Michael Meinert Ehrlicher Schwindler

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Inhaltsangabe zu „Ehrlicher Schwindler“ von Michael Meinert

Schlesien, 1877. Als das Kutschpferd der beiden Baronessen von Hohenau durchgeht, rettet der Student Ferdinand Grüning ihnen das Leben. Sofort fühlt er sich zu den jungen Schönheiten hingezogen. War es eine Fügung Gottes, dass er die Mädchen durch das Unglück kennenlernte? Um sie wiederzusehen, beschließt er, sich mit Hilfe seines adeligen Kommilitonen Max von Bassewitz in die bessere Gesellschaft einzuschleichen. Doch er ahnt nicht, in wessen Visier er durch seine Schwindelei gerät.

Habe mich im aristokratischen Milieu des 19. Jahrhunderts absolut fehl am Platz gefühlt.

— gst

Dies ist der dritte Teil der Hochwald-Saga, die zwar von Anfang an super war, sich aber trotzdem mit jedem Band steigert..

— Sonnenwind

Ein überaus spannender christlicher Roman mit vielen überraschenden Wendungen

— Smilla507

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  • Liebesverwicklungen im historischen Gewand

    Ehrlicher Schwindler

    gst

    27. July 2017 um 10:20

    Michael Meinert erzählt im dritten Teil seiner Hochwaldsaga, die vor bald 150 Jahren spielt, eine Liebesgeschichte mit Hindernissen: Forststudent Ferdinand Grüning rettet zwei Baronessen im Wald seines Vaters mit wagemutigem Einsatz aus einer äußerst misslichen Lage. Fesch und abenteuerlustig überredet er – zurück zum Studium in Breslau – seinen Kommilitonen Graf Bassewitz, ihn zu einem Ball mitzunehmen. Dort trifft er erneut auf die Baronessen, die hier ihr Debüt geben …Obwohl der Leser einen Einblick in die damaligen Gepflogenheiten erhält, konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Die Erzählweise des Autors ist sehr langatmig. Neben vielen Klischees, die hier bedient werden, war ich auch von der Charakterisierung der Protagonisten enttäuscht. Julius von Mutius, der immer klamme Onkel der wunderhübschen, blondlockigen Stefanie und ihrer etwas steifen Schwester Helena von Hohenau, zieht sich beispielsweise ständig am Ohrläppchen. Christian von Güssow, Helenas Verehrer, lässt bei jeder Gelegenheit seine Finger knacken, während sie selbst es liebt, ihre Schuhe auf den Fußspitzen wackeln zu lassen. Und wenn dann noch eine Uhr überlaut tickt oder Tränen von den Wimpern purzeln, ist meine Toleranzgrenze überschritten.Ich kann mir zwar vorstellen, dass es Leserinnen gibt, die tief in so einen über 600 Seiten zählenden Schinken eintauchen; ich gehöre leider nicht dazu. Trotzdem habe ich bis zum Happy End durchgehalten – schließlich hatte ich mir dieses Buch für die Lovelybooks-Themenchallenge 2017 ausgesucht. 

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    • 2
  • Noch besser als der zweite Band!

