Michael Maar

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Michael Maar

Lebenslauf von Michael Maar

Michael Maar kam am 17.07.1960 in Stuttgart als Sohn von Paul und Nele Maar, geb. Ballhaus, auf die Welt. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er ein Studium der Germanistik und Psychologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. 1995 erhielt er für seine Dissertation über Thomas Mann den Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der er seit 2002 angehört. Von 1997 bis 1998 war er Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin, im Frühjahr 2002 Gastprofessor an der Universität Stanford in Kalifornien und von 2005 bis 2006 Fellow der Carl Friedrich von Siemens Stiftung. Er veröffentlichte u. a. die Bücher „Das Blaubartzimmer. Thomas Mann und die Schuld“ (2000), „Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte“ (2002), „Lolita und der deutsche Leutnant“ (2005), „Solus Rex. Die schöne böse Welt des Vladimir Nabokov“ (2007) und „Proust Pharao“ (2009). Nach seinem Buch "Hexengewisper. Warum Märchen unsterblich sind" folgt im Jahr 2012 die Veröffentlichung seines aktuellen Romanes "Die Betrogenen". Seit 2008 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste, 2010 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste, Berlin. Darüber hinaus ist er seit 2011 Fellow des Internationalen Kollegs Morphomata an der Universität zu Köln. Seit 1990 verfasst Maar regelmäßige literaturkritische Veröffentlichungen in den deutschsprachigen Feuilletons. In seinen Literaturkritiken setzr er sich vor allem mit den Klassikern der Moderne auseinander. Michael Maar ist Vater zweier Kinder und lebt in Berlin.

Alle Bücher von Michael Maar

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Hilfe für die Hufflepuffs

Hilfe für die Hufflepuffs

 (18)
Erschienen am 09.02.2008
Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte

Warum Nabokov Harry Potter gemocht hätte

 (13)
Erschienen am 01.11.2003
Die Betrogenen

Die Betrogenen

 (10)
Erschienen am 13.07.2012
Heute bedeckt und kühl

Heute bedeckt und kühl

 (6)
Erschienen am 10.02.2015
Leoparden im Tempel

Leoparden im Tempel

 (2)
Erschienen am 21.08.2010
Das Blaubartzimmer

Das Blaubartzimmer

 (2)
Erschienen am 19.02.2003
Die falsche Madeleine

Die falsche Madeleine

 (1)
Erschienen am 31.08.1999
Proust Pharao

Proust Pharao

 (1)
Erschienen am 01.09.2009

Neue Rezensionen zu Michael Maar

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Rezension zu "Hilfe für die Hufflepuffs" von Michael Maar

Das kleine Handbuch zu Harry Potter
Nurijavor 5 Jahren

In diesem kleinen Lexikon sind auf nette Weise nochmal alphabetisch die wichtigsten Dinge erklärt. Knapp, kurz und auf den Punkt. Leider lässt es an einigen Stellen mit der Ausführlichkeit nach.
Das Büchlein wird ergänzt durch ein ( Figuren-Register, in dem prägnant an die wichtigsten Ereignisse der Figuren in allen 7 Bänden hingewiesen wird sowie eine Liste mit den wichtigsten Schauplätzen, das an die herausragenden Geschehnisse in Askaban, Gringotts, der heulenden Hütte und dem verbotenen Wald erinnert. Auch hier hält Maar sich knapp und macht stellenweise nur Andeutugen die nur der Potter-Kenner verstehen kann."Heulende Hütte: "Schauplatz einer großen Enthüllungsszene am Ende des dritten Bandes und eines perfiden Mordes am Ende des siebten."
Hinzu kommen noch einige Details die Rowling beim schreiben inspiriert und beeinflusst haben.Es ist schon erstaunlich wie mal wieder parallelen zum 2. Weltkrieg mit eingeflossen sind.Die Judenverfolgung/muggelverfolgung, die Initialen on Salazar Slytherin (SS), Die kammer des Schreckens...Die Liste ist lang und wen man drüber nachdenkt offensichtlich. Und trotzdem ist es mir erst nach diesem kleinen Buch wirklic bewusst geworden.

Wer das Buch in die Hand nimmt ohne alle Bände gelesen zu haben, verdirbt sich so einiges, denn es werden wichtige Geschehnisse aus dem 7. Band verraten. Wer jedoch sowieso schon alles über Harry weiß und nun auch die letzten Fakten braucht oder einfach nur mal wieder schmökernd in Erinnerungen an die Zaubererwelt schwelgen will, der ist hier genau richtig.

