Michael Müller

 4 Sterne bei 284 Bewertungen

Lebenslauf

Jahrgang 1953, geboren in Ebermannstadt. Nach der Ausbildung zum Kfz-Mechaniker zog es ihn für einige Jahre nach Neuseeland und Ecuador. Dort begegnete er dem Reisejournalisten Martin Velbinger, mit dem er zusammen in Südamerika recherchierte – die Initialzündung für die berufliche Neuorientierung, die 1979 in die Gründung des eigenen Verlags einmündete.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Südtoskana Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783966851848)

Südtoskana Reiseführer Michael Müller Verlag

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Neu erschienen am 28.04.2024 als Taschenbuch bei Müller, Michael.
Cover des Buches Florenz & Chianti Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783966852296)

Florenz & Chianti Reiseführer Michael Müller Verlag

Neu erschienen am 28.04.2024 als Taschenbuch bei Müller, Michael.
Cover des Buches Portugal Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783966853071)

Portugal Reiseführer Michael Müller Verlag

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Neu erschienen am 04.04.2024 als Taschenbuch bei Müller, Michael.
Cover des Buches Algarve Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783966852609)

Algarve Reiseführer Michael Müller Verlag

Neu erschienen am 05.03.2024 als Taschenbuch bei Müller, Michael.

Alle Bücher von Michael Müller

Cover des Buches Toskana Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783966851640)

Toskana Reiseführer Michael Müller Verlag

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Erschienen am 01.03.2023
Cover des Buches Gscheitgut - Franken isst besser (ISBN: 9783899536737)

Gscheitgut - Franken isst besser

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Erschienen am 04.10.2016
Cover des Buches Kleines Fremdwörterbuch (ISBN: 9783150184622)

Kleines Fremdwörterbuch

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Erschienen am 01.11.2006
Cover des Buches Algarve (ISBN: 9783899538373)

Algarve

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Erschienen am 03.06.2014
Cover des Buches Chianti. Florenz - Siena - San Gimignano (ISBN: 9783899533071)

Chianti. Florenz - Siena - San Gimignano

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Erschienen am 01.01.2013
Cover des Buches Die leise Diktatur (ISBN: 9783928272919)

Die leise Diktatur

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Erschienen am 19.07.2010

Neue Rezensionen zu Michael Müller

Cover des Buches Mein gelobtes Land (ISBN: 9783570102268)

Rezension zu "Mein gelobtes Land" von Ari Shavit

Israel verstehen heißt den Konflikt verstehen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Monaten

Es gibt kaum ein kontroverseres Thema als Israel und der sogenannte Nahost-Konflikt. Jeder glaubt dazu eine Meinung haben zu müssen und die meisten meinen sich auch noch auf eine Seite schlagen zu müssen. Entweder absolut Pro-Israel oder absolut Pro-Palästina. Obgleich es regelmäßig in politischen Diskussionen an Graustufen mangelt, scheint es beim Thema Israel respektive Juden nur Schwarz und Weiß zu geben. Ari Shavits Mein gelobtes Land. Triumph und Tragödie Israels versucht hier tatsächlich einen anderen Weg zu gehen. Und das ist auch die herausragende Leistung dieses Buches, das die Geschichte und Vorgeschichte der Entstehung Israels von 1897 bis etwa 2013, 2014 verfolgt.

Die meisten Rezensionen werden dem Buch in keiner Weise gerecht. Die eloquenteren Rezensenten sind lediglich in der Lage ihre Vorurteile und Ressentiments besser zu verpacken. Entweder wird Ari Shavits Buch in den Himmel gelobt, weil es die „einzig funktionierende Demokratie“ im Nahen Osten beschreibt oder es wird gelobt, weil es die Vertreibung der Palästinenser thematisiert. Wahlweise wird „Mein gelobtes Land“ aber auch verrissen, weil es nicht aufzeigt, wie schlimm der Antisemitismus und der Hass vieler Palästinenser ist oder, weil es nicht genügend aufzeigt wie schlimm der Hass vieler israelischer Juden auf Palästinenser und Araber ist. Eine besonders bedenkliche Rezension hat sich dabei das Deutschlandradio geleistet. Tamar Amal Dahl bescheinigt dem Buch dann auch gleich „Mittelmäßigkeit“. Nun könnte man an Stelle von DRadio natürlich auf die Idee kommen, dass Dahl ziemlich befangen ist, was der Rezension den Anstrich von „mein Buch ist aber besser“ gibt. Unangenehm. Und viel wichtiger: in der Bewertung vollkommen daneben liegend.

