Michael Marcus Thurner Der Gottbettler

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Inhaltsangabe zu „Der Gottbettler“ von Michael Marcus Thurner

Er überzieht die Welt mit Krieg, um ihr den Frieden zu bringen Während die kräuterkundige Terca jeden Tag erneut einen Grund braucht, sich nicht umzubringen, sucht der Krieger Rudynar Pole das Vergessen im Alkohol. Doch der junge Magier Pirmen benötigt sie beide. Denn nur mit ihrer Hilfe kann er die schreckliche Horde des Gottbettlers aufhalten, die eine Stadt nach der anderen erobert und kurz davor ist, die ganze Welt zu beherrschen. Pirmen weiß, dass diese Aufgabe eigentlich unmöglich zu erfüllen ist. Aber nur wenn er Erfolg hat, kann er vielleicht auch seine eigenen Dämonen überwinden. Düster, hart und sehr realistisch.

Knackiger Fantasy mit Figuren, die der Geschichte Tiefe geben. Hat mich mitgerissen und konnte mich an einigen Stellen überraschen.

— AnnaGrimm
AnnaGrimm

Grundidee gefällt mir, für mich aber zu detaillierte Gewaltbeschreibungen und unsympathische Helden.

— missNaseweis
missNaseweis

Keine Helden im klassischen Sinne und äußerst brutale Darstellungen.

— missNaseweis
missNaseweis

Rauhe Welt, unsympathische Protas - ein sehr zäher Roman, der mich nicht überzeugen konnte

— hauntedcupcake
hauntedcupcake

Das Buch ist gut und spannend geschrieben

— Kerstin_Lohde
Kerstin_Lohde

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Unverblümt und obszön.

— LittleMissCloudy
LittleMissCloudy

Die logischen Ungereimtheiten lassen auf Dilettantismus und Oberflächlichkeit des Autors schließen; die obszöne Wortwahl tut ihr übriges …

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Nette Geschichte, die jedoch viel Potential liegen lässt

— Slev
Slev

sehr unterhaltsame Fantasy, wobei die Geschichte sicher noch weiter ausbaufähig ist, da einige wesentliche Fragen unbeantwortet blieben

— HudRom
HudRom

Interessante, düstere Geschichte - super!!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Ein unterhaltsamer, spannender und interessant geschriebener Fantasy Roman

    Der Gottbettler
    Kerstin_Lohde

    Kerstin_Lohde

    02. July 2017 um 21:25

    Das Buch hält was das Cover verspricht, nämlich viel Spannung und Action. Mich hat von vorn herein das Cover angesprochen, obwohl ich noch nie etwas von diesem Autor gelesen hatte da ich kein Science Fiction Fan bin. Aber dieses Buch wollte ich haben und freue mich das ich es dank dem Blanvalet Verlag als Rezensionsexemplar bekommen habe. Das Buch ist gut geschrieben und auch gut beschrieben. Die Figuren sind gut gestaltet und man kommt beim Lesen nicht durcheinander. Das Buch ist gut unterteilt und wenn man es liest kann man es vor lauter Spannung kaum aus der Hand legen. Man verliert sich in diesem Buch und versinkt in einer klasse gestalteten fantastischen Welt. Mein Fazit bei diesem Buch lautet: Man muss kein Fan von Science Fiction Büchern sein um diesen Autor zu lesen. Ich würde es ohne Schwierigkeiten jedem Fantasy Fan empfehlen, der es gerne spannend und actionreich mag.

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  • Nichts für Zartbesaitete