    Ehrlicher Schwindler

    Sonnenblume1988

    20. March 2016 um 13:14

    Schlesien 1877: Während eines Spaziergangs im Hochwald verhindert der Forstwirtschaftsstudent Ferdinand Grüning ein Unglück, bei dem eine Kutsche in den Abgrund zu stürzen droht. Als er die beiden jungen Insassinnen der Kutsche sieht, ist er sofort hingerissen. Ohne ihre Namen zu kennen, beschließt er, sich um ein Wiedersehen zu bemühen. Sein einziger Anhaltspunkt ist ein Ball, der in Breslau stattfinden soll. Gemeinsam mit seinem Kommilitonen Maximilian, als dessen Vetter er sich ausgibt, gelingt es ihm, sich als Graf auf den Ball einzuschleichen. Und tatsächlich trifft er die beiden Unbekannten wieder, die als Baronessen in die adlige Gesellschaft eingeführt werden. Doch er ist nicht der einzige Mann, der Interesse an den Mädchen hat… Und wie kann er aus der Lügengeschichte, in die er immer tiefer rutscht, wieder herauskommen? Bei diesem Buch handelt es sich um Band 3 der Hochwaldsaga, die die Geschichte einer Familie über drei Generationen erzählt. Ferdinand Grüning ist der Sohn vom Oberförster Grüning, von dem der erste Band der Saga handelt, und der Bruder von Lisa, die im zweiten Band die Hauptrolle spielt. Dieses Buch lässt sich jedoch auch gut ohne die Vorkenntnisse aus den ersten beiden Büchern lesen, auch wenn es natürlich Spaß macht, die lieb gewonnenen Hauptcharaktere aus den ersten beiden Bänden noch einmal zu treffen. Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht. Es passieren viel mehr Ereignisse, als in der Inhaltsangabe angedeutet, so dass es beim Lesen nie langweilig wird. Anfangs habe ich ein wenig Konzentration gebraucht, um die Verwandtschafts- bzw. Bekanntschaftsverhältnisse zu durchblicken. Doch die meiste Zeit war das Lesen sehr entspannend und das Buch hat mich problemlos in die andere Welt hineingerissen. Die Musikstücke "Lebensstürme" und "Feenmärchenwalzer", die in dem Buch immer wieder erwähnt werden, haben mich durch den entsprechenden Ohrwurm auch in Zeiten, wo ich das Buch nicht in der Hand halten konnte an die Geschichte denken lassen. Da das Buch in einem christlichen Verlag erschienen ist, ist auch der Glaube an Gott in diesem Buch ein Thema. Ferdinand ist Christ, auch wenn er zwischendrin von seinen eigenen Maßstäben abweicht. Er denkt immer wieder über seine Beziehung zu Gott nach. Dennoch ist der Glaube keinesfalls aufdringlich, sondern glaubwürdig und zurückhaltend in die Geschichte eingebunden. Normalerweise ist es oft so, dass bei mehreren Bänden einer Buchserie die Qulität mit der Zeit etwas abnimmt. Doch dieser dritte Band hat mir noch besser als der zweite Band gefallen. Mindestens ein weiterer Band wird noch folgen, so dass wir freudig gespannt sein dürfen. Ein wirklich toller, historischer Liebesroman.

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  • Leserunde zu "Ehrlicher Schwindler" von Michael Meinert

    Ehrlicher Schwindler

    Sonnenblume1988

    Leserunde mit Autorenbegleitung! Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen: Der Boas-Verlag stellt fünf Exemplare des Buches (davon ein e-Book) "Ehrlicher Schwindler" von Michael Meinert zur Verfügung. Autor Michael Meinert wird die Leserunde begleiten und für Fragen zur Verfügung stehen. Vielen Dank an den Verlag  für die Unterstützung der Leserunde! Zum Inhalt: "Schlesien, 1877. Als das Kutschpferd der beiden Baronessen von Hohenau durchgeht, rettet der Student Ferdinand Grüning ihnen das Leben. Sofort fühlt er sich zu den jungen Schönheiten hingezogen. War es eine Fügung Gottes, dass er die Mädchen durch das Unglück kennenlernte? Um sie wiederzusehen, beschließt er, sich mit Hilfe seines adeligen Kommilitonen Max von Bassewitz in die bessere Gesellschaft einzuschleichen. Doch er ahnt nicht, in wessen Visier er durch seine Schwindelei gerät ... Die Hochwald-Saga spielt in der schlesischen Grafschaft Glatz und der Provinzhauptstadt Breslau. Über drei Generationen, von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs, wird die wechselvolle Geschichte einer eng mit den schlesischen Wäldern verbundenen Familie erzählt." Bei diesem Buch handelt es sich um Band 3 der Hochwaldsaga. Nach Angaben des Autors lässt sich dieser Band jedoch auch gut verstehen, wenn man die beiden vorherigen Bände nicht kennt. Bitte bewerbt euch bis zum 9. November hier im Thread und beantwortet, ob ihr schon einmal etwas vom Boas-Verlag gehört habt. Achtung, unter den verlosten Exemplaren ist ein E-Book dabei, deshalb gebt bitte an, ob ihr einen E-Book-Reader habt. Hier könnt ihr eine Leseprobe herunterladen. Wir bitten euch, vor eurer Bewerbung folgende Punkte zu berücksichtigen:  - Der Gewinner verpflichtet sich dazu, sich innerhalb von ca. 4 Wochen mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte auszutauschen und eine Rezension zu schreiben. - Es können nur Bewerber berücksichtigt werden, deren Profil öffentlich ist und die mindestens eine Rezension in ihrem Profil haben. - Bitte beachtet, dass in diesem Buch christliche Werte eine wichtige Rolle spielen. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun. Das Buch könnt ihr unter www.boas-verlag.de für 15,95 € (Buchpreis)  bestellen .Dort könnt ihr auch sehr gerne eure Rezension hinterlassen.