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Rezension zu "Heute bedeckt und kühl" von Michael Maar

Tagebucheintrag: Heute bedeckt und kühl
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Heute, 7.12.2013 2200, "Bedeckt und kühl" atemlos zuende gelesen - ein ganz wunderbar geistreiches, bezauberndes, anregendes Buch - eine Parforce-Reise durch die Jahrhunderte des Tagebuchschreibens, dieses Bedürfnisses des Mitteilens gewöhnlicher Vorkommnisse, großer historischer Ereignisse, fieser Häme, tiefen Leidens und grandioser Irrtümer. Viele Notizen gemacht und in Bibliotheken gestöbert, eine neue Leidenschaft entdeckt: Tagebücher. Wenn nicht schreiben, so doch lesen. Danke, danke, danke Michael Maar.

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Rezension zu "Die Betrogenen" von Michael Maar

Rezension zu "Die Betrogenen" von Michael Maar
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Wenn einer, der seit vielen Jahren als ein anerkannter und mit viel positiver Kritik bedachter Literaturwissenschaftler mit Büchern und Essays sich einen Namen gemacht hat, nach langer Zeit des Schaffens mit einem eigenen Romandebüt an die Öffentlichkeit tritt, so ist das ein gewagtes Unterfangen, das mit großer Sicherheit von den Kollegen mit Argusaugen beobachtet und ggf. auch kritisiert werden wird.

Michael Maar, 1960 geborener Literaturwissenschaftler und Kritiker, weiß bestimmt um diese Zusammenhänge, denn er ist ja seit langer Zeit Teil eines sozialen Phänomens, das mit dem Wort „Literaturbetrieb“ nur unzureichend beschrieben werden kann.

Auf eine persiflierende Weise hat gerade Jakob Arjouni seinen Frankfurter Privatdetektiv Kemal Kayankaya in seinem fünften Fall „Bruder Kemal“ während der Frankfurter Buchmesse in Kontakt mit den Großen der Branche und denen, die es werden wollen gebracht, und die Eitelkeiten und Leidenschaften der Buchbranche hintersinnig auf die Schippe genommen.

Auch Michael Maar blickt hinter die Kulissen, doch er tut es ohne Häme, ohne Spott und auch ohne den Versuch, irgendjemand bloß zu stellen. Obwohl natürlich versierte Leser und Kenner der literarischen Landschaft des letzten Jahrzehnts des vergangenen Jahrhunderts ihr beliebtes Wiederentdeckungsspiel versuchen werden.

„Die Betrogenen“ ist kein Schlüsselroman und er lässt sich auch verstehen, wenn man die dort beschriebenen und charakterisierten Personen nicht mit tatsächlichen Zeitgenossen identifiziert. Irgendwann in den neunziger Jahren, was man daran merkt, dass noch in DM bezahlt und geraucht wird, was das Zeug hält, ist der Protagonist und Beobachter des Romans, Karl, nicht nur bei einer von den unterschiedlichsten Schriftstellern geachteten Literaturagentin, „ der Wiedenkopf“, angestellt, sondern er glaubt auch gute Chancen zu haben, vom dem großen Bittner als dessen Biograph ausersehen zu werden.

Um an wichtige private Informationen zu kommen, macht er unter dem Vorwand, ein Essay über die Galerienszene schreiben zu wollen, einen Termin mit der Stieftochter von Bittner aus, einer erfolgreichen Galeristin.
Er verliebt sich in sie, sie nähern sich auch gegenseitig an, doch am nächsten Morgen ist sie ohne Nachricht in die USA verschwunden.

Doch schon bald stehen wichtige Termine an, die im Auftrag der Agentur seine Aufmerksamkeit und Anwesenheit erfordern. Ein Literaturpreis wird vergeben und es ist nicht Bittner, der ihn bekommt, sondern sein persönlicher Feind Manteuffel.

Maar beschreibt nun die beiden Tage, an denen sich die Prominenz der Autoren und Kritiker zur Preisverleihung und zu entsprechenden Matinees in einem luxuriösen Hotel ersammelt und er notiert all die Eitelkeiten und Lügen, wie sie sich alle auf die grandioseste Weise selbst darstellen wollen und doch manches Mal nur lächerlich wirken in all ihrer Vergänglichkeit. Denn auch darum geht es, nicht nur weil Bittner nach einem Herzinfarkt depressive Zustände bekommt und keine Zeile mehr schreiben kann.

Und es geht immer wieder um die Faszination, die das Buch ausübt, das geschriebene Wort, wie es aufgenommen wird, wie es hoch gelobt und in die Tiefe zerrissen wird, wo es doch das Lebenselexier so vieler Menschen ist, nicht nur für die, die von dem Wort leben. Denn es hat sie ja irgendwann einmal dorthin geführt, mit dem Wort auch den Lebensunterhalt zu bestreiten, ob als Agentin, als Autor, als Kritiker oder als Literaturwissenschaftler.

Und so habe ich, bei aller leisen und dezenten Kritik an so manchen Ausformungen und Verformungen des „Betriebs“ diesen Roman gelesen als eine Hommage an das Buch, als ein Loblied auf die Literatur.

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Michael Maar wurde am 16. Juli 1960 in Stuttgart (Deutschland) geboren.

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