Israel verstehen heißt den Konflikt verstehen

Ari Shavits Mein gelobtes Land ist in seiner bemerkenswert und geradezu beneidenswert distanzierten Art und seiner Multiperspektivität eine Ausnahme auf dem Buchmarkt zur Geschichte Israels. Obwohl es bei weitem kein wissenschaftliches Buch ist, ist es in seiner Art doch vollkommen dem Verstehen der Weberschen Soziologie verpflichtet. Der Stil des Buches ist hingegen, ganz der Profession Shavits entsprechend, ein journalistischer. Das dient sicherlich der Verbreitung des Buches und dem Zugang zum selbigen. Aber es hat eben auch einige Nachteile, die für mich recht schwer wiegen. Die Geschichte wird fast ausschließlich durch das Stilmittel der Personalisierung erzählt. Israels Entwicklung wird also anhand der Biografien bzw. Lebensabschnitte einiger teils bedeutender Personen nacherzählt. Diese Vermischung aus historischem Roman, Familiengeschichte, Reisebericht, Sachbuch, Interview und Reportage überzeugt mich nicht immer.

Aber das ist letztlich eine Stilfrage und eine Frage der Vorliebe, was dem weitaus wichtigeren Inhalt natürlich nicht schadet. Mein gelobtes Land beginnt mit dem Gründungsdatum des Zionismus nach Theodor Herzl. Anschließend nimmt Shavit die Leser mit auf eine Reise durch Israels Geschichte anhand ausgewählter Zeitpunkte. Interessanterweise streift Shavit dabei einige erwartete wichtige Daten lediglich. So stehen zum Beispiel die Kriege mit Beteiligung Israels nicht im Mittelpunkt. Sie werden zwar genannt, teils auch beschrieben, der Fokus liegt aber deutlich auf den Zusammenhängen und weniger auf dem Datum selbst. Das ist äußerst wohltuend, gibt es doch genügend Bücher, die sich mit den diversen Konflikten und Kriegen eingehend beschäftigen.

Shavit geht es darum zu ergründen, wie es zum heutigen Staat Israel, mit all seinen Vorzügen und Nachteilen kommen konnte. Er will den Gründungsmythos beleuchten. Er will die einzige Demokratie im Nahen Osten beschreiben, zugleich aber auch die einzige Demokratie, die zugleich eine Besatzungsmacht ist. Er beschreibt die Urbarmachung des Sumpflandes, die Kibbuze, die Industrialisierung und er beschreibt die innere Zerrissenheit des Landes. Die Konflikte zwischen europäischen und orientalischen Juden. Die Konflikte zwischen säkularen und religiösen Juden, zwischen israelischen und arabischen Juden und er räumt mit manchem liebgewordenen Mythos auf.

„Erst vor ein paar Jahren dämmerte es mir plötzlich, dass meine existenzielle Angst mit Blick auf die Zukunft meines Landes und meine moralische Empörung über die Besatzungspolitik meines Landes nicht unverbunden sind. Einerseits ist Israel die einzige Nation des Westens, die ein anderes Volk besetzt hält. Andererseits ist Israel die einzige Nation des Westens, die in ihrer Existenz bedroht ist. Beides, Besatzung und Bedrohtheit, macht Israel einzigartig. Bedrohtheit und Besatzung sind die beiden tragenden Säulen unserer Lage geworden. Die meisten Beobachter leugnen diese Dualität. Nur ein dritter Ansatz, der sowohl Bedrohtheit als auch Besatzung einbezieht, kann sich als realistisch erweisen und Israels Geschichte richtig deuten.“