    Der Gottbettler
    missNaseweis

    missNaseweis

    08. November 2016 um 16:47

    Dieses Buch wurde mir vom Blanvalet Verlag kostenfrei zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Zum Inhalt: Der Gottbettler erträumt sich eine neue Weltordnung, bringt Krieg über das Land und unterwirft mit seinem Heer eine Stadt nach der anderen. Die Hexe Terca, der Magicae Primen und der Kämpfer Rudynar Pole werden vom Schicksal zusammengeführt, um ihn aufzuhalten.Ursprünglich wollte ich Der unrechte Wanderer lesen, quasi den Nachfolger zu diesem Roman, denn obwohl beide Bücher ganz unterschiedliche Geschichten erzählen, rieten die meisten Leser dazu, die Reihenfolge einzuhalten, damit man bereits über ein gewisses Hintergrundwissen verfügt und Zusammenhänge auch versteht. Ich folgte also den Ratschlägen und stürzte mich ins Abenteuer. Die Geschehnisse des Romans erfährt man, wie so oft, aus unterschiedlichen Perspektiven. Sowohl die drei Hauptfiguren als auch der Gottbettler und sein Heerführer Metcairn Nife haben eigene Kapitel, die nach und nach mehr Aufschluss darüber geben, mit wem man es hier eigentlich zu tun hat. Recht schnell wird gerade mit Blick auf die drei Hauptträger der Geschichte klar, dass es sich hier nicht um klassische „Helden“ handelt, wie man das eventuell aus anderen Fantasybüchern gewohnt ist. Während der in die Jahre gekommene und verlotterte Krieger Rudynar Pole dem Alkohol frönt, ist es für die Hexe Terca bereits ein alltägliches Ritual, auf dem steilen Felsvorsprung einer Klippe auf die Erlösung durch den Tod zu warten. Auch der Magier Primen, der auf den ersten Blick am harmlosesten erscheint, beinahe schüchtern und unsicher wirkt, entwickelt sich im Laufe der Handlung zu einem unerträglichen Zeitgenossen, der zu Jähzorn und Grausamkeiten neigt. Wobei Grausamkeiten ohnehin einen Großteil der Schilderungen ausmachen, unabhängig der Charaktere. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit versuchen die Figuren den jeweils anderen zu übervorteilen oder mithilfe niederträchtiger Tricks zu täuschen oder zu erpressen. Es handelt sich ganz klar um eine Zweckgemeinschaft, die in dieser Form niemals freiwillig zustande gekommen wäre. Auch wenn man kurzweilig das Gefühl hat, die kleine Gruppe würde zusammenwachsen, wird man drei Seiten weiter eines besseren belehrt. Das ist einfach auch der Grund, warum ich mit keiner der Figuren sympathisiert habe. Sie alle sind gefühlslose Mörder und nutzen andere Menschen als Sprungbrett. Ich bin mir jedoch auch ziemlich sicher, dass es keineswegs die Intention des Autors war, dass man eine tiefe Bindung zu seinen „Helden“ aufbaut. Würden die Figuren nicht so sein, wie sie sind, könnten sie sich auch nicht der ihnen aufgetragenen Aufgabe stellen. Der Vernichtung des Gottbettlers. Was durchgehend in den Rezensionen, die ich mir im Vorfeld durchgelesen habe, kritisiert wurde, war der derbe Wortschatz der Figuren. Und ja, das hat sich bestätigt. In vielen Fantasyromanen legen die Figuren ja einen eher anstößigen Ton an Tag, aber hier wurde das Ganze wirklich auf die Spitze getrieben. Noch mehr gestört habe ich mich aber an den detaillierten Gewaltszenen. Auch was das angeht, ist meine Schmerzgrenze recht hoch und ich bin nicht sehr zimperlich (ganz anders bei Filmen). Allerdings empfand ich eine Vielzahl an Schilderungen als sehr abstoßend, es wird vor allem nicht gerade daran gespart und man schlittert von einem brutalen Kampf in den nächsten. Dazu kommt, dass die Figuren ein großes Vergnügen am Töten haben und sich nicht selten mit einem Lächeln ins Gemetzel stürzen. Für mich persönlich war das so einfach nicht tragbar. Ich hatte das Gefühl, als würde der Autor möglichst viele abgetrennte Gliedmaßen und vor allem Unmengen an Blut in die Handlung einbringen wollen. Die Handlung an sich schreitet insgesamt gut voran. Es bleibt einem nicht viel Zeit zum Durchatmen und gerade zum Ende hin wird noch einmal viel Fahrt aufgenommen. Ich hätte mir dort aber weniger Zeitsprünge und mehr Details beziehungsweise ausführlichere Beschreibungen gewünscht. Ich dachte zwischendurch einfach: Wie will er das jetzt noch so schnell beenden? Geht es vielleicht doch im Nachfolger weiter? Gibt es ein offenes Ende? Doch Thurner beweist leider das Gegenteil und bringt alles zügig zu einem Schluss. Die Handlungsschauplätze konnten mich in der Regel überzeugen, jedenfalls die, die etwas ausführlicher dargestellt wurden. Man kommt viel im Land rum und vor allem die Stadt Poitrea hat es mir mit ihren beeindruckenden Felsbauten angetan. Wie es sich für einen Fantasyroman gehört gibt es auch viel Magie (auch wenn sie hier einen hohen Preis einfordert), verschiedenste Völker (Menschen, Zwerge, Hoboker, Sybillen, Malekuften (halb Pferd, halb Mensch)) und unheimliche Kreaturen wie die geflügelten Nachtkruppen. Ich für mich habe jedenfalls entschieden, Der unrechte Wanderer nicht wie geplant im Anschluss zu lesen, da ich mich einfach zu sehr an Brutalität der Figuren störe. Obwohl die Grundidee der Geschichte bei mir Anklang gefunden hat, kann ich darüber einfach nicht hinwegsehen und würde das Buch auch nicht unbedingt weiterempfehlen. Außer ihr stört euch an den von mir aufgeführten Punkten nicht und braucht keine klassischen Helden, die tief in ihrem Inneren wenigstens versuchen, sich zu ändern und ein guter Mensch zu sein.

