Michael Meinert Der zerrissene Graf

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Inhaltsangabe zu „Der zerrissene Graf“ von Michael Meinert

Breslau, 1866. Um seine Schulden loszuwerden, lässt Leutnant Graf von Schleinitz sich auf eine tollkühne Wette ein: Er reitet in preußischer Uniform über die Grenze, um der von allen Offizieren umworbenen Tochter seines Generals einen Strauß Rosen aus dem feindlichen Böhmen zu bringen. Unterwegs trifft er im schlesischen Hochwald auf Lisa Grüning, die bezaubernde Tochter des Oberförsters von Wölfelsgrund. Und plötzlich befindet sich Schleinitz zwischen zwei völlig verschiedenen Welten. Auf der einen Seite städtisches Amüsement, unheilvolle Intrigen und die verführerische Tochter des Generals – auf der anderen Seite die Ruhe des Waldes, schlichter Glaube und die gottesfürchtige Tochter des Oberförsters. Er ist hin- und hergerissen, dabei erfordern die Dienstpflichten bei der lebensgefährlichen Jagd auf Spione seine ganze Aufmerksamkeit.

Spannend erzählte Schicksale in den Jahren des Deutsch-Französischen Krieges!

— mabuerele

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  • Leserunde zu "Von langer Hand geplant" von Gaba Mertins

    Von langer Hand geplant

    Sonnenblume1988

    Leserunde mit Autorenbegleitung Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Boas-Verlag  stellt drei Exemplare des Buches (zwei gedruckte Ausgaben und eine E-Book-Ausgabe) "Von langer Hand geplant" von Gaba Mertins zur Verfügung. Die Autorin Gaba Mertins wird die Leserunde begleiten und eure Fragen beantworten. Vielen Dank an den Verlag und die Autorin für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Seit Corrie eine Castingshow gewonnen hat, geht es bei ihr von Erfolg zu Erfolg. Nun steht ein großes Konzert in Hamburg an – ein weiterer wichtiger Schritt in ihrer Gesangskarriere. Und sie hofft, damit endlich ihren ihr unbekannten Vater auf sich aufmerksam zu machen und seine Zuneigung zu gewinnen. Doch dann wird sie von einem Security-Mann, der eigentlich auf sie aufpassen sollte, entführt. Oder hat Jan Wächter sie nur vor den Leuten ihrer Plattenfirma beschützt? Hängt das mit den Drohungen gegen sie zusammen, die ein Unbekannter im Internet postet? Und was hat es mit Jans mächtigem Freund auf sich, der angeblich bei allem seine Hand im Spiel hat? " Den Link zur Leseprobe findet ihr hier.  Bitte bewerbt euch bis zum 10. November hier im Thread und beantwortet die Frage, welche Musik ihr am liebsten mögt. LEXI, Arwen10 und ich werden die Leserunde als Mitleser ebenfalls begleiten. Offizieller Start ist der 20. November.  Bitte gebt an, ob ihr einen E-Book-Reader habt und somit für den Gewinn des E-Books zur Verfügung steht. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte schaut nach dem Verlosen selbstständig nach, ob ihr gewonnen habt und übermittelt eure Adresse innerhalb von 48 Stunden. Ihr erhaltet keine Nachricht und sonst wird neu gelost. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter www.boas-verlag.de für 14,95 € (Buchpreis) oder 8,99 € (E-Book-Preis) bestellen.

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    Fred

    23. November 2014 um 11:55
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    Arwen10 schreibt Mit großer Betroffenheit, habe ich letztens erfahren, dass Verlage, auch die von Jugendbüchern von ihren Autoren Sex erwarten in den Büchern. Die Autoren werden gezwungen , gewisse Szenen ...

    Du sprichst da ein Thema an, dass bei uns im BOAS-Verlag sehr ernst genommen wird. Es war mit einer der Punkte, die zur Gründung des BOAS-Verlags geführt haben, dass sogar in christlichen Romanen ...

  • Die Hochwald-Saga geht weiter: Toller zweiter Band!

