Michael Marcus Thurner Der unrechte Wanderer

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Inhaltsangabe zu „Der unrechte Wanderer“ von Michael Marcus Thurner

Von der Treibgierde hält man sich besser fern, denn hier kämpfen abgeschottet vom Rest der Welt Hexen und Magicae gegeneinander. Der junge Eldar wurde mit seiner geliebten Harana durch Zufall in diesem Gebiet eingeschlossen. Nun, Jahrhunderte später, konnte Eldar entkommen. Er wird alles daran setzen, Harana zu befreien - und wenn er dafür die Welt aus den Angeln heben muss. Doch Hexen und Magicae haben eigene Pläne mit ihm ...

Ein Buch, dass man wohl lesen konnte, aber von dem ich mir mehr versprochen hätte.

— alexreads

Eine sehr clever zusammengesponnene Geschichte, in der es keine strahlenden Helden, sondern jede Menge Absurditäten gibt.

— Annabel

Schade, war nicht so ganz meines

— bea76

Top Charaktere, gute Story!

— ArikDornstein

Nichts für zarte Gemüter, aber für Fans von Dark Fantasy auf jeden Fall einen Blick wert.

— buecherblogdani

Interessant, aber leider nicht ganz mein Fall.

— Kaito

Spannende und fesselnde Geschichte, allerdings mit Fäkalsprache erzählt.

— Traumfeder

Unbedingt vorher DER GOTTBETTLER lesen. Ansonsten bleibt zu vieles unklar.

— Originaldibbler

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  • Clever und erschreckend

    Der unrechte Wanderer

    Annabel

    26. January 2016 um 22:15

    Das Einfinden in die Geschichte von Eldar, Pirmen, Amelia und Co. ist mir auf den ersten Seiten sehr schwer gefallen. Es wurde immer wieder von der Treibgierde gesprochen, was genau das aber ist, habe ich erst zum Ende hin wirklich verstanden. Außerdem wird Eldar nicht wie ein Mensch beschrieben, sondern wie ein komisches Wesen, dass eben aus der Treibgierde herausgefallen ist. Dazu wird er nicht wie ein Mensch behandelt. Man betitelt ihn als „Ding“ und fragt sogar, was er sei. Vergebens habe ich auf eine genaue Beschreibung von ihm gewartet. Letztendlich wurde nur klargestellt, dass er ein Mensch ist... Oder sowas.  Kommen wir zurück zur Treibgierde. Hierbei handelt es sich um eine Art Portal, in der die Zeit eingefroren ist. Geht man hindurch (was man im Normalfall nicht überlebt), gelangt man in die gleiche Welt, jedoch zu einer viel früheren Zeit. Ich wäre wirklich froh gewesen, hätte ich das früher gewusst. Denn wenn man von der Vergangenheit, dann von einer anderen Welt, dann aber von den selben Orten beiderseits die Rede ist, kommt man schon schnell durcheinander. Das hat mich auch beim Einstieg ziemlich abgeschreckt und ich habe mir ehrlicherweise gedacht, dass ich dieses Buch hassen werde. Glück gehabt, so weit ist es nicht gekommen. Lasst euch vom Babyblau und dem blonden Helden mit seinem glänzenden Schwert auf dem Cover nicht irritieren. Dieses Buch ist alles andere als bunt und voller aufregender Heldentaten. Ganz im Gegenteil: Es trieft vor Vulgarität, Gemetzel und Dreck. In dieser Welt ist gar nichts glänzend. Als sich Amelia in der Geschichte das erste (und einzige) Mal gewaschen hat, hab selbst ich mich besser gefühlt. Es war, als wäre eine zentimeterdicke Schicht von mir abgefallen. Stellenweise ist „Der unrechte Wanderer“ sogar ziemlich ekelerregend.   Genaugenommen geht es aber gar nicht so wirklich nur um ihn, wie ich vom Klappentext aus geschlossen habe, sondern um insgesamt acht Figuren. Allesamt Freaks, die von einer Hure, über ein verunstaltetes Ekel bis hin zum cholerischen „Ding“ mit Gedächtnisverlust reichen. Das ganze Spektrum wird hier aufgeführt. Ich tat mich wirklich schwer damit, auch nur einen von ihnen zu mögen, da sie alle ihre ziemlich abstoßenden Eigenarten haben. Mein Favorit war dann jedoch bis zum Ende hin Ox, welcher sich von einem eigenartigen Nebencharakter zu einer sehr interessanten, selbst handelnden Person entwickelt hat. Im Allgemeinen entwickelt sich in diesem Buch jede der Personen, die auch nur in irgendeiner Weise wichtig ist, in irgendeine Richtung. Und trotzdem kann ich bis jetzt noch nicht einordnen, wer böse und wer gut ist. Eher sind sie allesamt nur ziemlich gefährliche Sonderlinge, von denen manch einer sich eben weniger im Griff hat und manch anderer sehr viel grausamer ist als die anderen. Das Gerüst dieser Geschichte ist eigentlich recht simpel: Magicae kämpfen gegen Wicca und dazwischen sind eben ein paar Figuren. Also haben wir zwei Parteien, sie sich auf den Tod nicht ausstehen können und deren Kampf viele andere Schicksale beeinflusst. Jedoch muss ich dem Autor lassen, dass er ein faszinierendes Konstrukt um diese simplen Streben gebaut hat. Jede Figur ist sehr durchdacht und voller Einzelheiten und jede kleinste Handlung ihrerseits löst unfassbare Dinge aus. Nichts ist vorhersehbar. Auch hat der Autor eine Art zu schreiben, die ich mit keiner vergleichen kann. Einerseits schreibt er sehr einfach erklärend, andererseits beschreibt er Bilder, die wirklich nicht jeder Autor so real gestalten kann. Sie alle sind absurd, surreal, erschreckend, schön.- Manchmal alles gleichzeitig. Hin und wieder wusste ich gar nicht, wie ich mich fühlen soll. Vor allem nicht, als sich dann alles dem Ende neigte. Dieses Finale hätte nicht grotesker sein können. So, wie der letzte Teil des Buches war, hätte ruhig mehr schon davor sein können. So verzaubert und magisch.

