Michael Macht

 4,2 Sterne bei 6 Bewertungen

Lebenslauf

Michael Macht ist Psychotherapeut in eigener Praxis und außerplanmäßiger Professor für Psychologie an der Universität Würzburg. Er hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Essen und Emotion sowie zur Psychologie der Parkinson-Erkrankung veröffentlicht. "Hunger, Frust und Schokolade" ist sein erstes populärwisschaftliches Buch.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Michael Macht

Neue Rezensionen zu Michael Macht

Cover des Buches Hunger, Frust und Schokolade (ISBN: 9783426278420)
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Rezension zu "Hunger, Frust und Schokolade" von Michael Macht

Blacksally
Informativ

Das Thema essen und Psyche fand ich schon immer sehr interessant, weshalb ich mich auf dieses Buch gefreut habe.

Es ist sehr einfach geschrieben und deshalb auch leicht verständlich, das hat mir gut gefallen.
 Was mir weniger gefallen hat, war das viel auf Studien verwiesen hat, klar irgendwoher müssen die Information ja kommen, dennoch hat es mich beim Lesen immer ein bisschen gestört.

Die Themen wie eine Essstörung entsteht fand ich sehr interessant. Auch wie es mit der Gefühlswelt und dem Essen steht, war ein wichtiges Thema.

Da ich persönlich aber schon viel über das Thema gelesen habe, konnte ich nicht so viele neue Information herausziehen. Für Neulinge auf dem Gebiet ist das Buch aber auf jeden Fall empfehlenswert.

Cover des Buches Hunger, Frust und Schokolade (ISBN: 9783426278420)
D

Rezension zu "Hunger, Frust und Schokolade" von Michael Macht

Denise43437
Verständliches und informatives Buch, um das eigene Essverhalten zu hinterfragen

Das Buch „Hunger, Frust und Schokolade“ wurde von Michael Macht geschrieben und ist im Droemer Verlag erschienen. Herr Macht ist Psychotherapeut und außerplanmäßiger Professor für Psychologie an der Universität in Würzburg.

 

Der Autor vermittelt die Psychologie des Essens, in dem er sowohl Forschungsergebnisse als auch viele anschauliche Beispiele in das Buch einfließen lässt. Es wird beispielsweise beschrieben, was Hunger eigentlich ist und was das Hungersignal auslöst, welchen Einfluss das Essverhalten in der Kindheit und das der Erwachsenen zu dieser Zeit auch auf das spätere Essverhalten hat und warum wir gerne auch zur Verdrängung von negativen Gefühlen auf Essen zurückgreifen. Es wird auch auf das Genießen von Essen, auf verschiedenes, krankhaftes Essverhalten sowie auf Möglichkeiten, das eigene Essverhalten zu verändern, eingegangen. Ein wichtiger Teil hierbei ist die Selbstbeobachtung und das Erlernen von Alternativen zum Umgang mit Gefühlen. Dabei sollte man sich auch von Rückschlägen, die laut Autor völlig normal sind, nicht entmutigen lassen. Denn es lohnt sich für seine Gesundheit das Essverhalten zu verbessern. Das soll allerdings nicht heißen, dass Essen nicht mehr genossen werden darf.

 

Ich bin sehr begeistert, wie gut dem Autor durch viele Beispiele und die Verwendung einer verständlichen Sprache ohne viele Fachbegriffe, die Wissensvermittlung gelingt. Außerdem hat mir sehr gut gefallen, dass zwar Forschungsergebnisse enthalten sind, aber auf die Forschung an sich nur kurz eingegangen wird. Vom Autor wird betont, dass jeder Mensch seine speziellen Erfahrungen rund um das Thema Essen gemacht hat und dass deshalb auch bei der Verbesserung des Essverhaltens auf die individuellen Gegebenheiten eingegangen werden muss.

 

Da der Schwerpunkt des Buchs auf Wissensvermittlung rund um Hunger, Essgewohnheiten und emotionales Essen liegt, ist es sehr gut für alle geeignet, die hierzu entsprechende Hintergrundinformationen haben möchten. Wer eine genaue Anleitung für das Abnehmen sucht, bekommt hier am Rande eine entsprechende Hilfestellung. Diese eignet sich meines Erachtens allerdings nur als Einstieg in das Thema Abnehmen.