    Der zerrissene Graf

    Sonnenblume1988

    25. April 2014 um 16:42

    Der zweite Band der „Hochwald-Saga“ erzählt die Geschichte rund um junge Elisabeth Grüning, die Tochter von Oberförster Grüning. Die Hauptpersonen des ersten Bandes tauchen im Roman auf, aber man kann die Handlung auch ohne Vorkenntnisse gut nachvollziehen. Die Geschichte spielt in Schlesien und beginnt damit, dass Leutnant Graf von Schleinitz eine leichtsinnige Wette eingeht: Weil er die schöne Valeria beeindrucken möchte, reitet er über die österreichische Grenze, um ihr einen Strauß Rosen zu stehlen. Dabei wird er von Feinden entdeckt und muss flüchten. Unterwegs kommt er durch den Hochwald. Unter einem Baum findet er die schlafende Elisabeth Grüning, von der er so fasziniert ist, dass er ihr die Rosen schenkt. Kurze Zeit später treffen die beiden sich im Forsthaus wieder, wo Schleinitz für mehrere Tage verweilt. Doch bevor sie sich einander richtig nähern können, muss Schleinitz wieder zurück in sein altes Leben. Dort erwarten ihn Hass, Intrigen, Geldsucht und der Krieg… Das Buch spielt in den Jahren nach 1866. Im Roman werden die damaligen kulturellen Traditionen und die geschichtlichen Ereignisse angedeutet bzw. spielen eine bedeutende Rolle. Dadurch ist die Geschichte nicht nur unterhaltsam, sondern sogar lehrreich. Mit Elisabeth Grüning und Schleinitz tauchen zwei neue Hauptcharaktere auf, die wenig gemeinsam zu haben scheinen. Doch die Liebe zum Klavier spielen und der starke Wille, für das eigene Glück zu kämpfen, verbindet die beiden und man fiebert mit den höhen und tiefen ihrer Freundschaft mit. Bis zu den letzten Seiten bleibt unklar, ob die beiden gemeinsam glücklich werden könnten. Besonders Oberförster Grüning mit seiner forschen Art, aber auch Krieg, Krankheit und Missverständnis bereiten den beiden Probleme und macht das Buch zu einem sehr spannenden Leseerlebnis. Der Glaube an Gott wird in diesem Buch ebenfalls thematisiert. Schleinitz, der zwar eine gesellschaftlich gute Stellung, aber ansonsten viele Probleme hat, lehnt den Glauben an Gott vorerst ab, da es ihm Schwierigkeiten bereitet, sich einzugestehen, dass er seine Probleme nicht alleine bewältigen kann. Elisabeth hingegen hat ein intensives Vertrauen zu Gott. So wird der Glauben aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und macht das Buch vielschichtig. Insgesamt ist „Der zerrissene Graf“ ein toller zweiter Band der Hochwald-Saga, der den Leser in eine andere Welt entführt und Spannung, Liebe und Tiefgang bietet. Sehr empfehlenswert.