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  • Nur für Liebhaber

    Der unrechte Wanderer

    dieDoreen

    05. November 2015 um 21:51

    Der junge Eldar konnte nach langem Kampf aus der sogenannten Treibgierde, einem unter einer Art Machtkapsel abgetrennten Gebiet, entkommen und findet sich in einer für ihn fremden Welt wieder. Seiner großen Liebe Harana ist die Flucht allerdings nicht gelungen, weswegen Eldar alles daran setzten wird auch sie zu befreien. Allerding haben die Hexen und Magicae andere Pläne mit ihm. Auf seiner Reise begegnen ihm allerlei schräge Gestalten und neue Freunde.Leider wusste ich nicht, dass es zu diesem Buch noch einen Vorgänger gibt. In dem Buch selbst konnte ich dazu auch keinerlei Hinweis finden. Wie ich jetzt im Nachhinein erfahren habe ist "Der unrechte Wanderer" die Fortsetzung von "Gottbettler". Wahrscheinlich habe ich mich jetzt mit dem Lesen selbst gespoilert. Laut einigen Lesern ist es aber wohl auch möglich dieses Buch als Einzelband zu lesen und das habe ich dann auch versucht.Der Einstieg war etwas schwierig, die Welt Treibgierde wird für meinen Geschmack zu wenig erklärt, weshalb ich etwas Probleme hatte mir diese richtig vorzustellen. Auch war ich anfangs völlig erschlagen von der Fülle der Charaktere, von denen einige wohl auch im ersten Teil vorgekommen sind. Die Story wechselt zwischen verschiedenen Charakteren hin und her, was, wenn man erstmal den Überblick hat, mir gut gefallen hat, denn so befindet man sich quasi in den Köpfen der unterschiedlichen Protagonisten, wobei die Handlung dabei immer bruchstückenhaft voran getrieben wird ohne gleich alles zu offenbaren. Der Autor hat dadurch auch für so manche Überraschung gesorgt. Dark-Fantsy sollte man hier wörtlich nehmen, denn in der Geschichte wird gemordet, gemetzelt, zerstückelt und geflucht, gern auch in einer sehr unterirdischen Fäkalsprache, die allerdings passend zum Plot war. Völlig irre...passt wohl am Besten zu den Charakterbeschreibungen, in dieser Welt herrscht das blanke Chaos und Vergewaltigungen und Mord stehen da an der Tagesordnung. Ich werde den ersten Teil auf jeden Fall jetzt auch lesen, denn mal abgesehen von der stellenweise sehr vulgären Sprache bin ich doch neugierig auf die Geschichte geworden. Das Buch lies sich auch sehr schnell lesen."Der unrechte Wanderer" war mal so ganz andere Fantasy, die ich aber wirklich nur Liebhabern des Dark-Fantasy Genres empfehlen kann und denen die den Vorgänger "Gottbettler" kennen. Einen Tolkien Roman darf man hier definitiv nicht erwarten.

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  • Schade war nicht so ganz meins.

    Der unrechte Wanderer

    bea76

    04. November 2015 um 14:19

    Ich weiß  nicht ob es daran liegt das ich den ersten Teiĺ hiervon nicht gelesen habe, aber ich kann nicht sagen, dass es  mir wirklich gefallen  hat. Die Welt in der die Geschichte  spielt ist dreckig, im wahrsten  Sinn  des Wortes.  Eldar ist recht interessant  als Figur, aber ich fürchte ohne den ersten Teil wirkt das alles nicht wirklich.  Es wird viel in den einzelnen  "Geschichten der Personen" hin und her gesprungen was mir das lesen bereits  am Anfang  erschwert hatte.  Ich muss gestehen  das ich das Buch nicht bis zu Ende  geschafft hab, da mir der Spass beim lesen verloren  gegangen  ist.  Soll aber nicht heißen  dass dieses Buch  schlecht  ist oder so, aber ich kam nicht klar damit. Es gibt sicher andere denen diese Buch super gefällt.  Vielleicht  werde ich mir mal den ersten  Teil  holen und es nochmal versuchen, aber dann der Reihenfolge  nach. 

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  • Ein Werk, welches sich von der Masse abhebt.

    Der unrechte Wanderer

    ArikDornstein

    23. June 2015 um 10:00

    Eine gelungene Weiterführung der Zeit nach dem Gottbettler. Die Hauptcharaktere sind ein wahres Sammelsurium an Kuriositäten. Das macht Spass! Keine Langeweile durch klassiches Heldentum kommt auf. Weiter so. Ein Autor der sich deutlich aus der Masse abhebt.

  • Leserunde zu "Der unrechte Wanderer" von Michael Marcus Thurner

    Der unrechte Wanderer

    mmthurner

    Liebe Leute,  ich möchte eine Leserunde zu meinem eben erschienenem Buch Der unrechte Wanderer veranstalten, der Fortsetzung meines Fantasy-Erstlings Der Gottbettler. Wobei keine Vorkenntnisse erforderlich sind: Ich habe lediglich einige Figuren aus dem Gottbettler übernommen - und das Setting, also meine Welt.  Mein Verlag, Blanvalet, stellt insgesamt 15 Bücher zum Mitlesen zur Verfügung.  Zur Einordnung: Der Roman ist definitiv Dark Fantasy und nicht immer jugendfrei. Manchmal wird es in Sprache und Handlung recht derb. Bitte bedenkt das, bevor ihr euch für die Leserunde bewerbt.  Schreibt mir bitte ein paar Worte, warum ihr mitmachen wollt, ja? Danke, schöne Grüße, Michael Thurner

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  • Die Welt ist nicht schön ...