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    • 401

    Michael_Meinert

    29. December 2015 um 11:58
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    cho-ice schreibt So, nun habe ich es auch endlich geschafft - bei unserem Krankenstand zu Hause hat es wesentlich länger gedauert, als ich beabsichtigt hatte, tut mir leid. Vielen Dank für die schöne Leserunde - ...

    Herzlichen Dank für Deine Rezi! Natürlich sind die Leserunden nicht ganz uneigennützig. Wo sonst bekommt man mal ausgiebige Rückmeldungen von den Lesern? Man lernt einfach unglaublich viel ...

  • Spannende Fortsetzung einer sehr empfehlenswerten Buchreihe

    Ehrlicher Schwindler

    cho-ice

    29. December 2015 um 07:17

    „Ehrlicher Schwindler“ ist der 3. Band der Hochwald-Saga von Michael Meinert, die die Geschichte einer Familie aus Schlesien im 19. Jahrhundert erzählt. Ich hatte bereits die ersten beiden Bände mit Begeisterung gelesen und war so sehr gespannt, wie es weitergeht. Zunächst hat mich verblüfft, dass zwischen diesem und dem letzten Band nicht so viele Jahre vergangen waren wie zwischen dem ersten und dem zweiten … aber dann fand ich es toll, weil so einige lieb gewordene Charaktere weiterhin im Mittelpunkt der Handlung standen. Allen voran natürlich Ferdi(nand) Grüning, der Sohn des Oberförsters und Bruder von Lisa von Bredow, um die es in „Der zerrissene Graf“ ging. Er ist der „ehrliche Schwindler“, der sich in diesem spannenden Liebesroman als angeblicher Graf in die bessere Gesellschaft einschleicht und schon bald in ein Netz aus Lügen verstrickt, um der Baronesse von Hohenau den Hof machen zu dürfen. Dabei wiegelt er jedoch mächtige Feinde gegen sich auf … Der Autor lässt einen als Leser/in streckenweise kaum zu Atem kommen, so sehr überschlagen sich die Ereignisse. Manche Passagen sind aber auch eher ruhig und tiefgründig. Wie in Band 1 und 2 spielt der christliche Glaube eine große Rolle und wird immer wieder im Laufe des Buches thematisiert. Dies geschieht an den meisten Stellen ehrlich und authentisch, sodass man sich nicht „angepredigt“ fühlt. Allerdings schien mir das religiös motivierte Handeln einer der Hauptfiguren nur schwer nachvollziehbar und für mich persönlich hätten es nicht so viele Auszüge aus Philipp Spittas „Psalter und Harfe“ sein müssen. Insgesamt bietet „Ehrlicher Schwindler“ jedoch die gewohnte hochwertige Unterhaltung von Michael Meinert und ich freue mich sehr, dass die Hochwald-Saga mit Band 3 noch nicht zu Ende ist, sondern fortgesetzt wird.