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  • Der Gottbettler

    Der Gottbettler
    hauntedcupcake

    hauntedcupcake

    18. July 2016 um 10:23

    InhaltDer Gottbettler, ein gefürchteter Kriegsherr und selbsternannter Gott, überzieht die Welt mit Krieg, denn nur so - so denkt er - kann er ihr den Frieden bringen. Dutzende Dörfer und Städte rennt er mit seiner riesigen Armee voller Menschen und anderer Wesen nieder, macht vor nichts und niemandem Halt und kennt keine Gnade.Der Magicae-Lehrling Pirmen wird ausgesandt, um Rettung zu holen, dies in Form eines Lehrers für den geheimnisvollen Stummen Jungen. Dass er besagte Rettung ausgerechnet im versoffenen ehemaligen Krieger Rudynar Pole und der selbstmordgefährdeten kräuterkundigen Terca findet, hätte er nie gerechnet. Und so zweifelt Pirmen, denn es ist doch schlicht unmöglich, den Gottbettler aufzuhalten...Meine MeinungIch hatte mich sehr auf ein düsteres, aber unterhaltsames High Fantasy-Epos gefreut. Recht schnell habe ich aber feststellen müssen, dass sich "Der Gottbettler" recht mühsam lesen lässt. Denn irgendwie passiert nie wirklich etwas, es dauert gefühlte Ewigkeiten, bis sich die Protagonisten endlich über den Weg laufen und Besserung ist auch dann nicht in Sicht. So fand ich den Roman um den Gottbettler doch sehr zäh.Was mich stark gestört hat, ist die Fäkalsprache, die hier sehr oft gebraucht wird. So wird auf fast jeder zweiten Seite gefurzt, gepisst, gekackt, gefi**t, gehurt und so weiter. Dies soll wohl dem Zwecke dienen, die Welt rauh und furchtbar erscheinen zu lassen, doch das geht definitiv auch anders! Im Ernst, es interessiert mich echt nicht, ob die Werte Stute des Magierlehrling furzt und dann scheisst, nur damit sich besagter Lehrling die Kacke dann ins Gesicht reiben kann, weil er halt grad kurz vor dem Erfrieren steht. (Ja, ist so geschehen!) Man könnte das wesentlich anders und besser darstellen.Ein weiterer Minuspunkt für mich war das Unlogische: der fürchterliche Gottbettler überzieht die Welt mit Krieg - und irgendwie bereitet sich kein Dorf darauf vor. Finde ich jetzt nicht gerade glaubhaft.Auch die Charaktere waren meiner Meinung nach nicht sehr gut gelungen. Sie alle sind flach geblieben und sehr unsympathisch, da jeder nur sich selber im Sinn hat. Eigentlich sollten die Protas einander helfen, stattdessen hassen sie einander und das gemeinsame Ziel ist irgendwie nebensächlich.Die Welt, in der die Geschichte spielt, hat mir an und für sich gut gefallen. Ich hätte gerne ein wenig mehr darüber erfahren, auch über die Wesen, die darin wohnen. Die wurden zwar teilweise erwähnt aber nur mangelhaft beschrieben. Ein Glossar hätte hier Wunder gewirkt!FazitEin vielversprechender High Fantasy-Roman, bei dem aber viel Potential verschenkt wurde. Leider konnte mich "Der Gottbettler" nicht überzeugen.

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  • Ein gutes spannendes Buch für Abenteurer

    Der Gottbettler
    Kerstin_Lohde

    Kerstin_Lohde

    28. December 2014 um 17:16

    Das Buch habe ich von dem Blanvalet Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Ich finde das Buch gut geschrieben aber auch spannend und unterhaltsam. Es ist für Fantasy Freunde sowie für Leser die gerne etwas spannendes mit Fantasy Elementen lesen.

  • Leserunde zu "Der Gottbettler" von Michael Marcus Thurner

    Der Gottbettler
    mmthurner

    mmthurner

    "Der Gottbettler" ist mein erster eigenständiger Roman im Fantasy-Genre (eine weiterer Text, der im selben Universum spielt, ist bereits in der Mache). Ich hab mich bislang meist im Bereich der Science Fiction und Horror bewegt und da großteils für Serien geschrieben, u.a. für PERRY RHODAN. Ich warne davor, daß der "Gottbettler" keine leichte Kost ist. Es gibt keine Elfen, keine Orks und auch keine flauschigen Einhörner. Wer Joe Abercrombie und Brent Weeks kennt, bekommt eine ungefähre Ahnung, in welche Richtung es geht.   Eine längere Leseprobe zum "Gottbettler" gibt es auf der Homepage meines Verlags: http://www.randomhouse.de/Paperback/Der-Gottbettler-Roman/Michael-Marcus-Thurner/e435662.rhd. Dort findet sich (rechts) auch eine kleine Hörprobe.  In Zusammenarbeit mit dem Verlag lobe ich insgesamt zwölf Gratis-Exemplare des "Gottbettler" aus; sofern sich mehr Leute melden, lose ich. Ich würde mich freuen, mit einigen von euch Leseratten in Kontakt zu treten und über mein Buch plaudern zu dürfen.  Mehr Infos über mich finden sich übrigens hier: www.mmthurner.at  Alsdann: Hoffentlich bis bald!  

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    • 394
  • Der Gottbettler

