Michael Lewis

 4 Sterne bei 29 Bewertungen
Autor von The Big Short, The Blind Side und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Rebellen des Denkens

Neu erschienen am 15.10.2018 als Taschenbuch bei Goldmann.

Erhöhtes Risiko

Erscheint am 13.02.2019 als Hardcover bei Campus.

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The Big Short

The Big Short

 (8)
Erschienen am 21.12.2015
Wall Street Poker

Wall Street Poker

 (2)
Erschienen am 04.10.2010
Flash Boys

Flash Boys

 (2)
Erschienen am 15.02.2016
Flash Boys

Flash Boys

 (1)
Erschienen am 01.04.2014
Flash Boys: Revolte an der Wall Street

Flash Boys: Revolte an der Wall Street

 (1)
Erschienen am 10.04.2014
Aus der Welt

Aus der Welt

 (1)
Erschienen am 01.01.2017
Boomerang

Boomerang

 (1)
Erschienen am 01.11.2011

Neue Rezensionen zu Michael Lewis

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D

Rezension zu "Moneyball: The Art of Winning an Unfair Game" von Michael Lewis

Eines der besten Sportbücher
DamonWildervor 2 Jahren

Moneyball ist ein großartiges Buch über einen ungewöhnlichen Manager, ein ungewöhnliches Team und eine ungewöhnliche, neue Sicht auf einen faszinierenden Sport. 
Ende der 90er explodieren die Preise für Baseballspieler in Amerika und kleine Teams, wie die Oakland Athletics, können mit den finanzkräftigen Teams in der Major League nicht mehr mithalten. Dank einer neuen Herangehensweise entdeckt der Manager der O's Billy Beane unterbewertete Talente, die preiswert und erfolgreich sind. Mehrmals schaft er es mit dieser neuen Methode in die Endrunde und stellt die Baseballwelt damit auf den Kopf.


Moneyball ist mehr als nur ein Baseballbuch. Es zeigt gekonnt die Veränderung im Sport auf: alte Methoden werden durch neue abgelöst und dabei müssen sich die Vertreter neuer Schulen gegen die althergebrachten durchsetzen. Es ist also auch eine Geschichte Alt vs. Jung, Tradition vs. Moderne und nicht zuletzt analoge Welt vs. digitale Welt. Moneyball erzählt aber auch die Geschichten vieler interessanter, ungewöhnlicher Menschen, die es in der "alten" Baseballwelt nicht geschafft hätten. Schwergewichtige Spieler, Werfer mit komischen Würfen und junge Männer mit psychologischen Problemen. - Aus diesem Haufen Außenseitern und "Verlierern" formt Billy Beane eine schlagkräftige Mannschaft. - Und hier erzählt das Buch dann sogar noch eine ganz klassische Sportgeschichte.


Moneyball ist ein äußerst unterhaltsames, kurzweiliges Buch, das leider nur in Englisch vorliegt. Und leider sind auch sehr gute Baseballkenntnisse gefordert, da sehr viele Begriffe aus diesem Sport verwendet werden. Wer sich die Mühe nicht machen möchte, sei an den sehenswerten und oscarnominierten Film mit Brad Pitt verwiesen.

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R_Mantheys avatar

Rezension zu "Aus der Welt" von Michael Lewis

"Wir erforschen nicht die die künstliche Intelligenz, sondern die natürliche Dummheit"
R_Mantheyvor 2 Jahren

Damit hat man sicher ausreichend zu tun. Und wenn man Glück hat, bekommt man dafür auch noch einen Nobelpreis, wenn auch ausgerechnet den, den Nobel gar nicht gestiftet hat. Die obige Aussage stammt übrigens von Amos Tversky, dem langjährigen Freund und engen Kollegen von Daniel Kahnemann. Leider konnte Tversky die Verleihung an Kahnemann nicht miterleben, denn er verstarb zu früh. Beiden ist dieses Buch gewidmet. 

Es beschreibt ihr Leben und ihre gemeinsamen Forschungen auf dem Gebiet der Entscheidungsfindung. Wenn man das weiß und Michaele Lewis wegen seiner früheren Bücher über Probleme und Ereignisse in der Finanzwelt als ausgezeichneten Fachmann und hervorragenden Erzähler schätzt, dann freut man sich gewiss auf dieses Buch. Leider aber gehört dieses Werk nicht zu seinen besten Texten. Wenn ich ihm trotzdem vier Sterne geben werde, dann nur wegen der Fülle an Informationen, die es über das Leben der beiden Psychologen bietet. Es hätten aber auch nur drei oder auch zwei Sterne sein können, immer unter anderen Blickwinkeln gesehen. Ich möchte das im Folgenden erklären. 