    Der unrechte Wanderer

    buecherblogdani

    15. June 2015 um 19:31

    Düster geht es zu in "Der unrechte Wanderer" von Michael M. Thurner, düster und roh und gewalttätig und überhaupt nicht nett. Wer Angst vor derber Sprache hat, sollte das Buch gar nicht erst lesen. Alle anderen können sich ein paar Seiten lang an die Grausamkeiten gewöhnen (das geht beunruhigend schnell ...) und dann ihre Aufmerksamkeit den wirklich ungewöhnlichen und spannenden Ideen schenken. Und den Klappentext ignorieren, der hat mit der Geschichte nicht allzu viel zu tun ^^ Die Geschichte geht undurchsichtig los und gibt nur langsam ihre Geheimnisse preis. Protagonist Eldar wird von einem unangenehmen Zeitgenossen aus der "Treibgierde" gezogen, einer von Nebel umhüllten Insel, die von der Zeit losgelöst ist und auf der sich Wica und Magicae bekriegen. Das tun sie auch außerhalb der Insel, aber dort weniger spektakulär. Warum das so ist? Tja, auf die Lösung dieser Frage wartet man als Leser lange, lange, lange Zeit. Während Eldars Gastgeber sich nicht allzu lange guter Gesundheit erfreut, lernen wir in anderen Handlungssträngen weitere Personen kennen. Die frühere Hure Amelia ist auf der Suche nach ihren Kindern, der Magier Pirmen will die Macht über die Magicae erlangen, die Oberhexe Terca hat auch noch ein paar Wörtchen mitzureden ... Wie genau alle Geschichten miteinander zu tun haben, erfährt man erst gegen Ende. Und das Ende ist leider der große Schwachpunkt, denn es wird viel zu schnell abgehandelt. Plötzlich ist die Geschichte aus, Figuren haben sich nicht so entwickelt und verhalten, wie man vermutet hatte und irgendwie ist alles komisch. Leider ein Wermutstropfen auf diesem ansonsten wirklich empfehlenswerten Buch.

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  • Der unrechte Wanderer

    Der unrechte Wanderer

    Fantasie_und_Träumerei

    08. June 2015 um 08:08

    Halte dich von der Treibgierde fern. Sie ist unberechenbar und gemein. Und bist du erst einmal darin gefangen, ist es sehr schwer ihr zu entkommen! Inmitten der Treibgierde herrscht der Krieg der Wicca und Magicae, der so weite Kreise zieht, dass er auch außerhalb davon in Schwung kommt.  Eldar ist der erste, von dem man weiß, dass er der Treibgierde entkommen ist. Vor vielen Jahrhunderten ist er gemeinsam mit seiner Liebe Haran hinein geraten, ist zwischen die Fronten von Wicca und Magicae gelangt und nun mit Hilfe von Hackfresse dem gierigen Schlund entkommen. Ob das ein besseres Leben mit sich bringt, wird sich erst noch zeigen, denn sein Wissen hat einen unschätzbaren Wert für all jene, die in den brutalen und rücksichtslosen Krieg verwickelt sind. Man könnte "Der unrechte Wanderer" als Sequel zu "Der Gottbettler" betrachten. Es ist chronologisch auf den ersten Roman des Wiener Autors Thurner aufgebaut und hat auch ein paar Figuren übernommen, ist aber ebenso als eigenständige Geschichte zu lesen. Michael Marcus Thurner hat mich auch in seinem zweiten Roman wieder von seiner Fähigkeit zu schreiben, Welten und vielschichtige Charaktere zu kreieren, überzeugt. Mit dem Spannungsbogen hatte ich hier und da meine Schwierigkeiten, dennoch bin ich durch das Buch geflogen. Die Erzählperspektive wechselt von Kapitel zu Kapitel zwischen den Hauptfiguren hin und her. Ich mag, dass verschiedene Ebenen eingesetzt werden, die im Laufe der Handlung miteinander verknüpft werden.  Was man vor Beginn des Buches wissen sollte: es bewegt sich schon über die Grenze der "normalen" Fantasy hin zu Dark Fantasy. Ich bin nicht zimperlich, aber an manchen Stellen ist mir doch ein wenig übel geworden. Es ist weniger das viele Blut und die Brutalität, die auch im Rahmen sexueller Handlungen auftritt, die mir Probleme bereiten, als vielmehr die in reichem Fluss vorhandenen Fäkalien. Die finde ich echt eklig!  Sympathische Charaktere gibt es im Buch keinen einzigen. Vielleicht noch ein kleines bisschen Eldar, aber alle anderen sind abstoßend, widerwärtig, böse und keine Figuren, denen man in der Realität begegnen möchte. Dennoch geht man gerne mit ihnen. Sie heben sich von anderen ab, sind unberechenbar und sorgen immer wieder für unerwartete Handlungen. Das war schon bei "Der Gottbettler" so, lässt Thurner aus der breiten Masse herausstechen und sorgt dafür, dass immer wieder etliche Leser zu seinen Büchern greifen werden. Ich bin einer davon.

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  • Grundsätzlich interessant, aber irgendwie nicht meine Wellenlänge.

