Michael McDowell

 4 Sterne bei 82 Bewertungen

Lebenslauf

Michael McDowell wurde 1950 in Alabama, USA, geboren. 1979 veröffentlichte er mit THE AMULET den ersten von mehr als 30 Romanen. Obwohl er auch Krimis und Komödien schrieb, zählen zu seinen bedeutendsten Werken die Horrorromane COLD MOON OVER BABYLON (1980), THE ELEMENTALS (1981) und die BLACKWATER-Saga (1983), die zuerst in sechs Einzelbänden veröffentlicht wurde – eine Methode, die Stephen King für THE GREEN MILE übernahm. Ab 1985 schrieb Michael McDowell auch fürs Fernsehen, etwa Episoden für ›Tales from the Crypt‹ oder ›Alfred Hitchcock Presents‹. Außerdem verfasste er die Drehbücher für Tim Burtons Filme BEETLEJUICE und NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS. Michael McDowell erkrankte 1994 an AIDS und starb 1999. Tabitha King, die Ehefrau von Stephen King, vervollständigte den unvollendeten Roman CANDLES BURNING, der 2006 erschien. Michael McDowell war ein Meister des Southern-Gothic-Horror, hochgelobt von Stephen King als »ein Schriftsteller für die Ewigkeit«. Und Kings Einschätzung bestätigt sich, denn in den letzten Jahren wurde Michael McDowells Werk nicht nur im englischsprachigen Raum wiederentdeckt, auch in Europa erscheinen seine Romane nun in diversen Übersetzungen mit großem Erfolg.

Quelle: Verlag / vlb

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Klassische Horrorelemente

Der kleine Ort Perdido Alabama lebt von der Holzverarbeitung in den am Fluss angesiedelten Sägewerken. Im Frühjahr 1919 tritt aufgrund langanhaltender Regenfälle der Perdido_Fluss über die Ufer und überschwemmt die ganze Stadt. Einige der wohlhabenden Familien haben sich in die Kirche gerettet, unter ihnen auch Oscar Caskey. Um sich das Ausmaß der Verwüstung anzusehen, ist er mit seinem Gärtner Bray im Boot unterwegs durch die Stadt und findet im überschwemmten Hotel eine junge Frau, die dort anscheinend schon seit Tagen allein ausharrt. Bray spürt schnell, dass da irgendwas nicht mit rechten Dingen zugehen kann, sein Arbeitgeber tut die bedenken allerdings als Aberglaube ab.

Das Buch ist der Beginn der "Blackwater-Saga" , die insgesamt aus sechs Bänden besteht und bereits 1983 veröffentlicht wurde. Sie gilt als eine der besten unheimlichen Erzählungen und verbindet klassische Horror/Gruselelemente mit einer Familiensaga über mehrere Generationen hinweg. Der Geschichte zugrunde gelegt ist eine alte Legende, die sich die Einwohner von Perdido seit Ewigkeiten erzählen und nach der in einem Strudel im Fluss ein Monster lebt, das immer wieder menschen in die Tiefe reißt. Am Ende des Buches gibt es ein sehr interessantes Nachwort. 

Der Erzählstil des Autors ist sehr leichtgängig und bildhaft, allerdings hatte ich über weite Strecken Probleme damit mir die Zeit zu vergegenwärtigen, in der die Geschichte spielt. Vom Setting, den Figuren und auch der Sprache des Buches, fühlte ich mich eher fünfzig, oder mehr Jahre früher. Besonders durch das Verhalten der wohlhabenden Familie Caskey ihren schwarzen Angestellten gegenüber und die allgemeine Beschreibung der Lebensumstände, hatte ich dieses Gefühl und da konnte auch die Erwähnung des Autos der Familie und andere Details nichts ändern. Vielleicht ist dieses, ich will nicht sagen antiquierte Setting aber auch absichtlich so gewählt, um die Grundstimmung der Geschichte zu unterstreichen. 

Obwohl es dem Leser schon im Prolog ähnlich wie Brady geht und man direkt eine leichte Gänsehaut bekommt, verläuft die Story erstmal relativ unaufgeregt. Es gibt immer mal wieder kleine Spitzen, versteckte Andeutungen, Zeichen, die dem Leser, aber natürlich nicht den Figuren auffallen und so wir der Eindruck aus dem Prolog weiter verstärkt und die gesamte Geschichte hinweg unterschwellig aufrecht erhalten. Im Vordergrund steht hier erstmal eindeutig die Familiengeschichte der Caskeys, im Besonderen die von Müttern zu ihren Kindern und Schwiegermüttern zu ihren Schwiegertöchtern.