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  • Das Buch riss mich völlig mit :-)

    Ehrlicher Schwindler

    Dominika

    06. December 2015 um 17:04

    Über das Buchcover: Mir persönlich gefällt das Cover nicht. Der junge Mann im schwarzen Anzug und Zylinder macht einen sehr unsympathischen Eindruck auf mich. Mit der geschwollenen Unterlippe und den engen Augen wirkt er sehr dominant. Die hübsche, junge Frau an seiner Seite ist leider unscharf, obwohl sie vor dem Grafen steht, und eigentlich besser zu sehen sein müsste, gerade weil sie vor dem Grafen steht. Meiner Meinung nach, weißt das Titelbild darauf hin, dass der Cover-Designer schlechte Arbeit gemacht hat. Der Titel dagegen ist perfekt. Schön groß und in zwei verschiedenen Farben. Die rote Schrift sticht am besten hervor und weckt sofort die Neugier, um zu erfahren, wie wohl die Geschichte ist. Über das Buch: Weil ich die beiden Bände davor nicht gelesen habe, fand ich den Einstieg wegen der vielen Namen mit Adelstiteln ein bisschen schwierig, aber nach einigen Kapiteln fand ich mich gut zurecht. Die Geschichte ist sehr interessant und hochspannend. Ich konnte das Buch an manchen Tagen sehr schwer aus den Händen geben. Zu meinen Lieblingsfiguren wurden Ferdinand, Lena, Stefanie und als Bösewicht Mutius. Ferdinand ist ein junger Mann (25 J.) und studiert die Forstwirtschaft. Nach seinem Studium möchte er in die Fußstapfen seines Vaters treten und den Dienst eines Oberförsters übernehmen. Sein Vater könne dann in den Ruhestand gehen. Noch vor seinen Endprüfungen begegnet Ferdinand zum ersten Mal den hübschen Baronessen, Lena und Stefanie. Er rettet ihnen das Leben und möchte sie bald wiedersehen. Aber, weil er kein Adeliger ist und somit als Bürgerlicher nicht zu ihren Kreisen gehört, darf er sie nicht wiedersehen. Trotzdem findet Ferdinand einen Weg und erschleicht sich einen Zutritt zum Ball. Dort kommt er den beiden Baronessen näher und verliebt sich in Lena. Er kann nicht anders, als an sie denken. Aber Lena nimmt einen großen Abstand von ihm. Schließlich kennt sie Ferdinand, der vorgibt ein Graf zu sein, nicht und ihr Onkel Mutius möchte sie mit ihm verheiraten. Lena sagt dem charmanten Grafen den Tanz ab und geht auf Abstand. Diese Zurückhaltung nutzt ihr tiefgläubiger Vetter Güssow und versucht von ihr die Erlaubnis zu erbitten, um sie werben zu dürfen. Als Lena ihn abweist, reagiert der Vetter zuerst verletzt und enttäuscht, aber noch möchte er das Handtuch nicht schmeißen. Stefanie verliebt sich auf den ersten Blick in ihren Retter. Und als sie auf dem Ball erfährt, dass Ferdinand ein Graf ist (mit dem Rang über ihr) und noch dazu mit der königlichen Familie verwandt ist, versucht sie mit allen Mitteln seine Aufmerksamkeit zu gewinnen, was nicht besonders schwer ist. Ferdinand ist zwar von Lena fasziniert, glaubt für sie etwas zu empfinden, aber Stefanie hat ihm so den Kopf verdreht, dass er bald überzeugt ist, dass sie die richtige Frau für ihn ist. Ferdinand möchte unbedingt eine Adelige heiraten, so wie es sein Vater und seine Schwester getan haben, und die fröhliche Stefanie wäre dazu gerade perfekt. Was einen schönen und abenteuerlichen Anfang genommen hat, geht später sehr turbulent weiter. Durch Ferdinands leichtsinnige Lügen werden noch einige Menschen Leid erfahren. Werden sie ihm alle vergeben können? Mutius ist Lenas und Stefanies Onkel. Seine Finanzen stehen sehr schlecht. Und um sein Gut nicht zu verlieren, versucht er Lenas und Stefanies Eltern zu erpressen. Baronin Aurelia und Baron Georg Friedrich hüten seit vielen Jahren ein Geheimnis und wenn davon alle Welt erfährt, dann gibt es einen riesen Skandal. Es ist das erste Buch, dass ich von dem Autor Michael Meinert gelesen habe, aber es ist eines der besten Büchern, das ich bis je überhaupt gelesen habe. Wenn man das Buch liest, dann merkt man, dass der Autor sehr gut recherchiert hat. Das Buch ist mit einem leichten Schreibstil interessant geschrieben und hochspannend. Oft tauchen Dialoge in bayrischem Dialekt auf, die ich angenehm und oft lustig fand. In diesem Buch sind sehr viele Kapiteln (103), sie sind oft kurz und auch mittellang. Was mir an diesem Buch gefallen hat: Ok, Ferdinand macht einen leichtsinnigen Fehler, indem er zu einer für ihn verbotenen Gesellschaft geht und sich als Graf ausgibt. Später passieren dadurch Dinge, die ihm, aber auch den anderen das Herz brechen. Und trotzdem, wo vieles schon zu spät und nicht mehr wieder gut zu machen ist, kommt er und möchte sich bei jedem entschuldigen. Was noch möglich ist, wieder gut machen. Für seine Schuld droht ihm eine Gefängnisstrafe. Aber anstatt an eine Flucht zu denken, liest er in der Bibel und hofft auf Gott. Gott wird allen zeigen, ob er wirklich schuld ist. Mir hat das Buch Ehrlicher Schwindler super gefallen. Ich hatte so schöne Lesestunden, wie lange nicht mehr. Ich kann jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen und er/sie wird es nicht enttäuschen.