    Der unrechte Wanderer

    Kaito

    28. May 2015 um 20:16

    Von der Treibgierde hält man sich besser fern, denn hier kämpfen abgeschottet vom Rest der Welt Hexen und Magicae gegeneinander. Der junge Eldar wurde mit seiner geliebten Harana durch Zufall in diesem Gebiet eingeschlossen. Nun, Jahrhunderte später, konnte Eldar entkommen. Er wird alles daran setzen, Harana zu befreien - und wenn er dafür die Welt aus den Angeln heben muss. Doch Hexen und Magicae haben eigene Pläne mit ihm und nicht alles ist, wie es zu sein scheint... "Der unrechte Wanderer" ist quasi ein Sequel zu "Der Gottbettler", legt den Fokus aber auf neue Charaktere und Figuren die im Vorgänger eher Nebendarsteller waren. Die Ereignisse spielen mehrere Jahre später. Wer den Stil des Autors kennt, weiß was auf ihn zu kommt.Es treten viele merkwürdige und fantastische Kreaturen auf. Dabei könnten einige (Gobelias, Malekuften) eher unbekannt sein. Die Darstellungen von Gewalt, Verfall und der Abscheulichkeit der Gesellschaft sind sehr realistisch und werden dem Leser schonunglos präsentiert. Nichts für schwache Nerven und zarte Gemüter. Sprachlich schwankt der Autor zwischen dem typischen, mittelalterlichen Duktus und gefühlt eher moderneren Begriffen. Zum Beispiel "glost" die Glut eines Feuers an einer Stelle, während eine Figur an anderer Stelle den Namen "Hackfresse" trägt. Das kann schonmal leicht irritieren und den Lesefluss etwas ins Stocken bringen. Ab und zu treten auch noch ein paar kleine Rechtschreibfehler aus. Die sind aber nicht weiter störend. Jedes Kapitel legt den Fokus auf eine andere Figur. So kann der Leser die Handlung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Dies führt aber schonmal dazu, dass man etwas den Überblick verliert. Auch Zeit- oder Ortssprünge innerhalb einer Szene/eines Kapitels führen schonmal zu Verwirrung und reißen einen so aus dem Lesefluss. Die Figuren sind interessant und vielschichtig. Sie haben Ecken und Kanten und jede ihr eigenes dunkles Geheimnis. Allerdings hatte ich persönlich das Gefühl, dass einige Handlungsstränge und Charaktereigenschaften erst sehr spät aufgegriffen wurden und daher leider Potential verschenkt wurde. Die ersten zweidrittel der Geschichte beschäftigen sich mit einzelnen Verschwörungen und Problemen der Figuren. Der Autor verwendet viel Zeit darauf die Figuren zusammen zu führen und ein großes Finale vorzubereiten. Die einzelnen Stränge werden erst sehr spät zu einem großen Ganzen zusammen gefügt. Der spannenste Teil der Geschichte ist daher leider auch das Ende. Ich hätte mir einen ausgeglicheneren Spannungsbogen gewünscht. So habe ich mich durch den größten Teil des Buches durchgeschleppt und hatte erst in den letzten paar Kapiteln wirklich Spaß am Lesen. Für Fans von "Der Gottbettler" wahrscheinlich eine geeignete Fortsetzung. Ich kenne den ersten Teil nicht und fand das Buch daher trotz einiger spannender Zwischenspiele eher fade. Die Darstellung von Welt und Figuren ist aber sehr gelungen.

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  • Der unrechte Wanderer

    Der unrechte Wanderer

    Kitayscha

    25. May 2015 um 14:05

    Liebe und Leid sind oft eng aneinander verknüpft. So zumindest ist es bei Eldar, der seine Liebe verlassen musste um ihr helfen zu können, doch nun, aus der Treibgierde befreit und in ein anderes Jahrhundert geschleudert versteht er die Welt nicht mehr, während das Schicksal mit ihm spielt. Auch Amelia leidet unter verloren gegangener Liebe, sucht sie nun schon seit Jahren nach ihren verschollen Söhnen. Mit einer Kraft, die man ihr von außen nicht ansieht übersteht sie jedes Hindernis und stößt schließlich auf Eldar, um mit ihm und anderen eine Zweckgemeinschaft zu bilden, die eigenen Ziele zu verfolgen und doch gemeinsam viele Abenteuer zu erleben. Der Autor hat eine sehr ungastliche und brutale Welt erschaffen in der seine Charaktere leben, aber vor allem überleben müssen. Und genau diese Charaktere sind es, die dieses Buch so besonders machen. Durch die wechselnden Erzählperspektiven bekommt man immer etwas 'mehr' mit, ist mitten im Geschehen und doch auch am Rand. Jeder ist einzigartig, hat gute und schlechte Seiten und im Laufe der Geschichte muss man seine Meinung über diese häufiger wechseln, was mir sehr gut gefällt! Aber nicht nur die Charaktere sind gut gemacht, sonders auch die Stimmung drum herum. Man fühlt immer mit allen ein bisschen mit, ist sauer, verletzt, verwirrt, gekränkt, rasend vor Wut, erregt, oder angeekelt bis zum Würgereiz. Mehr als einmal bin ich ob der Brutalität zusammen gezuckt und hätte mir gern die Augen zugehalten. Ein kleines bisschen weniger hätte es für mich auch getan, aber da es sich hier um Dark Fantasy handelt nehme ich es mal als gegeben hin. ^^ Besonders angetan war ich vom Schreibstil. Ich habe mich die ganze Zeit gefühlt, als ob der Autor mir die Geschichte persönlich erzählt. Als ob die Augen die gelesenen Buchstaben ohne Umwege zum Ohr ins Gehirn weitergeleitet haben (hm, klingt jetzt komisch, aber eine bessere Beschreibung habe ich gerade nicht parat). WOW! Na gut, lange Rede kurzer Sinn: Dieses Buch ist brutal, sexistisch, ekelhaft und total genial! Wer einmal etwas anderes als den Einheitsbrei lesen möchte, ist hiermit gut bedient! Doch Vorsicht: Man braucht auch starke Nerven und einen widerstandsfähigen Magen.