Während Lewis Bücher über Finanzprobleme von Sachkunde zeugen, hat er bei diesem Buch wenigstens zwei Probleme: Er versteht weder etwas von Statistik, noch von Psychologie. Aber genau darum geht es in diesem Buch. Alles, was er für seine Ausführungen brauchte, mussten ihm andere erklären. Sehr tief kann es aber nicht in ihn eingedrungen sein. Seine fachlichen Erklärungen sind oft recht kompliziert und wenig souverän. Wo immer es geht, weicht er lieber ins Biografische aus und lässt seinem Mitteilungsbedürfnis freien Lauf. Dass dabei auch sehr häufig völlig unwesentliche Ereignisse oder Beschreibungen in den Vordergrund rücken, ist nur eine Folge dieses zwanghaften Ausweichens. Sprunghaftigkeit und fehlende Konsistenz sind zwei andere. Das ist aber auch ungewollt lustig, weil zu den Forschungsergebnissen passt, die Lewis in seinem Buch beschreibt: Entscheidungen unter Unsicherheit. 

Ein gutes Beispiel für die gelegentlich chaotische Darstellung ist das 10. Kapitel. Dort spielt der amerikanische Verhaltensökonom Richard Thaler die zentrale Rolle. Thalers spätere Forschungen wurden entscheidend von Tversky und Kahnemann beeinflusst. Und Lewis wiederum erhielt erst durch Thaler über dessen Rezension eines seiner Bücher den Anreiz zum Schreiben des hier zu besprechenden Textes. Wie Lewis Thalers frühe Forschungsjahre und seine anfänglich qualvolle Entwicklung beschreibt, ist geradezu hervorragend. Doch das Kapitel endet abrupt und findet erst ganz am Ende des Buches seine Fortsetzung. Man weiß deshalb nicht so recht, was einem Lewis an dieser Stelle mit diesem Kapitel sagen wollte. Obendrein wird Thaler (S. 265) als "zukünftiger Nobelpreisträger" vorgestellt. Vielleicht kann Lewis auch hellsehen, denn bisher wurde Thaler dieser Preis jedenfalls nicht verliehen. 

An diesem Buch habe ich wegen dessen teilweise chaotischer Zusammenstellung ungewöhnlich lange gelesen. Bis zum Ende blieb mir auch sein Titel ein Rätsel. Und anfangs hatte ich enorme Schwierigkeiten, überhaupt zu verstehen, worum es eigentlich geht. Dort nämlich beschreibt Lewis überaus ausführlich und langatmig, wie er auf die Idee zu diesem Buch gekommen ist. Wenn man am Ende wirklich verstehen möchte, was die beiden Helden dieses Textes tatsächlich geleistet haben, dann sollte man vielleicht besser Kahnemanns Buch über langsames und schnelles Denken lesen. Zwar werden auch viele Forschungsideen in Lewis Buch vorgestellt. Doch das geschieht sehr unsystematisch und chronologisch in den gemeinsamen Lebenslauf eingeordnet. 

Was man allerdings verstehen kann, sind die Ansätze und Ideen von Tversky und Kahnemann. Immer geht es um verzerrte Wahrnehmungen von Menschen, um ihre Unfähigkeit mit Unsicherheiten sachgerecht umzugehen und um die merkwürdige Rolle von hintergründigen Emotionen bei der Entscheidungsfindung. Man lernt beispielsweise zu verstehen, warum Ärzte entsetzliche diagnostische Fehler machen. Beispiel dafür findet man im Text. Im Grunde geht es eigentlich immer darum, dass viele Menschen sich bei Entscheidungen unter Unsicherheit nicht von der Sache, sondern mehr von ihren aktuellen Gefühlen oder Eingebungen leiten lassen. 

So ist es beispielsweise sehr typisch, dass völlig belanglose und von der eigentlichen Entscheidungsfrage tatsächlich unabhängige Informationen einen menschlichen Entschluss  beeinflussen. Dass Menschen gerne glauben, was sie glauben wollen, ist eine altbekannte Tatsache. Kahnemann und Tversky haben diese Erkenntnis statistisch untermauert und gezeigt, welche unsachgemäßen Einflussfaktoren ökonomische und andere Entscheidungen beeinflussen. An Intelligenz scheint das alles nicht gekoppelt zu sein, wie das berühmte Linda-Problem gezeigt hat. Dort bewerteten auch Hochschulprofessoren eine Entscheidungsvariante höher als eine andere, obwohl sie das aus rein logischen Gründen nicht sein kann. 