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  • Die Wege des ehrlichen Grafen...

    Ehrlicher Schwindler

    pallas

    01. December 2015 um 13:41

    Die Handlung spielt im späten Neunzehnten Jahrhundert in der Gegend um Breslau. Der dritte Teil der Hochwaldsaga spielt im Dörfchen Wölfelsgrund. Hier streift Ferdinand, Sohn des Oberförsters Grüning, mit seinem Jagdhund Elko durch den Wald als es beinahe im Schneeberger Forst zu einem Kutschunfall kommt. Im wirklich letzten Moment gelingt es ihm die durchgegangenen Pferde einzufangen und auf diese Weise den hübschen Baronessen Stefanie und Helena das Leben zu retten. Ferdinand studiert fleißig in Breslau mit seinem adeligen Freund Max von Bassewitz dem das Studieren allerdings nicht so sehr am Herzen liegt und folglich eher dazu neigt keine Festivitäten auszulassen. Als Ferdinand erfährt, dass ein Debüt gegeben wird, bittet er seinen erfahrenen und adligen Freund, ihm zu helfen sich unter dem Namen Graf von Wedell auf dieses Fest einzuschleichen, zumal er hofft hier erneut den hübschen Baronessen Stefanie und Helena begegnen zu können. Tatsächlich sieht er sie dort wieder, zumal es sogar deren eigenes Debüt ist. Ferdinand beeindruckt die beiden hübschen Schwestern über sein gutes Aussehen und seiner charmanten Art. Vor allem Stefanie ergreift gleich die Chance und will den vermeintlichen Grafen näher kennen lernen. Lena die ruhigere der Beiden verbirgt jedoch ihre Sympathie für Ferdinand, um dem Glück der Schwester nicht im Wege zu stehen. Der spritzige, emotional tief berührende Roman aus der Feder von Michael Meinert hat mich über alle Seiten hinweg herrlich unterhalten. Die exzellente und facettenreiche Gestaltung der handelnden Charaktere werden nur noch durch die brillianten Dialoge übertroffen, die mit einer köstlichen Prise Humor gewürzt, einfach nur kurzweilige Lektüre garantieren. Das Lesevergnügen an diesem Roman steigert sich zu einem echten Lese-Highlight durch die Liebe des Autors zum Detail und eine außergewöhliche sowie schöne Dichte in den damit notwendigen Beschreibungen. Die Lektüre versetzt den Leser in eine Stimmung, welche die Atmosphäre der damaligen Zeit spüren lässt und verknüpft diese Empfindungen mit den vielen emotionell berührenden Ereignissen der Handlung. Ich halte einen hervorragend gut recherchierten Roman in Händen dessen Handlung geschickt in eine historisch interessante Zeit eingebettet ist. Der leicht zu lesende Stil ermöglicht es dem Leser mühelos in das Geschehen einzutauchen und die Emotionen der handelnden Personen mitzuerleben. Für mich war "Ehrlicher Schwindler " zwar das erste Werk von Michael Meinert, aber ich kann schon jetzt sagen, es wird nicht mein Letztes sein. Ich freue mich schon sehr auf den kommenden Teil der Hochwaldsaga. In meinen Augen ist Michael Meinert ein genialer Autor mit der wunderbaren Gabe, Menschen für die Dauer der Lektüre dem manchmal all zu tristen Alltag zu entreißen.