Den Hass überwinden

Das ist der Ansatz von Ari Shavit. Er benennt die Probleme deutlich. Es ist der Militarismus und Bellizismus auf allen Seiten, der ein friedliches Miteinander verunmöglicht. Den Kern des Konflikts bildet die Angst. Angst vor dem Anderen, dem Fremden. Vor dem Juden. Vor dem Araber, dem Moslem. Aus Angst erwächst Gewalt und aus Gewalt erwächst Gegengewalt. Terror und Gegenterror. Diese Spirale der Gewalt führt zur Abstumpfung und Radikalisierung. Am Ende steht die Lust am Töten und Zerstören. Alle Gesellschaften entwickeln aus dieser Angst Ideologien und sie bilden Spezialisten aus, die die Bedrohung durch den Anderen abwehren und am besten vernichten soll. Ob Terrorist oder militärische Spezialeinheit, das Ziel ist das Töten. Besonders eindrucksvoll wird dies im vierten und fünften Kapitel Masada 1942 und Lydda 1948 beschrieben.

Dabei gibt es keinen Anfang. Es gibt keinen Verursacher. Niemand ist schuldig. Auch wenn das persönlich befriedigend erscheint, einen Schuldigen zu benennen, um die eigenen Gefühle der Ohnmacht und Wut zu kanalisieren. Shavit gelingt es in herausragender Weise eben diese Anfangslosigkeit darzustellen. Die Geschichte des modernen Israels beginnt eben nicht mit der Nakba und sie beginnt auch nicht mit dem Holocaust. Antisemitismus und Antijudaismus sitzen tiefer und sind älter. Die Pogrome und die Vertreibung von Juden hat früher eingesetzt und ist nicht auf einzelne Daten und Orte rückführbar.

Shavit ist aber kein bloßer Relativist, der alles für gleich richtig oder gleich berechtigt hält. Es geht auch nie um Rechtfertigung des Handelns. Shavit will verstehen. Er erkennt, das die heutigen Probleme Israels, die Bedrohung von Außen und Innen, zu einem erheblichen Teil in der Vertreibung der Araber und der anschließenden Siedlungspolitik begründet liegen. Das wäre nun keine besonders innovative Erkenntnis oder Leistung, zumal aus linker, „sozialdemokratischer“ (Eigenbezeichnung Shavit) Perspektive. Der besondere Wert des Buches liegt darin, dass Shavit die Probleme nicht nur benennt und verurteilt, sondern dazu beiträgt, diese Entwicklungen zu verstehen. Im gegenseitigen Verständnis liegt der Kern der Anerkennung des Gegenübers als Menschen. Damit wird man sicherlich nicht die Fundamentalisten von Hamas, Hisbollah, den Siedlern oder der rechten Politik Israels überzeugen. Aber damit können sich vielleicht jüngere Generationen identifizieren, die es satt sind, einander zu hassen und zu töten.

Ari Shavit hat mit Mein gelobtes Land den Versuch unternommen, den Nahost-Konflikt aus einer verstehenden und humanistischen Perspektive zu beschreiben. Und das ist ihm in außergewöhnlicher Weise gelungen. Einzig der nicht immer überzeugende journalistische Stilmix und ein fehlender Anmerkungsapparat, der bei solch einem Buch dringend nötig wäre, trüben den Gesamteindruck.

Cover des Buches Die Verwandlung und andere Erzählungen (ISBN: 9783150205969)
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Rezension zu "Die Verwandlung und andere Erzählungen" von Franz Kafka

Ein lesenswertes Werk
Empfindsamkeit-Marcelvor einem Jahr

"Die Verwandlung und andere Erzählungen" von Franz Kafka ist ein einzigartiges literarisches Werk, das eine faszinierende Mischung aus Absurdität, Isolation und existenzieller Bedeutung bietet.