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  • Krieg und Liebe

    Der zerrissene Graf

    mabuerele

    05. April 2014 um 20:52

    „…Aber ihr habt uns Kinder immer zu Liebe und Vergebungsbereitschaft aufgefordert, warum handelt ihr dann nicht selbst danach?...“   Wir befinden uns im Jahre 1866 in Breslau. Graf Ludwig von Schleinitz rettet Valeria von Mutius das Leben. Um ihre Aufmerksamkeit weiter zu erhalten, lässt er im Kreise der Offiziere verlauten, dass er in Uniform ins verfeindete Österreich reiten wird, um von dort Rosen zu holen. Auf den Rückweg, der zur Flucht vor den Österreichern wird, sieht er im Hochwald bei Wölfelsgrund ein junges Mädchen liegen und schlafen. Ihr Anblick rührt ihn so, dass er ihr die Rosen zur Seite legt. Es handelt sich um Teil 2 der Hochland-Saga. Seit der Hochzeit von Albert Grüning und Rahel sind 17 Jahre vergangen. Mittlerweile hat das Paar zwei Kinder, die 15jährige Tochter Elisabeth, und den zwei Jahre jüngeren Sohn Ferdi. Außerdem ist Elzner gerade im Forsthaus als Forstgehilfe eingezogen. Sein Interesse gilt aber weniger der Arbeit, sondern Elisabeth. Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Albert Grüning könnte man fast als stur bezeichnen. Er ist nicht bereit, eine einmal gefasste Meinung zu revidieren. Elisabeth liebt die Natur und den Wald. Die Begegnung mit Graf von Schleinitz ließ ihr junges Herz entflammen. Ferdi ist ein typischer junge. Er ist überall und nirgends, kommt hinter jedes Geheimnis und ist für jedes noch so riskante Abenteuer zu haben. Graf von Schleinitz führt einen leichten Lebenswandel. Im Kreise der Offiziere ist Spiel und Alkohol an der Tagesordnung. Früh hat er seine Eltern verloren. Sein Onkel hält ihn kurz. Der Autor hat einen spannenden historischen Roman geschrieben. Dazu hat er ein kompliziertes Beziehungsgeflecht zwischen den handelnden Personen aufgebaut. Sympathie und Antipathie sind ungleich verteilt. Das führt nicht nur zu einer abwechslungsreichen Handlung, sondern lässt auch die positiven und negativen Seiten der Protagonisten deutlich hervortreten. Missgunst, Neid und Intrige sorgen für zusätzliche Konflikte. Bei all dem darf nicht übersehen werden, dass den Personen oft keine Zeit für lange Überlegungen blieb, denn der Krieg mit Frankreich stand vor der Tür. Besondere Sorgfalt hat der Autor auf die Entwicklung des Grafen gelegt. Sehr realistisch wird dargestellt, wie er versucht, sein Leben zu ändern. Doch nicht jeder ist davon begeistert. Das Auf und Ab wirkt sehr authentisch. Lisas Glaube und die Erinnerung seiner Schwester an den Gott der Kindheit  berühren ihn, die Ehre eines preußischen Offiziers, der vor nichts und niemand kapituliert,  und die Laster, die das Grau des Alltags vertreiben oder beschönigen, sind der Gegenpart. Der Roman ist logisch durchstrukturiert. Glaubt man, die Schwierigkeiten sind beseitigt, taucht ein neues Problem auf.  Dadurch kann man das Buch nur schwer aus der Hand legen, zu sehr fesselt die Geschichte. Wie im ersten Teil befinden sich auch hier am Anfang eine Karte und Informationen über die Zeit. Das Cover passt zu Handlung. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Christliche Werte wurden gekonnt in eine spannende Handlung integriert. Gut recherchierte historische Ereignisse bilden den Rahmen dazu.

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  • Hier hat vor fünf Jahren alles begonnen, mit einem Strauß gestohlener Rosen aus Österreich