Cover des Buches Hunger, Frust und Schokolade (ISBN: 9783426278420)
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Rezension zu "Hunger, Frust und Schokolade" von Michael Macht

RenaM
Michael Macht – Hunger, Frust und Schokolade: Die Psychologie des Essens

Ein besseres Timing für das Erscheinen dieses Sachbuchs hätte man sich kaum ausdenken können. Jetzt, während der Pandemie, wo wir alle unserem Frust mit Essen begegnen und dadurch mehr zunehmen als gut für uns ist, hilft diese Analyse unseres Essverhaltens.

Michael Macht, Psychotherapeut und Professor für Psychologie an der Universität Würzburg, legt hier sein erstes populärwissenschaftliches Buch vor. Und das ist ihm, meiner Meinung nach, durchaus gelungen.

In gut lesbarem, flott geschriebenem und leicht verständlichem Stil beschreibt er die Gründe für Hungergefühl, berichtet von verschiedenen Forschungsansätzen zu diesem Thema in der Vergangenheit und Gegenwart und reichert all das mit vielen anschaulichen und spannenden Beispielen an. Dass nicht immer ganz offensichtlich ist, ob es sich um authentische Beispiele aus der Praxis handelt oder um von ihm sehr kreativ erfundene, schadet dabei nicht. Er schildert nachvollziehbar die Probleme mit und vor allem die Ursachen für Essstörungen, wie beispielsweise Magersucht, Bulimie oder Binge-Eating.

Nicht wirklich überraschend liegen diese Ursachen in unseren Emotionen, den Erinnerungen und den Gefühlen, die wir mit diesen Erinnerungen verknüpfen. Stress, Angst, aber auch Freude können Essattacken auslösen. Und wenn man die jeweiligen Auslöser nicht kennt, sich selbst nicht genau und vor allem ehrlich beobachtet, wird man das Essverhalten nicht ändern.

Natürlich kann man an äußeren Einflüssen nichts ändern. Wie das Beispiel aus Neuseeland zeigt, wo man zufälligerweise kurz vor dem großen Erdbeben in Christchurch im Jahr 2010 eine Erhebung zum Gesundheitszustand einer Gruppe von Frauen gemacht hatte. Bei einer Nachuntersuchung mehrere Wochen nach dem Beben zeigte sich, dass diese Frauen in Folge der emotionalen Belastung durch die Katastrophe danach mehr gegessen hatten als vorher. Und auch die eigene Vergangenheit, deren Folgen sich im gegenwärtigen Essverhalten zeigen, kann man nicht mehr ändern. Aber wenn man diesen Zusammenhang erkennt, kann man das eigene Verhalten ändern. Rückfälle sind dabei selbstverständlich nicht ausgeschlossen.

Auch einem anderen Phänomen kommt Michael Macht auf die Spur: warum wir Schokolade lieben und was sie mit unseren Emotionen macht. Vielleicht haben wir nach der Lektüre dieses Buches nicht mehr bei jeder Praline ein schlechtes Gewissen…

Mir hat das Buch gut gefallen, es vermittelt Wissen und gibt eine Handreichung, das eigene Verhalten mit und beim Essen zu beobachten und, wo nötig, zu ändern. In gewisser Weise ist das Thema derzeit sehr aktuell, ist das sogenannte „Intuitive Essen“ momentan doch in aller Munde (!). Dabei geht es ebenfalls darum, sich und das eigene Verhalten zu betrachten und zu verstehen, auf Hunger und Sättigungsgefühl zu achten und dem Körper und seinen Signalen zu vertrauen.

Das Buch von Michael Macht mit seinem wirklich gelungenen Cover ist eine, wie ich finde, sehr geeignete Lektüre für jeden, der vielleicht an seinem aktuellen Essverhalten etwas ändern möchte. Es hilft dabei, den Anfang zu finden.

Michael Macht – Hunger, Frust und Schokolade: Die Psychologie des Essens
Droemer, Februar 2021
 Gebundene Ausgabe, 221 Seiten, 18,00 €

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