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  • Der unrechte Wanderer

    Der unrechte Wanderer

    Traumfeder

    24. May 2015 um 15:50

    Inhalt Die Herrschaft des Gottbettlers hatte ein Ende gefunden, langsam aber sicher kehren wieder ruhigere Zeiten ein. Doch dann geschieht etwas ungewöhnliches, wenn nicht gar unmögliches. Die Treibgierde, die für alle Zeiten versiegelt sein sollte, gibt etwas frei, einen Mann und dieser lebt. Angezogen von diesem Ereignis, sind die Wicca und die Magicae auf der Jagd nach ihm. Eldar, verwirrt von der neuen Welt und kaum vorhandenen Erinnerungen, weiß nur eins, in der Treibgierde ist seine Harana nach wie vor gefangen und er muss alles tun um sie zu retten. Angetrieben von diesem Gedanken, muss er sich durch die Intrigen der verschiedenen Seiten kämpfen und Menschen finden, denen er vertrauen kann. Doch mit jedem Schritt voran, werden die Schwierigkeiten größer. Meine Meinung Die Handlung dieses Buches spielt sich einige Jahre nach dem Sieg über den Gottbettler ab, weshalb ich empfehlen würde erst das Buch "Der Gottbettler" zu lesen. Die Wege der Wicca Terca und des Magicae Pirmen haben sich getrennt, doch die Hassliebe hat nie ein Ende gefunden. Terca hat die Gestalt der alten Frau abgelegt und zeigt sich nun als junges Mädchen. Sie hat die Herrschaft über die Wiccaburg übernommen und spinnt nach wie vor ihre Intrigen. Unter den Wiccas gilt sie als Oberste und ist bereit diese Stellung mit allen Mitteln zu verteidigen. Pirmen will unbedingt als Oberster der Magicae anerkannt werden, doch dazu fehlen ihm noch die Mittel. In den letzten Jahren hat er sich immer weiter verstümmelt, weshalb er nun darauf angewiesen ist, dass ihn jemand rund um die Uhr betreut, seine Windeln wechselt und ihn dorthin bringt, wo er hin will. Doch obwohl er von anderen abhängig ist, behandelt er seine Diener wie Abschaum. Zu diesen beiden, bereits aus dem vorherigen Band bekannten, Charakteren, kommen noch zwei weitere hinzu, die in gewisser Weise ebenfalls die Hauptrollen spielen. Amelia Dusong hat in ihrem Leben viel durchgemacht. Ihr Weg hat sie schon an so manche Orte geführt. Zuletzt war sie eine Hure im Heer des Gottbettlers, doch nun will sie nur noch ihre Söhne finden, von denen sie während des Krieges getrennt wurde. Amelia hat in ihrem Leben viel gelitten, aber auch viel gelernt. Sie hat ihrem Weg nie verloren, denn ihr Glaube an ihre Kinder, hat sie immer voran getrieben. Und natürlich nimmt Eldar eine äußerst wichtige Rolle ein. Er ist der Treibgierde entkommen, kann sich aber nicht mehr recht an das erinnern, was in seiner Vergangenheit war. Einzig die Tatsache, dass seine Geliebte Harana noch dort gefangen ist und auf ihn wartet, ist irgendwie hängen geblieben. Eldar ist ein kluger Man und starker Kämpfer, doch es scheint, dass er auch Teile von sich selbst vergessen hat. Zum Großteil aus den Perspektiven dieser Charaktere erzählt, hangelt sich der Leser durch die Geschichte. Das interessante dabei ist, dass es dadurch möglich ist in die Köpfe der Einzelnen zu blicken. So weiß man als Leser von den Charakteren, was sie von einander denken und was sie gegen einander planen, allerdings macht es der Autor doch so geschickt, dass nicht alles offenbart wird. Die magisch angehauchte Welt, die man bereits beim Gottbettler kennen lernen konnte, ist nach wie vor voller Geheimnisse und Wunder. Diesmal wurde ein wenig von der Entstehung der Treibgierde offenbart und ein neues Phänomen, das Schlammeis, eingeführt. Auch die Wiccaburg ist ein durchaus faszinierendes Gebäude, dessen Besuch sicherlich etwas ungewöhnliches und verrücktes wäre. Es gefällt mir, dass der Autor es mit seiner Geschichte zu verwirren vermag, aber auch zu überraschen. Den Ausgang hätte ich nämlich so nie erwartet. Die ganzen Intrigen waren gut durchdacht und miteinander verflochten, allerdings erfährt man erst ganz am Schluss das ganze Ausmaß davon. Obwohl das Buch durchaus spannend und fesselnd war, fand ich die Sprache, wie auch beim Gottbettler, einfach nur abstoßend. Ich weiß, die Fäkalsprache passt zu dieser Geschichte, aber ich find sie nach wie vor widerlich. Es hätte bestimmt auch einen anderen, weniger ekelhaften, Weg gegeben um sich auszudrücken. Was mich aber am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass die Sache mit den Magicae nach wie vor ungeklärt ist (oder ich hab es noch immer nicht begriffen). Also, warum wächst die Macht der Magicae durch Verstümmelungen an? Ich versteh es nicht. Fazit Ich wusste worauf ich mich sprachlich einstellen musste, doch trotz allem regt mich eben diese Sprache auf. Die Geschichte von Eldar und all dem anderen Charaktere war wirklich gut durchdacht, mit Wendungen und Überraschungen. Das Ende verspricht, das der Autor noch lange nicht alles von seiner Welt vorgestellt hat und vielleicht noch weitere Abenteuer in petto hat.

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  • Gute Ideen, mangelhafte Beschreibungen

