Der Kanon mechanischer Seelen

von Michael Marrak 
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Der Kanon mechanischer Seelen
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Originell und einfallsreiche Sci-Fi-Stroy! Lesenswert, aber am Anfang leider nicht übermäßig spannend

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Michael Marrak hat geschaffen, was vorher noch nie geschrieben wurde.

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Inhaltsangabe zu "Der Kanon mechanischer Seelen"

In einer fernen Zukunft wird die Erde nur noch von wenigen Menschen bevölkert. Sie führen in ihren jugendlichen Körpern ein Leben, das viele Jahrhunderte währt, und manche von ihnen besitzen eine Gabe: Einzig durch ihren Wunsch und eine flüchtige Berührung sind sie fähig, Materie zu beseelen.
In dieser wundersamen, von einer bizarren Mechafauna dominierten Welt lebt Ninive, die auf der Suche nach uralten Relikten das Hochland durchstreift, um längst vergessenen Dingen Leben einzuhauchen und sich ihre Geschichten anzuhören.
Das alles beherrschende Bauwerk ist eine vier Kilometer hohe Mauer, von der niemand weiß, wozu sie einst errichtet wurde und wovor sie die Menschen und Maschinen seit Jahrtausenden schützt – bis ein Gesandter aus der letzten Stadt im Hochland auftaucht, der den Auftrag hat, die Bannmauer zu bezwingen. Und er ist der nicht der Einzige, der die verlorene Passage in die Welt dahinter sucht …

DER KANON MECHANISCHER SEELEN ist eine Hommage an Stanislaw Lems „Kyberiade“ und seine Robotermärchen, an Miyazaki-Trickfilme wie „Chihiros Reise ins Zauberland“ und „Das wandelnde Schloss“, an Michael Moorcocks „Am Ende der Zeit“, garniert mit einem Schuss „Alice hinter den Spiegeln“.

Gewinner des SERAPH und des Kurd-Laßwitz Preis als "Bester Roman".

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958692572
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:750 Seiten
Verlag:Amrun Verlag
Erscheinungsdatum:31.10.2017

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    thenights avatar
    thenightvor 6 Monaten
    Der Kanon mechanischer Seelen von Michael Marrak

    Inhalt: Seit Urzeiten durchstreift Ninive die Hügellandschaft im Schatten einer 4 Kilometer hohen Mauer, immer auf der Suche nach neuen Informationen über die Vergangenheit, die sie den im Schlamm und Erdboden versunkenen Gegenständen entlockt, indem sie sie beseelt, denn Ninive ist eine Wandlerin, sie kann leblose Dinge zum Leben erwecken, so das diese Sprechen, Handeln, Denken und Fühlen können und so mit ihnen kommunizieren. Da die Dinge meist nicht mit besonders hoher Intelligenz gesegnet sind, kommt es das eine oder andere Mal zu sehr amüsanten Szenen, die den hohen Anspruch den dieses Buch an seine Leser stellt, etwas auflockert.

    Auf einem ihrer Streifzüge entdeckt Ninive ein riesiges Tier aus Schrott, das ihr folgt wie ein Gänseküken seiner Mutter und sie trifft Aris, der ausgesandt wurde, um einen Weg hinter die Mauer zu finden, die seit Äonen niemand mehr überwinden konnte.


    Meine Meinung:

    Ich könnte Michael Marraks Werk nun mit anderen vergleichen, mit Stanislaw Lem z.B. der im Klappentext erwähnt wird, wenn ich von dem nur etwas gelesen hätte oder ich könnte Vergleiche ziehen zu Chihiros Reise ins Zauberland, das ebenfalls erwähnt wird, aber auch das ist mir unbekannt. Und nach diesem Buch wünschte ich mir, ich könnte jedes Buch so lesen, ich könnte in eine mir völlig fremde Welt eintauchen und sie mit staunenden Augen betrachten. Ich stand neben Ninive auf den Hügeln und sah mechanische Wesen wie Dinosaurier an mir vorbeiziehen.

    Michael Marrak lässt wirklich Bilder entstehen, seine Beschreibungen der Dinge sind liebevoll und detailliert und lassen trotzdem noch Raum für die eigene Fantasie.

    Ich gebe zu, mit dem Prolog habe ich mich etwas schwer getan, viel zu viel Technik für meinen Geschmack, aber der ist nur kurz und nur der Auftakt zu einer abenteuerlichen Reise.

    Eine meiner Lieblingsfiguren, neben Ninive, war Cutter,  der klassischer Weise mit Sense und schwarzem Umhang auftritt, alles zu wissen scheint und wenig preisgibt und immer für ein Lächeln gut ist.

