen gegen den Kaiser und die Mehrheit der Reichsstände ihren Glauben verteidigten. Der historische Roman „Der Protestant“ beleuchtet die Zeit zwischen 1500 und 1529 im Südwesten Deutschlands. Die Romanfigur begegnet Persönlichkeiten, die in der Zeit der Reformation in der (Kur)Pfalz, in den Reichstädten Worms, Speyer, Landau und Straßburg sowie in Hessen eine zentrale Rolle spielten. Sein persönliches Schicksal offenbart die gesellschaftlichen Verhältnisse der Zeit an der Wende zur Neuzeit. Anhand von Holzschnitten erhalten die Leserinnen und Leser auch einen Einblick in die damals verbreiteten Medien.

Ein etwas anderer Roman zu Martin Luther mit vielen erklärenden zeitgenössischen Abbildungen.

— Tanzmaus
Tanzmaus

Dieser Roman entführte mich in die Zeit ab 1500 bis 1529 in das südwestliche Deutschland.

— HEIDIZ
HEIDIZ

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    Der Protestant
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    28. January 2017 um 18:25

    Als Jakob Ziegler 1500 als Sohn eines Weinhändlers geboren, ahnt noch niemand, wie sich die Welt schon bald ändern und welche Rolle Jakob hierbei einnehmen wird. Als Junge im Christlichen Glauben erzogen, geprägt von den Bildern in der Kirche und den Erklärungen des Pastors, geht Jakob seinen eigenen Weg. 1518 nimmt der inzwischen herangereifte Jakob an einer Diskussion mit Martin Luther in Heidelberg teil. Von da an begleitet er Martin Luther auf seinem Weg. Passend zum Lutherjahr, 500 Jahre nach dem Anbringen der Thesen, hat der Autor Michael Landgraf ein ganz besonderes Buch herausgebracht. Was mir persönlich sehr gut an dem Buch gefällt, sind neben der Geschichte nicht nur das Schriftbild, sondern vor allem die vielen erklärenden Abbildungen. Bestaunt etwa der 5jährige Jakob in der Kirche ein Christusbild, so wird dieses nicht nur durch den Pater erläutert, man kann es zeitgleich – zusammen mit Jakob – auch betrachten. Vieles wird dadurch klarer, wie beispielsweise die Emotionen, die den kleinen Jakob zu diesem Zeitpunkt durchströmen. Das Buch verfügt über viele dieser erklärenden Abbildungen, die den Text zum einen zwar durchbrechen, ihn aber zeitgleich ergänzen und somit bereichern. Die Geschichte spielt von 1500 bis 1529. Jakob wird einem sehr schnell sympathisch. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet, der Text flüssig, angereichert mit den Abbildungen und ergänzt mit einem umfangreichen anschließenden Nachwort, einem Kartensatz, einer Zeittafel und einem Personenregister vorne.  Mich hatte beim Kauf vor allem der Aufbau des Buches angesprochen gehabt. Ich fand ihn ungewöhnlich, ansprechend und er machte mich neugierig. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Autor gibt sich sehr viel Mühe, steckt Herzblut in das Buch, um dem Leser so viel wie möglich ausführlich zu erklären und ihn dabei noch zu unterhalten. Zwar steht Martin Luther nur bedingt im Fokus, aber ich finde diese Sichtweise erfrischend. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich habe gerne darin gelesen, auch wenn ich nicht schnell vorankam. Dies ist den Abbildungen geschuldet. Ich habe mir Zeit gelassen. Mir die Abbildungen genau betrachtet, die Erklärungen dazu auch manchmal mehrfach gelesen. Das bremste zwar das Tempo, nicht aber den Lesespaß. Fazit: Ein tolles Buch, das den Leser in mehrfacher Hinsicht fordert, ihn animiert mitzudenken, genauer hinzusehen und sich nicht einfach nur treiben zu lassen.