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  • Die Hochwald-Saga in zweiter Steigerungsstufe

    Ehrlicher Schwindler

    Sonnenwind

    01. December 2015 um 07:21

    Autor Michael Meinert entführt seine Leser zum dritten Mal in den Schlesischen Hochwald und nach Breslau: Oberförster Albert Grüning und seine Frau Rahel von Bredow mit ihren Kindern Lisa und Ferdinand kennen wir schon aus den beiden Vorgängerromanen – was nicht heißen soll, der “Ehrliche Schwindler” sei unverständlich, wenn man die beiden ersten Teile nicht kennt. Aber alle drei hintereinander zu lesen, rundet die Handlung wunderbar ab. Lisa und Ferdinand sind inzwischen erwachsen und haben ihre eigenen Probleme. Besonders Ferdinand, der fröhliche Lausbub, gerät in eine Lage, die er sich selbst zuzuschreiben hat, aber jeder ist mal jung und kann deshalb nachvollziehen, daß die Hormone mit ihm durchgehen. Und weil er so ein liebenswerter, ehrlicher Kerl ist, fühlt man mit, leidet und bangt mit ihm. Bis zur letzten Seite. Außer dieser atemlosen Spannung bringt der Autor es fertig, seine Liebesgeschichte mit ungeahnter Tiefe anzureichern: Er verdeutlicht anschaulich den Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit, füllt die Figuren mit Persönlichkeit und Leben, so daß die Handlung wie ein Film vor dem Leser abläuft. Im Vorwort warnt uns der Autor: Er hat vor, seine Leser zu entführen, gefangenzunehmen und zu fesseln. Das klingt wie ein Werbefeldzug, ist aber, wie man ziemlich bald selbst feststellt, absolut zutreffend: Von der ersten Seite an kann man sich vom Buch nur noch mit Gewalt losreißen. Wenn man Urlaub hätte, wäre die Situation vielleicht auch noch leichter zu bewältigen, aber neben der Arbeit her muß man für die 629 Seiten mehrere Tage einplanen. Die lohnen sich aber: Wenige Bücher konnten mich so fesseln wie diese und ich habe atemlos weitergeblättert, wenn es wieder besonders heftig wurde, was so gut wie permanent vorkam. Ferdi gerät von einem “Unglück” ins nächste, und obwohl er nur das Beste will und vorhat, gelingt der Schwindel einfach nicht. Der Abschied vom Hochwald ist mir wieder einmal sehr schwergefallen und ich fiebere schon dem nächsten Band entgegen.