    Der Gottbettler
    Traumfeder

    Traumfeder

    24. May 2014 um 10:41

    Inhalt Unter der Führung Metcairn Nifes, führt die Armee des Gottbettlers Krieg gegen die ganze Welt. Städte und Dörfer werden ausradiert, abertausende Menschen getötet. Es heißt, dass dieser Krieg der Welt Frieden bringen soll. Die einzige Waffe gegen den Gottbettler scheint der stumme Junge zu sein, doch dieser muss geführt werden. Der junge Magicus Pirmen wurde ausgesandt um den besagten Führer zu suchen und ihm zum Jungen zu bringen. Dass es sich dabei ausgerechnet um den Säufer Rudynar Pole handelt, hätte niemand ahnen können. Doch erst als die Kräuterhexe Terca die Gruppe vervollständigt, nimmt das Schicksal seinen Lauf. Es ist fraglich, ob sie es schaffen können die große Macht des Gottbettlers zu brechen doch sie sind die letzte Hoffnung. Meine Meinung Die Geschichte um den Gottbettler, ist viel mehr die Geschichte eines Krieges. Die Armee des Gottbettlers zieht durch das Land. Sie tötet, plündert, vergewaltigt und hinterlässt nichts als Unheil und Verderben. Angeführt von Metcairn Nife, lassen sie keinen Stein auf dem anderen. Sie folgen der Überzeugung, dass nur der Krieg Frieden bringen kann. Wenn erstmal alles vernichtet und die Menschen unterworfen wurden, dann kann das bessere Leben beginnen. Metcairn Nife ist ein überzeugter Gefolgsmann des Gottbettlers. Er ist ein geschickter Planer und weiß, wie er seine Männer am Besten einsetzen kann. In seinem Rechten, Marmer Dune, und seiner Linken, Pae Loriander, hat er genau die Richtigen um seine Absichten in die Tat umzusetzen. Trotz seiner Erfolge ist er äußerst misstrauisch und denkt an die Zukunft. Metcairn weiß seine Gefolgsleute zu leiten, vertrauen tut er jedoch den Wenigsten. Einmal wurde er von einer Vertrauensperson betrogen, noch einmal soll dies aber nicht geschehen. Ausgerechnet drei ziemlich ungleiche Kämpfer stellen sich gegen das Heer. Der junge und noch unerfahrene Magicus Pirmen, der eigentlich nur seine Mission erfüllen will um dann weiter in Ruhe studieren zu können. Die Kräuterhexe Terca, die schon zu lange lebt und hofft endlich sterben zu können, es jedoch einfach nicht schafft. Und schließlich der ehemalige Krieger Rudynar Pole, der zum Säufer geworden ist und nun alles tut um an den nächsten Tropfen Alkohol zu kommen. Zusammen sollen sie den stummen Jungen führen, der eine Wende in diesem Krieg bringen soll. Dies erweist sich jedoch als äußerst schwierig, da sie sich gegenseitig hassen. Mir scheint, als hätte ich zu viele Erwartungen an dieses Buch gehabt. Die Welt an sich erschien mir schon interessant aufgebaut. On nun die Orte oder die Auseinandersetzungen, sie waren an sich gut ausgearbeitet und umschrieben. Bei den Charakteren aber, hatte ich ein ganz anderes Gefühl. Sie alle waren in meinen Augen unausgereift. Alles, was man von ihnen kennen lernen konnte, war der blanke Hass und Verachtung einander gegenüber. Da waren keine positiven Gedanken, keine wirkliche Hoffnung. Alles war negativ und deprimierend. Selbst die drei "Helden" haben nichts anderes getan als sich gegenseitig zu bekämpfen. Sie misstrauten einander und versuchten sich gegenseitig zu unterwerfen. Wie soll dabei was Vernünftiges bei rauskommen? Wie sollen sie den Krieg aufhalten, wenn sie doch nichts anderes tun als sich gegenseitig zu behindern? Es gab auch so einige Dinge, die für mich in dieser Geschichte einfach keinen Sinn ergaben. Zu einem wurde mir einfach nicht klar, weshalb die Magicus verstümmelt werden müssen um ihre Kräfte zu verstärken. Es wurde nirgendwo ausgeführt, wie es zu dieser Regelung gekommen ist. Wie kann ein abgetrenntes Körperteil dafür sorgen, dass die magische Kraft zunimmt? Zum anderen war es auch die Situation des Krieges, die undurchsichtig war. Die Dörfer, Städte und Länder wissen, dass das Heer des Gottebettlers kommt und doch sind sie zumeist unvorbereitet. Sie lassen sich vom Krieg überrollen. Warum gibt es keine Armeen, die sich dem Heer entgegen stellen? Warum werden keine Vorbereitungen getroffen? Ich muss gestehen, auch der Gottbettler selbst blieb mir ein Rätsel. Es liebt das Leben unter den Menschen und will sie dann doch unterwerfen. Während seine Armee alles vernichten, was ihr im Weg steht, lebt er seelenruhig in einem schönen Städtchen und genießt die Umgebung. Tja, seine Ziele haben sich mir nicht völlig offenbart. Die Idee des Buches an sich ist nicht übel, die Sprache auch sehr gut angepasst. Es wird rau miteinander gesprochen, ohne jegliche Verschönerungen. Manchmal kam es deshalb auch äußerst ekelhaft rüber, doch es war für die Situation angepasst. Wie bereits erwähnt, die Idee ist nicht übel, die Ausführung hat aber ihre Schwächen. Fazit Michael M. Thurner hat eine viel versprechende Welt geschaffen, die Charaktere dabei aber zu blass und zu negativ angehaucht. Obwohl auch viele unterschiedliche Kreaturen eingeführt wurden, sind auch diese mehr Randerscheinungen geblieben. Alles in Allem bin ich doch enttäuscht, dass diese Geschichte nicht mehr hervorgebracht hat.

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  • Naja....

    Der Gottbettler
    Azahra

    Azahra

    18. May 2014 um 13:39

    Das Buch fing am Anfang recht harmlos und interessant an doch nach und nach wurde es immer geschmackloser und die Handlung war zu vorhersehbar. Das Ende hat mich nicht wirklich überrascht und ich fand es regelrecht enttäuschend. Die Charaktere, nun ja, an sich ähnelten sie sich alle sehr was sich auf dem Verlauf des Buches zurückziehen lässt und dem Autor daher keine andere Wahl blieb, als alle so zu halten. Einige Dinge in dem Buch fand ich unlogisch bzw. einfach zu sehr durchschaubar, was recht schade war sowie die vulgäre Sprache die 80% des Buches ausmacht. Gut, ich habe nichts dagegen wenn hier und da mal was obszönes steht aber wenn es die ganze Handlung über so weitergeht...Irgendwann war es einfach nur nervig. Als das Buch zu Ende war, war ich froh und ich werde es sicherlich kein zweites Mal lesen. Aus der Grundidee hätte man wirklich sehr viel machen können doch leider hat der Autor diese für mich nicht überzeugend genug umgesetzt.

