Michael Marrak

 4 Sterne bei 98 Bewertungen
Autor*in von Das Aion: Kinder der Sonne, Lord Gamma und weiteren Büchern.
Autorenbild von Michael Marrak (©Privat)

Lebenslauf

Michael Marrak, geboren 1965 im tauberfränkischen Weikersheim, studierte Grafik-Design in Stuttgart und trat Anfang der neunziger Jahre als Autor, Herausgeber und Anthologist in Erscheinung. Nach einigen Jahren als freier Illustrator widmet er sich seit 1997 ganz dem Schreiben und wurde für seine Romane „Lord Gamma“ und „Imagon“ sowie seine Erzählungen und Illustrationen mehrfach ausgezeichnet. Übersetzungen seiner Texte erschienen in Frankreich, Griechenland, Russland, China und den USA. Von 2006 bis Ende 2011 war Michael Marrak im Hannoveraner Entwicklerstudio Reakktor Media für das Story Development und Game Design des SF-MMOs „Black Prophecy“ verantwortlich, dessen Hintergrundgeschichte er seit 2005 entwarf. Michael Marrak lebt und arbeitet heute als freier Schriftsteller, Illustrator und Stadtflüchtling im Orbit eines beschaulichen Ortes im Harzvorland, wo er sein Habitat unfreiwillig mit einem kybernetisch getunten Marder und seinen Garten mit persistentem Wildwuchs teilt.

Alle Bücher von Michael Marrak

Cover des Buches Das Aion: Kinder der Sonne (ISBN: 9783473352814)

Das Aion: Kinder der Sonne

(22)
Erschienen am 30.01.2008
Cover des Buches Der Kanon mechanischer Seelen (ISBN: 9783958694644)

Der Kanon mechanischer Seelen

(11)
Erschienen am 24.07.2021
Cover des Buches Mängelexemplare 4: Heimgesucht (ISBN: 9783958691889)

Mängelexemplare 4: Heimgesucht

(4)
Erschienen am 30.11.2016
Cover des Buches Der Garten des Uroboros (ISBN: 9783958695719)

Der Garten des Uroboros

(2)
Erschienen am 21.03.2019
Cover des Buches Der Agnostische Saal (ISBN: 9783000024771)

Der Agnostische Saal

(1)
Erschienen am 01.07.1998

Neue Rezensionen zu Michael Marrak

Cover des Buches Imagon (ISBN: 9783935822121)
J

Rezension zu "Imagon" von Michael Marrak

Jqpm
Sci-Fi Geschichte, von Lovecraft inspiriert

Die Geschichte beginnt wissenschaftlich, wandert jedoch immer weiter ins Sci-Fi und Mystery-Genre.

Meine Sorge, es handele sich nur um eine billige Nachmache von Lovecrafts Bergen des Wahnsinns, hat sich nicht bewahrheitet.

Die Geschichte bedient sich mancher Sachverhalte vom Lovecraft-Universum, dies wird jedoch genauso auch im Buch angesprochen und hat den Autoren nicht daran gehindert, sich eine neue, spannende Geschichte auszudenken, die auch für Leute interessant ist, die die Geschichten von Lovecraft schon kennen.

Das Ende war in Ordnung, hat angemessen viel beantwortet und offen gelassen.

Eine Vielfalt queerfeministischer Phantastik: Jubiläumsausgabe überzeugt mit inspirierenden Geschichten

"QueerWelten 10-2023" präsentiert eine fesselnde Auswahl an Kurzgeschichten, Essays und Gedichten, die die Leserinnen in unterschiedlichste Welten entführen. Die Jubiläumsausgabe bietet eine gelungene Mischung aus Fantasy und Science Fiction, wobei insbesondere die Science Fiction in dieser Ausgabe im Fokus steht. Die Texte zeichnen sich nicht nur durch ihre Vielfalt in Setting und Stil aus, sondern auch durch ihre thematische Breite, die von sozialen und politischen Themen bis hin zu persönlichen Schicksalen reicht.

"No Filter" von Melanie Vogeltanz beleuchtet eine dystopische Zukunft, in der toxische Positivität herrscht und die Auseinandersetzung mit belastenden Ereignissen tabuisiert wird. Diese Geschichte setzt sich kritisch mit Zensur und der Bedeutung von emotionalen Ausdrücken auseinander, was sie besonders stark und relevant macht.