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  • Lesegenuss für Liebhaber historischer, authentischer und gut recherchierter Romane

    Ehrlicher Schwindler

    Smilla507

    28. November 2015 um 00:03

    „Autoren sind Entführer“ (S. 7) – und Michael Meinert ist ein ganz grandioser, gewiefter Entführer! Er hat mich mit seinem dritten Hochwald-Saga Band ins Jahr 1877 entführt, genauer gesagt nach Breslau. Dort studiert Ferdinand Grüning Forstwissenschaften. Bei seinem Besuch in seiner Heimat, dem Schneeberger Forst, begegnet er den Sommerfrischlerinnen Stefanie und Helena von Hohenau. Ferdi kann die beiden Baronessen in letzter Sekunde vor einem Kutschunglück bewahren. Von den beiden jungen Damen äußerst angetan denkt er sich mit Hilfe seines Freundes Max von Bassewitz eine List aus, wie er sich in die höhere Gesellschaft Breslaus einschleichen und so in Kontakt zu den Baronessen kommen kann: Der abenteuerlustige und verwegene junge Mann gibt sich als Graf von Wedell aus – nicht ahnend, welche Turbulenzen er damit auslöst, denn die Scharade droht aufzufliegen und Ferdi wäre somit der Hochstapelei schuldig... Michael Meinert hat es mir sehr schwer gemacht, seiner Entführung zu entfliehen! Dank vieler Cliffhanger und wechselnder Handlungsorte wollte ich unbedingt wissen, wie es weiter geht und – schwupp – hatte ich diesen 629 Seiten Wälzer durchgelesen. Auch wenn ich zu Beginn dachte den Ausgang der Geschichte zu erahnen wendete sich das Blatt mehrmals und sorgte für einige Überraschungen. Nebenbei erfährt man einiges zur Lebensweise der damaligen Zeit und Glaubensthemen fließen zur Handlung passend ein. Dem Titel kann man schon entnehmen, dass Lüge und Unehrlichkeit ein großes Thema in diesem Roman sind, aber auch die Liebe spielt eine große Rolle, ohne in Kitsch abzudriften. Im positiven Sinne auffällig sind die Eigenarten und „Ticks“ der einzelnen Romanfiguren. So hatte ich während des Lesens immer eine genaue Vorstellung und einen Wiedererkennungseffekt, der es mir möglich machte, die verhältnismäßig vielen Figuren auseinander zu halten. Ferdi steht natürlich im Fokus, aber erfreulicherweise bekommen die anderen, teils schon vertrauten Romanfiguren, eine Stimme. So erfährt man, im Gegensatz zu Ferdi, welche Entwicklungen sich an den anderen Schauplätzen ergeben, was die Spannung zusätzlich anheizt. Wer sehr gut recherchierte, authentische historische Romane mag kommt bei diesem Buch auf seine Kosten. Im Anhang klärt der Autor den Leser darüber auf, welcher Teil der Handlung fiktiv ist und was den Tatsachen entspricht. Man kann dieses Buch zwar ohne Vorkenntnisse der vorigen Bände lesen, aber es ist dennoch von Vorteil die Reihenfolge einzuhalten, da man sich sonst ein wenig Spannung für die ersten beiden Bände nimmt. Weitere Hochwaldsaga-Bände sind erfreulicherweise in Planung. Ich freue mich und bin sehr gespannt auf meine nächste Entführung!