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  • Düster

    Der Gottbettler
    AnnaLange

    AnnaLange

    Klappentext: Düster, hart und sehr realistisch Während die kräuterkundige Terca jeden Tag erneut einen Grund braucht, sich nicht umzubringen, sucht der Krieger Rudynar Pole das Vergessen im Alkohol. Doch der junge Magier Pirmen benötigt sie beide. Denn nur mit ihrer Hilfe kann er die schreckliche Horde des Gottbettlers aufhalten, die eine Stadt nach der anderen erobert und kurz davor ist, die ganze Welt zu beherrschen. Pirmen weiß, dass diese Aufgabe eigentlich unmöglich zu erfüllen ist. Aber nur wenn er Erfolg hat, kann er vielleicht auch seine eigenen Dämonen überwinden. Meine Meinung: Mir hat das Buch sehr gefallen. Es war düster und derb, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Charaktere haben mir alles gefallen, könnte jetzt nicht sagen, welche mir mehr gefallen. Alle haben anscheinend eine zweite Seite, aber mehr will ich dazu gar nicht sagen;) Der Schreibstyl hat mir gefallen, man konnte relativ schnell lesen und hatte dementsprechend schnell das Buch geschafft. Das Buch ist nicht vorausschauend, also für mich. Ich bin zufrieden♥♥ FAzit: Wer es derb mag, ist hier nicht falsch:)

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    • 2
    Arun

    Arun

    01. May 2014 um 23:45
  • Der Gott, der ein Bettler war

    Der Gottbettler
    mieken

    mieken

    Düster, dreckig und böse. Eine Welt voll seltsamer Wesen. Ein Gott der ein Bettler war. Orte und Städte mit viel Fantasie ausgearbeitet und beschrieben. Protagonisten die von Grund auf böse aber ebenso gut sind. Eine Prophezeihung, die die Welt von dem Gottbettler erlösen soll. Der Gott, der ein Bettler war hat ein Ziel, er möchte die Welt beherrschen. Pirmen, ein Magier, sucht den Mann mit den goldenen Augen, um sich mit ihm auf den Weg zum stummen Jungen zu machen. Denn ohne ihn kann die Prophezeihung nicht erfüllt werden. Terca eine Hexe und Herrscherin der Unterstadt Poitreas, findet zu ihnen und gemeinsam stellen sie sich dem Gottbettler und seinem riesigen Heer... M.M.Thurner ist es gelungen, eine ebenso düstere und böse als auch fantastische Welt zu erschaffen. Mit viel Fantasie hat er Städte und Wesen erschaffen ohne sich mit viel Geplänkel daran aufzuhalten. Thurner Zitat: "Ich bin der Meinung, daß man mit Ideen klotzen und sie nicht wie dünne Suppe servieren sollte. Je mehr davon, desto besser gefällt mir persönlich ein Text." Und es wird wirklich geklotzt! Von Hexen, Magicae und Untoten bis zu Seekröten und Zwergen, die untypischer nicht sein könnten, ist alles dabei. Das Buch ist zum Teil wirklich grausam und wer Probleme mit einer derben Ausdrucksweise hat, sollte dieses Buch meiden. Es ist brutal und Thurner nimmt kein Blatt vor den Mund. Aber alle die High Fantasy lieben, mit facettenreichen Charakteren und unglaublichen Wesen, denen kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Es ist einfach mal was anderes! Es kommt ohne typische Heldenverehrung aus. Es ist unvorhersehbar und es gibt keine klare Abgrenzung zwischen gut und böse. Einer meiner Lieblingssätze: "Helden sind Idioten, und meist haben sie ein relativ kurzes Leben." 4,5 Sterne von mir!!!

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    • 2
  • Herb - aber interessant!

    Der Gottbettler
    AddictedToBooks

    AddictedToBooks

    26. March 2014 um 14:59

    Klappentext: Während die kräuterkundige Terca jeden Tag erneut einen Grund braucht, sich nicht umzubringen, sucht der Krieger Rudynar Pole das Vergessen im Alkohol. Doch der junge Magier Pirmen benötigt sie beide. Denn nur mit ihrer Hilfe kann er die schreckliche Horde des Gottbettlers aufhalten, die eine Stadt nach der anderen erobert und kurz davor ist, die ganze Welt zu beherrschen. Pirmen weiß, dass diese Aufgabe eigentlich unmöglich zu erfüllen ist. Aber nur wenn er Erfolg hat, kann er vielleicht auch seine eigenen Dämonen überwinden. "Der Gottbettler" von Michael Marcus Thurner ist wirklich ein einzigartiges Buch. Es hat mir sehr, sehr gut gefallen. Die Geschichte war spannend und interessant, der Schreibstil außergewöhnlich, ziemlich herb und immer wieder ein bisschen pervers. Deshalb auch ein Stern weniger, denn manchmal wurde es mir einfach zu viel. Das hat auch vom Hauptthema abgelenkt, denn mit so viel Perversität hätte ich nicht gerechnet. Trotzdem war das Buch aber ganz schön und es hat Spaß gemacht, es zu lesen. Jedoch sollten zartbesaitete Menschen lieber doppelt überlegen, ob sie das Buch kaufen. Alle anderen, denen eine harte und herbe Sprache nichts ausmacht, und die gerne Fantasy lesen, sollten hier auf jeden Fall zuschlagen. Als Fazit kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Trotz der manchmal übertriebenen Sprache gibt es jedoch einen Stern weniger. Deshalb erhält "Der Gottbettler" von mir 4 von 5 Sternen.