Eleanor Bardilacs "Brunnenlied" präsentiert eine anspielungsreiche und formal vielfältige Erzählung, die den Leser*innen eine poetische Reise durch eine Science-Fiction-Zukunft bietet. Die sprachliche Schönheit des Textes fasziniert, auch wenn die inhaltlichen Zusammenhänge nicht immer leicht zu erfassen sind.

"Der Seelenpartnertest" von Simon Klemp ist eine klare und prägnante Geschichte, die eine interessante Zukunftsvision präsentiert, in der Paare ihre Kompatibilität testen lassen können. Diese Geschichte regt zum Nachdenken über Beziehungen und gesellschaftliche Normen an.

"Zwischentöne" von Eva-Maria Obermann ist ein starkes Gedicht, das die Nuancen des queeren Erlebens einfühlsam und eindrucksvoll einfängt.

"Unterschied" von Jol Rosenberg bietet eine einfühlsame und sensibel erzählte Geschichte über kulturelle Unterschiede und Vorurteile zwischen verschiedenen Alien-Spezies. Die Darstellung der verschiedenen Perspektiven und die subtile Kritik an Vorurteilen machen diesen Text besonders lesenswert.

Clara Maj Dahlkes "Sarah" ist eine berührende Geschichte über Einsamkeit, Trauer und menschliche Bindungen in einer postapokalyptischen Welt. Die poetische Erzählweise und die emotionale Tiefe machen diesen Text zu einem Höhepunkt der Ausgabe.

Der Essay "Auf Nimmerwiedersehen, Mittelerde" von T. B. Persson bietet eine kritische Auseinandersetzung mit rassistischen Stereotypen in Tolkiens Werk und regt zum Nachdenken über die Repräsentation von Minderheiten in der Fantasyliteratur an.

Die Jubiläumsausgabe von QueerWelten beeindruckt nicht nur durch ihre vielfältigen und inspirierenden Geschichten, sondern auch durch ihre kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen und Normen. Das Magazin bietet einen spannenden Einblick in die Welt der queerfeministischen Phantastik und lädt die Leserinnen dazu ein, sich mit neuen Perspektiven und Ideen auseinanderzusetzen.




Gelungene Jubiläumsausgabe

Wie in den vorherigen Ausgaben enthält dieses Magazin Texte aus Fantasy und Science Fiction mit queerfeministischen Inhalten, wobei dieses Mal eindeutig die Science Fiction überwiegt – was mir entgegenkommt, denn dieses Genre ist mir von beiden das Liebere. Die ausgewählten Kurzgeschichten sind dabei in Setting, Stil und Thematik so unterschiedlich, dass auch diese zehnte Jubiläumsausgabe ein breites Spektrum abbildet:

No Filter von Melanie Vogeltanz spielt in einer nahen Zukunft, in der eine Kultur der toxischen Positivität herrscht: Belastende Ereignisse werden von Menschen ebenso ferngehalten wie Medien, die sich mit solchen beschäftigen. Selbst Trauer um nahe Angehörige wird nur für einen kurzen Zeitraum akzeptiert, wie die Protagonistin nach dem Tod ihrer Mutter feststellen muss. Trost findet sie bei Eris, die ein illegales Kino betreibt und dort regelmäßig verbotene Filme zeigt. Diese Kurzgeschichte finde ich unglaublich stark, denn sie realisiert innerhalb der fiktiven Welt die Forderung nach der Abschaffung von emotional belastendem Material und zeigt auf, wie wichtig es ist, auch negative Gefühle zuzulassen. Damit positioniert sich der Text indirekt gegen Zensurvorwürfe, die die progressive Phantastik immer wieder treffen. Im Verlauf wird außerdem deutlich, dass Inhaltswarnungen – die oft den gleichen Vorwürfen ausgesetzt sind – im Grunde das Gegenteil von Zensur sind, weil sie vielen Menschen erst den informierten Medienkonsum ermöglichen.

Brunnenlied von Eleanor Bardilac ist leider die Geschichte in dieser Ausgabe, zu der ich den geringsten Zugang gefunden habe. Die sprachliche Schönheit ist faszinierend und die Atmosphäre auf gekonnte Weise verdichtet, aber die inhaltlichen Zusammenhänge habe ich kaum verstanden. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich das zugrunde liegende Iwein-Material nicht kenne.