    Der unrechte Wanderer

    Originaldibbler

    "Der unrechte Wanderer" ist der zweite Fantasyroman aus der Feder von Michael M. Thurner, der sich als Autor der Heftserien Perry Rhodan, Atlan und Maddrax einen Namen gemacht hat. Außerdem hat der Wiener auch schon zwei SciFi-Romane geschrieben, die beide im Heyne-Verlag erschienen sind. (Mein Interview mit Michael M. Thurner findet ihr hier.) Worum geht es? "Der unrechte Wanderer" ist in der selben Welt angesiedelt wie auch schon Thurners erster Fantasyroman "Der Gottbettler". Die Welt in der beide Romane spielen ist eine sehr magische. Das soll aber nicht bedeuten, dass sie schön oder idyllisch ist, sondern primär dass Magie eine wichtige Rolle spielt. Die Welt selbst ist eher dreckig, schmutzig und, wenn man das Wort im Zusammenhang mit einer magischen Fantasy-Welt überhaupt gebrauchen darf, realistisch. Genau wie im irdischen Mittelalter ist auch das Leben in der hier geschilderten Welt für die einfache Bevölkerung kein Zuckerschlecken. Verschlimmert wird die Situation aber noch durch die Magie. Magier und Hexen bekämpfen einander und stören sich nicht daran, wenn Unbeteiligte zu Schaden kommen. Besonders schlimm tobt dieser Kampf innerhalb der Treibgierde. Bei dieser handelt es sich um ein seltsames Gebilde, das man am ehesten mit dem Wort Zeitblase umschreiben könnte. Normalerweise gelangt nichts in die Treibgierde hinein oder aus ihr heraus. Wenn doch einmal etwas hinauskommt, wird es teuer gehandelt. Eines Tages "fällt" ein Mann aus der Treibgierde hinaus. Da Eldar sich zunächst nicht an viel mehr als seinen Namen erinnert, ist er den (selten) mehr oder (häufiger) weniger hilfsbereiten Menschen, auf die er trifft, ausgeliefert. Im Laufe der Geschichte trifft er auf Fischer, Huren, Magier, Hexen und manch andere Gestalt. Aber er lernt nicht nur Neues kennen, sondern er erinnert sich auch nach und nach an mehr aus seiner Vergangenheit. In dem gleichen Maße wie sein Gedächtnis zurückkehrt, reift in ihm ein Plan. Aber auch alle um ihn herum haben ihre eigenen Pläne. Was hat mir gut gefallen? Im Grunde haben mir zwei Dinge gut gefallen. Zum einen hat mir die Art und Weise gefallen, wie der Leser den Protagonisten Eldar kennen lernt. Die Entwicklung vom hilflosen Mann, der sich an nichts erinnert zum selbstbewussten (Anti)Helden ist spannend zu verfolgen. Außerdem hat mir die Welt gefallen. Sie ist schmutzig und vor allem glaubhaft. Thurner beschreibst viel Außergewöhnliches: Die Kontertürme der Magier und die aus Bäumen und Wurzeln bestehende Stadt Torhaven sind nur zwei Beispiel. Damit sind wir aber leider auch beim großen Minuspunkt des Buches. Was hat mir nicht gefallen? Thurner hatte viele interessante Ideen. Leider beschreibt er die wenigsten davon gut genug, damit der Leser sie sich vorstellen könnte. Am Anfang kommt zum Beispiel ein Wesen namens Malekufte vor und die Beschreibung des Wesens beschränkt sich darauf, dass es tierähnlich ist. Wenig später kommen Musen und Gobelias vor. Keine Ahnung wie ich mir die vorstellen soll. Leider geht es das ganze Buch über so weiter. Ich vermute,das Problem liegt darin begründet, dass Thurner vieles schon in der Gottbettler beschrieben hat und als bekannt voraussetzt. Da "Der unrechte Wanderer" aber kein zweiter Band sein soll, darf man das einfach nicht machen. Ein weiterer Minuspunkt ist aus meiner Sicht die Sprache. Zum einen ist sie anfangs sehr vulgär. Wer sich an Ausdrücken wie "Arschloch" oder "ficken" stört, ist hier eindeutig fehl am Platz. Ich habe mit so etwas grundsätzlich kein Problem aber es muss halt zur Szene, der Stimmung und so weiter passen. Das ist hier aus meiner Sicht nicht immer der Fall. Zum Glück legt sich dieses Problem nach dem ersten Drittel. Ansonsten ist das sprachliche Niveau OK. Echte Fehler gibt es - und das ist mittlerweile ja leider nicht selbstverständlich - zum Glück nur sehr wenige. Für den Stil wird das Buch aber bestimmt keinen Blumentopf gewinnen. Den sprachlichen Tiefpunkt erreicht es meines Erachtens in diesem Satz: "Es war schrecklich still im Herzen dieses schrecklichen Sumpfes." (S. 435) Und was ist mit dem Klappentext? Oh - mein - Gott! Lest bloß nicht den Klappentext! Inhaltlich ist dieser zwar im wesentlichen korrekt, allerdings verrät er einiges, das der Leser eigentlich erst im letzten Drittel des Buches erfährt. Fazit Obwohl Thurner vieles richtig macht (glaubhafte Welt, unvorhersehbare Handlung,...), hat mir das Lesen fast gar keine Freude bereitet und das lag daran, dass kaum etwas vernünftig beschrieben wurde und ich mir daher kaum etwas vorstellen konnte. Von daher komme ich leider zu folgendem Urteil. Wertung: 2/5 Sternen Dazu möchte ich allerdings anmerken, dass ich mir gut vorstellen kann, dass man das Buch wesentlich besser findet, wenn man vorher "Der Gottbettler" gelesen hat und sich vieles besser vorstellen kann. Wohl möglich, dass das Urteil dann 4/5 Sternen lauten würde.