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  • Düster, brutal und faszinierend!

    Der Gottbettler
    Anneblogt

    Anneblogt

    18. March 2014 um 20:48

    Inhalt: Die Armee des Gottbettlers unter Metcairn Nife droht die ganze Welt mit dem Grau und der Gewalt des Gottbettlers zu überziehen. Nur drei Menschen sollen in der Lage sein, dies zu verhindern. Einer davon ist der junge Magier Pirmen, der sich auf die schwere Suche nach seinen Weggefährten macht. Der einst mächtige Krieger Rudynar Pole will seine Vergangenheit im Alkohol ertrinken, die alte kräuterkundige und Giftmischerin Terca hingegen wartet jeden Tag auf den Sog, der sie endlich dazu bringt, sich von den Klippen vor der Stadt Poitrea zu stürzen. Doch nur sie zusammen sind in der Lage, die Pläne des Gottbettlers zu stören… Meine Meinung: Schon von der ersten Seite an war ich begeistert. Michael M. Thurners Schreibstil ist sehr bildlich und entführt uns in eine gewaltige, dunkle und brutale Welt, die sich ganz klar vom Mainstream abhebt. Einige Szenen sind wirklich sehr hart und brutal beschrieben, teilweise musste ich richtig schlucken, jedoch ist dies absolut faszinierend. Ebenso die Charaktere, die alles andere als die typischen Helden sind, nicht nur schwarz und weiß gezeichnet, sondern auch mit vielen Eigenschaften und Reaktionen, die im Graubereich liegen, weil man einfach nicht sagen kann: „Das ist eine schlechte Tat“ oder “Absolut richtig!“. Terca beispielsweise ist eine über 200 Jahre alte Wicca, die Herrin der Unterwelt von Poitrea, die sich ihren Platz keinesfalls gewaltfrei erarbeitet hat. Jedoch ist ihre rüde und selbstsüchtige Art für mich absolut verständlich, ohne diese hätte sie nie so lange in dieser Welt überlebt. Auch der anfangs eigentlich sehr sympathisch scheinende Magier Pirmen zeigt schnell sehr düstere und fiese Seiten. Machtbesessen und skrupellos verfolgt er schließlich seine Ziele und ist durch nichts aufzuhalten. Da war mir Rudynar Pole trotz seiner rauen Art manchmal noch der Sympathischste, besonders seine Vergangenheit fand ich sehr interessant. Insgesamt ging es mir so bei allen Charakteren, wirklich toll, wie der Autor dies gemacht hat und die Charaktere beschrieben hat. Die Handlung an sich hingegen unterscheidet sich nicht wirklich von anderen Fantasybüchern: Ein paar „Helden“ sollen die Bösen auslöschen, die kurz davor stehen, die ganze Welt zu beherrschen. Nur kann man in „Der Gottbettler“ eben diesen und seine Ziele sehr gut nachvollziehen, schließlich will dieser die Welt mit seinem Grau überziehen, um ihr Frieden zu schenken. Eigentlich kein wirklich böser Gedanke, oder? Allerdings müssen dazu die ganzen Oberen, die Herrscher und Reichen, die die Armen ausbeuten und unterdrücken, getötet werden. Mich hat es absolut fasziniert, auf welchem schmalen Grat zwischen Gut und Böse sich die Charaktere, das gesamte Buch, die ganze Zeit befinden. Ebenso gibt es sehr viele Überraschungen, und die Verbindungen zwischen den einzelnen Personen, die ich anfangs für sehr einfach hielt, stellten sich als sehr komplex dar-allerdings auf eine super Weise, immer unerwartet und trotzdem nicht verwirrend. Einen wirklichen Schocker gab es dann gegen Ende-was ich meine, müsst ihr schon selbst lesen;) Das war noch mal richtig heftig und brutal, hat dem Buch aber noch mal eine richtig plötzliche Wendung gegeben und die Spannung zum großen Finale noch mal richtig hochgerissen. Von dem Showdown war ich allerdings fast schon enttäuscht. Er verlief geradezu unspektakulär im Vergleich zu vorherigen Handlungen. Das ist aber eigentlich auch mein einziger Kritikpunkt:) Das Cover gefällt mir nämlich ebenfalls sehr gut, auch wenn es fast trist mit seinen Grautönen wirkt. Dies passt allerdings super zum Buch! Fazit: Wie Michael M. Thurner so schön geschrieben hat: „Ich warne davor, dass der "Gottbettler" keine leichte Kost ist. Es gibt keine Elfen, keine Orks und auch keine flauschigen Einhörner.“ Wegen der heftigeren Sprache und oftmals brutalen Handlung würde ich das Buch eher Erwachsenen und vielleicht noch Jugendlichen ab 16 mit harten Nerven empfehlen. Mir jedenfalls hat das Buch sehr gut gefallen, es war eine sehr gelungene Abwechslung: 5 von 5 Punkten.

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  • Krieg für den Frieden?