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  • Jakob und die Reformation

    Der Protestant
    HEIDIZ

    HEIDIZ

    07. December 2016 um 12:00

    Dieser Roman entführte mich in die Zeit ab 1500 bis 1529 in das südwestliche Deutschland. Die handelnden Personen sind in einer Liste aufgeführt gegliedert in fiktive Romanfiguren, historische Personen, Reformatoren, Humanisten und Gelehrte sowie Herrschende. Päpste, weitere historische Personen und  Täufer.   Die Hauptperson ist erst einmal Jakob Ziegler - der Sohn eines Weinhändlers, der - Lateinschüler - in Neustadt in der Pfalz wohnhaft - die beginnende Reformation als Student in Heidelberg erlebt. Er wird zum Juristen und Spion des Kurfürsten und lernt Luther, Melanchthon und weitere Persönlichkeiten kennen. An seinem Leben werden die damalige Zeit und ihre Verhältnisse deutlich.   Reformation und alles, was damit in Zusammenhang steht so verständlich spannend darzulegen und literarisch geboten zu bekommen, hat mich beeindruckt.   Eine Zeittafel und wundervolle Holzschnittabbildungen rundet das positive Bild noch ab. Wir befinden  uns in den Städten Worms, Speyer, Straßburg und Landau, Heidelberg ...   Die Schreibweise und der Stil des Roman passen perfekt zur Zeit, man fühlt sich wohl in der Handlung, kann sich hinein versetzen und ist kurzweilig, spannend und informativ unterhalten. So erlebe ich Geschichte gern.   Den Autor kannte ich bisher von seinen Sachbüchern zur Thematik Religion - meine Tochter mag seine Werke - als Romanautor war er mir bisher nicht bekannt, dennoch, er fühlt sich für meine Begriffe wohl in diesem Genre und würde mich über mehr von Michael Landgraf freuen.   Dieser Roman entführte mich in die Zeit ab 1500 bis 1529 in das südwestliche Deutschland. Die handelnden Personen sind in einer Liste aufgeführt gegliedert in fiktive Romanfiguren, historische Personen, Reformatoren, Humanisten und Gelehrte sowie Herrschende. Päpste, weitere historische Personen und  Täufer.   Die Hauptperson ist erst einmal Jakob Ziegler - der Sohn eines Weinhändlers, der - Lateinschüler - in Neustadt in der Pfalz wohnhaft - die beginnende Reformation als Student in Heidelberg erlebt. Er wird zum Juristen und Spion des Kurfürsten und lernt Luther, Melanchthon und weitere Persönlichkeiten kennen. An seinem Leben werden die damalige Zeit und ihre Verhältnisse deutlich.   Reformation und alles, was damit in Zusammenhang steht so verständlich spannend darzulegen und literarisch geboten zu bekommen, hat mich beeindruckt.   Eine Zeittafel und wundervolle Holzschnittabbildungen rundet das positive Bild noch ab. Wir befinden  uns in den Städten Worms, Speyer, Straßburg und Landau, Heidelberg ...   Die Schreibweise und der Stil des Roman passen perfekt zur Zeit, man fühlt sich wohl in der Handlung, kann sich hinein versetzen und ist kurzweilig, spannend und informativ unterhalten. So erlebe ich Geschichte gern.   Den Autor kannte ich bisher von seinen Sachbüchern zur Thematik Religion - meine Tochter mag seine Werke - als Romanautor war er mir bisher nicht bekannt, dennoch, er fühlt sich für meine Begriffe wohl in diesem Genre und würde mich über mehr von Michael Landgraf freuen.              

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  • Guter Einblick in die Reformation in Deutschland

    Der Protestant
    Kari_Lessir

    Kari_Lessir

    07. November 2016 um 09:48

    In diesem Roman wird die Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert plastisch. Ausgehend von einem fiktiven Charakter, der zur Zeit Luthers gelebt haben könnte, erlebt der Leser bzw. die Leserin, wie die Reformation in Deutschland ihren Anfang nahm, welche Hintergründe Luther zu seinen Thesen veranlassten und wie Kirche und Fürsten mit der Entwicklung umgingen.Das Buch liest sich gut und schenkt einen meiner Meinung nach guten Einblick. Erwähnenswert finde ich auch die anfängliche Figurenliste und die Aufstellung der historischen Fakten am Ende des Buchs. Insgesamt sauber recherchiert und gut umgesetzt. So wird Geschichte plastisch und nachvollziehbar.

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