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    • 2

    Dunkelkuss

    07. May 2015 um 22:46
  • Hätte geil werden können -- wurde es aber nicht.

    Der unrechte Wanderer

    Dunkelkuss

    07. May 2015 um 22:45

    Inhalt: Eldar hat es nach hunderten von Jahren endlich geschafft, aus der "Treibgierde" zu entkommen - 'draußen' will er versuchen, seine Geliebte Harana aus dieser Machtkapsel zu befreien... aber vorher haben die Wicca und Magicae noch einiges mit ihm vor... Ich danke an dieser Stelle dem Autor Michael M. Thurner und dem Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Achtung: es handelt sich bei Der unrechte Wanderer um einen Fortsetzungsband des Romans Der Gottbettler! Diese Rezension enthält Spoiler! Wer ab hier weiterliest, ist selbst schuld, wenn ihm Lesespaß flöten geht! Cover: Ich fand es sehr ansprechend, durch den Titelhelden, der mit 'dem Rücken zum Leser' steht und über eine zerklüftete Landschaft blickt. Man kann sich denken, dass es sich evtl. um die Treibgierde handelt, auf die der Mensch blickt und dass es sich bei dem "Helden" um Eldar handelt. Meinung: Puh, das wird jetzt wirklich schwer. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch auf einer extrem langwierigen Busfahrt von München in die Heimat gelesen. Ich muss gestehen, die 7,5 Stunden hätte ich im Nachhinein vielleicht ein "Ersatzbuch" mitnehmen sollen, da ich mich laufend über Der unrechte Wanderer geärgert habe. Nun sind einige Wochen seit der Lektüre ins Land gegangen und meine erste Bewertung (1 Stern) erscheint mir mittlerweile zu hart, weshalb ich die Bewertung auf 2 Sterne angehoben habe. In Retrospektive gefällt mir das Buch aber nachwievor nicht und ich werde auch kein weiteres Buch des Autors aus der Reihe lesen. Was hat mich also gestört? Zuerst wurde in der Leserunde zuerst gesagt, man müsse den ersten Band nicht gelesen haben, man verstünde Der unrechte Wanderer auch ohne Vorkenntnisse. Dies ist meiner Meinung nach nicht korrekt. Ich habe mich fortlaufend geärgert, dass die Charaktere mir als "alte Bekannte" vorgesetzt wurden, und ich immer unsicher war, ob man den Charakter jetzt aus Band 1 kennen sollte/müsste. Zudem ist die Welt mit der Treibgierde meiner Meinung nach viel zu unreichend erklärt. Ich weiß demnach nicht, wie es ist, wenn man Der Gottbettler zuvor gelesen hat, aber ich persönlich hatte Probleme mit der Welt, den Charakteren und diesem Kampf zwischen Wicca und Magicae., Wicca und Magicae bringen mich zum nächsten Punkt: es geht dabei um Frauen. Und egal, dass man diesem Fantasy Genre ("Dark" oder "Gritty Fantasy") zuschreibt, es 'dürfe' sexistisch sein, find ich das trotzdem als LeserIN einfach nur ätzend. Die bösen Wicca und die nicht ganz so bösen Magicae und Terca, die Ober-Wicca ist natürlich die schlimmste von allen... Leider kann ich hier nicht mehr ins Detail gehen, weil das doch arg spoilern würde. , Die Gewalt in Der unrechte Wanderer ist am Anfang des Buches anscheinend große Mode, da wird geprügelt, gemordet und vergewaltigt was das Zeug hält. Zum zweiten Drittel flacht das Ganze dann wieder stark ab. Aber man ist erst mal als Leser in diese Welt katapultiert wo man denkt, die sind einfach alle tollwütig und bekloppt und das sind keine Menschen, das sind Tiere (besonders im Dorf, in dem Eldar 'aufgenommen' wird). War mir vollkommen unverständlich., Dann wäre da noch der Sex. In dem Buch hat anscheinend nur Sex, wer Bock auf Sodomie oder Vergewaltigungen hat. In diesem Buch gibt es vielleicht einmal Sex, der auf gegenseitigem Einverständnis beruht und nicht entweder erzwungen oder bezahlt wurde. Ach ja, da sind ja übrigens wieder die Frauen schuld. Wie auch sonst? Was mir gefallen hat (auch wenn ich denke, dass die Struktur gehinkt hat), ist der Aufbau des Plots, er überrascht einen ständig mit neuen Charakteren oder krassen Storywendungen. Wenn ich das Konzept der Treibgierde jetzt noch richtig verstünde, könnte ich sogar mehr Löbliches über den Weltenaufbau sagen. Aber mir fehlt, wie gesagt, zudem noch die Kenntnis des Gottbettlers. Das ist durchaus spannend und wartet mit großem Potenzial auf, was mich nicht wundert, da der Autor, Herr Thurner, bereits erfolgreich im Perry Rhodan-Team schreibt. So viele gute Ideen waren dabei und das Ende ist echt wahnsinnig gut und vor allem... ein Spoiler sondersgleichen., Gerade Eldar als "Hauptcharakter" war wirklich eine Erfahrung, und von Herrn Thurner meisterlich umgesetzt. Ein Verwirrspiel bis zum Schluss. Die anderen Charaktere waren für mich sehr zweischneidig. Eindeutige Lieblinge gab es zwar, aber viele Charaktere waren entweder schwarz/weiß oder einfach nur unsympathisch. Am Ende denke ich, dass außer meinen "persönlichen" Abneigungen aufgrund von vulgärer Sprache, zuviel Gewalt und Sex wirklich blöd ist, dass ich Der Gottbettler nicht kenne. Ich vermute, dass das Buch dann besser bei mir 'angekommen' wäre. Ich finde es sehr schade, dass es mir so gar nicht gefallen hat, weil ich mich auch sehr auf die Leserunde gefreut habe. Fazit: 2/5 Sternen und leider keine Kaufempfehlung.

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  • Düstere Welt

    Der unrechte Wanderer

    Cors9

    29. April 2015 um 07:25

    Klappentext Von der Treibgierde hält man sich besser fern, denn hier kämpfen abgeschottet vom Rest der Welt Hexen und Magicae gegeneinander. Der junge Eldar wurde mit seiner geliebten Harana durch Zufall in diesem Gebiet eingeschlossen. Nun, Jahrhunderte später, konnte Eldar entkommen. Er wird alles daran setzen, Harana zu befreien – und wenn er dafür die Welt aus den Angeln heben muss. Doch Hexen und Magicae haben eigene Pläne mit ihm …   Meine Meinung Das Buch führt den Leser in eine düstere Welt. Gezeichnet vom Kampf zweier magischer Wesen, Wicca und Magicae. Die Menschen und andere Wesen streben nach Reichtum, körperlicher Befriedigung und eigenem Schutz ohne Rücksicht auf Verluste. Der Schreibstil ist derbe und oft sehr hart geschrieben, zart besaiteten Seelen kann ich dieses Buch nicht empfehlen, da blutiger Kampf, rohe Gewalt, harte Sprache und sexuelle Tätigkeiten an der Tagesordnung stehen Die Charaktere im Buch werden eigentlich ausreichend beschrieben, alle anderen Wesen jedoch nicht, man muss eine sehr ausgeprägte Fantasie haben um sich Wesen wie zB Malekluften vorstellen zu können, da der Name einem leider nichts verrät. So spielen viele kaum beschriebene, schemenhafte Wesen durch eine Schemenhafte Welt, das ist schade (deswegen ein Stern Abzug). Die starke und teilweise auch unerwartete Wandlung der Figuren, sowie auch die unvorhersehbaren Situationen machen aus der Reise von Eldar und seinen Gefährten eine spannende Geschichte. Es war mein erster Dark-Fantasy Roman und ich muss sagen, düsterer geht’s wirklich kaum.