    Der Kanon mechanischer Seelen ist nichts für Anfänger, ich habe 4 Wochen gebraucht um die 720 Seiten zu lesen und ich habe jede Seite geliebt, trotzdem werde ich das Buch wieder auf den Stapel zu lesender Bücher legen, denn ich bin mir sicher das ich noch mehr entdecken werde, wenn ich es erneut lese.

    Ausnahmsweise erwähne ich auch die Covergestaltung und die Illustrationen im Inneren des Buches, sie unterstützen die Fantasie des Lesers und sind einfach wunderschön.


    Ich vergebe eine absolute Leseempfehlung.


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    DaRoSos avatar
    DaRoSovor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Michael Marrak hat geschaffen, was vorher noch nie geschrieben wurde.
    Ich habe einen Hinterkopf?

    ”Der Kanon mechanischer Seelen”.
    Vor einem Jahr, gefühlt Jahrzehnten, durch Zufall in der Verlagsvorschau von Amrûn entdeckt und als Wunsch vermerkt, wuchs aus ihm ein Traum, ein Mysterium und schon beinahe eine Illussion.

    Ein wenig wurde dieses Buch zu “Duke Nukem Forever”, welches nach Jahren der erneuten Verschiebung der geplanten Veröffentlichung nur mit “when its done” ausgewiesen wurde.
    When it’s done… happened!

     

    Bereits die ersten Seiten ließen mich erneut Kind sein. Ließen mich erinnern, wie ich mit großen Augen auf den Röhrenfernseher starrte, als der Videorekorder meines Onkels Nausicaäs (Nausicaä – Prinzessin aus dem Tal der WindeHayao Miyazaki, 1984; OT: Kaze no Tani no Naushika; engl. Nausicaä of the Valley of the Wind) Begegnung mit einem Ohmu von der VHS-Kassette wiedergab.
    Alsbald erwachte die Küche Caractacus Potts‘ (Tschitti Tschitti Bäng BängKen Hughes, 1968; OT: Chitty Chitty Bang Bang) zum Leben und tanzte vor meinem inneren Auge…
    …und so durfte ich Ninive und ihre skurril-grotesken Mitstreiter begleiten, auf ihrer Reise zur großen Mauer.
    Ich durfte Kind, Leser, Begleiter und Erlebender sein – durfte rätseln, wissen und lachen.

     

    Die Vielfalt (und selten trifft dieses Wort einen Sachverhalt besser als hier) mit welcher Marrak den Kanon erklingen lässt, ist schwer zu um- und kaum zu beschreiben – am einfachsten scheint der Versuch Gefühlsanalogien zusammenzufassen…:

    Pablo Picasso malt zu Djelem Djelem (Barcelona Gipsy Klezmer Orchestra beispielsweise haben auf ihrem Album Imbarca eine wunderschöne Version eingespielt) Salvador Dalí, einen Scheibenwelt-Roman lesend, in der Nautilus auf dem Weg nach Atlantis, um Khazad-dûm zu erkunden, wo Lord Gamma auf seine Enthüllung wartet…

     

    Was ”Der Kanon mechanischer Seelen” so besonders macht, birgt die Komplexität mit der dieses Werk wirkt – denn eben darum bittet es: Zeit zu wirken!
    So handelt es sich hier definitiv um kein Buch, welches man nebenbei einfach einmal so liest. Keine Berieselung oder stumpfer Zeitvertreib – man muss es genießen, muss bereit sein, das Abenteuer einfach geschehen zu lassen, muss es wirken, muss es sich setzen lassen.

    Wie bei einem guten Whisky, ist es nicht der Moment der Wahrnehmung, sondern die Entfaltung des Verstehens um den Geist, den er in sich trägt; wie bei einem schönen Parfum ist es nicht der Duft selbst, sondern die Interpretation der wiederkehrenden Erinnerung, die umgarnt…

     

    Michael Marrak hat hier weniger geschrieben, was vorher noch nie geschaffen wurden, sondern viel mehr geschaffen, was vorher noch nie geschrieben wurde – ein Hard Science Fantasy Dungeon, welches weniger bewusst, als wahrhaftig gelesen werden darf – denn dieses Werk will nicht müssen, es bittet zu dürfen.

     

    -

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    Bernardovor einem Monat
    Kurzmeinung: Originell und einfallsreiche Sci-Fi-Stroy! Lesenswert, aber am Anfang leider nicht übermäßig spannend
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    mmthurners avatar
    mmthurnervor 6 Monaten

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