All das kann man aus diesem Text heraus eigentlich ganz gut verstehen, wenngleich ihm eine systematische Herangehensweise oder eine kritische Bewertung der Ergebnisse von Tversky und Kahnemann fehlt. Zwar geht Lewis gegen Ende des Buches auch auf die Ansichten Andersdenkender (insbesondere Gigerenzer) ein, doch auch hier vermisst man die Konzentration aufs Wesentliche. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt ganz eindeutig auf der Erzählung des Lebens der beiden Freunde, die sich am Ende schließlich ihren unterschiedlichen Charakteren folgend unter dem Glanz des Ruhmes zerstritten hatten. 

Wenn man seinen teilweise sprunghaften und chaotischen Stil aushält, ist dieses Buch recht lehrreich, weil es zahlreiche Informationen und Denkanstöße enthält. Für eine systematische Berichterstattung über die Forschungen von Kahnemann und Tversky reicht es allerdings nicht aus. 



 

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Wassollichlesens avatar

Rezension zu "The Big Short" von Michael Lewis

Zäh wie Kaugummi
Wassollichlesenvor 3 Jahren

Nachdem ich den Trailer zu der Verfilmung des Buches im Kino gesehen habe, war klar: das Buch musst du unbedingt vorher lesen. Aber das Buch ist eine einzige Enttäuschung, ich hätte oben unter dem Cover fast bei der Angabe der Seiten geschrieben "zu viele".Wenn ich auf der Rückseite des Buches unter dem Klappentext das Zitat lese "Eine wahre Geschichte - spannend wie ein Krimi.", dann frage ich mich, was für Krimis der Zitierte in seinem Leben gelesen hat. Das Buch gehört mit zu den langweiligsten Büchern, die ich gelesen habe. Ich habe für die 338 Seiten knapp 3 Wochen gebraucht. Grundsätzlich interessiere ich mich für das Thema "Finanzkrise" und wie es soweit kommen konnte und warum wir weltweit an dem Punkt stehen, an dem wir finanzielle jetzt stehen. Aber dafür braucht es keine 338 Seiten. Zumindest nicht in dieser Form.Mir gefällt, wie Michael Lewis die Trader beschreibt, die den Zusammebruch des Marktes vorhergesehen haben - allesamt sehr eigenwillige, seltsame Typen. Mir gefällt, dass Michael Lewis, wirklich unglaubliche (!!) Fakten über die damalige Zeit an der Wall Street, besonders im Bezug auf die Kreditwürdigkeit von Kreditnehmern und Rating-Agenturen nennt und ganz klar darstellt, wie verrückt es zugegangen ist. Einfach schockierend!! Und absurd.
"Die gesamte moderne baute auf der Möglichkeit auf, jetzt zu kaufen und später zu bezahlen."
Das ist aber auch alles, was ich lesenswert finde und was für einen Leser in meinen Augen zumutbar ist. Wenn ich noch einmal die Abkürzung CDO lese, verfalle ich wahrscheinlich automatisch in eine Art Halbschlaf und schalte ab.Kurzum: Die Geschichte zieht sich wie ein Kaugummi. Hin und wieder schreibt Lewis lesenswert und nach den ersten 100 Seiten, die geprägt waren von Sekundenschlaf und Kampf, hatte ich schon das Gefühl, dass das schlimmste geschafft wäre und es munter weitergehen würde. Leider habe ich mich getäuscht. 
"Sein Haar hatte er glatt zurückgekämmt wie Gordon Gekko.Mit seinen langen Koteletten sah er aus wie ein romantischer Komponist aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts oder ein Pornostar der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts."
Das beste waren das letzte Kapitel und der Epilog. Nicht, weil das Buch dann ausgelesen war, sondern weil die Resultate des ganzen vorher beschriebenen Schlamassels sichtbar wurden. Also hat Michael Lewis zumindest für ein interessantes Ende gesorgt.
Fazit
Ich glaube, wer sich sehr (sehr sehr sehr) für das Thema interessiert und tiefere Einblicke erhalten möchte, der hat Freude an der Lektüre und dem zweifellos vorhandenen Insiderwissen des Autors. Für mich ist das Buch leider nichts.

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Gespräche aus der Community

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A
Kann mir jemand sagen, ob es "The Blind Side - Evolution of a Game" auch in deutsch gibt? Und wenn ja, wo ich es kaufen kann? Danke :)
L
Letzter Beitrag von  LovelyBooks-Uservor 6 Jahren
Weiß jemand, ob die deutsche Fassung geplant ist?
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