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  • Dark Fantasy - Hier ist der Name Programm

    Der unrechte Wanderer

    ech

    27. April 2015 um 14:16

    Michael M. Thurner entführt uns in seinem Buch in eine rauhe Welt, in der auch schon sein Vorgängerroman "Der Gottbettler" spielt. Der Titelfigur Eldar gelingt die Flucht aus der Treibgierde und er sucht nach einer Möglichkeit, auch seine Geliebte Harana von dort zu befreien. Dadurch gerät er zwischen die Fronten des Krieges zwischen Wiccas und Magicae, die beide ihre eigenen Pläne mit dem Wanderer haben. Der Schreibstil ist recht derbe, passt aber wunderbar zu der dunklen Geschichte, die im Buch erzählt wird. Man kann dieses Buch grundsätzlich auch lesen, ohne den Vorgänger zu kennen, an manchen Stellen wäre die Kenntnis der Vorgeschichte aber doch hilfreich gewesen.

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  • Dreckig und gemein

    Der unrechte Wanderer

    StMoonlight

    26. April 2015 um 12:33

    Wicca und Magicae kämpfen seit Ewigkeiten um die Herrschaft, in einer Welt in den Welten in der die Zeit ganz anderes abläuft, die Treibgierde genannt wird. Eldar gelingt es aus dieser Welt zu fliehen, doch er kann sich nicht mehr an allzu viel aus dem Inneren erinnern. Nur noch daran, dass er seine Geliebte unbedingt retten muss. Doch das gestaltet sich als gar nicht so einfach, denn als er hilflos in der Treibgierde zappelt, retten ihn zwei Bauern – und halten ihn gefangen. Mit dem Etwas aus der Treibgierde wollen sie reich werden. Eldar muss furchtbar leiden, doch seine Hoffnung gibt er nie auf – und die Bauerstocher entpuppt sich als echte Hilfe. Doch auch Loise hat ihre ganz eigenen Pläne und ist nicht die, die sie zu sein scheint. Auf ihrem gemeinsamen Weg, jedoch mit unterschiedlichen Zielen, treffen sie auf die Amelia. Die beiden benutzen die Hure um sich zu tarnen – und schnell wird sie mehr als nur eine Gefangene. Auf ihrem Weg treffen sie viele weitere Personen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Primen, der seine magischen Kräfte steigern will in dem er sich selbst zerstümmelt. Die Todfeindlichen Geschwister, die durch eine verbotene Liebe ein unglückliches Dasein fristen. Aber auch ein kleiner unscheinbarer Gnom, eine mächtige selbstsüchtige Hexe und jede Menge andere  düstere Wesen hinterlassen eine spannende Spur deren Handlungsfäden irgendwann alle zu einem großen Ganzen zusammen laufen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Aber Achtung, denn auch wenn sich jemand als garstig und gemein gibt, kann doch etwas in ihm stecken, was man vielleicht nicht ahnte. Und nur weil eine Person liebreizend und hilfsbereit ist, heißt das noch lange nicht das er/ sie/ es nicht ganz andere, eigennützige Pläne verfolgt. Dieser Wandel bleibt bis zur letzten Seite spannend, denn oft lässt sich nur erahnen was in wem schlummern mag. Ein kleines Manko habe ich jedoch: In „Der unrechte Wanderer“ nutzt der Autor eine Welt aus seinem vorangegangen Fantasy-Roman „Der Gottbettler“. Die beiden Bücher haben aber weiter nichts miteinander zu tun, lassen sich also unabhängig voneinander lesen. Doch wer den ersten Titel, so wie ich, nicht gelesen hat, bekommt hier oft Fragezeichen über dem Kopf: Menetekel? Treibgierde? …  Leider werden diese (und andere) Begriffe nicht erklärt. Hier wäre ein Glossar mit den wichtigsten Begrifflichkeiten sehr hilfreich gewesen. Auch wenn es sich um ein DARK-Fantasy-Roman handelt und derbe Sprache hier einfach reingehört, so sind, zumindest am Anfang, die Szenen etwas nervig. Denn wirklich JEDER ist, in welcher Weise auch immer, sexuell erregt und bringt dieses auch zum Ausdruck. Klar, Sex sales – und in dem Fall von Amelia sogar wortwörtlich – aber doch bitte  nicht allgegenwärtig und in den brutalten und ordinärsten Ausführungen. Weniger ist eben manchmal doch mehr. ~°~ Fazit ~°~ Eine wandelnde Hexenburg, ein hilfsbereiter Gnom,  mutige Abenteurer und jede Menge Gefühlschaos sind nur einige Dinge die den Leser hier erwarten. Was einem in jedem Fall nicht erwartet sind Kitsch und „Alle-haben-sich-lieb“-Getue. Hier herrscht das Chaos! Unter anderem dank des flüssigen Schreibstils habe ich diesen Roman innerhalb weniger Tage gelesen und da ich ja gerne in einem Haltestellenindex rechne: Yepp, beinahe hätte ich wieder eine Verpasst. ;) Was im Umkehrschluss bedeutet dass  es sich um ein wirklich sehr gutes Buch handelt! Für mich meine bisherige Top-Empfehlung 2015 an alle (Dark-)Fantasy-Fans.! :)

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