Michael McBride Sunblind

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Inhaltsangabe zu „Sunblind“ von Michael McBride

Als der Agent des US Grenzschutz Christian Rivera mitten in der riesigen Sonora Wüste auf die Leiche einer toten Einwanderin stößt, beginnt die verzweifelte Suche nach einer weiteren Gruppe von 25 Frauen und Männern, die auf unerklärliche Weise in der Wüste verschwunden ist. Mit der Unterstützung zwei der besten Spurenleser der Agency verfolgt Rivera die Spur der Frau bis tief in das Innere einer der heißesten und unversöhnlichsten Landschaften auf diesem Planeten. Nachdem weitere Leichen auftauchen, erkennt Rivera langsam, dass es einen weit tödlicheren Feind als die Wüste gibt: einen unsichtbaren Gegner, der vor nichts Halt macht. Etwas mystisches Böses beobachtet sie sehr genau, und ihre einzige Hoffnung auf Überleben scheint in der Lösung des Rätsels rund um das Verschwinden der Gruppe zu liegen, und das, bevor es zu spät ist. Wenn es das nicht bereits ist …

Mayras Ziel sind die USA, dass die illegale Grenzüberschreitung hart wird,war klar,aber mit einigen Dingen hat sie dann doch nicht gerechnet

— Virginy
Virginy

Ein spannendes, fesselndes und intensives Lesevergnügen. Die perfekte Genre-Mischung aus Thriller, Horror und Mystery. Ich bin begeistert.

— chuma
chuma

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    Sunblind
    Virginy

    Virginy

    22. November 2016 um 13:34

    Nach der Ermordung ihrer Schwester will Mayra nur noch eins, weg von zu Hause und sich ein Leben in den USA aufbauen, das funktioniert aber nur mit Schleusern, die die verzweifelten Menschen über die Grenze bringen sollen.Auch Mayra landet in so einer Gruppe, die aus 25 Personen besteht, ein jeder mit eigenen Problemen und Ängsten und auch der bevorstehende Marsch durch die Wüste trägt nicht unbedingt zu guter Stimmung bei.Anfangs sind ihr alle fremd und das ist gut so, denn sobald man jemanden mit Namen kennt, entwickelt man eine Art Beziehung, die man hier nicht brauchen kann.Nach 2 Tagen wird klar, dass man das Ziel längst hätte erreichen sollen, etwas stimmt nicht, die Vorräte gehen zu Ende, die Stimmung wird schlechter und dann sind da die seltsamen Todesfälle, irgendetwas lauert da draußen in der Wüste...Rivera arbeitet beim Grenzschutz, Leichen illegaler Einwanderer in der Wüste sind für ihn nichts neues und doch ist etwas an dieser Frau anders, vor allem die Worte, die sie sich anscheinend selbst in die Brust geritzt hat, machen ihn neugierig.Als er dann feststellt, dass sie noch lebt, will er herausfinden, was passiert ist, denn auch die Kamera, die sie bei sich trägt, gibt Rätsel auf und so verfolgt er ihre Spur zurück...Michael McBrides "Sunblind" entführt uns in die Wüste von Arizona, ein unwirtliches Gebiet, für viele aber der einzige Weg, das Land ihrer Träume zu erreichen, so auch für Mayra, deren Reise zum Albtraum wird.Abwechselnd wird die Geschichte aus ihrer Sicht und der von Rivera erzählt, wobei Mayras Teil natürlich weitaus fesselnder ist, denn man erlebt die Strapazen der "Reisetruppe" hautnah mit, das Wasser geht aus, es gibt Verletzte, später sogar Tote, während Riveras Schildrungen eher nüchtern und sachlich sind.Alles in allem weiß McBride mit seinen Schilderungen zu fesseln, trotzdem war der Schluß nicht so wirklich meins, deswegen gibts dafür 3,5 von 5 Sternen...

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  • "Todos Muertos"