Das Buch enthält viele klassische Gruselelemente, die es schaffen über die gesamte Länge der Geschichte eine ängstigende Atmosphäre zu erzeugen, ohne dabei zu blutig, oder plakativ zu werden, obwohl es natürlich auch eine solche Szene gibt, wahrscheinlich um zu verdeutlichen, welches Grauen da tatsächlich lauert. Der erste Band endet für mich überraschend und schockierend, der Autor hat mich hier kalt erwischt, denn mit allem hätte ich gerechnet, aber damit nicht. Trotz dieser Entwicklung und obwohl mir die Story gut gefallen hat, bin ich mir unsicher, ob ich die Reihe zeitnah weiterlesen werde. Für meinen Geschmack darf das Tempo im zweiten Teil gern etwas anziehen. 

Cover des Buches Blackwater: The Complete Saga (ISBN: B0DKR27LCL)
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Rezension zu "Blackwater: The Complete Saga" von Michael McDowell

Quibb
Abgebrochen

Ich hatte mich wirklich auf diese Geschichte gefreut, aber wie es aussieht habe ich mir zu viel davon versprochen. 

Ich brauche keine Daueraktion , bin durchaus leidensfähig, wenn ein Buch slow paced ist,  aber es sollte halt trotzdem irgendwann einen gewissen Unterhaltungswert haben.

Nachdem nach 3 Stunden Hörzeit noch immer nur gähnende Langeweile herrschte für mich, habe ich beschlossen meine Lesezeit anders zu nutzen und abgebrochen. 

Ich will das Buch absolut nicht verreissen,  kann mich zur Zeit aber einfach nicht darauf einlassen. 

Cover des Buches Die Elementare (ISBN: 9783986761622)
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Rezension zu "Die Elementare" von Michael McDowell

MademoiselleMeow
Sonne, Strand und Geister. Oder so...

Die Geschichte um drei identische viktorianische Villen spielt nämlich in der amerikanischen Südstaaten Hitze und die besagten Häuser stehen nicht inmitten eines verwilderten Garten, sondern mitten an einem Strand.
 Hierhin ziehen sich die Familien Savage und Mc Cray zurück, nachdem sie die Patriarchin zu Grabe getragen haben. Tage erfüllt von Faulenzen, Dösen und Sonnenbaden. Für die 13-jährige India ist aber zu langweilig. Es ist ihr erster Sommer auf der Familieninsel und ganz besonders das dritte Haus zieht ihre Aufmerksamkeit auf sich. Dieses wird zunehmend von einer Sanddüne verschlungen und ist seit Jahrzehnten unberührt. Doch keiner aus der Familie will wirklich über das Haus reden. Etwas stimmt nicht damit und India will der Sache auf den Grund gehen.


Am Anfang war ich noch total begeistert. Viktorianische Villen sind mit die Prototypen für Geisterhäuser. Egal ob alt oder neu, verflucht sehen die doch irgendwie alle aus. India tut genau das, was wir auch tun würden und sieht das, was wir uns alle erhoffen: Sie schaut durch eines der Fenster und entdeckt einen Raum, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint.


Sie sieht zunächst zwar keine Erscheinung, aber etwas, dass einen Gänsehaut beschert. Auch die Erlebnisse einer längst vergangenen Pyjama-Party und eine alte Fotografie lassen auf einen Spuk hoffen, der einen endlich mal wieder das fürchten lehrt.


Aber „Die Elementare“ ist keine simple Geistergeschichte, leider. Die Elementare sind keine Gespenster, sie sind Geister. Oder? So richtig wissen das die Protagonisten auch nicht. Ich fand die Erklärungen dazu total abstrus und echt frustrierend. Warum muss man es unnötig kompliziert machen? Lasst die Geister doch einfach Geister sein!


Der Autor versucht das Rad neu zu erfinden, aber mir wäre die klassische Geistergeschichte lieber gewesen, da am Anfang auch auf eine Familientragödie hingedeutet wird, die einen guten Ausgangspunkt dafür geschaffen hätte.


Sowieso ist dieser Roman auch eine schräge Familiengeschichte bei der die Mitglieder seltsame Beziehungen untereinander pflegen und manchmal nahm das Drama um diese einen zu großen Teil ein.


Der Roman bietet einige schöne Horrormomente und konnte mich in Ansatz etwas gruseln, aber leider gefiel mir nicht, in welche Richtung sich die Geschichte dann entwickelt hat. Das Ganze wurde mir auch nicht ausreichend genug erklärt.


Insgesamt etwas enttäuschend, Erwartungen nicht erfüllt, aber trotzdem gut.

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