    Der zerrissene Graf

    LEXI

    04. April 2014 um 15:24

    Aufgrund des beeindruckenden Leseerlebnisses betreffend den ersten Band dieser Saga ging ich mit einer entsprechend großen Erwartungshaltung an diese Lektüre heran – und wurde nicht enttäuscht. Der Autor entführte mich erneut in den Wölfelsgrund, wo im malerischen Hochwald Oberförster Albert Grüning mit seiner Ehefrau Rahel und den beiden Kindern Elisabeth und Ferdinand lebt. Der mürrische Grießgram und Menschenfeind aus dem ersten Band „Gescheiterte Flucht“ ist mittlerweile viele Jahre mit seiner geliebten Rahel verheiratet. Ein vor kurzem in seine Dienste getretener Forstgehilfe namens Gustav Elzner logiert nun ebenso unter seinem Dach, wie auch Graf Ludwig von Schleinitz. Der junge Leutnant gerät bei der Einlösung einer waghalsigen Wette unter seinen Kameraden beinahe in Lebensgefahr, als er widerrechtlich die Grenze passiert, um Rosen für die hübsche Tochter seines Generals zu stehlen. Während seiner Flucht durch den Hochwald entdeckt er auf der Lichtung neben der Altenburg ein schlafendes Mädchen, dessen Anmut und Unschuld ihn völlig bezaubert und ihn in seinen Bann zieht. Ohne lange zu Überlegen legt er die mühsam erkämpften Rosen neben der schlafenden Schönheit ins Gras und weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass er in diesem Moment auch sein Herz für alle Zeiten in ihre Hände gelegt hat. Michael Meinert, dessen eindrucksvollen Schreibstil ich bereits durch die Hochwald-Saga 1 über alle Maßen zu schätzen gelernt habe, liefert auch mit seinem zweiten Band einen Roman, der mit einer wahren Fülle von Ereignissen aufwartet. Der Autor konzentriert sich diesmal auf seinen Protagonisten Schleinitz, der durch die Begegnung mit der bezaubernden Försterstochter, die er „seine Prinzessin aus dem Hochwald“ nennt, völlig verwandelt wird. Sein Leben in der Stadt, wo er seine dienstfreie Zeit mit dem Glücksspiel und dem Hofieren oberflächlicher Frauen verbringt, wo er es genießt, Feste zu feiern und auch dem Alkohol zugetan ist, erscheint ihm nach seiner Zeit im Hochwald plötzlich oberflächlich und leer. Zu seinem gefährlichen Auftrag, der Jagd nach Spionen an der Grenze zum Feindesland, kommen auch noch Intrigen eines seiner angeblichen besten Freunde hinzu – und eine verruchte junge Frau, die ihm mit aller Macht die Fesseln der Ehe anlegen möchte. Valerie, die schöne stolze Tochter des Generals, versucht mit raffinierten Mitteln durch eine Heirat mit Ludwig zur Gräfin zu avancieren, ihr Bruder Julius hat hingegen das Vermögen im Sinn, das nach des Onkels Tod an dessen Neffen Ludwig fallen wird. Viele spannende Verwicklungen und exzellent recherchierte Details über das Leben zu dieser Zeit bringen einen hohen Spannungsfaktor in dieses Buch. Der Autor hat auch ausgezeichnet ausgearbeitete Nebenfiguren geschaffen, die den Leser nicht unberührt lassen. Wie bereits sein Vorgänger hatte es auch der zweite Teil dieser Saga geschafft, mich tief ins Geschehen einzubeziehen, mich dermaßen zu fesseln, dass ich es kaum schaffte, den Roman aus der Hand zu legen. Was mich ganz besonders berührt hat, war der tiefe Glaube, den Michael Meinert auf wundervolle Art und Weise zu vermitteln vermochte. Auf der einen Seite eine tief gläubige Försterfamilie, durch deren Einfluss letztendlich auch Ludwig sein Leben in Gottes Hände legte, auf der anderen Seite Ludwigs sympathische Schwester Regina, die es nie aufgegeben hat, Ludwig mit ihrer sanften, beharrlichen Art auf den rechten Weg zurück zu führen. Ich möchte kurz das Coverfoto des Buches erwähnen, das mir zunächst gefällig erschien. Nachdem ich jedoch als stiller Beobachter diesen wunderschönen Hochwald und das schlichte, gläubige Mädchen mit dem Herzen aus Gold kennen lernen durfte, kam mir die junge Frau auf dem Buchdeckel zu auffällig und grell gekleidet vor. Die Szene, die ich nach der Lektüre im Kopf hatte, wäre zwar ein hoch auf dem Pferd sitzender Leutnant, die junge Dame stellte ich mir jedoch in der Nähe der Altenburg im Gras schlummernd vor, um sie herum viele rote Rosen. „Hier hat vor fünf Jahren alles begonnen“, sagte Schleinitz. „Mit einem Strauß gestohlener Rosen aus Österreich“. Diese Aussage prägte sich mir ganz fest ein, und mit dem Titel dieses Buches werde ich wohl für immer exakt so eine Szene verbinden. Ich möchte mich abschließend von ganzem Herzen beim BOAS-Verlag und der Organisatorin der Lovelybooks-Leserunde für diese wundervolle Lektüre bedanken. Vielen Dank auch für die einmalige Möglichkeit, sich mit Autor und Verlag im Zuge einer Leserunde über den Inhalt auszutauschen und Fragen zu stellen. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung, auf den dritten Band der Hochwald-Saga, und blicke dessen Erscheinungsdatum voller Vorfreude entgegen. Fünf Bewertungssterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung für beide (!) Bände dieser Saga.