    Der Gottbettler
    moorlicht

    moorlicht

    Auf den ersten Blick die klassische Gegebenheit einer phantastischen Quest. Vier Charaktere, die kaum gegensätzlicher sein könnten, sollen wegen einer uralten Prophezeiung der Kriegsmaschinerie des Gottbettlers Einhalt gebieten. Schon mit dem Auftauchen der Hexe Terca geht es ab in die tiefsten Niederungen, die es geben kann. Es wird gemordet, gehurt, vergewaltigt - alles in deutlichsten Farben beschrieben. Michael Marcus Thurner nimmt sich hier kein Blatt vor den Mund und es ist durchaus möglich, dass sich der ein oder andere Leser an der bösartigen Wortwahl stören wird. Für mein Empfinden passte sie in die dazu gehörige Brutalität eines gut durchdachten Kriegsgeschehens mit dem (nach außen gezeigten?) Plan, alle Korruption und Gewalt von der Welt zu tilgen. Ob das allerdings die wirklichen Absichten des Gottbettlers sind, bleibt bis zum Ende unbeantwortet. Letztes Endes ist der Gottbettler langweilig. Was sehr schade ist, zumal die Grundidee der Geschichte sich sehr vielversprechend angelesen hat. Abseits der oft üblichen Schwarz-Weiß-Zeichnungen eines Fantasy-Heldenepos ist keiner der auftretenden Charakere völlig frei von Schwächen und Zweifeln bis hin zur Eigennützigkeit. Selbst wenn es um die 'Neuerschaffung' der ganzen Welt geht und es zu einem unerwarteten Ausgang kommt. Es fehlt das Verständnis für die Figuren. Jeder noch so kleiner Weiler wird von den Heerscharen des Gottbettlers mit Krieg überzogen, die vertraute Welt droht unterzugehen - und die einzige Figur, die kaum offene Fragen zurücklässt, ist der Magierlehrling Pirmen. Über die Gewalttätigkeiten in jeder Form könnte man hinwegsehen. Wäre da nicht das Gefühl, während des Lesens mit jedem Auftauchen einer weiteren Figur Frage um Frage aufgesammelt zu haben - um dann am Ende mit diesen im Regen stehengelassen zu werden. Selbst mit der Möglichkeit, in einem 2. Band die Antworten zu finden, fühle ich mich ziemlich enttäuscht. Copyright by: Moorlicht, geschrieben für Die Zaunreiterin

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    • 2
  • Er überzieht die Welt mit Krieg...

    Der Gottbettler
    MiniKampfkeks

    MiniKampfkeks

    "'Ich hatte gehofft, diese schlechte Angewohnheit, den Helden zu spielen, längst abgelegt zu haben. Helden sind Idioten, und meist haben sie ein relativ kurzes Leben.'" (S. 371) Inhalt: Das gefürchtete Heer des Gottbettlers unter der Leitung Metcairn Nifes ist auf dem Vormarsch. Der Magicae Pirmen zieht aus, um den Mann mit den goldenen Augen zu suchen, die letzte Hoffnung, die sie haben, den Gottbettler zu besiegen. Rudynar Pole versucht, seine Fehler, oder zumindest seine Erinnerung daran, im Alkohohl zu ertränken. Terca steigt jeden Tag auf die Klippen, um sich das Leben zu nehmen, und sucht doch nach Gründen, es nicht zu tun. Der Stumme Junge scheint nur Schall und Rauch zu sein, zeitgleich aber auch die letzte Bastion im Kampf gegen den Feind. Und des Schicksals Wege sind unergründlich... Sprache & Aufbau: Nicht nur sprachlich gesehen ist dieses Buch etwas besonderes. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen, die Sprache ist hart, kalt, derb. Dunkel. Aber nichtsdestotrotz reißt es einen mit. Nach kurzer Einlesezeit fliegen die Seiten nur so dahin. Aber nichts für Zartbesaitete. ;) Aufgebaut ist das Werk in einzelne Kapitel, erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Die Figuren haben eine eigene Persönlichkeit und eine ausgefeilte Tiefe, noch dazu sind sie unberechenbar. Richtig spannend. Persönliche Meinung: Wie man bestimmt merkt, hat mir das Buch sehr gefallen. Es ist schon beinahe ein Musterbeispiel für düstere Highfantasy. Die Charaktere sind tiefgründig, die Handlung unvorhersehbar und deswegen durchgehend spannend. Was soll man da noch meckern? Mein einziger, kleiner Kritikpunkt wäre das Ende, das mich persönlich nicht ganz so mitgerissen hat, wie der Rest. Was nicht heißt, dass es schlecht war. Ansonsten war wirklich alles nach meinem Geschmack, hart, unbeschönigt und spannend. 4,5 für diesen monumentalen Fantasy-Pageturner!

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    • 2
  • Ein echter Pageturner mit einem diskutablen Ende