    Sunblind
    chuma

    chuma

    09. October 2016 um 14:48

    Sonora-Wüste, Arizona: Christian Rivera, Agent des Veganza Grenzschutzes, ist Spurenleser und sein Job ist es illegale Einwanderer in den Grenzlanden aufzuspüren – tot oder lebendig. Er stößt auf eine schwerverletzte junge Frau, die stark dehydriert ist und zahlreiche Verletzungen aufweist. Besonders schockierend und beängstigend sind drei Wörter, die sie sich offenbar selbst in die Brust geritzt hat: "TODOS MUERTOS CÁMARA" (Alle tot Kamera). Verstörende Hinweise, denen er nachgehen will. Und so folgen er und zwei weitere Agenten den Spuren der Frau, in der Hoffnung aufzuklären, was ihr und den anderen Menschen, die anscheinend bei ihr waren, widerfahren ist. Was sie finden, ist mehr als beunruhigend – der Tod lauert überall und es ist nicht die unwirtliche Wüstenlandschaft, die sie am meisten fürchten müssen ... Leseeindruck"Sunblind" erschien im Original unter gleichnamigen Titel bereits 2014 und ich bin froh, dass dieses Buch über den Voodoo Press Verlag den Weg ins Deutsche gefunden hat, denn Michael McBride hat mich mit dieser Story auf ganzer Linie überzeugt. Das Thema der illegalen Migration ist nicht nur interessant, sondern auch brisant und stets aktuell. Der Autor lässt Fakten einfließen und beleuchtet Hintergründe, nimmt aber keine direkte Position ein, (ver-)urteilt nicht, vielmehr regt er zum Nachdenken an. Die Einzelschicksale der Menschen in dieser Geschichte sind exemplarisch und berührten mich sehr. Der Leser fährt Achterbahn und das ist es, was eine Geschichte besonders auszeichnet: Wenn sie die Grenzen der Fiktion hier und da niederreißt und an der Realität kratzt. Der Autor nutzt zwei Perspektiven und Zeitebenen, um seine Geschichte äußerst spannend zu erzählen. Die eine Perspektive ist die Riveras, sie ist indirekt und in der Gegenwart angesiedelt. Er deutet die Spuren, denen er nachgeht und rekonstruiert so Mayras Todesmarsch durch die Wüste. Parallel dazu begleiten wir in der Vergangenheit Mayra Itzel Argueta Visari, die junge Frau, die Rivera zu Anfang findet. Die direkte Ich-Perspektive erlaubt eine starke Nähe zur Protagonistin. Während sich Rivera also quasi rückwärts bewegt, läuft Mayra in der Zeitlinie voran und die beiden Handlungsstränge bewegen sich aufeinander zu, um letztlich miteinander verknüpft zu werden. Diese Art des Erzählens hält die Spannung unglaublich hoch und lässt einen das Buch nur schwer aus der Hand legen. Mayras Parts sind intensiver, was nicht allein der Ich-Perspektive geschuldet ist, sondern auch den detaillierten Schilderungen ihres Überlebenskampfes. Schonungslos, fesselnd und brutal erleben wir die Tortur des Marsches durch die unerbittliche, sengende Wüste Arizonas mit. Schlangenbisse, Verbrennungen, Hunger und Durst, Verletzungen und Tod – die Beschreibungen sind eingehend und beklemmend. Ein stetes Auf und Ab zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Stärke und Schwäche, Mut und Angst. Der unbändige Überlebenswille Mayras prägt ihr Denken und Handeln und macht sie so zu einer starken und sympathischen Persönlichkeit. Man erfährt nach und nach, warum sie den Entschluss fasste, ihre Heimat zu verlassen und was sie antreibt. "Ich würde überleben, wenn auch nur aus dem einen Grund, dass so viele dazu nicht in der Lage gewesen waren." Auch die Gruppe, mit der sie unterwegs ist, wird näher beleuchtet. Zunächst sind sie alle anonym, für Mayra wie auch für den Leser. Die Personen sind reduziert auf kennzeichnende Merkmale ("Der Mann mit dem Fischerhut"), sie haben keine Namen. Erst nach und nach bekommen einige von ihnen Individualität und damit eine Persönlichkeit. Es lässt einen nachdenklich zurück, dass dies oft erst im Moment ihres Todes geschieht ...Der CBP Agent Rivera ist sympathisch, weil er nicht nur seinen Job macht, sondern darüber hinaus seine Aufgabe ernst nimmt und sich der Verantwortung seines Tuns bewusst ist. So ist er bereit Risiken einzugehen und sich über Vorschriften und Anweisungen hinwegzusetzen. Auch wenn man als Leser dieser Figur nicht so nah kommt wie Mayra, so schließt man sie schnell ins Herz.Und dann gibt es da noch einen Charakter, den ich persönlich sehr mochte, weil er von Anfang an tragisch ist, wie ich finde. Wen ich meine und warum, möchte ich im Dunkeln lassen. Wer das Buch gelesen hat, wird es wissen. Was genau erwartet den Leser bei der Lektüre? Ist es ein Thriller? Ja definitiv, denn Nervenkitzel ist garantiert. Es ist ein Roman, der einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt, extrem spannend und intensiv ist. Neben dem "thrill" punktet die Geschichte aber auch mit tollen Mystery- und Horrorelementen. McBride lässt dabei der Fantasie des Lesers sehr viel Raum, er gibt nie zu viel preis und lässt Platz für Spekulationen, arbeitet mit Geräuschen und Gerüchen, vielen Andeutungen, um dann stellenweise brutal und direkt zuzuschlagen. So gibt es Szenen, die für Zartbesaitete sicher eine Herausforderung sein dürften. Ein toller und eingehender Schreibstil, sehr bildhaft und auf den Punkt, komplettiert das Ganze. Ich hatte bei der Lektüre stets klare Bilder im Kopf – dieses Buch auf der Kinoleinwand könnte ich mir sehr gut vorstellen. "Altar, Sonora, war eine Stadt des Bösen, ein Ort, den Träume zum Sterben aufsuchten und an dem sie in anonymen Gräbern in der Wüste begraben wurden." "Ich sah zu, wie die Sonne die Wüste zum Bluten brachte, als sie den Horizont durchbrach." "Ich war von Tieren umgeben. Nicht von Menschen. Nicht von Männern. Beastia. Kreaturen ohne Mitgefühl, die so wenig vom Leben hielten – sogar von ihrem eigenen –, dass sie den Tod überall mit sich herumtrugen, wohin sie auch gingen." "Wir alle wussten, dass La Santa Muerte ihre Hand hielt, und niemand von uns wollte sie einladen, als Nächstes neben uns zu laufen." Fazit"Sunblind" ist ein Buch, bei dem man nägelkauend am Rand des Sessels sitzt und gebannt eine Seite nach der anderen verschlingt. Man schwitzt, weil die Wüstensonne so intensiv brennt, vergeht vor Durst nach Wasser und fröstelt, wenn sich einem die Nackenhaare aufstellen, weil man ein vermeintliches Klickgeräusch zu hören glaubt. Kurzum: Spannung, Thrill und Gruselmomente par excellence, eingebettet in einer aufwühlenden Story mit tollen Charakteren und einem eingehenden Schreibstil. Eines meiner Highlights dieses Jahr.

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