Cover des Buches Toskana Reiseführer Michael Müller Verlag (ISBN: 9783966851640)
aus-erlesens avatar

Rezension zu "Toskana Reiseführer Michael Müller Verlag" von Michael Müller

800 Seiten geballtes Wissen, gleichzeitig auch jetzt schon in der App
aus-erlesenvor einem Jahr

Gibt es eigentlich ein Klischee über Italien, das die Toskana nicht erfüllt? Wahrscheinlich nicht. Elegant, wild, grazil – voller Abenteuer, in jeder Hinsicht. Autor und Verleger war sicher mehr als zwanzig Mal in der Toskana. Und bei jeder Reise hat er etwas mitgebracht, um etwas seinen Reisebuchkoffer zu packen. Dieses Mal – zum zwanzigsten Mal – sind es 800 Seiten prall gefüllter Lebenslust, die den Leser, Reisenden, Italienfan weit aufgerissene Augen und ein breites Lächeln ins Gesicht zaubern.

Der Norden ist mit Florenz und Siena ein an Kostbarkeiten und Augenschmaus übervoll gesegnetes Areal, das man eigentlich kaum noch vorstellen muss. Und trotzdem wird so mancher Toskana-Fraktionär sich eines Staunens nicht erwehren können. Beispielsweise, wenn man die zahlreichen farbig unterlegten Kästen liest. Da erfährt man so allerlei, wie über die Wahlen früher in Lucca abgehalten wurden. Vielleicht nicht unbedingt nachahmenswert, aber wenn man schon mal in der Gegend ist, sollte man doch ein wenig Geschichtswissen schon im Handgepäck mit sich führen.

Die Mitte ist ein fest für Auge, Ohren, Magen und all die anderen Sinne, die nach Erfüllung lechzen. Certaldo – kennt doch kein Mensch! Ha, von wegen! Hier wurde Boccaccio geboren, und sein Wohnhaus kann wieder besucht werden. Wenn man sich die idyllischen Bilder im Buch anschaut, rückt dieser Hotspot schon fast in den Hintergrund.

Der Süden wirbt mit klangvollen Orten wie Montepulciano und Grosseto. Wein und Berge, Legenden und Ruinen, Freiluft-Therme und edelste Baumaterialien. Das ist ’ne Mischung?! Da fällt es einem wirklich schwer sich zu entscheiden.

Aber dafür gibt es ja diesen Reiseband. 20. Auflage, 800 Seiten. Wenn man pro Tag sich nur zwei Seiten als Reiseplan vornimmt, kommt man ein reichliches Jahr hin, um im Urlaub komplett abschalten zu können. Das muss man nur noch dem Chef erklären. Sicherlich sind 800 Seiten kein Leichtgewicht, das man gern mit sich herumträgt. Die Mühe ist es aber wert. Immer wieder blättert man ein wenig zurück, um voranzukommen. Auch wenn die Toskana live um ein Vielfaches anregender ist als ein Buch, so braucht man bei Ausschöpfen des Füllhorns der Möglichkeiten einen allwissenden Wegbegleiter. Und den hat man zweifelsohne in diesem Reiseband.

Ob per pedes, per Rad, automobil, auf dem Schienenstrang oder mit dem Schiff (irgendwie muss man ja auch nach Elba kommen, wenn’s der Autor einem so sehr ans Herz legt…) – hier bleibt kein Wunsch offen. Und wem das Gewicht dann doch zu schaffen macht, der kann sich das Buch auch als App (Buch und mmtravel App sind gleichzeitig erhältlich) auf seinen mobilen Reisebegleiter runterladen. Der Toskana-Reiseband ist einer der Klassiker aus dem Michael-Müller-Verlag. Nun auch im modernen gewand der App. Ob als Traditionalist mit dem Buch in der Hand oder als moderner Reisender mit dem Smartphone oder Tablet – wohl genährt in jeder Hinsicht kommt man immer ans Ziel.

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