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    Sternenozean

    Sternenozean

    Eine Zusammenfassung des Inhalts werde ich an dieser Stelle nicht geben, dies wurde schon in anderen Rezensionen zur Genüge getan.  Der österreichische Schriftsteller Michael Marcus Thurner, der als einer der kompetentesten und beliebtesten der Perry-Rhodan-Serie betrachtet werden kann, liefert auch mit "Der Gottbettler" überzeugende Arbeit ab. Dabei sind es hier vor allem die Protagonisten und die Sprachgewalt, die den Leser an das Buch fesseln. Die Figuren sind allesamt keine Sympathieträger im klassische  Sinn. Jeder hat ei paar Leichen im Keller und denkt zunächst an seinen eigenen Vorteil. Ja, oft sind es nur feine Schattierungen, die die Unterschiede  der Charaktere ausmachen. Hervorheben möchte ich den Heerführer des Gottbettlers, Metcairn Nife, bei dem man nie so genau weiß, woran man eigentlich ist. Er vereint gute wie böse Eigenschaften in sich, obwohl er ganz klar den Bösen zugeordnet werden kann. Pirmen jedoch fängt als relativ guter Charakter an, wird jedoch im Laufe der Handlung immer unsympathischer. Mit einer Verstümmelung einhergehend verkrüppelt auch sein Verstand oder seine Seele.  Die Handlung des Buches ist einfach gehalten und beschränkt sich auf eine Queste mit klarem Ziel: den mysteriösen Gottbettler und sein Heer aufhalten. Dabei mutet der Plot oft wie eine kleine, aber feine Abenteuergeschichte im Stil eines R.A. Salvatore an, oder generell gesprochen, wie Band X einer Reihe wie FORGOTTEN REALMS, DRAGONLANCE etc. Analog dazu ist der Schauplatz der Handlung, der Weltentwurf, sehr überschaubar, wenn auch nicht ohne Faszination. Thurner ist einfallsreich im Erfinden interessanter Orte, wie etwa einer Steilklippenstadt mit mechanischem Aufzugsystem oder sogenannter schwimmender Städte. Die Völker sind weniger dem klassischen Fantasysetting entlehnt, also keine Elben/Elfen, Orks etc. Dafür einzigartig geschilderte Zwerge, die nichts mit LORD Of The RINGS oder SCHNEEWITTCHEN zu tun haben. Ich erwähnte schon die besondere Sprachgewalt des Romans. Hier ist aber keine geschliffene poetische Sprache gemeint, keine den Intellekt fordernden Satzkonstruktionen, sondern vielmehr das unverblümte Vokabular, mit dem Thurner seiner Welt Leben einhaucht.  Es wird gehurt, gefickt, gespritzt, gepisst, gekotzt,  zerstückelt,  geflucht und so weiter. In der Schilderung von Gewalt und Sex hält sich Thurner gerade mal so weit zurück, dass eine Einstufung als eindeutige Pornographie verhindert wird. Dies sollte man unbedingt berücksichtigen, falls man etwas zartbesaitet ist. Das Setting ist überaus düster, dreckig und menschenverachtend. Man denke etwa an Filme wie DJANGO oder LEICHEN PFLASTERN SEINEN WEG. Der ganze Text liest wunderbar flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin und man will immer unbedingt wissen, wie es weitergeht. Dafür ist die charakterliche Entwicklung der Figuren viel zu spannend und das Geheimnis um den Gottbettler zu groß. Nur das Finale und die Auflösung mancher Rätsel wirkt zu überhastet und etwas undurchdacht. Bespielsweise baut Thurner die beiden Figuren Gottbettler und Metcairn Nife wunderbar auf, man wartet geradezu auf spektakuläre Enthüllungen und Plottwists  und dann - nichts.  Mein Gesamtfazit: ein sehr kurzweiliges, spannendes und unterhaltsames Buch, dessen Schluss zwar nicht voll überzeugen kann,das aber Lust auf einen Nachfolgeband macht.

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  • Grauschattierte Feuchtgebiete für Fantasy Freunde fernab aller Kuscheligkeiten

    Der Gottbettler
    thursdaynext

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      Unwirsch lässt mich dieser Fantasy zurück.   High Fantasy hatte ich mir davon versprochen. Das anfängliche Szenario versprach auch die Erwartung zu erfüllen. Eine gute Einführung in diese mittelalterlich anmutende Welt, Magicae, Kämpfe, Schlachten, Sybillen und andere düstere Wesen schlachten eifrig im Namen des Gottbettlers unter der Ägide seines Heerführers Metcairn Nife. Brutal werden die Schwachen , die Schwächeren und die deren Schwäche die Gier ist ausgemerzt um eine bessere Welt zu zu erschaffen. Düstere von Selbstzweifeln geplagte Protagonisten nehmen in verschiedenen Handlungssträngen ihren Weg aufeinander zu . Das dauert, werden sie hier doch ausführlich beschrieben und bleiben doch immer nur grau, und so ist der Mittelteil auch ein zähes Leseerlebnis, geprägt von plastisch, drakonischen Brutalitäten, derber authentischer Sprache ohne den Hauch von Poesie, oder Schönheit, außer der den Protagonisten eigenen lakonischen Melancholie, die dumpf und trübsinnig daherschleicht.  Eine triste Welt wird hier skizziert. Detailiert grau in grau bis hin zu tiefschwarz, eitergelb, kackbraun und blutrot. Man meint den Gestank des dumpfen Mittelalters riechen zu können. Wer sich daran berauschen mag, und misantrophischen Zynismus schätzt den erwartet ein rasantes jähes Finale, an dessen bemüht philosophisch wirkendem wirren Ende viele Fragen offenbleiben. Freude oder gar Spaß darf man im „Gottbettler“ nicht suchen wollen. So bleibt ein akzeptabel geschriebener, garantiert kitschfreier Noir Fantasy, der einem aufstösst wie das gepanschte Sauerbier  das in den romaneigenen Spelunken gesoffen wird, und das dumpfe Gefühl das Wort Möse ein paarmal zu oft gelesen zu haben. Ein Fantasy mit einer an sich interessanten Grundidee der sich wirklich von allen bisher von mir gelesenen unterscheidet. Nur ob das als Qualitätsmerkmal für die Bezeichnung High Fantasy ausreicht?   Mir nicht. Mir wurde mit dieser Melange aus .....“a weng Philosophie, a weng Revolutions - Ismus , Prise Horror, gerührter Hinduismus mit nem Hauch Buddhismus  und a weng Magie - aber bloss nicht nett“.... die Kunst verhunzt.   3 Sterne dennoch wegen der Idee und des gefälligen Stils.  

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