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  • Der grandiose dritte Teil der Hochwald-Saga

    Ehrlicher Schwindler

    LEXI

    22. November 2015 um 18:39

    „Belügt einander nicht.“ (Kolosser 3 Vers 9) Michael Meinert, der Autor der Hochwald-Saga, katapultiert seine Leser mit seinem dritten Band „Ehrlicher Schwindler“ in das Jahr 1877 in die Provinzhauptstadt Breslau in Schlesien, nur 100 km vom kleinen Dorf Wölfelsgrund entfernt, das eingebettet in den Bergen der Sudeten liegt und bereits Schauplatz der Vorgängerbücher war. Im Schneeberger Forst kommt es bei einem Beinahe-Kutschenunfall zu einer schicksalhaften Begegnung zwischen Ferdinand Grüning, dem fünfundzwanzigjährigen Sohn des Oberförsters, und zwei jungen hübschen Damen adeliger Herkunft. Der gut aussehende Student der Forstwissenschaften kann nur mit knapper Not ein Unglück verhindern, und seine Gedanken kreisen von diesem Augenblick an nur noch um Helena und Stefanie von Hohenau. Und so schmiedet der übermütige junge Mann einen verwegenen Plan, zu dessen Mithilfe bei der Umsetzung er seinen adeligen Kommilitonen Maximilian Bassewitz mit allen Mitteln der Überredungskunst drängt. Als die beiden Hohenau-Schwestern in die Gesellschaft eingeführt werden und ihnen zu Ehren ein Ball gegeben wird, betritt der Förstersohn als „bayrischer Graf Ferdinand von Wedell“ an der Seite von Maximilian Bassewitz den Ballsaal. Er darf zwar die Bekanntschaft mit den beiden entzückenden jungen Damen vertiefen, verstrickt sich jedoch immer weiter in seinen Schwindel, bis es scheinbar keinen Ausweg mehr zu geben scheint… Michael Meinert hat es mit diesem Buch wieder einmal geschafft, mich für die Dauer einiger Stunden vollständig der Realität zu entziehen. Er entführte mich einerseits in die schlichte, stille Welt des Hochwaldes, wo der Oberförster Albert Grüning mit seiner adeligen Ehefrau Rahel seit bald drei Jahrzehnten eine glückliche und zufriedene Ehe führt. Andererseits stellt er mir den Flitterglanz des Adels vor, wo jedoch im Hintergrund eifrig tückische Intrigen und Ränke geschmiedet werden. Ich durfte vielen bekannten Gesichtern aus den beiden Vorgängerbüchern wiederbegegnen und lernte mit den beiden Hohenau-Schwestern zwei sehr gegensätzliche neue Protagonistinnen kennen. Helena, die schlichte, gottesfürchtige junge Frau mit den leuchtenden braunen Augen und dem langen dunklen Haar verschwindet oft im Schatten ihrer lebhaften, fröhlichen und unkonventionellen Schwester Stefanie, einem blonden, modischen jungen Mädchen mit azurblauen Augen. Doch der Autor konzentriert sich keineswegs nur auf seine Hauptfiguren, sondern widmet sich mindestens genauso seinen Nebenfiguren – den Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten der Protagonisten. Die liebevoll gezeichneten Figuren seiner Bücher sowie der wunderschöne Sprachstil und das große Augenmerk auf den christlichen Glauben empfinde ich mittlerweile bereits als Markenzeichen dieses Autors. Im vorliegenden Buch bedient er sich unter anderem dem bayrischen Dialekt, was in Kombination mit dem zugrunde liegenden Schwindel um den Grafen von Wedell für Authentizität sorgt. Amüsiert durfte ich feststellen, dass auch der brillante Wortwitz von Meinert in diesem dritten Band nicht zu kurz kam und mir die Lektüre wieder einmal allergrößtes Lesevergnügen bereitet hat. Durch die Folgen des Schwindels, den Intrigen im Hintergrund und den damit verbundenen Konsequenzen wurde auch eine gehörige Portion Spannung eingebracht, die sich bis zum Ende des Buches sogar noch erheblich steigerte. Da auch Liebe und Romantik nicht zu kurz kamen, war „Ehrlicher Schwindler“ wieder einmal ein richtiges Glanzstück aus der Feder Michael Meinerts, bei dessen Lektüre ich jede einzelne Seite zutiefst genossen habe und das ich sehr gerne weiter empfehle. Ich freue mich jetzt bereits auf die Fortsetzung dieser Saga!

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