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  • Elisabeth und der Graf

    Der zerrissene Graf

    kira35

    04. April 2014 um 13:04

    1866 lässt sich Leutnant Graf von Schleinitz auf eine tollkühne Wette ein, um seine Spielschulden loszuwerden und das Herz der schönen Valeria von Mutius zu erobern. In preußischer Uniform reitet er über die Grenze nach Böhmen und pflückt auf Feindgebiet einen Rosenstrauß. Auf seinem Rückritt trifft er im Schneeberger Forst auf Lisa Grüning, die Tochter des Oberförsters, die schlafend unter einem Baum liegt. Der Anblick des schlafenden Mädchens rührt ihn, und er legt den Rosenstrauß neben sie, auch wenn er weiß, die Schulden und die Häme seiner Kameraden sind ihm sicher. In diesem zweiten Teil der Hochwald-Saga nimmt der Autor den Leser wieder mit in den schlesischen Hochwald nach Wölfelsgrund. Doch diesmal liegt eine weite Reise vor dem Leser. Durch die beginnenden Kriege folgen wir Leutnant von Schleinitz nach Breslau, Königsgrätz, Pasewalk, Sedan und Paris. Bekannt sind aus dem ersten Teil der Saga Albert und Rahel Grüning, das Oberförsterpaar, die nun bereits zwei Kinder, Elisabeth und Ferdinand haben. Gut beschrieben und in historischem Hintergrund eingebettet wird die Geschichte von Graf von Schlenitz und Elisabeth erzählt. Intrigen und Ränkespiele, die Jagd nach Spionen, Blut und Tränen geben der Geschichte ein richtiges Maß an Spannung. Auch in dieser Geschichte nimmt der Glaube an Gott einen wichtigen Platz ein, der ohne zu stören, gut in die Geschichte eingebettet wurde. Das Vorwort und die Karte geben hilfreiche Informationen. Ein lesenswertes Buch mit historischem Hintergrund, flüssig und bildhaft geschrieben. Für mich ein Lesegenuss.

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  • Der zweite Band einer phantastischen Serie

    Der zerrissene Graf

    Sonnenwind

    03. April 2014 um 11:43

    Der zweite Band einer phantastischen Serie Wer "Gescheiterte Flucht" gelesen hat, wird diesem Folgeband entgegenfiebern: Inzwischen schreiben wir das Jahr 1866 bzw. 1870/71. Oberförster Grüning und seine Rahel sind um etliche Jahre älter geworden und haben zwei Kinder: Lisa und Ferdi - und von einem Tag auf den anderen dringt die weite Welt in die Ruhe ihres Forsthauses ein. Leutnant Ludwig Graf von Schleinitz hat sich aufgrund einer verrückten Wette verpflichtet, hinter den feindlichen Linien in Österreich einen Strauß Rosen für den Schwarm der jungen Soldaten und Schwester seines Freundes zu pflücken. Mit Mühe und Not schafft er es zurück auf die preußische Seite, wo er ein Mädchen unter einem Baum schlafend findet und ohne nachzudenken seinen kostbaren Rosenstrauß neben ihr ablegt. Wenig später sucht er Unterschlupf im Forsthaus und lernt dort die hübsche Unbekannte kennen: Lisa. Die beiden kommen sich immer näher, obwohl Grüning seine ganze Kunst aufwendet, um sie auseinanderzubringen. Er mag Ludwig nicht und würde Lisa gern mit seinem Forstgehilfen verheiraten, den Lisa überhaupt nicht ausstehen kann. Und dann bricht der Krieg aus. Es folgen viele Irrungen und Wirrungen, Mißverständnisse, Tränen und Glück, Tapferkeit, Opfer, Verzweiflung und Mut - und manchmal auch ein lautes Lachen. Als Leser versinkt man in einer Welt, die zwar schon 150 Jahre zurückliegt und andere Lebensverhältnisse bietet, in der die Menschen aber doch mit denselben Problemen und Gefühlen kämpfen, die uns auch heutzutage beschäftigen. Einfühlsam erzählt der Autor die Geschichte um Lisa und Ludwig, zeichnet ein farbiges Bild vom schlesischen Hochwald wie auch vom Leben an der Front. Durch das alles hindurch windet sich eine Spur von Spionen, Verrätern und Betrügern, die vor nichts zurückschrecken und ihren Schatten auf alle in der Umgebung werfen. Außerordentlich spannend breitet sich das Leben der Beteiligten vor dem Leser aus, und sie wachsen einem ans Herz. Man leidet mit bei jedem Mißerfolg und zittert in den Gefahren. Ich habe es sicher nicht zum letzten Mal gelesen und warte schon jetzt auf die Fortsetzung - und das, obwohl ich eigentlich gar keine historischen Bücher mag - aber diese Serie hat eine Aussage und eine Tiefe, die es weit über andere Bücher hinaushebt.

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