Der Seelenpartnertest von Simon Klemp hingegen zeichnet sich durch eine klare Sprache und Prämisse aus: Der Text spielt in einer Zukunft, in der Paare einen sogenannten Seelenpartnertest durchführen lassen können. Dieser ist jedoch nur auf heterosexuelle Paare zugeschnitten, daher wundert es den Protagonisten eigentlich nicht, dass der Test von ihm und seinem Mann negativ ausfällt. Doch in der Konsequenz hinterfragt er in nächster Zeit immer häufiger, ob sie überhaupt zueinander passen und steigert sich in seine Seelenpartnertest-Obsession immer weiter hinein. Ein spannendes Konzept mit gelungener Umsetzung.

Zwischentöne von Eva-Maria Obermann ist ein starkes kleines Gedicht, das in wenigen Worten vom Existieren in (queeren) Nuancen erzählt.

Unterschied von Jol Rosenberg dreht sich hauptsächlich um eine Gesprächsszene, die sich zwischen Vertreter*innen zweier Alien-Spezies abspielt, zwischen denen einst Krieg herrschte. Die Perspektivfigur ist ein Vertreter der Spezies Kophan, der davon überzeugt ist, dass seine Art allein aufgrund ihrer Veranlagung gefährlich ist und zu Gewalt neigt – diese Annahme erfährt jedoch während des Gesprächs einen interessanten Twist. Besonders gelungen fand ich hier die Darstellung der kulturellen Unterschiede der beiden Spezies, beispielsweise die unterschiedliche Konnotation von Blickkontakt.

Mein liebster Text in dieser Ausgabe ist aber Sarah von Clara Maj Dahlke. Es ist eine bittersüße, wunderschön erzählte Geschichte aus der Sicht einer Androidin, die eine Frau aus der Einöde rettet und sich um sie zu kümmern zu versucht. Die Androidin wird von ihr Sarah genannt, nach ihrer verstorbene Frau, und zwischen all der Einsamkeit und Trauer kommen die beiden sich näher. In diesem Text wohnt eine poetische Kraft, die in mir noch lange nachhallt.

Wie immer gibt es auch einen Essay, dieses Mal Auf Nimmerwiedersehen, Mittelerde von T. B. Persson, der sich vor allem mit rassistischen Stereotypen in Tolkiens Werk auseinandersetzt. Das habe ich zwar nicht gelesen (und habe es auch nicht vor), aber ich konnte dem Text auch so gut folgen, und die kritischen Analysen und Erkenntnisse sind auch gut auf andere Werke anwendbar.

Zum Schluss folgt noch Ein Queer*Welten-Werkstattbericht von den Herausgeber*innen Lena Richter, Judith Vogt und Heike Knopp-Sullivan, in dem es zum 10. Jubiläum des Magazins einige interessante Einblicke in die Arbeit der Redaktion gibt.

Und am Ende steht der Queertalsbericht mit Veranstaltungstipps und spannenden Buchempfehlungen. Zwischen den Geschichten sind dieses Mal außerdem handschriftliche Postkarten aus queer-phantastischen Welten abgedruckt, die auf eine Mini-Ausschreibung zu diesem Thema eingesandt worden sind. Es ist interessant zu sehen, wie vielfältig das umgesetzt wurde.

Fazit: Eine rundum gelungene Jubiläums-Ausgabe.

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Das Aion: Kinder der Sonne
Buecherstoebereckes avatar
Buecherstoeberecke

Ihr wolltet schon immer eure eigene Geschichte schreiben? Dann habt ihr nun die Gelegenheit dazu und könnt auch noch einen tollen Preis gewinnen  
"Das Aion - Kinder der Sonne" von Michael Marrak aus dem Ravensburger Buchverlag.
Euren selbstgeschriebenen Text  entweder hier oder auf meinem Blog als Kommentar hochladen und schon seid ihr dabei.
Es gibt kein festgelegtes Thema, also habt ihr jede Freiheit beim Schreiben!


Eine Jury wird eure Texte bewerten, der ich natürlich auch angehöre. Ihr dürft aber auch die Texte der anderen selbst bewerten, indem ihr diese kommentiert. 
Wer teilnehmen möchte, ohne dass jeder seinen Text lesen kann, weil er oder sie grade an einem eigenen Buch arbeitet, kann mir den Text auch gerne per Mail an post_fuer_ronja@web.de oder hier als private Nachricht schicken.


Einsendeschluss ist der 30.11. 2014 um 23:59 Uhr. 


Ich freue mich auf eure Texte! :)
Verlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Michael Marrak im Netz:

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

118 Bibliotheken

11 Merkzettel

5 Leser*innen

Worüber schreibt Michael Marrak?

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks